Netzgemeinde? Digitaler Graben, gesellschaftliche Kluft? Unfug - tatsächlich handelt es sich…

Die Buch-Seite
Über Autoren, die etwas zu sagen haben, und Bücher, die es sich zu lesen lohnt
„Jeder braucht einen Menschen, der ihn ruiniert“
In seinem Roman „Untitled“ schreibt Joachim Bessing über eine digitale Liebe. In Berlin sprach er mit Cicero-„Salon“-Chef Alexander Kissler über Afrika und die Liebe im Zeitalter der Smartphones, über einen weinenden Helden und warum Sex überschätzt wird
Das Leben durch ein Spiegelkabinett
In dreizehn Episoden schickt Eva Menasse ihre Protagonistin durch ein Spiegelkabinett, das die asymmetrischen Strukturen des Lebens schonungslos widerspiegelt – und am Ende viel mehr als das bloße Bild einer Frau unserer Gegenwart offenbart
Mord ist die Fortsetzung der Politik ...
... mit anderen Mitteln! Die besten Krimis des Frühjahrs loten die Grauzone zwischen Politik und Verbrechen aus.
Hurra, ich bin ein Spießer!
Einst war Reinhard Mohr Aktivist der Frankfurter Sponti-Szene und wählte die Grünen, heute kann er über sie nur noch den Kopf schütteln. „Bin ich jetzt reaktionär?“, fragt sich der „Alt-78er“ in seinem neuen gleichnamigen Buch, wenn grüne Parteimitglieder Verständnis für Polygamie und Burkas zeigen. Ein exklusiver Auszug
Kulisse für ein noch ungeschriebenes Stück
Vom Wilhelminismus über Nazi-„Germania” bis zur Nachkriegszeit: Hanns Zischler als Archäologe eines fast unbekannten Berlin
Das Spiel mit dem linguistisch Ungewohnten
In Zukunftsromanen hat das Spiel mit der Sprache eine besondere Bedeutung. Worüber aber schreibt, wer Geschichten erzählt, die in der Zukunft spielen?
Raum zum Träumen
Ein Blick in die Literaturgeschichte zeigt, dass die ganz großen Reisenden, deren Berichte bis heute gelesen werden, die von ihnen beschriebenen Länder niemals betreten haben. Pierre Bayard erklärt, warum die erfundenen Reiseberichte noch immer die besten sind
Im Herzen der Finsternis
Was hinter dem Rauschen der Nachrichten bislang verborgen blieb, das findet erst jetzt seinen Ort in der Literatur. Ronald Düker geht der Frage nach, was uns Romane von den Kriegen im Nahen und Mittleren Osten erzählen
„Ich stelle der Folter eine sprachliche Form entgegen“
Der gebürtige Iraker Abbas Khider übt mit seinen Büchern leise Kritik an den Verhältnissen in seiner Heimat und verarbeitet die Erfahrungen von Krieg und Flucht autobiografisch. Im Interview spricht er über seinen jüngsten Roman „Brief in die Auberginenrepublik“, das er gerade auf der Leipziger Buchmesse vorstellt
Das Gute? Ein Griff ins Klo
Mörderischer Alltag: Zwei deutsche Kriminalromane und ein Dokumentarfilm machen es sich mit Gut und Böse schwer
Warum unsere Demokratie am Ende ist
Wir leben in einer Gesellschaft reißender Wölfe, im Geiste kontrolliert von den Medien und unterdrückt durch die Repräsentanten der Reichen. Dieses Bild zeichnen Michael Hardt und Antonio Negri in ihrem Buch „Demokratie! Wofür wir kämpfen”. Cicero Online präsentiert einen Auszug
Zwölf Thesen für eine grüne Revolution
Mehr Menschen, mehr Mobilität, mehr giftige Klimagase: Die globale Gemeinschaft steht in den kommenden Jahrzehnten vor riesigen Herausforderungen. Doch es ist noch nicht zu spät, sagt Ralf Fücks, Leiter der Heinrich-Böll-Stiftung. In einem neuen, durchaus optimistischen, Buch plädiert er für ein intelligenteres Wachstum
Schöner sterben für Nostalgiker
Benjamin Black beschwört das Dublin der fünfziger Jahre
Das Ende der Männer
Frauen übernehmen zunehmend männliche Pflichten und begraben traditionelle Rollenbilder. Die Gesellschaft wird dadurch nicht weiblicher. Vielmehr, so die Buchautorin Hanna Rosin, würden Frauen martialischer und in ihrer Unabhängigkeit zwiegespalten
Die junge Frau und das Meer
Inge Feltrinelli hatte schon Glamour, bevor es dieses Wort überhaupt gab. Sie fotografierte Weltstars, heiratete einen linken Millionär – und wurde Verlegerin
Intimsache Handtasche
Jean-Claude Kaufmann blickt ins Allerheiligste der Frau – die Handtasche
Die Welt ist eine Falle
David Albahari erzählt vom Balkan der Gegenwart
Träum weiter, Hippie!
