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 > „Zuckerberg ist ein Hütchenspieler“

Kapital

Facebooks Börsengang„Zuckerberg ist ein Hütchenspieler“

Interview mit Dirk Müller18. Mai 2012
picture alliance
Facebook,Börse,Aktie,Zuckerberg,Dir Müller
38 Dollar für eine Facebook-Aktie – Wucher?
Schrift:

Facebook stemmt derzeit den bislang größten Börsengang eines Internet-Unternehmens. Cicero Online sprach mit Börsen-Experte Dirk Müller über einen vollkommen überteuerten Kurs, tyrannische Werbung und Zuckerbergs einseitiges Geschäftsmodell

Seite 1 von 2

Herr Müller, haben Sie heute schon eine Facebook-Aktie gekauft?
Nein, das habe ich nicht und ich werde auch keine kaufen.

Warum nicht? Sind Ihnen die 38 Dollar zu teuer?
Vollkommen überteuert! Dieser Börsengang dient allein dazu, den Alteigentümern die Kassen zu füllen. Facebook braucht kein Geld für seine weitere Expansion. Die haben mehr als genug! Zuckerberg, seine Partner und Freunde haben Millionen und Abermillionen Aktien in ihren Depots liegen. Diese Aktien hatten bisher keinen Wert, weil ein entsprechender Börsenkurs fehlte. Die Banken konnten zwar schätzen, aber vernünftig anfangen ließ sich damit nichts. Nun hat man einige wenige Aktien dem Markt übergeben, um die sich die gesamte Facebook-Fangemeinde reißen soll, um den Kurs hochzutreiben – mit Erfolg wie wir sehen.

Der Börsenkurs wird also derzeit nur durch den Hype befeuert?
Ja, und das gelingt sehr gut! Der Kurs wird schon ziemlich bald beim doppelten oder sogar noch höher liegen. Alle Aktien werden mit diesem hohen Kurs bewertet und in Amerika gibt es dann einige Multimilliardäre mehr, finanziert durch die Facebook-Fans, die diesen hohen Preis zahlen. Das heißt, hier ist ein Unternehmen am Start, das einen Börsenwert von 100 Milliarden Dollar hat. Das ganze bei einem Gewinn von 1 Milliarde und einen Umsatz von 3,5 Milliarden – eine mehr als sportliche Bewertung. Ob Facebook in den nächsten Jahren so viel verdienen wird, um diesen Preis zu rechtfertigen, bleibt zu bezweifeln. Selbst wenn das gelingt, fragt sich, wo dann die Euphorie und die Käufer herkommen sollen, um den Kurs zu halten oder noch höher zu treiben.

Erweist sich Facebooks Börsengang dann als gigantische Fehlspekulation?
An der Börse ist alles möglich! Halbiert sich der Kurs, so halbieren sich auch die Depotwerte. Zuckerberg & Co haben also ein großes Interesse daran, dass der Kurs durch das ganze Geld, das die Aktienverkäufe einbringen, hoch bleibt. Das ist durchaus denkbar. Aber das sind Zockereien, Finanzspielereien, die nichts mit dem wirtschaftlichen Erfolg von Facebook und dem künftigen Wachstums des Unternehmens zu tun haben. Ich kann den Anlegern empfehlen: Wir haben so viele spannendere Unternehmen an der Börse, deren Aktien man erwerben kann, die wesentlich interessantere Bewertungen aufweisen. Zuckerberg ist ein Hütchenspieler. Dann kann man auch gleich in die Spielbank gehen – da hat man wenigstens einen schönen Abend.

Aber entspricht diese hohe Bewertung an der Börse dem tatsächlichen Wert des Unternehmens?
Der Wert eines Unternehmens ist immer der, den die Menschen bereit sind, dafür zu bezahlen. Im Vergleich zu anderen Unternehmen ist diese Bewertung meines Erachtens allerdings viel zu hoch. Facebook verzeichnet mit seinem Kurs an der Börse einen 100-fachen Gewinn. Bei Google war es gerade mal das 15-Fache. Da sehen Sie den ganzen Wahnsinn.

