Die EU-Kommission ist in der Defensive. Nach der umstrittenen Konzessionsrichtlinie zum Wasser…

Integration in Deutschland
Nicht erst seit Sarrazin ist das Thema Integration in aller Munde. Begriffe wie "Islamisierung" oder "Parallelgesellschaft" bilden das rhetorische Koordinatensystem der hiesigen Integrationsdebatte. Klar ist: Deutschland braucht Zuwanderung. Doch wie Integrationswillig sind die Migranten und wie durchlässig ist die deutsche Gesellschaft?
Migranten unter Generalverdacht
Die Debatte um die doppelte Staatsbürgerschaft kocht nach dem Vorstoß der FDP erneut hoch. Aus Sicht von CDU und CSU ist sie eine Gefahr für innere Sicherheit und nationale Loyalität. Dabei gehört die Staatsangehörigkeit wie die Sprache und die Religion fest zur Persönlichkeit. Deshalb sollte in einem Einwanderungsland Platz für zwei Pässe sein. Ein Kommentar
Die Flucht der Hirne
Die schlechte Wirtschaftslage in Italien trifft vor allem die Nachwuchsakademiker. Etwa 25.000 junge Italiener wandern daher jährlich aus. Einer von ihnen ist Valerio Bassan aus der Lombardei, der in Berlin eine Online-Lokalzeitung in italienischer Sprache gegründet hat
„Einwanderung ist kein Testbetrieb für die Sozialsysteme“
„Neukölln ist überall“, warnte der Berliner SPD-Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky jüngst in seinem Buch zur Integration. Im Foyergespräch mit Alexander Marguier und Frank A. Meyer erklärt Buschkowsky nun, warum Deutschland keine zufällige, sondern strukturierte Einwanderung braucht
„Die Politik trägt Schuld“
Gut 3.500 Mädchen und Frauen werden in Deutschland jährlich zur Ehe gezwungen. Experten fürchten einen Anstieg der Zahlen. Dafür ist zu großen Teilen die deutsche Politik verantwortlich, meint die Sozialwissenschaftlerin Gundula Müller
Buschkowsky ist überall
Neuköllns SPD-Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky hat ein Buch geschrieben, „Neukölln ist überall“. Dieses Buch zeichnet einen zwiegespaltenen Kommunalpolitiker zwischen Thilo Sarrazin und beherzter Integration. Eine Buchrezension
Deutschland, deine Abschreckungskultur
Die staatlichen Hilfen für Asylbewerber sind zu niedrig. Das hat das Bundesverfassungsgericht festgestellt. Doch das Problem ist nicht nur ein monetäres, sondern auch ein moralisches: Denn das Asylrecht ist darauf angelegt, die Hilfesuchenden möglichst schlecht zu behandeln – und abzuschrecken
„Es gibt keine effektive Kontrolle durchs Parlament“
Der türkischstämmige Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler hat Strafanzeige gegen den Verfassungsschutz erhoben. Er beklagt, dass die parlamentarischen Kontrollrechte bei der Aufklärung der Mordserie nicht richtig greifen
„Die Deutschen sind zu weich mit Migranten“
Zum Jahreswechsel zeigen wir Ihnen noch einmal die erfolgreichsten Artikel aus dem Jahr 2012. Im Juni:
Amir Kassaei war Kindersoldat im Iran-Irak-Krieg, Asylbewerber in Österreich, BWL-Student in Frankreich, Werber in Deutschland und ist heute Kreativchef der international tätigen Werbeagentur DDB in New York. Im Cicero-Gespräch über Integration erklärt er, wie man mit Härte zum Erfolg kommt
Kompromiss-Imam mit schwachen Deutschkenntnissen
Seit einem Jahr ist Kemal Ergün der neue Vorsitzende von Milli Görüs, der größten und umstrittensten muslimischen Organisation in Deutschland. Obwohl er kaum Deutsch spricht, will er Milli Görüs wieder der Politik annähern
Tante Trudes Ziehkind
Vom Problemkiez Neukölln an die Spitze der Senatsverwaltung: Die Berliner Integrationssenatorin, Dilek Kolat, kam mit drei Jahren aus der Türkei nach Deutschland. Nachbarn, darunter die deutsche „Tante Trude“, brachten ihr Deutsch bei. Ein Porträt
„Wie Tiere behandelt“
Jedes Jahr werden Kinder, die in Deutschland geboren sind, in den Kosovo abgeschoben. Bei vielen Betroffenen hinterlässt das bleibende psychische Schäden. Hintergrund ist ein Bild von Staatsbürgerschaft, das noch aus der Nazi-Zeit stammt
„Das Wort Integration ist zum Trauma geworden“
In den Integrationsdebatten, die regelmäßig die deutsche Öffentlichkeit erregen, kommen junge Muslime in der Regel nicht zu Wort. Cicero Online hat mit Fatma Camur, Gründerin des muslimischen Jugendmagazins Cube-Mag, über ihre Arbeit und das Trauma Integration gesprochen.
