Jump to Navigation
Startseite

Fernweh, Abenteuer & Exotik:

Warum reisen wir?

Reise Spezial
  • Magazin
    • Berliner Republik
    • Weltbühne
    • Kapital
    • Salon
    • Themen der Zeit
    • Merkel-Projekt
    • Kolumnen
    • Blogs
  • Mediathek
    • Bilder
    • Videos
    • Karikaturen
    • Titelbilder
  • Bücher
  • Service
    • Impressum
    • Anzeigen/Media
    • Redaktion
    • Autoren
    • Presse
    • Über uns
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > Börsianer verlieren die Kontrolle über ihre Computer

Kapital
Handelsprogramme

Börsianer verlieren die Kontrolle über ihre Computer

von 
Petra Sorge
16. August 2011
picture alliance
Entmachtet der Computer an der Börse den Menschen?
Entmachtet der Computer an der Börse den Menschen?

Vollautomatisierte Handelsprogramme haben den Takt der Finanzmärkte extrem beschleunigt. Sie entscheiden selbst über Kauf und Verkauf und lassen den Händlern oft nur noch eine Zuschauerrolle. Hat der Computer den Menschen an der Börse entmachtet?

Seite 1 von 3

Glück und Pech lagen an den Börsen der Welt an keinem Tag so nah beieinander wie am Dienstag, den 9. August 2011. Viele Kleinanleger, die an jenem Morgen bei ihrer Bank Aktien verkauften, fanden sich am Abend mit wahnwitzigen Verlusten wieder. Zunächst startete der Dax stabil, doch dann stürzte der Wert dieser 30 Unternehmen an der Frankfurter Börse innerhalb kürzester Zeit um sieben Prozent ein. Am Abend erholte sich der Kurs wieder. Anleger verloren Milliarden Euro, aber war es vielleicht mehr als Glück und Pech?

„Dieser Dienstag war der bewegteste Tag, den der Dax je gesehen hat “, sagt Thomas Heidorn, Professor für Bankbetriebslehre und Investmentbanking an der Frankfurt School of Finance and Management. „So was hat noch nie einer gesehen. Ich konnte es nicht glauben.“ Dass es so starke Kursausschläge geben konnte, daran sind neben der hohen Staatsverschuldung und der Eurokrise vor allem auch vollautomatisierte Systeme im Aktienhandel Schuld. Der Hochfrequenz-Computerhandel hat den Pulsschlag der Finanzmärkte in den vergangenen Jahren drastisch nach oben gejagt. So sehr, dass die Börsianer dem Treiben oft nur noch ratlos folgen können und sich fragen: Hat der Computer den Menschen an der Börse entmachtet?

Welche Rolle hat der Mensch, welche Eingriffsmöglichkeiten bleiben ihm, wenn der Aktienhandel von Computerprogrammen gesteuert wird?

Am 9. August hatten vor allem die Kleinanleger das Nachsehen. Sie waren davon abhängig, wann der Bankangestellte den Verkauf abwickelte, und wann der Auftrag beim Zentralcomputer der Frankfurter Börse in Eschborn verbucht wurde. Im ungünstigsten Fall war das am Dienstag um kurz nach halb 11, dem Augenblick des tiefsten Absturzes. Da waren die technisch hochgerüstete Spekulanten deutlich schneller. „Für einen Investor ist das natürlich ultrablöde“, sagt Heidorn. Früher habe man den Kurs des Tages, mit wenigen Abweichungen, noch relativ genau bestimmen können. „Heute ist das ein reines Glücksspiel.“

Während das menschliche Gehirn bis zu 30 Bilder pro Sekunde erfassen kann, kann ein vollautomatisiertes Handelsprogramm im gleichen Zeitraum bis zu 1000 Transaktionen ausführen. An den Aktienmärkten werden deshalb inzwischen schätzungsweise 50 Prozent des Handelsvolumens über diese Systeme abgewickelt. Diese entscheiden dann, was wann und wo gekauft oder verkauft wird. Beim Hochfrequenz-Computerhandel geht es darum, im Millisekundentakt von kleinsten Preisunterschieden zu profitieren. Dazu analysiert das Programm permanent alle möglichen Daten – Kursverläufe, Unternehmenskennzahlen, Bilanzen.

