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Kissinger: „USA können nicht länger Weltpolizei spielen“
Berlin. Der ehemalige US-Außenminister Henry A. Kissinger hat einen radikalen Wandel der amerikanischen Außenpolitik gefordert. „Die USA können und wollen nicht länger die Weltpolizei spielen“, schreibt er in einem Beitrag für das Magazin ‚Cicero’ (Maiausgabe).
Gemeinsam mit seinem Amtsnachfolger James A. Baker hat Kissinger eine Doktrin des „pragmatischen Idealismus“ entworfen. Nach einem Vier-Punkte-Plan sollten die USA zukünftig nur noch dann in internationale Konflikte eingreifen, wenn auch nationale Interessen auf dem Spiel stünden. „Die USA haben ein vitales Interesse an langfristiger Stabilität in der Golfregion, der Quelle eines Großteils des weltweiten Energiebedarfs. Und wir haben ein ähnlich vitales Interesse daran, dass Länder in der Region nicht zu Brutstätten für islamische Extremisten werden. Die Vereinigten Staaten sollten daher eine Politik verfolgen, die ihre Entschlossenheit, ihre nationalen Interessen zu schützen, mit der Förderung jener Werte – Demokratie, Freiheit und Menschenrechte – verbindet, die unser Land groß gemacht haben.“
Die Maiausgabe von ‚Cicero’ ist ab dem 28. April im Handel erhältlich.
Cicero Pressekontakt:
André Fertich, MSL Germany
Tel.: 030 – 82 08 25 17, presse@cicero.de
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