Integrationsverweigerung à la Friedrich
Innenminister Friedrich ist Meister darin, komplexe Sachverhalte auf einen einfachen Nenner zu bringen. So machte er "Integrationsverweigerung" kurzerhand zum neuen Modewort in der Integrationsdebatte. Dabei ist der eigentliche Integrationsverweigerer der Minister selbst
Entscheiden wir uns für Sarrazin oder Wulff?
Bevor der Alltag wieder beginnt, muss Deutschland sich entscheiden: Für Integrationsprobleme und EU-Beitritt der Türkei stehen die Methoden Sarrazin und Wulff zur Wahl. Cicero Online Kolumnist Gunter Hofmann geht noch nicht zur Tagesordnung über, sondern erinnert an diese Fragen im Gedenken der Neonazi-Opfer.
Widerwilliges Einknicken vor der Realität
Mit einem Nationalen Integrationsplan will die CDU ihr migrationspolitisches Image aufpolieren. Doch ein Blick hinter die Fassade des nunmehr fünften Integrationsgipfels zeigt: An echten Reformen ist die Union nicht interessiert
„Judentum nicht mit Israel in Verbindung bringen“
Vom fünften Integrationsgipfel im Bundeskanzleramt fordert einer der Teilnehmer, Kenan Küçük, ein stärkeres Engagement gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus. Der Geschäftsführer des Multikulturellen Forums im westfälischen Lünen über die Ziele des Gipfels und die Lehren aus dem Rechtsterror
Die Zwangsehe in deutschen Köpfen
Am Mittwoch stellte Familienministerin Kristina Schröder die Studie „Zwangsverheiratung in Deutschland“ vor. Die Medien stürzten sich nur auf die Zahlen, obwohl die nicht repräsentativ sind. Das eigentliche Potential der Studie wird verkannt: Sie ermöglicht, das Phänomen Zwangsheirat besser zu verstehen
Loyalität entsteht nicht durch Zwang
Deutsch? Türkisch? Beides? Viele junge Menschen müssen sich mit ihrem 18. lebensjahr entscheiden, welchem Staat sie angehören wollen. Diese Praxis wollten die Oppositionsparteien durchbrechen - ohne Erfolg
Die Arbeit leistet der einfache Bürger
Die eigentliche Integrationsarbeit wird von ganz einfachen Bürgerinnen und Bürgern geleistet, die mit Menschen aus anderen Kulturkreisen zusammenleben
Der Fremde ist der Böse
Mit dem Slogan „Kosovaren schlitzen Schweizer auf!“ schürt die Schweizerische Volkspartei übelste Vorurteile und Ängste. Zwischenruf eines Eidgenossen
Alle Macht den Schulen
Wie gelingt die Integration gerade junger Muslime in Deutschland? Sie gelingt dann, wenn sie in der Schule stattfindet, denn auf die Eltern ist wenig Verlass. Nur dafür müssten sich die Schulen öffnen und ihre Mittelstandsorientierung aufgeben
Die unsichtbaren Lieblinge
Bundeskanzlerin Angela Merkel wirbt in Vietnam für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit. Allein in Deutschland leben 100.000 Vietnamesen, viele von ihnen schon seit Jahrzehnten. Wie geht es denen heute eigentlich? Eine Reportage
Mündig für eine Woche
In zwei Wochen wählt Berlin einen neuen Senat, doch rund eine halbe Million Migranten sind davon ausgeschlossen. In der bislang größten Kampagne der deutschen Geschichte dürfen sie erstmals selbst mitwählen, symbolisch. Die Initiatoren fordern das Wahlrecht auch für Ausländer.
Eine Reportage vom Rand der Gesellschaft
In der Hauptstadt machen sie Schlagzeile als Bettler, Scheibenputzer und Straßenmusikanten. Damit bedienen viele Roma ein typisches Klischee. Dabei ist ihr Leben am Rand das Syndrom jahrhundertelanger Verfolgung.
