Bis zu 545 Euro im Jahr könnte jeder EU-Haushalt durch Freihandel mit den USA gewinnen. …

Religion und Gesellschaft
Die katholische Kirche steckt in einer Glaubenskrise, in Deutschland tobt eine Beschneidungs-Debatte und auf die Frage, ob der Islam nun zu Deutschland gehöre, gibt es immer noch keine Antwort. Welche Bedeutung hat die Religion heute noch für das gesellschaftliche Zusammenleben?
Das Multikulti-Bekenntnis der Wehrmacht
Das „Dritte Reich“ war gemeinhin nicht für Toleranz bekannt. Ein Propagandawerk über den Islam von 1941 beschreibt diesen jedoch überraschend sachlich und weist einige Überschneidungen mit dem auf, was heute als Multikulti-Denken in der Schusslinie von Kulturkämpfern steht
Die Hälfte der Deutschen sieht den Islam als Bedrohung
Die Religiosität der Bevölkerung geht in Deutschland seit Jahrzehnten zurück. Das belegt auch der neueste „Religionsmonitor“ der Bertelsmann-Stiftung. Was bedeutet das für den Zustand der Gesellschaft?
„Wir brauchen ein universales Ethos”
Im Cicero-Online-Interview anlässlich seines 85. Geburtstags spricht der kirchenkritische katholische Theologe Hans Küng über sein „Projekt Weltethos”, das aus den Lebensregeln der großen Menschheitstraditionen ein universales ethisches Fundament abzuleiten versucht
Die „Pille danach“ endlich ohne Rezept!
Die „Pille danach“ müsste eigentlich in jeder Apotheke rezeptfrei zu erwerben sein. Das aber wird nicht passieren solange zölibatär lebende alte Herren und patriarchalisch anmutende Altherrenriegen in der Ärzteschaft darüber entscheiden
Religionsfeindlichkeit wird zur Trendsportart
Auch manche Reaktion auf die Rücktrittsankündigung Benedikts XVI. hat gezeigt: Religionsfeindlichkeit nimmt zu. Aufklärung aber braucht die Bereitschaft, auch dem Gehör zu schenken, was dem Konsens widerspricht
Beendet die katholische Kirche ihr Verbot?
Der Kölner Kardinal Joachim Meisner gilt als Hardliner unter den deutschen Bischöfen. Nun vertritt ausgerechnet er eine Lockerung bei der Handhabung der „Pille danach“. Doch die Hürden für einen Kurswechsel sind groß.
Gericht erlaubt reine Jungenschule
Das Bundesverwaltungsgericht macht den Weg frei für ein Jungengymnasium in Potsdam. Welche Bedeutung hat das Urteil?
Ein Kranz von Vorwürfen
Vor drei Jahren wurde Deutschland aufgeschreckt durch Missbrauchsfälle in katholischen Einrichtungen. Danach meldeten sich immer mehr Betroffene, die gesellschaftliche Dimension des Themas offenbarte sich. Was hat sich seither getan?
