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Es ist wohl eine Mischung aus
Es ist wohl eine Mischung aus beiden. Hinzu kommt, dass auf jeden Aufschwung eine Krise folgen muss... Letztendlich könnte die Krise uns alle zu mehr Europa zwingen (ohne Druck funktioniert das nicht). Dann wären die schmerzlichen Einsparungen wenigstens nicht umsonst gewesen.
Zinsen
Zins und Zinseszins (Exponentialfunktion) gehen in die Senkrechte - das ist so und kaum beeinflussbar: keine Schulden-, Euro-, Banken- oder sonstwas Krise sondern eine Systemkrise. Was danach kommt ist nicht vorhersehbar.
Staatsschuldenkrise?
Wenn man sich die Entwicklung der einzelnen Länder anschaut, sieht man, dass die meisten aufgrund der Finanz-/Immobilienkrise ihren Schuldenstand deutlich erhöht haben.
Das die Politik eine Mitschuld trägt (z.B. keine tauglichen Kontrollen) ist aber nicht zu leugnen.
Aber das ist hier nicht Henne und Ei!
So einfach ist die Welt dann doch nicht
Natürlich sind die Banken schuld, ab sicher nicht allein. Und viel perverser ist eigentlich, dass sie die momentane Situation schamlos zu ihrem Vorteil ausnutzen. Aber die Banken sind nur Teil eines Systems, von dem noch ganz andere profitieren.
Schuld sind aber vor allem all die Politiker, die seit zwanzig, dreißig jahren dazu beigetragen haben, dieses System in Brüssel und den verschiedenen Nationalstaaten durchzusetzten.
Oder anders gesagt, verschiedene Interessengruppen, bzw. auch einzelne Personen nutzen, unter Beihilfe verschiedner Politiker, den Staat zu ihrem privaten Vorteil aus.
Schuld hat der Staat nur da, wo er seinen Aufgaben nicht nachkommt.
Das Henne-Ei-Problem
Die Banken haben den Staaten über deren Bonität hinaus Geld geliehen.
Warum?
Die Staaten haben die Eigenkapitalunterlegung für den Kauf von Staatsanleihen durch Banken auf Null gesetzt. Deshalb können die Banken ohne jeden Einsatz von Eigenkapital Staatsanleihen in beliebigem Umfang kaufen und an der Differenz zu ihren Refinanzierungskosten verdienen. Warum haben die Staaten das getan? Weil nach ihrer Lesart bei Staatsanleihen keinerlei Ausfallrisiko besteht.
Eine seriöse Bank würde trotzdem kein beliebig großes Rad mit Staatsanleihen drehen. Aber dabei kommt noch ein anderes dazu, nämlich bei den Landesbanken. Dene wurde von ihren Ministerpräsidenten vorgegeben, wieviel Milliarden sie im Jahr an das Land ausschütten sollten. Die Banker haben pariert, und insbesondere solche Staatsanleihen gekauft, bei den die Differenz zu den Refinanzierungskosten besonders hoch lagen, dh solche von Ländern mit der schlechtesten Bonität.
Und die Politiker? Sie haben auf Teufel komm raus Geld geliehen, um an ihre Wähler Wohltaten auf Pump zu verteilen, am hemmungslosesten in Griechenland.
Durch die Finanzkrise 2008 sind nun viele Geldgeber aufgeschreckt und sehen die Risiken von Anlagen in Staatsanleihen. Sie differenzieren genau, welche Staaten ihnen vertrauenswürdig erscheinen und welche weniger. Von den letzteren lassen sie sich entsprechend hohe Zinsen zahlen, ein durchaus gesunder Grundsatz.
Und das Henne-Ei-Problem? Ohne die hemmungslose Schuldenpolitik der Staaten gäbe es kein Vertrauensproblem bei Staatsanleihen. Und ohne die mangelde Risikobetrachtung der Banken hätten die Staaten sich nicht so hoch verschulden können.
Also: Grundlage der Krise sind die Staatschulden. Die Banken haben an diesen Staatsschulden verdient und haben so viele Staatschulden in ihren Büchern, dass sie bei einer Pleite mancher Staaten selbst in Konkurs gehen würden. Aber das ist nur eine Folge. Die Verursacher sind die Politiker, die die hohen Schulden gemacht haben.
EURO-Schuldfrage
Wieso wird nur immer von Staatsschulden, resp. Schulden der Offentlichenhand gesprochen? Mindestens so wichtig wäre ein Statistikvergleich betr. der Privatenverschuldung innerhalb der EURO-Zone. Man staune: Italien hat eine geringere Privatverschuldung als z.B. Deutschland. Und trotzdem wird immer suggeriert, dass die Deutschen die wirtschaftlichen Musterknaben seien. Also, auf Pump leben alle. Nicht nur der Staat.