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 > Eine Nation verblödet

Salon
Googeln, Twittern, Simsen, Tickern

Eine Nation verblödet

von 
Reinhard Mohr
29. November 2011
picture alliance
Volksverdummung, Internet, Bildungsrepublik
Bei jeder Gelegenheit: googeln, twittern, simsen, tickern, downloaden, forwarden, bloggen, glotzen oder talken.

Kein Wunder, dass die Kanzlerin per SMS kommuniziert. Ihr Online-Regieren ist ein Reflex auf eine Online-Öffentlichkeit. Ob durch Fernsehen oder Internet: Unsere Gesellschaft lebt im Rhythmus von Livetickern und Talkshowdramen. Doch der permanente mediale Ausnahmezustand könnte fatale Konsequenzen haben

Seite 1 von 9

Andy Warhol sagte einst in einer Art postdadaistischen Anfalls: „Ich glaube, dass jeder eine Maschine sein sollte.“ Trotz aller Fortschritte: So weit sind wir noch nicht. Aber die jüngsten Entwicklungen der globalen Mediengesellschaft zeigen, dass dieser utopische Endpunkt nicht jenseits aller Vorstellungskraft liegt.

Eine Art künstliches Weltgehirn namens Google gibt es ja schon. Die Idee, dass ein im Gehirn eingepflanzter Minichip automatisch jede Frage beantworten könnte, die sich irgendwo in den grauen Zellen regt, haben führende Google-Manager auf der Agenda. Noch aber laufen Millionen Menschen mit altertümlichen Stöpseln im Ohr und Kabeln am Oberkörper herum, während sie ihr iPhone bedienen, das ihnen den Weg zum nächsten Pizzarestaurant weist. Und jeder kennt die alltäglichen Szenen, in denen mehrere Menschen gemeinsam am Tisch sitzen und alle wie gebannt auf ihre Smartphones starren. Der Mensch als Anhängsel der Maschine, an der Leine – online.

„Wir sind nicht die Kunden von Google“, schreibt der amerikanische Medienwissenschaftler Siva Vaidhyanathan in seinem aktuellen Buch „The Googlization of Everything“, „wir sind sein Produkt.“ Doch so weit muss man nicht einmal gehen, um sich die Frage zu stellen, was eigentlich mit uns geschieht, während wir bei jeder Gelegenheit googeln, twittern, simsen, tickern, downloaden, forwarden, bloggen, glotzen oder talken.

Verblöden wir allmählich? Was macht die immer rasanter werdende virtuelle Echtzeitkommunikation mit unserem echten Leben? Wie verändert unser pausenloser Medienkonsum unsere Gesellschaft? Im Jargon der Therapieszene: Was macht das alles mit uns?

Die älteren Zeitgenossen werden sich noch an das Kursbuch erinnern, jene legendäre Zeitschrift, die über viele Jahre den Zeitgeist der Neuen Linken destillierte. Geradezu idealtypisch verkörperte sie den windungsreichen Gang der 68er-Revolte. Gäbe es das alte Kursbuch heute noch, so säßen seine Leser allerdings nicht mehr schmökernd im Café, sondern irgendwo vor ihrem Laptop, iPhone oder iPad. Denn klar, auch das Kursbuch hätte sich dem digitalen Trend der Zeit nicht verschließen können. Man stelle sich vor, es hätte schon 1968 statt selbst gedruckten Flugblättern einen Liveticker gegeben, etwa beim Vietnamkongress in Berlin.

