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 > Ein Leben mit der Bibel? Dschieses!

Salon

Frau Fried fragt sichEin Leben mit der Bibel? Dschieses!

Von Amelie Fried30. Oktober 2012
picture alliance
Bibel,Gebote,Glaube,Himmel,Hölle
„Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halte ihm auch die linke hin“ – ist das gesund?
Schrift:

Amelie Fried fragt sich, ob es ihrer Gesundheit zuträglich ist, sich an Bibelworte zu halten

Man möchte ja gern alles richtig machen, und dabei soll angeblich die Bibel helfen. Leider kommt oft Unsicherheit ob der korrekten Exegese auf. Nehmen wir die Forderung, man solle nach dem Erhalt einer Ohrfeige die andere Wange hinhalten: Gerade hat mich jemand, den ich für einen Freund gehalten habe, um Geld betrogen. Muss ich ihm jetzt meine restlichen Ersparnisse auch noch schenken? Schließlich heißt es: „Wenn einer dir dein Hemd nehmen will, so gib ihm auch noch den Mantel.“ Das käme sicher sehr cool rüber, würde aber kaum dazu führen, dass ich mich besser fühle.

„Liebet eure Feinde und betet für alle, die euch hassen und verfolgen“, fordert Jesus in der Bergpredigt. Na, vielen Dank! Wenn’s nach mir ginge, könnten alle, die mich hassen und verfolgen, gern zur Hölle fahren – Freunde werden wir sowieso nicht mehr. Andererseits: Vielleicht ist die Hölle der viel interessantere Ort, und die größere Strafe wäre, sie in den Himmel zu beten. Bleibt die Frage, ob Gebete auch helfen, wenn man gar nicht gläubig ist?

Wir leben in einer Zeit des Positivterrors. Sogar vernünftige Leute glauben, man müsse nur positiv denken, dann würde alles gut. Man schickt sich keine herzlichen Grüße mehr, sondern „positive Energien“. Und alle sollen sich ständig versöhnen. Missbrauchsopfer mit ihren Peinigern. Israelis mit Palästinensern. In Syrien wurde sogar ein Minister für Versöhnung ernannt, der die Verfolgten des Assad-Regimes mit ihren Verfolgern versöhnen soll. Wer sich nicht versöhnen will, gilt als Querulant. Aber der Versöhnung muss Aufarbeitung vorausgehen sowie Einsicht und Reue des Täters. Einem uneinsichtigen Täter zu verzeihen, mag christlich sein und von menschlicher Größe zeugen, vernünftig im Sinne der Verbrechensprophylaxe ist es nicht.

Ich liebe gern und viel – warum soll ich nicht gelegentlich auch hassen? Und soll mir bloß keiner einreden, das sei schlecht für mein Seelenheil. Viel schlechter für mein Seelenheil ist, mich wie ein betrogener Idiot zu fühlen. Deshalb möchte ich mit manchen Menschen lieber ehrlich verfeindet als verlogen versöhnt sein. Gut gepflegte Feindschaften können einem übrigens fast so ans Herz wachsen wie Freundschaften – und gesundheitsfördernd sind sie auch: Der Zorn hält den Kreislauf in Schwung.

„Ihr aber sollt so vollkommen sein wie euer Vater im Himmel.“ Dschieses! Geht’s vielleicht eine Nummer kleiner? Ein Bild sollen wir uns nicht von ihm machen – aber so heilig sein wie er? Da halte ich mich doch lieber an den alten Haudegen Georg von Frundsberg: Viel Feind, viel Ehr. Schließlich habe ich genügend Facebook-Freunde.

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....köstlich...genial :)

....köstlich...genial
:)

  • Antworten
inanc30.10.2012 | 09:28 Uhr

Köstlich - Genial

ja, ganz so wie Rauchen und Big Brother ...

  • Antworten
Ippokratis30.10.2012 | 10:59 Uhr

Liebe Frau Fried,

Liebe Frau Fried,
liebe Cicero-Redaktion,

dieser Artikel ist nun wirklich dünn. Es ist weder sachliche Kritik, noch heitere Ironie. Er setzt sich nicht mit den Werten auseinander, sondern kommentiert ihn nur auf einer oberflächlichen Ebene.

Solche Späßchen lassen Konfirmanden in der ersten Konfi-Stunde los...in der ersten...später haben sie sich nämlich schon weiter mit dem Christentum auseinandergesetzt, als die Autorin.

Tut mir leid, aber dem ausgezeichneten Cicero gereicht obiger Text nicht zur Ehre.

Grüße!
CmdrCodie

  • Antworten
CmdrCodie30.10.2012 | 10:19 Uhr

Lustig, wenn ausgrechnet

Lustig, wenn ausgrechnet jener Personenkreis, der sich sonst nur allzugerne jegliche sachliche Argumentation gegen Religion verbietet, sich nun über die mangelnde Sachlichkeit der Kritik aufregt.

