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 > Finanzmanager untergraben die Demokratie

Kapital

Globale MärkteFinanzmanager untergraben die Demokratie

Von Frank A. Meyer9. August 2011
Burkhard Mohr
Börsen brechen ein, Finanzmanager agieren weiter.
Börsen brechen ein, Finanzmanager agieren weiter.
Schrift:

CICERO ONLINE schaut zurück auf ein Jahr voller interessanter, bewegender, nachdenklicher oder einfach schöner Texte. Zum Jahreswechsel präsentieren wir Ihnen noch einmal die meistgelesenen Artikel aus 2011. Im August: Wir müssen reden. Über die Ratingagenturen, die Zuhälter der Spekulanten, über getriebene Volkswirtschaften, die Zukunft Deutschlands, Europas, ja der demokratischen Welt. Denn die ächzt unter den Ackermännern, die sie zuschandenreiten.

Seite 1 von 2

Der Spiegel bat Angela Merkel eindringlich um klärende Worte: „Reden Sie, Kanzlerin, reden Sie endlich.“ Es gäbe in der Tat einiges zu reden: über die Zukunft Deutschlands, Europas, ja der demokratischen Welt. Denn nichts weniger als die Demokratie steht auf dem Spiel!

Sie wird machtvoll und systematisch unterspült wie nie seit dem Zweiten Weltkrieg, und zwar durch zentrale Akteure des eigenen Systems: die global operierende Finanzwirtschaft.

Ratingagenturen, die Zuhälter der Spekulanten, treiben ganze Volkswirtschaften vor sich her, von Griechenland über Italien und Portugal bis in die USA. Denn das Spiel mit Staatsanleihen und Währungen ist lukrativ: Die Zocker von Goldman Sachs erwirtschafteten jüngst in hundert Tagen Devisenhandel knapp zwei Tage lang Verluste – die übrigen 98 Tage waren eitel Profit. Im selben Zeitraum mussten 60 000 griechische Einzelhändler ihre Geschäfte schließen – 60 000 vernichtete Existenzen.

Hat alles nichts miteinander zu tun? Doch, hat alles miteinander zu tun! Nicht nur mit den Hütchenspielen von Goldman Sachs, auch mit denen der Deutschen Bank: Ihre Goldfinger in London betreiben den größten Devisenhandel der Welt. Mit der Kreditversorgung von Unternehmen dagegen, der klassischen Aufgabe, bestreitet die Deutsche Bank weniger als 20 Prozent ihres Umsatzes.

Helmut Schmidt, Deutschlands großer alter Weiser, fährt bei so etwas aus der Haut: „Das Wort Investmentbanker ist nur ein Synonym für den Typus Finanzmanager, der uns alle, fast die ganze Welt, in die Scheiße geritten hat …“

Die Welt ächzt unter den Ackermännern, die sie zuschandenreiten. Bei der Deutschen Bank ergreift die Zügel demnächst Anshu Jain, das Genie unter den Investmentbankern, wie seine Mitspieler im globalen Casino versichern. Von Ackermann zu Jain – das ist wenigstens ein Schritt zu mehr Ehrlichkeit.

Dem Eidgenossen schrieb die klischeeverliebte deutsche Presse seine Herkunft gut: aus dem ländlichen Mels im St. Galler Rheintal. Hätte der lächelnde Josef erklärt, an freien Tagen hüte er Kühe, und sei es an der Zürcher Bahnhofstraße – die Wirtschaftsjournalisten wären vor Entzücken zerflossen.

Dem Inder Jain dagegen kommt dergleichen nicht zugute: Er steuert traumwandlerisch sicher durch das Nirgendwo der Finanzwelt, bewehrt nur mit Rucksack und Rekordprofiten. Er spricht so konsequent wie akzentfrei globalesisch. Auf seiner Wanderung über Berg und Tal der Börsenkurse bleibt er vom Geschehen in den Niederungen der Wirklichkeit unberührt, ebenso von dem, was er anrichtet – der prototypische Nomade des Finanzkapitalismus.