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Das Internet soll also

Das Internet soll also verblöden ?
Für mich bedeutet das Internet in erste Linie Kommunikation.
Richtig ist, dass natürlich selbst der größte Blödsinn kommuniziert werden kann und dass das Internet auch von Verbrechern genutzt wird, wie von allen anderen auch. Es kann auch missbraucht werden um z.B. Kinderpornographie zu verbreiten. Trotz all solch schrecklicher Dinge für die es benutzt wird, ist kann man durch das Internet doch wesentlich besser und direkter informiert sein, als es durch Fernsehkonsum je möglich wäre. Dazu kommt, dass durch das Internet jeder die Möglichkeit bekommt etwas beizutragen . Wie schlau oder blöd das ist, kommt ganz auf den Einzelfall an. Es gibt nun mal nicht nur schlaue Menschen und die Menschen sind das Internet. Dass sie hier Fernsehen und Internet in einem Atemzug nennen, kann ich nicht nachvollziehen, da man Fernsehen eher konsumiert, als dass man sich umfassend informiert, oder auch als Akteur auftreten kann. Wenn sie schreiben, dass man hier nur zuguckt, während die Menschen in Nordafrika Revolution machen, implizieren sie, dass das Internet eine Art Trägheit oder derartiges verursachen würde. Aber das Gegenteil ist der Fall. Außerdem war das Internet für die Revolutionäre in Tunesien und Ägypten eines der wichtigsten Instrumente, um ihrem Unmut Luft zu machen und den Protest gegen die Regime zu organisieren.

  • Antworten
JohannesLöhr29.11.2011 | 14:28 Uhr

Thema verfehlt.

Schade. Es hätte sich viel wirklich Wichtiges sagen lassen. Total verplappert. Schade, wie gesagt.

  • Antworten
Reinard29.11.2011 | 19:54 Uhr

Mir tut Herr Mohr leid. Seine

Mir tut Herr Mohr leid. Seine Aufzählung so vieler mediengespiegelter mehr oder weniger wichtiger Ereignisse zeigt,
womit sich Herr Mohr täglich beschäftigt. Da kann man schon ein geistiges Burnout bekommen.
Diese Orientierungslosigkeit vernebelt auch den Blick auf Alternativen. Auf jegliche Alternativen, und das sind etliche.
Da wird auch mal wieder Gesine Lötsch abgewatscht.
"So brach, ganz im Ernst, eine „Kommunismusdebatte“ aus, 20 Jahre nach dem Zusammenbruch des Sowjetreichs."
Im "Sowjetreich" herrschte kein Kommunismus. Wenn Herr Mohr das nicht versteht, statt dessen eher den üblichen
Pauschalisierungen anhängt, die in eben jenen von ihm kritisierten Medien verbreitet werden, dann hat er seine
Schuldigkeit zwar nicht getan, kann aber dennoch gehen, der Herr Mohr.

  • Antworten
Wolf30.11.2011 | 08:58 Uhr

Eine Erfahrung ohne Deutung ist nutzlos

Endlich wissen wir es!

Nach Meinung des Autors Reinhard Mohr ist unsere Gesellschaft auf dem besten Wege zu verblöden. Die entsprechenden Indikatoren sieht er in der modernen Informations - und Kommunikationstechnologie. Eine Technologie, die offenbar von der Masse der Menschen missbraucht wird oder dabei ist den Menschen selber zu verbrauchen. Zuviel Internet, zuviel Fernsehen, zuviel iPad und überhaupt zu leichten Zugang zu seichten Informationen aller Art, sowohl für den Produzenten als auch für den Konsumenten. Keine hierarchische Trennung zwischen Klasse und Masse oder Ober- und Unterschicht. Alle haben Zugang zum Ganzen. Die totale Vermassung. Wie furchtbar, so scheint es dem Autor durch den Kopf zu gehen.

Wo kommen wir hin, wenn jeder Mensch in der modernen Informations- Kommunikationsgesellschaft eine Technik benutzen kann mit der er seinen Tratsch weltweit als Lieferant und Kunde und das in Personalunion verbreiten darf. Wo bleiben da die guten Wissensbeiträge, die in der Masse unterzugehen scheinen. So fragte sich der besorgte Autor.

Nach Einschätzung Bill Mitchell Dekan des MIT-Media Lab hat das klassische Buch ausgedient und ist nicht mehr als "Holzspäne in einer toten Kuh". Eine veraltete Technologie, deren Zeit abgelaufen sei, und die durch etwas Neues ersetzt werden müsse.

Google sei Dank versorgen uns die modernen Suchmaschinen nicht nur mit lexografischen Einzelergebnissen entsprechend der Suchanfrage, sondern demnächst auch mit hochqualitativer elektronischer Wissenschaftsliteratur. Und alle haben Zugang zu dieser grenzenlosen Weltbibliothek. Eine Horrorvorstellung für manchen Autor, dürfte er doch im Wettstreit zwischen Populärwissenschaft und seinen „echten“ Wissenschaftsbeiträgen untergehen.