  • 1
  • 2
  • 3
  • nächste Seite »
Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort

zurück zum Dossier
Zu diesem Artikel gibt es
2 Kommentare

Weiterführende Links

Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

Facebooks Börsengang
„Zuckerberg ist ein Hütchenspieler“
Interview mit
Dirk Müller
18.05.2012
Bankenschwindel
Wie aus der Finanz- eine Schuldenkrise gemacht wurde
von
Wilfried Herz
12.05.2012
Wolfgang Schäuble im Portrait
„Die letzte Station ist der Friedhof“
von
Hartmut Palmer
16.03.2012
Josef Ackermann
Zwangsläufig böse - Fazit einer Ära
von
Wolfgang Kaden
04.02.2012
Odysseus und die Wiesel
Wie ein Betrunkener auf dem Heimweg
von
Nils Markwardt
16.01.2012

zum Dossier Finanzmärkte zwischen Sturz- und Höhenflug

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
Neues Dossier anlegen:

Fehler?

"Seitdem wird der Handel an der Wall Street ausgesetzt, wenn Aktien innerhalb von fünf Minuten mehr als zehn Minuten ihres Wertes verlieren."

Zehn Minuten ihres Wertes?

  • Antworten
Andreas Schäfer16.08.2011 | 18:01 Uhr

Danke für den Hinweis!

Ich habe den Fehler soeben behoben.

  • Antworten
Petra Sorge17.08.2011 | 10:49 Uhr

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
  • Meist gelesen
  • Meist kommentiert
24h | letzte Woche | letzter Monat
Die Schweiz Das deutschfeindlichste Land Europas
ZDF-Wutinterview Hooligan Horst und die hohe Kunst der Diplomatie
Republik der Rechthaber Sarrazin, der Euro und die Brüllaffen
heute-show Welkes Spiel mit der Politikverachtung
Facebooks Börsengang „Zuckerberg ist ein Hütchenspieler“
Olaf Scholz Der Macher im Parlament
Louise T. Blouin MacBain Ein erfolgreicher Feldzug durch die Kunstwelt
Die Karriere der Condoleezza Rice Wie schwarz ist Condi?
Chronist der Massenkultur Gurskys schöne teure Welt
"Die Gegensätze sind viel zu groß"
Claus Kleber Selbstdemontage eines Nachrichtenstars
Merkel-Projekt Was macht die Bundeskanzlerin heute?
Merkels Europapolitik Die Kanzlerin hat verloren
Hans-Olaf Henkel „Wir brauchen ein Fukushima beim Euro“
Urheberrecht und Lobbyisten Die Copyright-Kriege
24h | letzte Woche | letzter Monat
Die Schweiz Das deutschfeindlichste Land Europas
Springer-Ehrenpreis Wie Ayaan Hirsi Ali Breiviks Massenmord erklärt
Verwilderung der Sitten Fußball als Kampfsport
Megaupload Falsche Märtyrer, die Piraten und ein Nazivergleich
Facebooks Börsengang „Zuckerberg ist ein Hütchenspieler“
heute-show Welkes Spiel mit der Politikverachtung
Claus Kleber Selbstdemontage eines Nachrichtenstars
Republik der Rechthaber Sarrazin, der Euro und die Brüllaffen
Matussek und die Katholiken „Diese Verblödung war unerträglich“
Die Schweiz Das deutschfeindlichste Land Europas
heute-show Welkes Spiel mit der Politikverachtung
Die Emanzipation ? ein Irrtum?
Claus Kleber Selbstdemontage eines Nachrichtenstars
Gedicht zum Israel-Iran-Konflikt Was spricht in Günter Grass?
Piraten Digital naiv, neoliberal und gefährlich
Anzeige

DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Eric Bonse - Lost in EUrope
Ratlos in Camp David

Wie kann man die Eurokrise eindämmen, ohne dass es noch mehr kostet? