Jump to Navigation
Startseite

Fernweh, Abenteuer & Exotik:

Warum reisen wir?

Reise Spezial
  • Magazin
    • Berliner Republik
    • Weltbühne
    • Kapital
    • Salon
    • Themen der Zeit
    • Merkel-Projekt
    • Kolumnen
    • Blogs
  • Mediathek
    • Bilder
    • Videos
    • Karikaturen
    • Titelbilder
  • Bücher
  • Service
    • Impressum
    • Anzeigen/Media
    • Redaktion
    • Autoren
    • Presse
    • Über uns
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > Gläserne Nutzer, nebulöser Konzern

Salon
Facebook

Gläserne Nutzer, nebulöser Konzern

von 
Woody Mues
27. Oktober 2011
picture alliance
Facebook: Der nebulöse Konzern
Wie funktioniert Facebook? Der Konzern selbst gibt darüber wenig Auskunft.

Mark Zuckerberg hat die Vision einer absolut transparenten Welt. Trotzdem ist über Facebooks Vorgehensweise und Umgang mit Daten kaum etwas bekannt, der öffentliche Diskurs schleppend und widersprüchlich. Gesucht: Eine kritische Öffentlichkeit, die die Entwicklung aller Netz-Riesen begleitet

Seite 1 von 3

Mark Zuckerberg hatte mal wieder die Zukunft im Gepäck. Mit Talent zur Selbstironie stellte der Chef von Facebook vor ein paar Wochen dessen neue Features vor. Die größte Neuerung trägt den Titel „timeline“ und macht aus dem „Buch der Gesichter“ eine Bibliographie der Online-Biographien. Letztere enthalten, wie der begleitende Werbeslogan informiert, „alle deine Stories […]“ und geben „eine neue Möglichkeit, auszudrücken, wer du bist.“

Ein „timeline“-Nutzer erstellt auf Facebook seinen eigenen, mit automatisierten Inhalten (z.B. welche Lieder zuletzt oder besonders oft gehört wurden)  gespickten Internet-Lebenslauf. Und was hat Facebook davon? Nun, „alle deine Stories“. Also eine ganze Menge werberelevanter Daten, die von den Nutzern auf dem Silbertablett überreicht werden.

Zuckerberg predigt Transparenz. Er hat eine Weltsicht, nach der die Privatsphäre de facto nicht mehr für wichtig erachtet werde und genau wie der Datenschutz veraltet sei. Aber Transparenz muss in beide Richtungen funktionieren. Bei Facebook herrscht in diesem Punkt eine bezeichnende Asymmetrie. Einerseits weiß es theoretisch alles über seine Nutzer und nötigt ihnen die Preisgabe persönlicher Informationen ab. Andererseits weiß kaum jemand genaues über Facebook und seinen Umgang mit Daten. Die öffentliche Debatte ist von Widersprüchen, Verwirrung und Unwissen geprägt.

Was für Daten – und wofür?

Mit den riesigen, gefüllten Datenbänken ist und bleibt Facebook Vorreiter im größten laufenden Netz-Projekt: der Errichtung des „semantischen Internets“. Semantische Internetseiten generieren massenhaft Daten, die automatisiert verarbeitet und interpretiert werden können. Eingegeben werden diese Daten größtenteils von den Nutzern selbst.

Zuckerbergs Konzern sammelt jedoch mehr Daten als bewusst eingegeben werden. Zum Beispiel liegen auf den Servern Myriaden an E-Mail-Adressen von Menschen, die noch nie etwas mit Facebook zu tun hatten. Dies liegt an Facebooks „Kontaktlisten-Import“, der es Nutzern ermöglicht, schneller Bekannte auf Facebook zu finden – und die Kontaktlisten anschließend behält.