Neil Young sollte spielen und nicht schreiben
„Die Deutschen sind das narzisstischste Volk auf Erden”
Tuvia Tenebom, Ulrike Meinhof, Christoph Schlingensief: neue Bücher über den schaurigen Narzissmus der Deutschen
„Sex in einer Hängematte, aufrecht stehend“
Der Literaturkritiker Denis Scheck beginnt seinen letzten Tag mit einem Balance-Akt und geht dann ins Landwirtschaftsmuseum
Für Lesemuffel, Lustleser und Fortgeschrittene
Das Beste aus den aktuellen Kinder-und Jugendbüchern zu Weihnachten: Alles übers Essen und über die Welt in den Literaturen-Buchtipps
Keine Absurditäten mehr ausgeschlossen
Im Drama um den Suhrkamp-Verlag treten auf: die Witwe Siegfried Unselds, Ulla Unseld-Berkéwicz, ein Haufen chauvinistische Literaturkritiker und Hans Barlach als Racheengel, mit einer Heerschar von Anwälten im Rücken.
Des Wahnsinns fette Beute
Der Suhkamp-Verlag steht vor Gericht - und vielleicht vor seinem Ende. Ein bizarres Spiel zwischen dem Branchenriesen und einem kleinen Nebenbuhler
Literatur entsteht nicht im luftleeren Raum
Am Montagabend nahm der Chinese Mo Yan den Nobelpreis für Literatur entgegen. Frauke Meyer-Gosau über die umstrittene Entscheidung des Stockholmer Komitees.
Selbstverständliche Uninspiriertheit
In James Ellroys Kindheit klafft eine schmerzende Wunde: Seine Mutter fiel einem Sexualverbrechen zum Opfer und wurde ermordet. In seinem neusten Roman „Der Hilliker-Fluch" blickt der Krimiautor auf eben diesen biografischen Wendepunkt zurück
Mythen aus God‘s own Country
Der Schriftsteller Richard Ford hat einen existenzialistischen Roman über einen verwaisten Jungen geschrieben. Sein Werk „Kanada“, das in den Weiten der USA beginnt, könnte schon bald zu den großen amerikanischen Legenden gehören
Autor legendärer Sex-Szenen
Alan Hollinghurst erhielt bereits 2004 den Booker Preis für The Line of Beauty. Dem Universitätsdozenten und gefeierten Chronisten der schwul-lesbischen Szene gelingt, das schönste Englisch der Welt zu schreiben
„Das Schreiben half mir, unverschämter zu werden“
Im Herbst 1975 trafen sich Peter Handke und der Kritiker Heinz Ludwig Arnold in Paris zu einem Gespräch über Handkes Poetik
Zurück in Leibniz' Lustgarten
Wie Gottfried Wilhelm Leibniz in Hannover die Idee der Moderne inszenierte. Ein Lesetipp aus der Zeitschrift LITERATUREN
Die „Bild“ zwischen zwei Deckeln
Fast unanständig: Eine Feier des Boulevard-Blatts im Prachtband
Wo ist bloß mein roter Hut geblieben?
Ein Bär mit Hut ist ein seltener Anblick. Umso trauriger wird's, wenn er dann futsch ist
„Der Leser denkt, jetzt spinnt er wieder“
Sein Roman „Verteidigung der Missionarsstellung" wird von der Kritik gefeiert. Im Interview mit Cicero Online berichtet Sprachexperimentalist Wolf Haas von der Gleichförmigkeit deutscher Romane, seinem Verhältnis zur Liebesgeschichte und seinem Dasein als hingebungsvoller Möchtegernschriftsteller
Amazon verkauft Bücher wie Hotdogs
Andrew Wylie ist der berühmteste Literaturagent der Welt. Zu seiner scheinbar endlosen Klientenliste gehören Größen wie Salman Rushdie oder John Updike. Er kritisiert Branchen-Riesen wie Amazon fürs Bücherverramschen — und kämpft selbst vor allem für eines: gute Literatur
„Kein Sex in Entenhausen!“
Er steht am Gipfelpunkt der menschlichen Evolution: Der Literaturkritiker. Zumindest behauptet das Kritiker-Koryphäe Denis Scheck. Im Interview spricht er über literarische Windbeutel, Todesangst beim Lesen und die Gefahren der Ironie
Die Wiederbelebung des Bergdramas
Fünf Jahrzehnte nach seiner Veröffentlichung wird das utopische Naturdrama „Die Wand" mit Martina Gedeck verfilmt. Als Literaturverfilmung weist der Film Schwächen auf — weil Regisseur Pösler seinen Bildern zu wenig traut
Die Frau, die zum Baum werden wollte
Da will eine Romanheldin aus lauter Weltekel zum Baum werden: In „Frauen ohne Männer“ dreht die iranische Autorin Shahrnush Parsipur den Titel des Hemmingway-Klassikers um. Sie reflektiert den Schrecken, der von den Männern im Iran ausgeht — und vor allem Frauen trifft
Buchpreis für einen pechschwarzen Nachkriegsroman