Lesen Sie auf der nächste Seite von Europas Problem der fehlenden Rebellen.

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Diesen Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 
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Ratingagenturen

Sehr geehrter Herr Meyer,

was inhaltlich ggf. ergänzt werden könnte: Ratingagenturen bewerten das Risiko, das jemand eingeht, wenn er/sie sein Geld an ein Unternehmen oder einen Staat verleiht. Nun hat sich das Risiko, das verliehene Geld nicht zurück zu bekommen, in den letzten Jahren erhöht, weil die nun abgewerteten Staaten immer weiter ernorme Schulden (für Kriege/für Sozialleistungen / für Unfug) angehäuft haben. Für Sie, lieber Herr Meyer, als Sparer ist das doch eine recht nützliche Information, oder? Wenn Sie also den Griechen oder den Amerikanern Ihr wohlverdientes Geld anvertrauen, können Sie nun mit Fug und Recht für das gestiegene Risiko einen höheren Zinssatz verlangen.

Ich wollten diesen schlichten Punkt ergänzen, damit bei Ihren Lesern nicht der Eindruck entsteht, die Rating-Agenturen als Überbringer der schlechten Nachrichten seien schuld an den Nachrichten.

Im Grunde versuchen die Ratingagenturen, ihren in der Subprime-Krise beschädigten Ruf (aaa für Schrottanleihen, die von den Bankkollegen übern Flur vertickert wurden)wieder aufzubessern. Es kann doch nicht das Ziel sein, die abstruse Schuldenpolitik der westlichen Staaten mit Bestnoten zu bewerten.

Ihr Verdacht, dass es einen moralisch bedenklichen Zusammenhang zwischen den Gewinnen im Investment-Sektor der Deutschen Bank und allgemeinen Unglück auf der Welt besteht, ist es wert, in einem analytischen Artikel, der die Mechanismen und Zusammenhänge benennt, untersucht zu werden. Da müsste doch ein Experte zu finden sein, der von diesem Thema etwas versteht.

Mit freundlichen Grüßen
Sebastian Widerwohlt

  • Antworten
Sebastian Widerwohlt09.08.2011 | 14:26 Uhr

Ratingagenturen

Ihre Zuschrift zeugt von einer gewissen Ignoranz. Ratingagenturen bewerten keine Risiken, sondern nutzen die unterschiedlichen wirtschaftlichen Entwicklungen auf der Welt, um durch sogenannte "Bewertungen" Märkte zu manipulieren zum eigenen Nutzen. Die Herabwertung der USA zeigt auch kein höheres Risiko an, da die USA soviel Geld drucken und Kredit aufnehmen können, wie sie wollen, da sie unverändert die größte und stärkste Wirtschaftsmacht der Welt darstellen, die über die Weltwährung verfügt.

  • Antworten
Logo2309.08.2011 | 16:38 Uhr

Zinsen

Vielleicht wäre es für uns Menschen besser, wenn es keine Zinsen und Zinseszinsen mehr geben würde...

  • Antworten
Michael Berghofer10.08.2011 | 12:38 Uhr

Jesus verwies die Geldhändler aus dem Tempel!

Es wäre schön, wenn der Reichtum dieser Erde und dessen Gegenwert in Geld gleichmäßig verteilt wäre.
Und wenn es untersagt wäre, anderen "Geld gegen Geld" zu geben.
Diesen Idealzustand werden wir wohl nie erleben, es sei denn, wir einigen uns global darauf, das "Geld gegen Geld" sittenwirdig und deshalb untersagt ist. Jesus verwies nach den Schilderungen der Evangelisten die Geldhändler angeblich aus dem Tempel. Schon damals, vor rund zweitausend Jahren, waren die Geldhändler also verhaßt. Und heute?