Geprüft wird, wer sich ewig bindet
Wer als türkischer Ehepartner nach Deutschland ziehen will, muss eine Deutschprüfung absolvieren und bestehen. Türkische Verbände haben diese Regelung heftig bekämpft und als diskriminierend verurteilt. Heute ist sie gängige Praxis. Cicero hat Prüflinge begleitet
Multikulti ist seit langem Realität
Mit seiner Antrittsrede hat Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) die Islam-Debatte neu entfacht. Der Islam gehört nicht zur deutschen Kultur, meint der Innenminister. Er begründet das mit der deutschen Geschichte. Wo aber beginnt sie? Ein Kommentar.
„Sarrazin will uns nicht“
Ein Musikprojekt im Berliner Ortsteil Wedding gibt Jugendlichen verschiedenster Nationalität die Möglichkeit ihre Alltagserfahrungen, ihre Kreativität, aber auch ihren Frust in Text und Musik zu wandeln und Musik-Videos daraus zu machen. Cicero Online zeigt, wie die Jugendlichen die hitzigen Integrationsdebatten wahrnehmen und was sie von den Thesen Thilo Sarrazins halten.
Sarrazin entzaubert - Von Äpfeln und Birnen
CICERO ONLINE schaut zurück auf ein Jahr voller interessanter, bewegender, nachdenklicher oder einfach schöner Texte. Zum Jahreswechsel präsentieren wir Ihnen noch einmal die meistgelesenen Artikel aus 2011. Im Januar: Eine Berliner Forschergruppe um die Wissenschaftlerin Naika Foroutan widerlegt in einer aktuellen Studie die umstrittenen Thesen Thilo Sarrazins
Brutale Familienbande
Drogenhandel, Raub, Gewalt: Mitglieder krimineller Clans kurdisch-libanesischer Herkunft sehen Deutschland als „Beutegesellschaft“. Trotzdem tut sich der Staat schwer damit, konsequent gegen diese Gruppen vorzugehen. Manchmal fehlt es am Willen, meist an den rechtlichen Möglichkeiten.
Warum fällt es Deutschen eigentlich so schwer, Fremde willkommen zu heißen?
Die in Berlin lebende amerikanische Schriftstellerin Anne Winger berichtet, wie es sich als Ausländerin in Deutschland lebt und plädiert für einen Gesinnungswandel. Schließlich geht es nicht darum, ob Deutschland ein Einwanderungsland ist, sondern darum, wie es mit einer Zukunft umgeht, die Menschen unterschiedlichster ethnischer Herkunft einschließt. Politiker hingegen neigen dazu, sich auf die Defizite der Einwanderer zu konzentrieren, schreibt sie.
Pappkamerad Gutmensch
Unter Islamkritikern hat in den vergangenen Monaten ein längst vergessen geglaubtes Schimpfwort eine wundersame Wiederbelebung erfahren. Ein kleiner Exkurs über eine Hassfigur, die es eigentlich schon seit den neunziger Jahren nicht mehr wirklich gibt.
„Da wird ein Feind konstruiert“
Die Sarrazin-Debatte lodert weiter, aber mit sachlichen Argumenten wird sie nur selten geführt. Der Integrationsforscher Stefan Luft erklärt, warum Sprachprogramme nichts bringen und warum Türken sich mit der Anpassung so schwertun.
Eine Bildungsinitiative im Brennpunkt der Integration
Horst Seehofer (CSU) sagt, Deutschland bräuchte keine Zuwanderung "aus anderen Kulturkreisen" mehr. Thilo Sarrazin (SPD) schreibt, Immigranten aus der Türkei und arabischen Ländern seien dümmer als Deutsche. Die Initiative "Teach First Deutschland" redet oder schreibt nicht, sondern sie handelt: Universitätsabsolventen arbeiten vor ihrem Start ins Berufleben zwei Jahre lang als Lehrer in Haupt- und Realschulen in sozialen Brennpunkten - mit verblüffendem Erfolg. Cicero Online hat zwei Teach-First-Lehrer in Berlin-Wedding begleitet.
Der Zorn der kleinen Leute
Die Debatte um die Integration geht nach Horst Seehofers jüngsten Äußerungen unvermittelt heftig weiter. Der Schweizer Journalist Frank A. Meyer setzt sich pointiert mit der Haltung der Kleinbürger gegenüber dem Islam auseinander und schreibt, wo Sarrazin Recht hat: "Die 'anständigen Deutschen' fühlen sich ignoriert, missachtet und übergangen."
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