Die größten Datenfänger sind aber sicherlich die „Like-Buttons“ („Gefällt mir“). Diese kleinen Peilsender sind inzwischen auf fast jeder Seite im Internet präsent. Sie weisen jedem Internetnutzer eine individualisierte Nummer zu, bei Facebook-Mitgliedern ist diese mit dem Account verknüpft. Ruft ein Internetsurfer eine Seite auf, die einen „Like-Button“ enthält (der Aufruf reicht, ein Klick auf den Button ist nicht nötig), werden nebst anderer Daten die Adresse der Seite und die Nummer des Surfers an Facebook übertragen.

Einfach gesagt zeichnen diese Buttons also fleißig die individuellen Bewegungsmuster aller Internetnutzer auf – und zwar unabhängig davon, ob man bei Facebook registriert ist oder nicht.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welches Interesse hinter Facebooks Datensammelei und dem semantischen Internet steht.

  • 1
  • 2
  • 3
  • nächste Seite »
Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort

zurück zum Dossier
Zu diesem Artikel gibt es
4 Kommentare

Weiterführende Links

Ein Selbstversuch mit Online-Netzwerken

Der Erfolg der Piraten zeigt, dass wir noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen sind

Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

Webservice legt sich mit Facebook an
Sterbehilfe 2.0
von
Mafalda Millies
21.05.2012
Facebooks Börsengang
„Zuckerberg ist ein Hütchenspieler“
Interview mit
Dirk Müller
18.05.2012
Blog Unhipster
Facebook und das Microsoft-Syndrom
von
Christian Jakubetz
18.05.2012
Wahlnachlese
In NRW für Kraft, im Bund für Merkel
von
Manfred Güllner
17.05.2012
Piraten und Urheberrecht
Wirklichkeitsfremde Gratis-Konsumenten
von
Michael Naumann
14.05.2012

zum Dossier Digitale Gesellschaft 2.0zum Dossier Die Piraten: Korsaren ohne Kompass?

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
Neues Dossier anlegen:

Schöner Artikel, informativ.

Schöner Artikel, informativ. Bissl oft "gläserner Nutzer" und "nebulös" aber sonst schön :)

Unter den Daten die ich eingeben mußte um diesen Kommentar zu schreiben steht "Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt." werden die Angaben denn bei Euch gespeichert? Mehr Transparenz bitte :)

Liebe Grüße

Jones

  • Antworten
Jones26.10.2011 | 18:23 Uhr

Auch Cicero hilft facebook beim Datensammeln ...

... da man ja durch diesen Artikel lernt, dass der Aufruf einer Seite mit Like-Button schon reicht. Und dieser Button ist doch auch auf der Cicero-Seite - oder?!
Freundliche Grüße von der Ostsee

  • Antworten
Brigitte Arms27.10.2011 | 07:53 Uhr

Nebulös :)

Ein Artikel über die Hintertürchen und nebulösen Strukturen Facebooks, über den "bösen" Gefällt-mir Button ... und was sehe ich da? Ein Gefällt-mir Button neben dem Artikel über Facebook :)
Der Artikel ist wirklich interessant und ich selbst vertrete, die Meinung, dass Facebook irgendwo mal einen Schlussstrich ziehen sollte oder die neuen Features nur wahlweise anbieten sollte! Aber wie soll sich da etwas verändern, wenn wirklich jeder mitzieht? Viele wettern dagegen und doch macht jeder mit - so auch Cicero!
LG Luisa

  • Antworten
Luisa11.11.2011 | 15:19 Uhr

hm....

"Unser Leben ist mit Facebook vernetzt. Facebooks Zwischenziel ist erreicht."
Was ist dann das letzte wirkliche geheime Monsterziel von Facebook? Außer geldverdienend Menschen zusammenbringen, die ihr Leben nur noch im Netz leben. Und außer die meist nervige manchmal ganz im richtigen Moment auftauchende personalisierte Werbung, womit auch bereits viel Kohle rein gescheffelt wurde.