  • Antworten
Yvonne Walden31.12.2011 | 11:04 Uhr

Ratingagenturen

Ratingagenturen bieten KEINE unabhängige Bewertung von Risiken. Ratingagenturen sind Privatunternehmen die auf Grundlage von - im Detail nicht bekannten Kriterien - subjektive Urteile vergeben. Eigentümer der "großen drei" sind im wesentlichen Banken, Versicherungsunternehmen, Hedgefonds - die wiederum die Urteile/ Produkte der Agenturen für ihre Geschäfte nutzen. Man kann deshalb mit Sicherheit davon ausgehen dass sowohl von der Bewertung selbst, als auch vom timing der Veröffentlichung die Eigentümer profitieren werden. "wess Brot ich ess dess Lied ich sing" - auf diese alte Weisheit kann man sich auch hier mit Sicherheit verlassen.

  • Antworten
Helmut Wendel10.08.2011 | 23:37 Uhr

Gegen die Finanzmafia

kann nicht der normalebürger etwas unternehmen. Nur die Politik. Die hat aber bereits in der Finanzkrise nach dem Lehmann-Fall gezeigt, dass sie den Bankstern nicht an die Pfründe will, sondern die sogar noch mit Steuergeldern weiterhin sicherstellt. Und dasselbe Spiel läuft nun mit all den Bail-Outs, die nichts anderes sind als eine Umschichtung der Risiken des Finanzmiststalls auf die Steuerzahler.

Daher sollte sich ihr Aufruf an die Politiker in allen Ländern richten, die ganz offenbar mehr dem Wohl der Finanzindustrie verpflichtet sind, als dem Souverän.

  • Antworten
Serious Sam09.08.2011 | 17:29 Uhr

Kompetenz

Lieber Logo23 Exzellenz-Cluster: würden Sie den USA Ihr Geld - also mal hypothetisch gesprochen - jetzt leihen?

Glauben Sie, dass die anderen Marktteilnehmer nun auf die hinterlistige Manipulation der Ratingagenturen hereinfallen - und damit den USA eher kein Geld mehr geben? Oder glauben Sie das Gegenteil, dass also die USA doch noch so mächtig sind, dass sie das Geld sich "per Kreditnahme" von den Marktteilnehmern einfach mal so holt? Es kann ja nur eins stimmen.

Auch beim Thema "Weltwährung" sehe ich nichts in Stein gemeißelt. Wenn schon ich - als eher schlecht informierter Marktteilnehmer - mitbekomme, dass die USA immer mehr Schulden machen, Geld drucken etc., ja dann würde ich mein - auch bei mir hypothetisches - in US-Dollar geführte Konto ggf. schließen und in Schweizer Franken, Gold, seltene Erden oder Nutella investieren.

Das Interessante an der heutigen Situation ist ja, dass jeder Hans und Franz wie wir beide im Vergleich zum Jahr 1985 über das Internet bestens informiert sein könnte und in Minuten reagieren kann. Sie können ja jederzeit Ihr Aktiondepot auf chinesische Nebenwerte umstellen. Das wäre 1985 in der Commerzbank Hamburg-Altona - so zwischen zwei Sparhamstern - deutlich schwieriger gewesen. Dieses schnelle Schwarmverhalten (- in seltenen Fällen: diese Schwarmintelligenz) führt zu im Grunde zu einer demokratischeren Wirtschaftordnung als das vorherher jemals technisch möglich war. Die Ratingagenturen haben nur diese eine Chance, sich an die Spitze der Bewegung mit nachvollziehbaren Bewertunge zu setzen - ansonsten wird ihr Produkt - die Bewertung - in Zukunft nicht mehr nachgefragt und bezahlt.

  • Antworten
Sebastian Widerwohlt09.08.2011 | 18:36 Uhr

Völlig inhaltsfrei

Liebes Cicero Team,

ich bin ein großer Freund ihrer Zeitschrift. Aber der Kommentar von Herrn Meyer ist inhaltlich auf einem erschreckenden Niveau, und für ein Magazin mit dem Anspruch der Cicero nicht angemessen. Es ist zu billig, für die Verwerfungen an den Finanzmärkten und die Lasten, die die Demokratien daran zu tragen haben, allein die Gier der Investmentbanker und die Ratingagenturen verantwortlich zu machen. Die Frage, wie es überhaupt so weit kommen konnte, und warum es so weit gekommen ist, lässt Herr Meyer völlig außen vor. Das die Griechen über Jahre profitiert haben. Das die regierenden Parteien vieler Länder ihre Macht über Wahlgeschenke gerechtfertigt haben, die nur über Kredite zu finanzieren waren. Das es eine unheilige Allianz vieler Beteiligter gegeben hat, die von diesem System profitiert haben. Ein Kommentar also, der viele Aspekte völlig außen vor lässt. Und ein Kommentar, der dem Anspruch des Cicero nicht gerecht werden kann.

