Jump to Navigation
Startseite

Magazin im Mai: Nichts klappt, alle lieben sie: Das Geheimnis der verschlunzten Hauptstadt

Babel Berlin
  • Magazin
  • Mediathek
  • Literaturen
  • Service
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo
  • Berliner Republik
  • Weltbühne
  • Kapital
  • Stil
  • Salon
  • Bücher
  • Themen der Zeit
  • Kolumnen
  • Blogs
  • Ressorts
  • Dossiers
  • Karikaturen
  • Suche

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > Märchenhaftes Gold

Kapital

Psychologie und FinanzenMärchenhaftes Gold

Von Marie Amrhein 26. Oktober 2012
picture alliance
Gold, Goldschatz, Finanzmarkt, Anleger
Gold: Seit Jahrtausenden ein Garant für Sicherheit.
Schrift:

Mit Gold verbinden die Menschen in der Krise Sicherheit. Aber warum? Auf Spurensuche mit Historikern, Psychiatern und Finanzmarktexperten

Seite 1 von 2

Man schrieb das Jahr 550 vor Christi Geburt. König Krösus regierte in Kleinasien, im Lande Lydien.  Mit seinem Zugang zu den goldreichen Bergwerken Atarneus und Pergamon und dem Fluss Paktolos an der heutigen Ägäis galt er als wohlbetuchter Herrscher. Legendenhaft wurde sein Reichtum aber vor allem durch eines: Er war es, der die ersten Goldmünzen der Welt prägen ließ. Neben landwirtschaftlichen und tierischen Produkten war Gold das einzige Metall, das als Abgabe akzeptiert wurde. 2600 Jahre voller Kriege, Revolutionen, Währungswechsel, Deflationen und Hyperinflationen: Seit dieser Zeit überdauerte das Gold die Geschichte der Menschheit, ohne seinen Wert zu verlieren.

Die Menschheit aber wurde „über die Zeit hinweg klassisch konditioniert“, erklärt Psychotherapeut Robert Ivancic. Während der Antike verbaute man Gold vor allem in Tempeln. In Kerzenständern, Kelchen, Kronen. Gold entwickelte sich so durch die Kopplung an heilige Stätten und religiöse Verehrung vom neutralen Stimulus zum konditionierten Stimulus. So ergaben sich über die Jahrtausende Attribute wie „heilig“ und „wertvoll“, die dem Gold bis weiter anhaften und so die einstige Lernerfahrung bis heute in der kollektiven Wahrnehmung lebendig halten.

[gallery:Wo die Piepen und Moneten sitzen – Zehn Typen der Superreichen]

Über die Sprache verfestigte sich diese Verbindung. Dinge wurden als „goldrichtig“ empfunden, man blickte in eine „goldene Zukunft“, guter Rat war „Gold wert“. Symbolanalytiker erklärten das Gold zum Hoffnungsträger und Heilsbringer auch im Märchen: Das Nicht-Rostende, Ewig-Glänzende, mit der Sonne Gleichzusetzende, Nicht-Verwesende findet sich in Märchen wie Goldmarie und Pechmarie, dem Rumpelstilzchen, wo Stroh zu Gold gesponnen wurde, der goldenen Gans und dem König vom goldenen Berge wieder und werden von Generation zu Generation weiter gegeben.

In der Krise flüchten Börsenanleger in Goldgeschäfte. Der Edelmetallhändler Pro Aurum veröffentlichte vor kurzem eine Forsa-Umfrage, aus der hervorgeht, dass Gold noch immer als sicherste Anlageform gilt – im Vergleich zu Aktien, Fonds, Anleihen und Festgeldkonten. Gold sei eben „leicht vorstellbar“, erklärt Joachim Goldberg, Experte für Finanzmarktpsychologie den Mythos. Nach den Regeln der sogenannten Verfügbarkeitsheuristik würden Menschen „leicht verfügbare, farbige Nachrichten, Historie, Mythen – all diese Informationen“ bevorzugen. Mit dem Gold gehe eine starke Vereinfachung einher. Schöne und einfache Bilder vermitteln in Zeiten komplexer Krisen wie der heutigen Sicherheit. Wem die Szenarien der Weltwirtschaft Angst einflößen, der hält sich an märchenhaften Geschichten und Welterklärungen fest.