Religion hat in der Politik nichts verloren
Religionen erleben gerade so etwas wie eine Renaissance. Doch Religionsfreiheit meint auch und gerade die Freiheit von Religion. Glaube hat in der Politik nichts verloren. Warum wir weniger statt mehr Religion brauchen
„Niemand kann sein eigenes Leben rechtfertigen“
Der Philosoph Jörg Splett hält die Religion in unserer Gesellschaft für lebenswichtig. Nicht, um ethisch korrekt zu handeln, sondern um die Menschenwürde bis ins Letzte verteidigen zu können
„Gott ist der, dem ich mich verdanke”
Warum entscheidet sich ein junger Mann heute für das Priestertum? Wie fühlt man sich als Repräsentant einer Kirche, die in Deutschland gegenwärtig vor allem Negativschlagzeilen macht? Pater Frank über den Glauben im Alltag, Frauen in der Kirche und Gottesdienste für Taxifahrer
...warum wir auf Religion nicht verzichten können
Was mussten sich Gläubige nicht alles anhören in der letzten Zeit. Religionen gefährden den Frieden, seien mit Demokratie gar unvereinbar. Alles Quatsch. Wir nennen Ihnen 20 Gründe, warum Religion unverzichtbar ist
Der Religion den Giftzahn ziehen
Religion lässt sich mit humanen, freiheitlichen Zuständen nur vereinbaren, wenn ihr der Giftzahn des Anspruchs auf das Absolute gezogen ist. Im politischen und rechtsstaatlichen Raum haben die Konfessionen nichts verloren
Unser Land braucht Religion
Religiöse als „Religioten“ zu verspotten ist ein haltloses Vorurteil, heißt ein gottgefälliges Leben zu führen doch, vernünftig zu denken und dem Gewissen gemäß zu handeln. Ein Plädoyer
„Schweigen kann auch eine Waffe sein“
In der Politik werde Schweigen häufig als Mittel der Macht angewandt, sagt Bernadette Bargel vom Vorstand der Deutschen Ordensobernkonferenz. Die Äbtissin im nordrhein-westfälischen Klarissenkloster Kevelaer verrät, warum sich Politiker gerne ins Kloster zurückziehen und warum der ein oder andere besser mal schweigen sollte
Ein Leben mit der Bibel? Dschieses!
Amelie Fried fragt sich, ob es ihrer Gesundheit zuträglich ist, sich an Bibelworte zu halten
„Unterstütze Israel, besieg den Dschihad“
In den USA ist die Meinungsfreiheit ein so hohes Gut, dass sie auch dem öffentlichen Frieden nicht weichen muss. Eine antimuslimische Initiative wartet derzeit flächendeckend in US-amerikanischen Großstädten mit Werbeplakaten auf. Wie reagiert die Gesellschaft?
Ein öffentliches Aufführungsverbot wäre gerechtfertigt
Die Bundesregierung erwägt ein Aufführungsverbot für das Mohammed-Schmähvideo. Zur Hilfe kommt ihr das allgemeine Sicherheits- und Ordnungsrecht. Meinungsfreiheit wird gerade nicht beschnitten, sondern mit anderen Grundrechten in Ausgleich gebracht – Eine Replik
Gewalt wird belohnt
Steht das Ordnungsrecht über den Grundrechten auf freie Meinungsäußerung und Kunst? Das wäre der Sieg für Gewalt und Fanatismus. Die Zivilgesellschaft muss Schmähkritik aushalten – ein Kommentar
Der pseudo-religiöse Diktator
Der Ober-Scientologe ist reich und einflussreich. Aussteiger berichten, er sei ein Soziopath, der die unbedingte Macht wolle. Inzwischen lebt er quasi militärisch abgeschirmt als Diktator einer Sekte mit Auflösungserscheinungen. Es heißt, er sei zum äußersten bereit
Der zweite Papst
Ab und zu erzählt er auch mal einen Witz, um die Stimmung aufzulockern: Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone. Wer geglaubt hat, Bertone sei am Ende, der irrt: Der Papst hält an seiner „bella figura“ fest – trotz heftiger Kritik
Jetzt braucht es schnell ein Gesetz
Der Deutsche Ethikrat hat ein klares Urteil gefällt. Nun muss die Zulassung von Beschneidungen rasch vom Bundestag gesetzlich geregelt werden, um die Verunsicherung bei Ärzten und Eltern zu beenden. Ein Kommentar