  • Antworten
CiceroFreund09.08.2011 | 22:17 Uhr

Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein!

Finanzmanager untergraben die Demokratie, betitelt Frank Meyer seinen Kommentar, offenbar nicht wissend, dass es gerade die demokratischen Strukturen in unserer Gesellschaft sind, die in hohem Masse dazu beitragen, dass eine dem internationalen Kapital dienliche Verschuldungskultur entstehen kann, die die Investmentbanker geradezu zum Spekulieren auffordert, so dass sich der Casino Kapitalismus ungebremst behaupten kann.

Was im ersten Moment überraschend klingen mag, klärt sich schnell auf, wenn man bedenkt, dass sich in keiner anderen Staatsform wie in der Demokratie die Mehrheit der Menschen im Verein mit ihrer eigenen Regierung entschließen kann sich auf Kosten der nächsten und übernächsten Generation zu verschulden. Wehrlos stehen offenbar alle da und stimmen in freien Wahlen darüber ab, dass Jahr für Jahr Schulden mit Schulden zurückbezahlt werden sollen. So entsteht eine Schuldenkultur von der alle wissen und bei der alle mitmachen. Alle akzeptieren es dass die defizitären Staatshaushalte von Jahr zu Jahr wachsen und jährliche Inflationsraten entstehen. Eine bessere Einladung auf eine Zahlungsunfähigkeit unserer Volkswirtschaften zu spekulieren gibt es nicht.

So verstoßen unsere Regierungen schon fast schamlos gegen den Maastricher Vertrag, indem sie die ganze Last der Staatsfinanzierung den Notenbanken aufbürden, die fleißig die staatlichen Schuldverschreibungen der überschuldeten Länder aufkaufen. Wohl wissend, dass hinter den gedruckten Geldscheinen lediglich das Versprechen steht durch eine reale Angebotssteigerung dem ganzen Papier einen Wert zu verschaffen, der über die Druckkosten hinausgeht. Bis dahin ist es, was wiederum alle wissen, zur Freude der Spekulanten, virtuelles Geld ohne Bezug zur Realwirtschaft.

So darf sich zum Schluss niemand wundern, der diesen Verschuldungsarien zugestimmt hat, dass er selber zum Objekt und damit zur Beute des internationalen Spekulantentums geworden ist. Inwieweit Ratingagenturen als wohlwollende Warner im Kreislauf unserer Verschuldungkultur einen berechtigten Platz einnehmen kommt fast einer Spekulation gleich. Letztlich wissen wir nicht, ob sie zurecht oder unrecht überschuldete Staaten an den Pranger stellen. Ohne Zweifel sind einige von ihnen hilfreiche Inkubatoren für Investmentbanker um ihnen höhere Wettprämien zu verschaffen.

In letzter Konsequenz aber, zerstören nicht die Spekulanten und Ratingagenturen unsere Demokratie, sondern alle diejenigen, die offenen Auges durch ihre Wahlentscheidungen einer Regierungspolitik zustimmen, die einer weiteren Verschuldungsarie ihren Lauf lassen. So leidet unsere Gesellschaft zum einen unter der Untugend einen Casinokapitalismus zu dulden und zum anderen unter der eigenen Verschuldungsbereitschaft, der sie keinen Einhalt gebieten kann.

  • Antworten
Heinz Pelzer10.08.2011 | 06:59 Uhr

Die demokratisch gewählten

Die demokratisch gewählten Politiker waren es doch, die sich und uns verstärkt den Finanzmärkten ausgeliefert haben!