Facebooks Investoren werden sich nun die drängende Frage stellen: Wie nachhaltig ist dieses Geschäftsmodell?
Facebook muss sich überlegen, wie sie mit ihren Usern nachhaltig mehr Geld verdienen. Ob über Werbung, Käufe und Verkäufe innerhalb des Facebook-Systems, über kostenpflichtige Sonder-Logins – vieles ist denkbar. Aber natürlich birgt dieses Geschäftsmodell auch gigantische Risiken. Da muss nur ein Datenschutzbeauftragter ein Urteil sprechen und schon ist Facebook akut gefährdet. Auch Urheberrechtsklagen sind denkbar. Es ist ein sehr einseitiges Geschäftsmodell, verbunden mit sehr vielen juristischen Unwägbarkeiten. Darüber sollten sich die Investoren im Klaren sein.

Seite 2: Müssen wir uns künftig von aggressiver Werbung tyrannisieren lassen?

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Wir-Gefühl, die Identifikation und die Projektion. Und der gemeine „Fan“ ist schon lange fremdgesteuert und Proband einer zielgruppenspezifischen Ausrichtung und Vermarktung. Die Wirklichkeitserzeugung erfolgt mit unüberprüfbaren fiktionalen Mittel und Faktoren, die in die Anhängerschaft einfließen. Und diese fiktiven Fakten werden dann zur Grundlage von Überzeugungen. Durch Grundbilder, bis hin zu Weltbildern, Leitmetaphern und Phantasmen. Besonders in Gesellschaften mit Massenmediensystemen funktioniert das immer wieder gut. Besonders schön ist das Spielkasinobild von Dirk Müller: „Dann kann man auch gleich in die Spielbank gehen – da hat man wenigstens einen schönen Abend.“ Klasse!

  • Antworten
bernhard jasper18.05.2012 | 19:02 Uhr

Zuckerberg, auch ein Codewort

http://uhupardo.wordpress.com/2012/05/16/sie-sollten-jetzt-sofort-facebook-aktien-kaufen/

"...http://philosophers-stone.co.uk/wordpress/2012/05/mark-zuckerberg-is-grandson-of-david-rockefeller-real-name-jacob-greenberg/

Man achte auf den Namen: Greenberg!!

“….Ok so this Greenberg / Zuckerberg thing is getting weirder by the second.

A Jacob Greenberg was arrested for possession of Marijuana and this mugshot was taken. It was later revealed that this could indeed be the man the world knows as Mark Zuckerberg.

His family members include David Rockefeller, his Grandfather. A little strange because Rothschild owns 8% of Facebook shares. Both Rothschild and Rockefeller are well known names….TAP with One World Government associations.

and his other granpa….greenberg…CEO of AIG

TAP – Facebook was funded with $500 million from a CIA owned bank, which was a
bit suspicious. I wonder if Google has similar disguised progeny.

Zuckerberg means ‘sugar mountain’.

That’s their secret word for Facebook no doubt. A mountain of information from
which they can extract billions. Bill Gates comes from a multibillionaire eugenicist
family, which was kept well hidden in the early years of Microsoft. The same
families control it all.
The Tap Blog is a collective of like-minded researchers and writers who’ve joined forces to distribute information and voice opinions avoided by the world’s media….”...."

  • Antworten
Peter Schmitz19.05.2012 | 13:47 Uhr

Stützungskäufe

Ja - sogar diese gab es bereits durch die "Banken" zur Kurserhaltung! Solch einen Unsinn habe ich als IT Veteran eigentlich noch nie erlebt, man erwartet vom Produkt User nun einen Run auf diese Aktien, ansonsten war er ja bei der Kasinofeier erst einmal ausgeschlossen!!!!

Man schaut ja einmal rein bei Facebook, betrachtet man jedoch das Gebaren insgesamt bei den Benutzerdaten und das urige Geschäftsmodell, muss man eigentlich nur schnell den versteckten und mit Handicap erschwerten Austritt wählen.

Auf solch ein soziales Netzwerk, unbetrachtet von diesem peinlichen Börsengang - dachte immer die Branche hat doch etwas in der Krise gelernt - kann die Menschheit verzichten!

  • Antworten
Konrad B.21.05.2012 | 11:00 Uhr

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