Vorbei wäre es für den heutigen Wissenschaftsbetrieb sein Wissen hauptsächlich in hierarchisch gesetzter Anordnung und gedruckter Buchform dem geneigten Bildungsbürger in x-facher Verbreitung jedes Jahr werbewirksam zu zelebrieren. Obwohl jeder weiß, dass das meiste was zwischen zwei Buchdeckel gepresst wird Altbekanntes ist, dass sich auf die wenigen geistigen Riesen stützt, die alle hundert Jahre geboren werden und auf deren Schultern alle stehen.

Und weil dem Autor dieses offenbar nach Verrat an der intellektuellen Oberschicht riecht bemüht er sich in immer gleichbleibender Flughöhe, nicht ohne vorher auf Autopilot gestellt zu haben, in einer Endlosschleife über die sattsam bekannten medialen Kraterlandschaften zu fliegen. Auf dem Olymp der richtigen Erkenntnis sitzend und scheinbar die Allgemeingültigkeit seines Urteils immer fest im Blick weiß er bei jeder Zeile worauf es im Leben wirklich ankommt: So sagte er allen, die es wissen wollen: „Kein Fernsehen, kein Internet und kein iPad, zumindest nur in geringem Maße, so seine Empfehlung. Es scheint so als wolle er eine neue Epoche einläuten. Die Epoche der medialen Abstinenz. Seine Protagonisten sollen sich möglichst fernhalten von diesem medialen Teufelszeug oder es besser bedienen lernen bevor sie völlig verblöden. Aber so genau weiß er das auch nicht. So kann er wunderbar alle richten ohne Gefahr zu laufen selber gerichtet zu werden.

An dieser Stelle sei daran erinnert dass jede neue Technologie sobald sie einmal in der Welt ist erst einmal ein Widerfahrnis ist dessen Deutung stets erbracht werden muß. Zu dieser Deutung trägt der Autor leider nichts bei. So ist seine bloße Beschreibung der medialen Kraterlandschaft zwar eine Erfahrung, aber ohne Deutung nutzlos.

  • Antworten
Heinz Pelzer30.11.2011 | 15:05 Uhr

Zu viel Information?

Da kann man nur noch lachen. Statt wirklicher Informationen wird Müll produziert und hunderttausendfach kopiert.

Und die Kopierer nennen sich dann selbst noch Journalisten der Qualitätsmedien. Jeden Tag oder besser stündlich wird eine neue Sau durchs Dorf gejagd - damit ja keiner aufwacht!

  • Antworten
Piwi30.11.2011 | 15:13 Uhr

Gut geblödelt

Viele von Google sozialisierte Mensch-Maschinen reagieren ganz im Sinne des geschriebenen Wortes: Der will uns unsere schönen Spielzeuge wegnehmen! Buäääääh!

Wer schon so verblödet bzw. verblendet ist, dem muss Google keinen Chip in die Weichteile stecken. Das erledigt der Rezipient ganz allein, sozusagen „frei“willig. Er braucht nur den Rechner oder das Handy einzuschalten. Schon ist er drin, klebt am Netz, sitzt in der Google-Falle. Verständnisinnige Wesen, die sich gegenseitig „Ich mag Dich“ ins Ohr twittern, unablässig Kommentarschleim absondern und aus einem Furz einen Donnerschlag bloggen.

Im wahren Leben interessiert es niemand, wenn sich einer in den Darm sticht. Im Netz hingegen wird aus einem stinknormalen Furz (1.330.000 Suchergebnisse) ein bedeutsames Ereignis, Verzeihung, Event, dass keiner so schnell vergisst. Aber wo bleibt der Gestank?

  • Antworten
hildchen30.11.2011 | 17:14 Uhr

Klickstrecken

Inhalt hin oder her - aber das Textchen auf neun Seiten zu längen, verdirbt wirklich jeden Spaß. Klickero? Nein danke.