Durch die Kappung der Leistungen der gesetzlichen RV muß jedermann heute privat zusätzlich vorsorgen, "kapitalgedeckt", und dafür ist er nunmal auf den Kapitalmarkt angewiesen und von dessen "Spielregeln" abhängig.

Es war auch die Politik, die immer mehr Geld auf dem Kapitalmarkt aufgenommen hat; und die sich nun (zu? spät) über die "Spielregeln" aufregt.

  • Antworten
Maikel10.08.2011 | 09:24 Uhr

Ackermann gehört auf die Anklagebank !

Die Welt ächzt unter den Ackermännern, die sie zuschandenreiten !!
Denn Ackermann gehört nicht in eine Bank, sondern auf eine Bank. Auf die Anklagebank. Dieses unkontrollierte, gierige, korrupte Finanzsystem zerstört alles: Altersvorsorge, Vertrauen, Sozialwesen und ganze Völker werden mittellos, verarmen.
Als Versicherungsmakler kann man seinen Kunden kaum noch Geldanlagen vermitteln. Denn: Garantiert ist, das nichts garantiert ist. Die Privatisierung der Vorsorge wird große Teile der Bevölkerung in bittere Armut stürzen. Denn diese untauglichen Produkte von Rürup- und Riester - R Enten verschlimmern die Armut noch. Nicht nur das diese Produkte teuer, unflexibel sind, nein, sie werden auch noch bei Grundversorgung im Alter angerechnet und die Rendite wird negativ sein. Dank den Ackermännern und dem Gesetzgeber. Den im VVG ist nichts garantiert, siehe VVG §§ 153, 163, 169, und VAG § 89.
Umverteilung von Unten nach Oben. Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer und mehr. Wehrt Euch !!!

  • Antworten
E. Stopp 10.08.2011 | 09:28 Uhr

Ackermann gehört auf die Anklagebank ......

Es ist auch die falsch angelegte zins und zinses zins Rechenformel, die man als Denk und Rechenfehler benennen und ändern und regeln muss.
Ökonomen in den Bank-elfenbein-Türmen haben sich eine Rechentricksregel und Philosophie von teuflischer Art zurechtgechnitzt die untereinander so abweichend ist, dass sie nicht mehr rechtlich zu fassen sind .
Die zu leistenden Zinszahlungen sind von der Realwirtschaft nicht mehr zu erwirtschaften - das führt zum Fall mit Knall. Wenn wir uns wehren und immer wieder wehren sollen werden wir vom Gesetzgeber mit allen Mitteln daran gehindert bis zur persönlichen Vernichtung.Auch unsere geltenden Grundgesetzlichen verankerten Grundrechte sind dann nicht mehr RECHT das uns schützen soll - ZUM WOHLE DES VOKES heist es. Diese Demokratie kennt und unterstützt nur die Ersterfüllungsrechte - dh. Zinszahlungen aus Schulden/Staatsschulden - der Superreichen und das nenne ich OLIGARCHISCHE DEMOKRATUR. Da kommt Freude und zuversicht auf!Für mich gilt die Überzeugung, unsere Regierungsgewählten wollen oder können nicht- oder sie haben wenig bis keine Ahnung und eine Regelung unseres Geld und Wirtschaftssystems ist zu viel Arbeit und Erfordert einen Eingriff in das Geldsystem das sie schlicht und ergreifend überfordert , oder alles hat Methode dann ist es Kriminell.Ihre Empfehlung/der Regierenden lautet: glaubt und vertraut auf uns - das ist der Nebel und der Sand der den Menschen in die Augen und Nasen gestreut wird.
Das sind die Formeln und Glaubensbekenntnisse der Regierung -Wir sollen glauben und die Regierunseliten werden es regeln - die Mehrheit in unserm Land will es WISSEN um Ruhe und Sicherheit zu bekommen - wir haben in Deutschland und Europa genug durchgemacht und brauchen keine Unterdrücker mehr .

