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 > Was folgt aus dem Absturz der Aktie?

Kapital

Facebook-BörsengangWas folgt aus dem Absturz der Aktie?

Von Simon Frost, Lars Halter25. Mai 2012
picture alliance
Facebook, Aktie, Börse, Absturz, Börsengang, Emissionsbanken, Täuschung, Irreführung, mark Zuckerberg
Wird der Börsengang für Facebook zum Destaster?
Schrift:

Haben Facebook und die Banken Anleger getäuscht? Der Börsengang von Facebook könnte für das Online-Netzwerk zum Desaster werden. Wer Schuld daran ist, wer dafür zahlt und was das für Facebook bedeutet

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Es könnte hart kommen für Facebook: Mindestens sechs Anwaltskanzleien strengten im Namen von Investoren Sammelklagen gegen Facebook, Unternehmenschef Mark Zuckerberg und andere Verantwortliche des sozialen Netzwerks sowie die beteiligten Banken ein. Die Schadenersatzforderungen könnten in die Milliarden gehen.

Wie lauten die Vorwürfe?
Anleger werfen Facebook und den Emissionsbanken Irreführung in den letzten Tagen vor dem Börsengang vor – das wiegt schwer in einem Geschäft, in dem es auf Transparenz ankommt.

Nach Informationen amerikanischer Wirtschaftsmedien hat Facebook noch während der Roadshow für den Börsengang die eigenen Umsatzprognosen gesenkt, und diese Informationen auch an die Banker weitergegeben. Das ist höchst ungewöhnlich. Während der Roadshow zieht normalerweise eine Werbekarawane von Stadt zu Stadt, trifft sich mit potenziellen Anlegern und trommelt für das neu gelistete Unternehmen. Dass mitten in der Jahrmarktstimmung Geschäftsprognosen nach unten revidiert werden, passt nicht ins Bild, spricht aber für eine gewisse Ehrlichkeit bei Facebook. Bei den Banken kam davon nichts an. Zwar senkte auch Morgan Stanley als führende Emissionsbank die hauseigenen Prognosen und die Partnerfirmen Goldman Sachs und JP Morgan zogen nach. Doch reichten sie die Nachricht nur an wenige prominente Großanleger weiter. Kleinanleger erfuhren nichts von dem plötzlichen Pessimismus.

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Gegen wen richten sich die Vorwürfe?
Dass sich Anleger hintergangen fühlen, ist wohl in erster Linie Morgan Stanley zuzuschreiben. Die Emissionsbank war offensichtlich über eine mögliche Umsatzschwäche bei Facebook informiert und behielt das weitgehend für sich. Statt Anleger zu warnen, entschied man sich für Profitmaximierung und – entgegen aller Logik – eine Erweiterung des Börsengangs. Drei Tage vor dem IPO, dem Initial Public Offering, setzte Morgan Stanley den Ausgabepreis für die Aktie auf 38 Dollar und damit an das obere Ende der angepeilten Spanne. Gleichzeitig entschied man sich, die Zahl der ausgegebenen Anteilscheine auf 421 Millionen zu erhöhen. Morgan Stanley hatte dabei vor allem die Gebühren im Blick, die für das eigene Haus anfallen würden – bei erfolgreichem Börsengang rechnete die Bank mit Einnahmen von mindestens 64 Millionen Dollar.

Zurücklehnen kann sich Mark Zuckerberg. Der Facebook-Gründer, dessen Vermögen mit dem Börsengang zeitweise auf 19 Milliarden Dollar kletterte, war nie ein Freund der Börse und hätte sein Unternehmen wohl aus eigenem Antrieb nie gelistet. Entsprechend hielt er sich bei den Vorbereitungen des Börsengangs zu und überließ das Feld seinem Finanzchef David Eberman.

Dennoch muss sich Zuckerberg Vorwürfe anhören. So störten sich Investoren während der Roadshow an dem offensichtlichen Desinteresse des Chefs, der bei manchen Veranstaltungen mehr Zeit auf dem Klo verbrachte als in Meetings mit Interessenten. Bei anderen Veranstaltungen, etwa beim Stop in Boston, fehlte er ganz. Investoren hatten mehr Zugang zu Zuckerberg erwartet, zumal der nach wie vor 57 Prozent der stimmberechtigten Aktien hält und damit das weitere Schicksal von Facebook quasi allein bestimmen kann.

Welche Rolle spielten die Banken?
Die Banken haben in ihrer Gier die Bewertung für Facebook zu hoch angesetzt und damit Anleger um eine Menge Geld gebracht. Dass Morgan Stanley wenige Tage vor dem Börsengang die Zahl der Aktien und den Kurs anhob, war unverantwortlich, denn im Nachhinein zeigt sich, dass das Interesse an Facebook geringer war als erwartet. Morgan Stanley hatte sich bei der Ausführung des Börsengangs an früheren Hightech-IPO orientiert und darauf gebaut, dass auch diesmal Anleger zu jedem Preis aufspringen würden. Dem eigenen Hype um Facebook erlag man dann selbst: Auf Anweisung von Morgan Stanley flutete Facebook den Markt mit Papieren, die keiner haben wollte – letztlich musste die Bank selbst mit eigenem Geld Aktien kaufen, um einen peinlichen Kurssturz am ersten Börsentag zu verhindern. Der kam dennoch zu Beginn der ersten Handelswoche.

Lesen Sie weiter, wer Schuld an dem Desaster ist und wer dafür zahlt...

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Der Ausgabepreis war maßlos

Der Ausgabepreis war maßlos überzogen, die Aktie bei aller Phantasie deutlich weniger wert. Niemand sollte das besser gewußt haben als Zuckerberg selbst. Das dürfte auch der Grund für seine "Zurückhaltung" gewesen sein. Andere sollen ihren Kopf hinhalten.
Mal sehen, wie die Prozesse ausgehen.

mit freundlichen Grüßen

  • Antworten
saito25.05.2012 | 13:56 Uhr

Facebook war / ist eine

Facebook war / ist eine Besonderheit der <a href=http://www.bewerten-unternehmen.de>Unternehmensbewertung</a>. Aufgrund des immensen Wachstums und der Innovationskraft sind „alte“ Methoden der Unternehmensbewertung nicht anwendbar. Sicherlich muss man die Bewertung auch realistisch betrachten. Ein ewig progressives Wachstum gibt es nicht! Das Ziel eines IPOs, möglichst viel Geld einzunehmen, wurde eindrucksvoll erreicht. Nach und nach spiegelt der Aktienkurs jetzt den wirklichen Unternehmenswert /-preis wider!

  • Antworten
Martin Hark13.01.2013 | 15:15 Uhr

Wo soll das Geld von eine Milliarde Menschen herkommen?

Wo sollte viel Geld für die Aktionäre herkommen? Facebook-Nutzer wollen einen kostenfreien Service, höchstens wenig Werbung usw. Am Geld sollte es nicht scheitern, denn: http://mensch-im-internet.de/leben-lang-facebook

  • Antworten
Veit05.03.2013 | 10:30 Uhr

Aktien kaufen

Hallo,
Sollte man den Bankern nicht trauen in sachen Aktien kaufen,
aus dem grunnd das sie für die eigene Bank arbeiten?

  • Antworten
Daniel06.03.2013 | 16:08 Uhr

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