Mal im Ernst: wie kann man denn bitte sachlich bleiben, wenn man über ein vollkommen unsachliches Thema schreibt?

  • Antworten
JaMai30.10.2012 | 22:48 Uhr

"Bibel"

Werte Frau Fried,

Ihre Worte: "– und gesundheitsfördernd sind sie auch: Der Zorn hält den Kreislauf in Schwung" zeugen von geringer Sachkenntnis medizinischer Zusammenhänge. Ich würde Ihnen und uns erwartungsvollen Lesern wünschen, dass Sie auch mehr Zusammenhänge psychischen und "biblischen" Erlebens begriffen hätten. Belangloses muss doch nicht immer auch ausgesprochen oder gar niedergeschrieben werden ...

  • Antworten
Ippokratis30.10.2012 | 10:57 Uhr

Danke!

Danke!

  • Antworten
CmdrCodie30.10.2012 | 11:39 Uhr

...........Biebel...........

Antwort zu CmdrCodie

Wie mach gutes Süppchen: dünn aber kräftig und schmeckt mir besser als ein hochintellektueller gekochter Eintopf.
Mir gefällt ihr Artikel, Frau Fried, und ich bedanke mich mit einem kleinen Gedicht:

Verkaufter Bratenduft!

Einst war es sehr riskant
Im jüdisch-römisch Morgenland
Als Messias dort zu leeren
Um das Volk so zu bekehren

Der Capo wurde angeklagt
Weil er in Demos viel gewagt
Juden und den Römer stank
rebellischer Messiasschwank

Am Kreuze wollte man ihn sehen
Und so ist es dann geschehen
Das Geschäft schien so zu ende
Die Aktionäre flohen behände

Doch posthum, wie so oft
Und überraschend unverhofft
Erholten sich die Aktien sehr
Aktionäre wurden immer mehr

Angefangen mit klein Eselein
Palmzweig und gepanschtem Wein
Versprochen wurde auch ein Braten
Man sollte nur geduldig warten

Vorerst gibt es nur den Duft
Erst wenn auferstanden aus der Gruft
Im Jenseits dann nur für die Frommen
Soll auch der große Braten kommen

So wartet fromm die Meute
2000 Jahre brav bis heute
keiner riecht den Braten echt
und bleibet so der Kirche Knecht
c-inribonax

  • Antworten
Heinz Boxan31.10.2012 | 11:59 Uhr

Chauffeurwissen

Wie schreibt Rolf Dobelli so passend: "[es gibt] zwei Arten von Wissen. Zum einen das echte Wissen. Es stammt von Menschen, die ihr Wissen mit einem großen Einsatz von Zeit und Denkarbeit bezahlt haben. Zum anderen eben das Chauffeur-Wissen."
Der obige Text, fraglos zweite Kategorie. Die genannten Textstellen sind in Deutschland den meisten Fünftklässlern bekannt... Und ihr ausschlachten so alt wie die Menschheit. Die Interpretation des Christentums so einseitig, dass es, im wahrsten Sinne des Wortes, zum Himmel schreit... Ob Protestant, Katholik, Atheist oder Agnostiker, ich meine jeder halbwegs in der Religion bewanderte Mensch findet obige Leistung schwach und schwächer.
Und für jeden anderen gelte doch das Motto: Leben und leben lassen.
Zum Schluss noch ein Dank an alle die in Versöhnung einen Wert sehen und nicht blind und wahllos ihrem Zorn fröhnen. Ihr macht die Welt ein kleinwenig schöner!
Achja und liebe Cicero, muss das sein?

  • Antworten
Maxie31.10.2012 | 18:43 Uhr

passt einfach nicht

...einfach schlecht geschrieben und wenig nachgedacht, kann ich dazu nur sagen. Passt nicht zu Cicero!

  • Antworten
Wille01.11.2012 | 15:11 Uhr

Ooch …

"Passt nicht zu Cicero". "Wenig nachgedacht". Und so weiter.

Frau Fried war noch nett, Es gibt in der Bibel einen Haufen weiterer Textstellen, die in eklatantem Widerspruch zu unserer Gesellschaftsordnung stehen. Guckt euch mal an, wen ihr alles steinigen sollt. Und wer heutzutage ohne Klamotten rumläuft, die aus mehr als einer Art Stoff bestehen, der ist nackt.

Liebe Christen: Ihr interpretiert die Bibel selbst sehr selektiv und sucht euch aus, was ihr befolgt oder nicht. Regt euch also nicht künstlich auf, wenn jemand andere Stellen nicht-befolgen will als ihr, sondern bringt sachliche Argumente.

Und wenn ihr keine findet … dann überlegt euch mal, woran das liegen könnte.

  • Antworten
Matthias Urlichs29.11.2012 | 18:39 Uhr

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