  • Antworten
Bauer Günter11.08.2011 | 09:37 Uhr

Ratingagenturen

Ratingagenturen und die Herabstufung der Bonität der USA. Ein weiterer Schritt zur Selbstauflösung eines Systems

Die Herabstufung der Bonität der USA durch eine Ratingagentur beruht auf einer Bewertung der amerikanischen Politik durch diese Ratingagentur.

Für die Bewertung von Politik gibt es keine unpolitischen Kriterien. Wer Politik bewertet wird selber zum politischen Akteur. Da hierzu den Ratingagenturen die demokratische Legitimation fehlt, wird ihr Urteil für demokratische Politik irrelevant. Die Ratingagentur mindert mittelfristig dadurch ihre eigene Relevanz und Wirkkraft in der Finanzwelt.

So markiert die Herabstufung der Bonität der USA durch die Ratinagentur einen weiteren Schritt zur Auflösung der bisherigen Finanzwelt. Das System betreibt seine eigene Auflösung.

http://www.blog.de/admin/b2edit.php?action=edit&post=11618435

  • Antworten
Thomas Weber10.08.2011 | 10:55 Uhr

Die Schulden sämtlicher

Die Schulden sämtlicher Volkswirtschaften (bei denen es völlig illusorisch ist, anzunehmen, sie würden jemals zurückgezahlt) sind in ihrer Summe doch nur die letzte ultimative Finanzblase.

Hätten sich die Volkswirtschaften nicht verschuldet, wo wäre die Wirtschaft dann wohl jetzt? Ohne die Nachfrage, die mit den Schulden bezahlt wurden. Die BRD setzt auf die Exportwirtschaft, wundert sich aber dann, dass sich andere verschulden müssen, um die Waren zu kaufen.

Merke: Die Schulden des Einen sind immer das Vermögen des anderen. Zwei Seiten der selben unseligen Medallie

  • Antworten
Der Duderich10.08.2011 | 11:41 Uhr

Guter Artikel !

Guter Artikel !

  • Antworten
Trebreh Subif10.08.2011 | 12:31 Uhr

Privatvorsorge ist heute nur noch Betrug

Erinnert sich noch jemand an die Zeiten, als es Lebensversicherungen gab, deren Ertrag nach 12 Jahren steuerfrei war, dir Gewinn dem Sparer für das Alter in voller Gänze zur Verfügung stand. Erinnert sich noch jemand an die Zeiten, als der Sparerfreibetrag 6100 DM bzw. 12200 DM (verh.) betrug. Da konnte man, ohne abgezockt zu werden, für das Alter vorsorgen. Heute gibt es Betrugssystem, die sich Riester und Rührup nennen, alles andere als sicher sind und nur die Finanzindustrie nähren. Sollte ein Steinbrück Kanzler werden, hätten wir einen der Brandstifter zum Feuerwehrmann gemacht, denn diese unsägliche Politik gegen die Interessen der Menschen haben wir Politikern wie Eichel, Steinbrück und Riester zu verdanken, die auf das unSINNige Geschwafel so genannter Wirtschaftsweiser hereingefallen sind, incl. Ackermann.

  • Antworten
C.Mayer10.08.2011 | 12:34 Uhr

Marx der alte Sack:

"Kapital flieht Tumult und Streit und ist ängstlicher Natur. Das ist sehr wahr, aber doch nicht die ganze Wahrheit. Das Kapital hat einen horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren." Das Kapital, Band I, S. 801

  • Antworten
David_ 10.08.2011 | 12:35 Uhr

Rebellen?

