Jump to Navigation
Startseite

Magazin im Juni:
Deutschland auf dem Weg zum 100-Millionen-Volk

Hurra, wir wachsen!
  • Magazin
  • Mediathek
  • Literaturen
  • Service
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo
  • Berliner Republik
  • Weltbühne
  • Kapital
  • Stil
  • Salon
  • Bücher
  • Themen der Zeit
  • Kolumnen
  • Blogs
  • Ressorts
  • Dossiers
  • Karikaturen
  • Suche

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > „Wir Deutschen haben früher auch kopiert“

Kapital

Trumpf-Chefin„Wir Deutschen haben früher auch kopiert“

Interview mit Nicola Leibinger-Kammüller29. Mai 2012
picture alliance
Nicola Leibinger-Kammüller,Trumpf,Maschinenbauer
Nicola Leibinger-Kammüller ist die Vorsitzende der Geschäftsführung beim Maschinenbauer Trumpf
Schrift:

Kann man als Vierfach-Mutter und Geisteswissenschaftlerin eines der größten Hochtechnologieunternehmen führen? Ja, das geht. Die Trumpf-Chefin im Gespräch über ihr flexibles Arbeitszeitmodell, Produktpiraterie und Vorstandssitzungen mit Ehemann und Bruder
 

Seite 1 von 3

Frau Leibinger-Kammüller, Sie sind als Chefin des Maschinenbauers Trumpf die Nachfolgerin ihres Vaters Berthold Leibinger und die Vorgesetzte Ihres Mannes und Ihres Bruders. Ihre Tochter soll mal gesagt haben, sie wolle dasselbe machen wie Sie, weil „Papa im Büro machen muss, was Mama sagt“. Wer ist denn bei Ihnen zu Hause das Leitbild?
Bei uns daheim muss sich niemand unterdrückt fühlen. Wir haben drei Söhne und eine Tochter, da gibt es unterschiedliche Themen und Leitbilder. Mal ist der eine zuständig, mal der andere. Dass mein Mann und ich gemeinsam in der Geschäftsleitung sitzen und ich die Vorsitzende bin, ist kein Problem. Mein Mann verantwortet einen eigenen großen Geschäftsbereich – ebenso wie mein Bruder. Ich bewundere beide sehr. Sie machen ihre Aufgaben sehr gut. Irgendwann allerdings geht es um Entscheidungen für die gesamte Unternehmensgruppe. Aber das klappt. Und unsere Tochter ist eben stolz auf mich. Sie hat drei ältere Brüder; die Idee, dass sie denen mal sagen kann, was Sache ist, fasziniert sie natürlich.

Ihr Vater ist Aufsichtsratsvorsitzender bei Trumpf. Er hat Ihnen mal am Telefon eine Frage zur Firma gestellt, woraufhin Sie antworteten: „Das habe ich dir doch schon beim Mittagessen erzählt.“ Er erwiderte: „Aber jetzt frage ich dich als Aufsichtsratsvorsitzender.“ Trennen Sie zwischen Beruf und Familie?
Nein, das ist völlig undenkbar in so einem Unternehmen.

Und wie bekommen Sie Abstand?
Wir machen nicht mehr als Großfamilie gemeinsam Urlaub, wie wir es früher manchmal getan haben. Aber natürlich fahre ich mit meinem Mann und den Kindern in die Ferien. Mein Mann und ich sprechen nicht über das Tagesgeschäft, sondern über strategische Dinge. Dann ist Trumpf mal ein paar Stunden gar kein Thema, und später kommen wir wieder darauf zurück. Um auf neue Ideen zu kommen, ist das hilfreich. Aber meine Lieblingsfrage zu dem Thema fehlt noch.

Wie lautet die? Kann man als Frau und Geisteswissenschaftlerin ein solches Hochtechnologieunternehmen führen?
Ja, das geht.

Vor einem Dreivierteljahr haben Sie bei Trumpf ein flexibles Arbeitszeitmodell eingeführt, bei dem die Mitarbeiter zwischen 15 bis 40 Wochenstunden wählen und bis zu 1000 Überstunden sammeln können.Wie viele Mitarbeiter nutzen das?
Wenn Sie alle Einzelbausteine betrachten, dann nutzen es rund 75 Prozent. Bisher sind das vor allem Mitarbeiter, die ihre Arbeitszeit erhöhen wollen. Uns schwebt vor, dass das gegeneinander läuft: Die einen stocken auf, andere arbeiten vorübergehend weniger. Ein verheirateter Ingenieur mit Kindern kann für eine Weile von 40 auf 30 Stunden heruntergehen, damit seine Frau mehr arbeiten kann. Dafür muss sie allerdings die Voraussetzungen in ihrer Firma finden. Das wird kommen. Das wird sich einspielen, wenn unsere Mitarbeiter gute Erfahrungen mit diesem Modell gemacht haben. Und wenn sie merken, dass diejenigen, die eine Weile weniger arbeiten, keine Mitarbeiter zweiter Klasse geworden sind, sondern auch Karriere machen können. Das muss sich in den Köpfen entwickeln.