  • Antworten
vera01.12.2011 | 06:57 Uhr

9 Seiten

Das ist wenig für so ein komplexes Thema. Oder hätten wir es lieber im BILD-Format. Oder noch einfacher: anklicken - diagonal die buzzwords registrieren - Grütze kurz aufwallen lassen - nächstes Thema.

  • Antworten
Rainer Gebhardt01.12.2011 | 15:01 Uhr

Es mag sein, dass Herr Mohr aus

Es mag sein, dass Herr Mohr aus ihrer allerseits Auge das Thema verfehlt hat. Dass er wie sie sagen in Übertreibungen schweben würde und den Punkt mit der Realität nicht trifft.
Ich möchte dies schon im Voraus klarstellen, dass ich weder weit verbreitete Kommunikation noch Kommunikation für jeden und das damit verbunden wissen, welches für allermann zugänglich wird, kritisiere.
Es scheint mir aber, als wenn sie die Kernaussage des Textes trotz 9 seitiger Aussage nicht verstanden haben. Sie lesen Wörter, Sätze, vielleicht ein ganze Seite, welche ihnen auf den Magen schlägen und gleich machen sie Radau und Alarm.Genau das ist es, wovon Herr Mohr spricht.
Eine Gesellschaft, welche sich an einem Thema festbeißt, wie ein „Fleischwolf der Event- und Skandalgesellschaft gedreht wird“ (S.7) wird sich kaum auf den wesentliche Inhalt konzentrieren.
Das Google, wie sie es als Paradebeispiel anpreisen, jedem Menschen wissen zugänglich machen kann, will man nicht verneinen, es hat ja seine Richtigkeit und steht nicht zur Debatte, doch es geht mehr darum, wie damit umgegangen wird.
Es mag vielleicht daran liegen, dass sie ihre Augen wo anders haben, was nicht negativ gemeint ist, sondern einfach ausdrücken soll, dass sie damit nicht in dem Umfang zu tun haben und dadurch diese tägliche Zerstörung unserer Gesellschaft nicht mitbekommen.
Wenn Menschen, wie Herr Mohr sehr richtig sagt, nebeneinander sitzen und auf ihren Handys spielen, anstatt sich zu unterhalten, wenn es wichtiger ist, welche Highscore man hat, bei Spielen bei denen es darum geht, möglichst viele Muffins zu sammeln, dann würd ich spätestens jetzt anfangen mir Gedanken darum zu machen.
Wenn sich Menschen nicht mehr trauen nach dem Weg zu fragen oder nach einem Buch in eimem Bücherladen, weil sie ja keine SMS an den Mitarbeiter schicken können. Wenn sie sich nicht mehr trauen, jemanden, gar einen Freund oder Freundin , anzurufen, da eine SMS ja einfacher und nicht so peinlich ist, dann sollte man sich doch fragen was mit uns los ist?
Wenn alle meinen, vor Kommentatoren dies akzeptieren, dann kennen sie wirklich nur die eine Seite der Medaille des Internets und der Kommunikation. Sie sind wie Drogensüchtige, die immer noch nicht merken, wie kaputt diese Drogen machen, die sie nehmen, denn sie hatten kaum negative Erfahrungen oder wollen diese nicht realisieren.

  • Antworten
Faxc01.12.2011 | 14:25 Uhr

Man kann seitenweise ergänzen

Ich habe eben einen Kleinanzeige im Internet geschaltet und bekomme Zuschriften ohne Anrede und dergleichen Selbstverständlichkeiten, dafür steht am Schluß bei fast allen glg, als wäre ich der beste Kumpel. Das nenne ich Werteverlust, wenn man jedem Unbekannten "ganz liebe Grüße" schickt, im realen Leben ihn umarmt. Da will ich mir ein Handy kaufen und es wird angepriesen, "teile deine Fotos mit Freunden", welche Inflation des Wortes, was ist aus dem schönen Wort "teilen" geworden? Aber das macht ja Facebook so sympatisch. Und natürlich muß ich nicht mehr altmodisch eMailen, ich kommuniziere über ein soziales Netzwerk, bissel umständlicher als Telefon, aber wer viele "Freunde" hat, kann wohl nicht mehr anders. Nein, verblöden muß darum keiner, aber mancher tut es eben. Trotzdem, ich liebe es - nein, ich nutze es - das Internet. Liebe wäre ja wieder blöd und krank.