Zufällig entdeckte ich das nebenstehende Interview mit Frank Meyer, in dem er die neue, alte Troika der SPD über den grünen Klee lobte. Sind das etwa die politischen Rebellen die Sie, Herr Meyer, in Ihrer beherzten Rede meinten, als Sie sich Politiker vorstellten, die sich gegen den "Wirtschaftssektor" zur Wehr setzen könnten?!?
Ausgerechnet Steinbrück halten Sie für einen großen Ökonom? Schon wieder alles vergessen? Wofür stand dieser Mann, wo ist er heute anzutreffen? Dieser Mann ist so gefährlich, weil er ein großartiger Rhetoriker ist und mit seinem ehemaligen (und heutigen!)Staatssekretär Asmussen die Geschäfte der internationalen Finananzwelt mit Deutschland entscheidend unterstützt hat. Dann nennen Sie, Herr Meyer, noch F.-W. Steinmeier lobend den feinen Diplomaten. Auch diesem Herrn haben wir Einiges zu verdanken als nicht unerheblichem Denker und Redenschreiber in der SPD eines Gerhard Schröder.
Wenn Sie, Herr Meyer, also der Meinung sind es bedarf politischer Rebellen um sich dem Diktat der Finanzwelt zu erwehren wäre es doch vielleicht schon 'mal ein kleiner Schritt auf dem Weg dahin uns zu verschonen mit dem Lob der gestrigen Saurier. Denen haben wir nämlich viele unserer heutigen Probleme zu verdanken. Vor allem aber haben sie uns den Glauben an eine bessere und gerechtere Politik genommen!

  • Antworten
Stockfisch10.08.2011 | 15:34 Uhr

Im Kleinen, wie im Großen

Die Finanzindustrie, samt ihrer Helfer in den Bereichen Rüstung, Pharma, Nahrungsmittel, Energie, usw. hat es verstanden, die kleine Gier und Unersättlichkeit der vielen Individuen in den Gesellschaften im großen Stil auszunutzen.
Sehr, sehr spät bemerken "wir", dass wir ein Ungetüm gezüchtet haben, das uns einmal als Werkzeug dienen sollte und jetzt ein Eigenleben führt.

  • Antworten
papamojo10.08.2011 | 21:19 Uhr

Wie immer: nur die halbe Whrheit...

Was in dem Artikel fehlt ist wie immer die andere, leider wichtigere Hälfte der Wahrheit. Natürlich ist das meiste das drin steht grundsätzlich richtig. Aber was sind denn die Vorraussetzungen die solche Zustände erst möglich machen?
Wie ist es möglich, dass verlogene und korrupte Politiker in einem Land wie DE an die Macht kommen können und bleiben? Wie is es möglich, dass ein peinlich primitiver rechter Spiesser wie Kohl wieder und wiedergewählt wird? Wie ist es möglich, dass ein paar Emporkömmlinge, Prototypen des linken Spiessers wie Schröder und Fischer (man sehe sich nur an was sie heute beruflich tun) DE regieren dürfen? Wie ist es möglich, dass ein Prototyp der Mittelmässigkeit, eine Frau die ausser Opportunismus nichts beherrscht, zur Kanzlerin gewählt wird? In freien, geheimen, demokratischen Wahlen?
Die Antwort kennen wir von Georg Schramm, sie lautet „Urnenpöbel“! Solche Wahlergebnisse, die nach Jahrzehnten letztlich eine Gesellschaft nach sich ziehen, wie wir sie heute haben, sind nur bei einer durch die gleichgeschalteten Medien, man sehe sich nur an was aus Spiegel und Süddeutscher geworden ist, manipulierten und verblödeten Masse möglich. Die Masse glaubt es sei politisch eindeutig zu inkorrekt „Demokratie“ zu hinterfragen, auch das Nachdenken darüber ob man daran etwas verbessern kann, wäre eine unzumutbare, politische Ungeheuerlichkeit.
Der einzige Trost den man finden kann ist, dass es diese Bürger/Wähler/Steuerzahler selber sein werden, die künftig die Rechnung mir ihrem Wohlstand bezahlen müssen. Man kann dieser Konsequenz des Zustandes eine gewisse zynische Gerechtigkeit nicht absprechen, es trifft die Richtigen, die Verursacher, ohne die das alles nicht möglich wäre.
Von diesem Blickwinkel aus sollte man auch die Vorgänge in Engalnd betrachten. „Großbritanien erntet jetzt, was Frau Thatcher gesät hat“, siehe ei den Nachdenkseiten:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=10413
Die einzige Lehre die man daraus ziehen kann, ist sich so schnell wie möglich aus Staaten wie DE abzusetzen und sein Leben irgendwo zu geniessen, falls man dies nicht vor langer Zeit ohnedies schon getan hat.