  • Antworten
lubna khalid15.11.2011 | 04:49 Uhr

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Buch, Bücher, Literatur
Dossier

Die BUCH-SEITE

zum Dossier

  • Meist gelesen
  • Meist kommentiert
24h | letzte Woche | letzter Monat
ZDF-Wutinterview Hooligan Horst und die hohe Kunst der Diplomatie
Facebooks Börsengang „Zuckerberg ist ein Hütchenspieler“
Olaf Scholz Der Macher im Parlament
Das Journal: Buchrezension Wie kommt Hölderlin auf den Pamir?
lesen: Journal Reines Gedankenkino
Olaf Scholz Der Macher im Parlament
Louise T. Blouin MacBain Ein erfolgreicher Feldzug durch die Kunstwelt
Die Karriere der Condoleezza Rice Wie schwarz ist Condi?
Chronist der Massenkultur Gurskys schöne teure Welt
"Die Gegensätze sind viel zu groß"
Claus Kleber Selbstdemontage eines Nachrichtenstars
Merkel-Projekt Was macht die Bundeskanzlerin heute?
Merkels Europapolitik Die Kanzlerin hat verloren
Hans-Olaf Henkel „Wir brauchen ein Fukushima beim Euro“
Urheberrecht und Lobbyisten Die Copyright-Kriege
24h | letzte Woche | letzter Monat
Claus Kleber Selbstdemontage eines Nachrichtenstars
Republik der Rechthaber Sarrazin, der Euro und die Brüllaffen
Springer-Ehrenpreis Wie Ayaan Hirsi Ali Breiviks Massenmord erklärt
Verwilderung der Sitten Fußball als Kampfsport
Warum der Hype? Sarrazin II, die Politik und der Markt
heute-show Welkes Spiel mit der Politikverachtung
Claus Kleber Selbstdemontage eines Nachrichtenstars
Republik der Rechthaber Sarrazin, der Euro und die Brüllaffen
Die Schweiz Das deutschfeindlichste Land Europas
Matussek und die Katholiken „Diese Verblödung war unerträglich“
heute-show Welkes Spiel mit der Politikverachtung
Die Emanzipation ? ein Irrtum?
Claus Kleber Selbstdemontage eines Nachrichtenstars
Gedicht zum Israel-Iran-Konflikt Was spricht in Günter Grass?
Piraten Digital naiv, neoliberal und gefährlich
Anzeige

DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers stiftung neue verantwortung
Energiewende? Fehlanzeige!

Die bange Frage, ob die Energiewende bereits gescheitert sei, macht seit einiger Zeit die Runde…

zum Blogeintrag
Reise
Dossier

Reise Spezial

zum Dossier

Merkel, Kanzlerin, bissig, Gebiss, Jugend forscht Mundwasser
Dossier

Merkel, ihre Männer und die Macht

zum Dossier

Frage des Tages

Was fordert Athens Linkschef von Merkel?
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage
Euro, Krise, ratingagenturen, Tod des Euros, AAA+, Herabstufung
Dossier

Des Euros letztes Stündlein?

zum Dossier

Bildergalerie

WIM WENDERS - PLACES, STRANGE AND QUIET

WIM WENDERS - PLACES, STRANGE AND QUIET
zur Bildergalerie

Thema der Woche

Merkel, ihre Männer und die Macht
zum Dossier

Die Juni-Ausgabe ab Donnerstag am Kiosk

Angela Merkel
Das Geheimnis der Glucke

„Mehr Steuern, mehr Staat!“
Gespräch mit Gabriel und Trittin

Inhaltsverzeichnis
Hier bestellen

Anzeige
Video

Ein ganz normales Paar

Video
In Kooperation mit alle Videos
Merkel-
Projekt

Was macht
Angela Merkel heute?
Anzeige
Add to Google

Anzeige

© Cicero 2012
  • Impressum
  • Nutzungsbedigungen
  • Stellenangebote
  • Weitere Titel des Ringier Verlags: Monopol - Magazin für Kunst und Leben