Ursula Krechel schildert das Leben eines jüdischen Richters, der in das Nachkriegsdeutschland zurückkehrt: Realitätsnah und zugleich befremdlich beschreibt sie das Leben des Richard Kornitzer. Für ihren Roman "Landgericht" wurde Ursula Krechel jetzt mit dem deutschen Buchpreis ausgezeichnet
Dummheit und kein Entkommen
Das gute, alte Rascheln beim Seitenblättern? Schluss damit, hat unser Literaturkolumnist Robin Detje beschlossen. Anlässlich der Frankfurter Buchmesse, die am 10. Oktober beginnt, hat er sich ein E-Book zugelegt. Zwei Wochen lang verschrieb er sich strenge Papierabstinenz – und führte darüber Tagebuch
„Amerika droht eine Diktatur der Reichen“
Er ist Ex-Hippie, bekennender Umweltaktivist und seit 30 Jahren einer der erfolgreichsten Schriftsteller der USA: T.C. Boyle. Im Cicero-Interview spricht der 64-Jährige über die politische Bilanz Obamas, grüne Politik in Amerika und die Frage, warum unsere Natur dem Untergang geweiht ist
Das Ende des Buches und was wir verlieren
Bibliotheken wirken wie aus der Zeit gefallen. Und auch die Idee von Autor- und Urheberschaft steht zur Disposition. Warum der Verlust unserer Lesekultur verheerender ist, als wir denken
„Es gibt einen Eros der Ideen“
Roger Willemsen spricht über sein neuestes Buch „Momentum“, über die Liebe und warum es dem Bestsellerautor leichter fällt, über Sex als über Gott zu reden
Die Generationen-Erzählerin
Nora Bossong hat den Roman der Stunde geschrieben. Es geht um Väter und Söhne, um Generationen und wie schwer es ist, die eigene soziale Stellung zu schultern. Der Held ihres gerade erschienen Romans ist ein Froteewarenhändler
Deutsches Fernsehen macht dumm
Wer deutsches Fernsehen schaut, wird dumm, meint Kolumnist Robin Detje. Dabei beweisen kluge Fernsehserien wie „The Wire“, dass Intelligenz nicht absatzschädigend sein muss
Der Antisemitismus-Vorwurf ist absurd
Die US-Philosophin Judith Butler hat den Adorno-Preis erhalten. Dem Zentralrat der Juden gefällt das nicht: Er warf der Autorin Israelhass vor. Butler, selbst Jüdin, ist aber keine Antisemitin. Ihre Äußerungen zum Nahostkonflikt sind zwar nicht unproblematisch, die Vorwürfe gegen sie allerdings nehmen sich geradezu grotesk aus
Spiel’s noch einmal, Implantat
Auf einmal wollen alle diesen Chip im Hirn haben: In Benjamin Steins „Replay“ können sich Menschen dank Implantaten in fremde Träume begeben – ein Science-Fiction-Roman, der erschreckend realitsnah an Klassiker von Huxley und Orwell erinnert
Tod eines Schwedenkrimis
Während sich ganz Deutschland über den Feuilletonkrimi zwischen Thomas Steinfeld und Frank Schirrmacher empört, haben wir uns mal einmal den Roman vorgenommen: Und wie in einem echten Krimi wurde es von Seite zu Seite grausamer
Durchlässig für das Unmögliche
Eine alte Schuld, eine optische Irritation und ein Park voller Toter und Lebender. Schriftstellerin Monika Maron verrät uns, woran sie gerade schreibt
Arme Poeten
Ist Kulturförderung überflüssig? In einer ziemlich billigen Polemik argumentieren vier Autoren für eine Abschaffung der kulturellen Projektunterstützung
Nicht für jedermann
Hermann Hesse pflegte zeitlebens sein Außenseitertum und sprach uns doch allen aus der Seele. Seit 50 Jahren ist er nun tot, doch über die Krise des modernen Menschen hat er uns immer noch viel zu sagen. Mein Hesse-Moment
Ein schwedischer Anti-Damenroman
Vielfach wurde Sigrid Combüchen für diesen Roman über das Leben schwedischer Frauen in den 1930er Jahren ausgezeichnet. Dass sie aber noch einen heutigen Erzählstrang eingebaut hat, schadet dem Roman „Was übrig bleibt“ eindeutig.
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Deutscher Sprache
Hi ! der deutsche Journalismus erfindet eine Parallelsprache, sowohl zur Gesprochenen als auch zur Geschriebenen. Abgesehen von Linguistik, vom Germanistik_Studium, von der "Duden-Topik" . Finden Sie nicht , dass Sie zu weit und zu tief schleifen ? Oder Sie spielen Erfinden ?, Bitte eine deutliche Antwort
darauf. Danke!

Frage des Tages
Thema der Woche































