Tyler Durden Volland

  • Antworten
Tyler Durden Volland11.08.2011 | 00:36 Uhr

Wir haben Oskar verraten

Solche Rebellen, die sich mit der Finanzwelt anzulegen bereit sind gab es. Ich denke da an Oskar Lafontaine. Der hat schon 1998 so etwas gefordert udn lautstark gewarnt. Aber wir alle haben zugelassen das Bild Bams und Glotze ihn wie eien Sau durchs Dorf jagen und den Bock zum Gärtner machen (Schröder)
Es wird Zeit für eien Entschuldigung gegenüber diesem mutigen Mann und eine öffentliche Rehabilitierung. Wie wäre es denn wenn der Cicero ihm gerade heute mal eine Titelstory widmen würde?

  • Antworten
Joachim11.08.2011 | 00:48 Uhr

Finanzindustrie und Staat -

Finanzindustrie und Staat - wie Siamesische Zwillinge: Der Eine kann nicht ohne den Anderen überleben.

Ihr Beitrag, Herr Meyer, beschreibt nur den einen der beiden. Ohne Schulden des Staates, gäbe es auch die Finanzindustrie nicht in dem Maße, wie sie erlebt wird. Des Einen Schulden, sind nämlich auf der anderen Seite des Anderen Guthaben. - Sie haben etwas vergessen!... es wird doch keine Absicht gewesen sein?

  • Antworten
Don Camillo11.08.2011 | 02:36 Uhr

Finanzdisaster

Alle die es zu verantworten haben, besitzen die rechtliche Rückenstärkung durch die weltweite Justiz, die auf der falschen Seite des Richertisches sitzt. -siehe alle Prozesse, die wir wutschnaubend mit ihren Ergebnissen zur Kenntnis nehmen müssen.- So war es 1945, 1990 nach der Wiedervereinigung und so wird es immer bleiben. Korruption, Betrug, Verlogenheit und politische Unmoral zahlt sich aus in barer Münze.
Angefangen bei Frau Merkel, Herrn Schäuble und Herrn Asmussen werden sich diese Totengräber unseres Wohlstandes lediglich in den wohlstandsgesicherten Ruhestand verabschieden mit dem Erbe der in Zahlen nicht mehr schreibbaren Verschuldung der Bürger dieses Landes, und sie hatten geschworen, Schaden von ihrem Volk abzuwenden. Das ist der Wert eines Politikereides !

  • Antworten
Ludwig Böhme11.08.2011 | 17:46 Uhr

Zu solchen Artikeln faellt

Zu solchen Artikeln faellt mir mein Professor aus Finanzierung und Investition ein der immer sagte: "Wenn Sie das als unfair empfinden halte ich Ihnen einen Spiegel vors Gesicht!"

  • Antworten
Petersson12.08.2011 | 19:04 Uhr

Finanzmanager untergraben die Demokratie

@E.Stopp
"Denn Ackermann gehört nicht in eine Bank, sondern auf eine Bank. Auf die Anklagebank."
"...und die Rendite wird negativ sein. Dank den Ackermännern und dem Gesetzgeber. Den(n) im VVG ist nichts garantiert, siehe VVG §§ 153, 163, 169, und VAG § 89."

Warum sind Sie nicht konsequent und fordern neben Ackermann auch die Politiker, die für diese Situation verantwortlich sind, auf die Anklagebank? Und da sie den Banker Ackermann mit Namen genannt haben, müssten Sie auch die betreffenden Politker mit Klarnamen nennen. Warum tun Sie das nicht? Denn mit einem haben Sie völlig recht: wenn es nicht diese Bruder- und Schwesternschaft im Geiste gäbe, sähe vieles anders aus. Ich jedenfalls habe Herrn Ackermann noch nie eingeladen, seinen Geburtstag in meinem Hause zu feiern...

  • Antworten
Max Hoffmann 30.12.2011 | 17:22 Uhr

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