„Wir brauchen den ärztlich assistierten Suizid“
Cicero Online sprach mit dem Urologen und Sterbehelfer Uwe-Christian Arnold. Er plädiert für einen offeneren Umgang mit Sterbehilfe
Religion braucht kein Messer
Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit gilt nicht ein bisschen oder manchmal oder immer dann, wenn wir es gut finden und es uns passt. Es gilt immer und zu hundert Prozent, deswegen muss Beschneidung verboten bleiben. Ein Kommentar
Freaks bei Maischberger
„Horoskope, Handlesen, Tarotkarten: Unsinn, der hilft?“, fragte sich Sandra Maischbergers Esoterik-Runde am Mittwochabend und kultivierte Volksverdummung in Reinkultur
„Gleiche Rechte für Jungen und Mädchen!“
Seit ein Kölner Gericht im Mai die religiös motivierte Knabenbeschneidung als strafbar eingestuft hat, diskutiert die ganze Republik. Die Politik hat bereits angekündigt, ein Gesetz für die Straffreiheit der Beschneidung zu verabschieden. Ein fataler Schnellschuss, meint Irmingard Schewe-Gerigk, Vorsitzende von Terre des Femmes
Scheine und Heilige
Der Skandal im Vatikan offenbart mehr über die dortigen Machtkämpfe, als papsttreue Medien uns glauben machen wollen: Ein ehemaliger Insider schildert seine Sicht der Dinge
Was die Politik tun sollte
Die Kriminalisierung der Beschneidung ist kein juristischer Betriebsunfall: Bleibt es bei der Entscheidung des Kölner Landgerichts, stünden Judentum und Islam im Zwielicht – doch das ist nicht der Ort, den ihnen das Grundgesetz zuweist, argumentiert Strafrechtler Alexander Ignor
Blasphemie ist ein Menschenrecht
Der Papst klagt gegen die Titanic. Das darf er. Und das Satiremagazin wird weiterhin religiöse Symbole zweckentfremden. Und das ist gut so
Der Papst, der Stuhl und die Satire
Der Vatikan geht gerichtlich gegen das Cover der aktuellen „Titanic“-Ausgabe vor. Darauf erregt ein gelber Fleck auf dem Papst-Gewand Aufsehen, der ironisch auf die Vatileaks-Affäre anspielt. Wie weit darf Satire gehen?
Zwischen Vorhautmarsch und Religionsmythen
Zum Jahreswechsel zeigen wir Ihnen noch einmal die erfolgreichsten Artikel aus dem Jahr 2012. Im Juli:
Die Beschneidung von Jungen trennt nicht nur ein Stück Haut ab, sondern scheidet auch die Geister. Ob auf dem Gebiet der Medizin, der Erotik oder der Religion: vieles ist umstritten
„Beschneidung ist keine Verstümmelung“
Im Kölner Landesgericht ist ein wegweisendes Urteil für religiös motivierte Beschneidungen gefallen: Das Recht eines Kindes auf körperliche Unversehrtheit übertrifft die Religionsfreiheit und Erziehungsrechte der Eltern. Kein gutes Urteil, meint Ethikprofessor Michael Bongardt
Religionsfreiheit in Gefahr?
Das Landgericht Köln hat die Beschneidung aus religiösen Gründen als Körperverletzung bezeichnet. Juden und Muslime sehen nun ihre religiöse Handlungsfreiheit bedroht. Was folgt aus der Entscheidung?
Deutschlands Religionspolizei
Der Schriftsteller Martin Mosebach will Gotteslästerei unter Strafe stellen. Aber was wohl als intelligente Provokation gedacht war, ist das Dokument eines intellektuellen Scheiterns
FC Islam gegen VfB Katholische Kirche
Gestern Abend bei Maischberger: Gesinnungstaliban jeder Couleur debattieren darüber, ob die Salafisten nun kommen oder nicht. Auf diesem Niveau hat der Kulturkampf zwischen Christen und Moslems keine Verlängerung verdient
Wie christlich sind wir wirklich?
Bundeskanzlerin Angela Merkel weiß ihre Religiosität gut zu verstecken und Politiker, die sich zum Glauben bekennen, wirken merkwürdig. Warum tun wir uns so schwer mit dem Christentum, fragt Wulf Schmiese in seiner Mittwochskolumne
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