  • Antworten
Hallertauer03.12.2011 | 13:35 Uhr

Immerhin ein Versuch, einfach zum googeln!

Wenn 15 Millionen sich bei "wetten das.." einklinken so faellt dem unvoreingenommen Leser sofort auf das es 67.2 Millionen NICHT tun und allein das gibt ausreichend Zuversicht das die Menschheit, auch nicht der Minimalextrakt der deutschen Nation, im Hinblick auf die Weltbevoelkerung, NICHT vertwittert, vergoogelt oder verfacebooked ist!

In der Tat verdeutlicht der Artikel, wenn auch etwas linkisch-bissig und nur scheinbar sozialkritisch, das wir offensichtlich im 21. Jahrhundert angekommen sind und die Fantasien eines Jules Verne und die "Big Brother" paranoiakritischen Horrorszenarien eines Orwell im Zeitalter der Echtzeit-Kommunikation, Nano-und Gentechnologie wie alte, laengst ueberholte Maerchen erscheinen, die ihre marode Faszination verloren haben und nun zu recycle-baren Altpapier gezaehlt werden duerfen!

Was der Herr Autor gaenzlich uebersieht, ich erspare ihm den Vorwurf der Unterlassung, sind die immensen Vorteile dieser neuen Technologien, das Mensch, so er das moechte oder muss, gezwungen wird ja keiner, sich in wundersamer Weise diese Technologie zu Nutze machen kann.

So z.B. in den Wirren des arabischen Fruehlings, bei der Botschaftsbesetzung in Teheran, Erdbeben in der Tuerkei, Tsunami mit Super GAU in Japan etc. etc. wichtige Nachrichten, Foto-und VDO Dukomentationen in Echtzeit ueber Skype und Twitter Verbreitung finden, allerorts und allzeit 24 Std. Fluege, Zuege, Bussitze, Chauffeur Limousinen, Mietfahrzeuge, Hotelzimmer gebucht werden koennen, Wetter-Boersendaten abrufbar sind, VDO-onlinekonferenzen gehalten werden koennen, Kochrezepte, Babylon-Dienste, online-Studium, bis hin zu "know-How", Wikipedia, Wikileaks und Millionen von voellig kostenlosen "elektronischen Informationen", die auf irgendwelchen Servern, irgendwo auf diesem Planeten gespeichert sind und fuer Jedermann, jederzeit, an jeden Ort der Welt abrufbar sind!

Die paar kranken Online-Gamer und Dauerzocker haben auch ohne das Medium Internet oder IPod ein Problem.... da ist die Ursache woanders zu suchen, das liegt gewiss nicht am Angebot!

viele Gruesse von einer Insel im Golf von Siam!

  • Antworten
mksamui03.12.2011 | 07:07 Uhr

Habe den Artikel jetzt bloß

Habe den Artikel jetzt bloß überflogen, weil eine Paginierung solches Textes über 9 Seiten ne Zumutung ist. Trotzdem eine Kritik zur provokanten These: Der Autor wirft hier Dinge zusammen, die keinerlei Schnittpunkte haben. Klar, jedes Medium hat seine Tiefpunkte, aber Nachmittags-Scripted-Reality und Twitter sind zwei völlig verschiedene Dinge. Twitter bietet die Freiheit, interessante Inhalte zusammenstellen. Ob am Ende eine Linkliste von FAZ-Artikeln, eher Unterhaltsames, Geblödel, Geschwafel, Poesie oder eine bunte Mischung dvon herauskommt, liegt in der Macht des Nutzers. Anders als im Fernsehen. Da geht nur das echte Binärsystem: An/Aus. Und schon wieder ein Vorteil des Internet. Unabhängige Medienplattformen und Mediatheken helfen, die Fragmentation des Tages zugunsten von TV-Sendungsterminen aufzubrechen, Zeit sinnvoller einzuteilen und heimlich (bei der Unterhaltung) unterschwellig noch Wissen vermittelt zu bekommen.