Seite 2: Gauweilers nibelungenhafter Besuch in den Kellern der Deutschen Bank

  • 1
  • 2
  • nächste Seite »
Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort

Weiterführende Links

Peter Gauweiler
„Wir wissen nicht, wie viel Gold wir haben“

Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

G+J-Chefin Julia Jäkel
Zwischen Journalismus und PR
von
10.04.2013
Agenda 2010
Die verleugnete Erfolgsgeschichte der SPD
von
11.03.2013
Ware Frau
Prostitution abschaffen!
von
08.03.2013
Selbstverschuldete Unmündigkeit
Karlsruhe agiert, Berlin reagiert
von
08.03.2013
Berlin
Die Möchtegern-Metropole
von
07.03.2013

Twitter
zum Ressort

Weiterführende Links

Peter Gauweiler
„Wir wissen nicht, wie viel Gold wir haben“

Diese Artikeln könnten Sie auch interessieren:

G+J-Chefin Julia Jäkel
Zwischen Journalismus und PR
von
10.04.2013
Agenda 2010
Die verleugnete Erfolgsgeschichte der SPD
von
11.03.2013
Ware Frau
Prostitution abschaffen!
von
08.03.2013
Selbstverschuldete Unmündigkeit
Karlsruhe agiert, Berlin reagiert
von
08.03.2013
Berlin
Die Möchtegern-Metropole
von
07.03.2013

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • politik
  • Tourismus
  • Moral
  • Urheberrecht
  • favs
  • Digitalisierung
  • A Nachlesen
  • A Nachlesen
  • internet
  • Film
  • Literatur
  • Literatur
  • NH
  • Polemik
  • Praktische Philosophie
  • diethart
  • Steinbrück
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • MILANKO
  • Entwicklungspolitik
  • Gunter Hofmann
  • dudelfunk
  • pit
  • Material-SK
  • Steuern
  • Antisemitismus
  • Intellektuelle
  • Türkei
  • Jan von Alen
  • Autoren
  • Autoren
  • Autoren
  • Doppelte Staatsbürgerschaft
  • Test
  • Hyperkorrekte
  • Stasi
  • Fernsehen Qualität
  • Kretschmer
  • Kretschmann
  • Politik
  • Pressegleichschaltung
  • NSU
Neues Dossier anlegen:

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Bildergalerie

20 Gründe, auf den Mars umzuziehen

zur Bildergalerie
Anzeige

Marie Amrhein

Sonntagskolumne: Mein Sozialstaat

Angie, gib' die Wohnung frei

Deutschland ächzt unter akutem Wohnungsnotstand

In Deutschland herrscht akuter Wohnungsmangel. So zumindest wirkt es für die Menschen in den Ballungsräumen der Republik. Und dabei geht es nicht nur um den schönen Altbau mit Balkon im Prenzlauer Berg, Mitte oder Kreuzkölln


DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Eric Bonse - Lost in EUrope
Hollandes Offensive kommt zu spät

Frankreichs Staatschef Hollande will eine Wirtschaftsregierung für die Eurozone. Auf einer…

zum Blogeintrag

Frage des Tages

Klone der Schöpfung
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage

Thema der Woche

150 Jahre SPD: Vom Fürstenfeind zur Kaviarlinken
zum Dossier
Sollte die Bundeswehr Drohnen kaufen?
Das Cicero-Meinungsbild

Das Verteidigungsministerium will unbemannte Flugkörper kaufen. Ist das ethisch zu vertreten?

Umfrage
Die Türkei muss in die EU, fordert Gerhard Schröder im Cicero. Hat er Recht?
Ja, ein Beitritt ist dringend nötig, um die Region zu stabilisieren
16%
Nein, die EU wäre heillos überfordert
84%
Gesamtstimmen: 688
zur Umfrage
Medizin, Gesundheitssystem, krank
Dossier

Wie krank ist unser Gesundheitssystem?

zum Dossier

Dossier

Nordkorea zündelt

zum Dossier

Mittelstand,Mittelschickt,Bürgertum,Internetstore AG
Dossier

Mythos Mittelstand

zum Dossier

Anzeige
Anzeige

Video

„Deutschland wird nicht mehr zu den G8 gehören“

Video
alle Videos
Anzeige

Jetzt den Newsletter von Cicero Online abonnieren

Liebe Leserinnen und Leser. Gerne informieren wir Sie regelmäßig über das aktuelle Angebot von Cicero Online. Bitte tragen Sie ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken ihnen montags bis freitags unseren täglichen Newsletter.

E-Mail*
Anrede
Vorname
Nachname

Anzeige

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • AGB
  • Stellenangebote

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
 
RESSORTS
Startseite
Berliner Republik
Weltbühne
Kapital
Stil
Salon
Bücher
Karikaturen
Bildergalerien
Videos
Blogs
Dossiers
Newsletter
 
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Redaktion
© Cicero Online 2013zum Seitenanfang