Seite 2: Kinderbetreuung in Japan

  • 1
  • 2
  • 3
  • nächste Seite »
Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort

Weiterführende Links

Hausfrau, Hoeneß, Hausarbeit
Mit Frauen geht alles besser

Erdbeben, Tsunami, Fukushima
Gelähmtes Japan
 

Fachkräftemangel
Bye, bye, schöne deutsche Monokultur
 

 

Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

G+J-Chefin Julia Jäkel
Zwischen Journalismus und PR
von
10.04.2013
Agenda 2010
Die verleugnete Erfolgsgeschichte der SPD
von
11.03.2013
Ware Frau
Prostitution abschaffen!
von
08.03.2013
Selbstverschuldete Unmündigkeit
Karlsruhe agiert, Berlin reagiert
von
08.03.2013
Berlin
Die Möchtegern-Metropole
von
07.03.2013

Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 
Mai 2012
 des Magazins Cicero – Hier bestellen
Twitter
zum Ressort

Weiterführende Links

Hausfrau, Hoeneß, Hausarbeit
Mit Frauen geht alles besser

Erdbeben, Tsunami, Fukushima
Gelähmtes Japan
 

Fachkräftemangel
Bye, bye, schöne deutsche Monokultur
 

 

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

G+J-Chefin Julia Jäkel
Zwischen Journalismus und PR
von
10.04.2013
Agenda 2010
Die verleugnete Erfolgsgeschichte der SPD
von
11.03.2013
Ware Frau
Prostitution abschaffen!
von
08.03.2013
Selbstverschuldete Unmündigkeit
Karlsruhe agiert, Berlin reagiert
von
08.03.2013
Berlin
Die Möchtegern-Metropole
von
07.03.2013

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • politik
  • Tourismus
  • Moral
  • Urheberrecht
  • favs
  • Digitalisierung
  • A Nachlesen
  • A Nachlesen
  • internet
  • Film
  • Literatur
  • Literatur
  • NH
  • Polemik
  • Praktische Philosophie
  • diethart
  • Steinbrück
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • MILANKO
  • Entwicklungspolitik
  • Gunter Hofmann
  • dudelfunk
  • pit
  • Material-SK
  • Steuern
  • Antisemitismus
  • Intellektuelle
  • Türkei
  • Jan von Alen
  • Autoren
  • Autoren
  • Autoren
  • Doppelte Staatsbürgerschaft
  • Test
  • Hyperkorrekte
  • Stasi
  • Fernsehen Qualität
  • Kretschmer
  • Kretschmann
  • Politik
  • Pressegleichschaltung
  • NSU
  • gender
  • gender
Neues Dossier anlegen:

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Bildergalerie

„Die nackte Wahrheit und anderes“ − Aktfotografie um 1900

zur Bildergalerie
Anzeige

Wulf Schmiese

Leicht gesagt. Die Mittwochskolumne von Wulf Schmiese

Von der Volks- zur 20-Prozent-Partei

SPD-Chef Gabriel auf der Pressekonferenz zum Parteijubiläum

Ist alt, sieht auch so aus: Cicero-Kolumnist Wulf Schmiese über den 150. Geburtstag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands


DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Göttinger Demokratie-Forschung
Tivoli zu Gotha, Gründungsstätte der deutschen Sozialdemokratie

Heute feiert die SPD ihren 150. Geburtstag. Doch ein 2. Parteijubiläum steht bevor: Im Tivoli…

zum Blogeintrag

Frage des Tages

Wo steht die SPD im Jahr 2013?
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage

Thema der Woche

150 Jahre SPD: Vom Fürstenfeind zur Kaviarlinken
zum Dossier
Sollte die Bundeswehr Drohnen kaufen?
Das Cicero-Meinungsbild

Das Verteidigungsministerium will unbemannte Flugkörper kaufen. Ist das ethisch zu vertreten?

Umfrage
150 Jahre SPD: Ist die SPD noch eine Volkspartei?
Ja, die SPD wird wieder deutlich zulegen
32%
Nein, die SPD ist nicht mehr zeitgemäß
68%
Gesamtstimmen: 77
zur Umfrage
Medizin, Gesundheitssystem, krank
Dossier

Wie krank ist unser Gesundheitssystem?

zum Dossier

Die letzten 24 Stunden
Dossier

Die letzten 24 Stunden

zum Dossier

Mittelstand,Mittelschickt,Bürgertum,Internetstore AG
Dossier

Mythos Mittelstand

zum Dossier

Anzeige
Anzeige

Video

„Deutschland wird nicht mehr zu den G8 gehören“

Video
alle Videos
Anzeige

Jetzt den Newsletter von Cicero Online abonnieren

Liebe Leserinnen und Leser. Gerne informieren wir Sie regelmäßig über das aktuelle Angebot von Cicero Online. Bitte tragen Sie ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken ihnen montags bis freitags unseren täglichen Newsletter.

E-Mail*
Anrede
Vorname
Nachname

Anzeige

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • AGB
  • Stellenangebote

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
 
RESSORTS
Startseite
Berliner Republik
Weltbühne
Kapital
Stil
Salon
Bücher
Karikaturen
Bildergalerien
Videos
Blogs
Dossiers
Newsletter
 
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Redaktion
© Cicero Online 2013zum Seitenanfang