Und was die SMS anbelangt - Auch dort ist man frei in Wortwahl und Länge. Man muss kein LOL und HDGDL versenden, wenn man es nicht mag. Wer sich da gezwungen fühlt, der muss an seiner Medienkompetenz arbeiten.

  • Antworten
nik06.12.2011 | 22:38 Uhr

Ja,leider geht die allgemeine Verbloedung um

in Deutschland und wer das abstreitet dem empfehle ich mal eine Fahr in oeffentlichen Verkehrsmitteln wie ich es vor ein paar Wochen mal erleben musste. So viel mieses Deutsch und Unwissen wie es die jungen Leute im Zug an den Tag legten war einfach unglaublich. Ich fahre selten mit dem Zug und werde es mir auch ueberlegen ob ich es noch mal tun werde. Ruepelhaftes Benehmen ,gekoppelt mit Worten wie F... usw., bestimmten das Thema.Vor ein paar Jahren waehrend eines Fluges von Frankfurt nach Bremen erlebte ich aehnliches...Ich fragte mich auf welchem Planeten diese Leute aufgewachsen sind....wenn das die Zukunft der BRD ist dann Gute Nacht Deutschland. Denn mit diesen Hohlkoepfen kann niemand Staat machen.

  • Antworten
Karin S.Bryant07.12.2011 | 15:26 Uhr

Thema verfehlt! Mit Begründung.

Sehr geehrter Hr Mohr,
sie versuchten sich am Thema „Googeln, Twittern, Simsen, Tickern - Eine Nation verblödet“

Was aber waren in Wahrheit die Inhalte ihres Artikels?
Seite 1: Allgemeine Einleitung, google kurz angerissen
Seite 2: 68 wäre wäre gewesen, wenn ...
Seite 3: Fernsehen
Seite 4: noch mehr Fernsehen ...
Seite 5: ... und immer noch Fernsehen ...
Seite 6: TV und Zeitungen
Seite 7: Zeitungen und ihre Hypes
Seite 8: noch mehr mediale Hypes - bei google und Twitter?
NEIN, sondern bei den „konventionellen“ Medien: Zeitungen und TV
Seite 9: Wildes Sammelsurium, wo alle Buzz-Words der Überschrift verwurstet wurden

Auf der ersten Seite wurde mal google angerissen und auf der letzten Seite, wo i.A. eine Resümee gezogen wird, erwähnen sie wieder - irgendwie zusammenhanglos - SMS, Ticker und Google, obwohl sie sich die ganzen Seiten vorher über völlig andere Dinge ausgelassen haben!

Wäre dies eine Deutscharbeit zum Thema „Googeln, Twittern, Simsen, Tickern - Eine Nation verblödet“ gewesen, so hieße das Resultat:
Thema verfehlt, SECHS! Begründung: siehe oben.

Oder haben sie tatsächlich zum Thema „Fernsehen und Zeitungen - Eine Nation verblödet“ geschrieben und nur die Überschriften verwechselt?

  • Antworten
Logos08.12.2011 | 15:06 Uhr

q.e.d.

Wie zum Beweis der eigenen abgestanden Verblödungsthese schafft es Mohr, gleich im ersten Satz einen falschen Genitiv unterzubringen, ohne dass es irgendjemandem vor Veröffentlichung auffällt.
Dann folgen brilliante Wortspiele: "an der Leine – online"
Nur leider nicht für diejenigen, die wissen, dass "on" keineswegs "an" sondern "auf" bedeutet.
Und das mit den "selbst gedruckten Flugblättern" könnte man Herrn Mohr ja auch nochmal erklären. Es erstaunt mich immer wieder, wie überschätzt Cicero ist, vor allem in der Selbstwahrnehmung.

  • Antworten
Roger Kint08.12.2011 | 16:40 Uhr

Auweia!

Wenn ein Artikel damit beginnt, dass Fernsehen und Internet in einen Topf geworfen werden und mir erzählt wird, dass beides gleichermaßen verblödet, lese ich schon nicht weiter ...

  • Antworten
Holger24.12.2011 | 13:37 Uhr

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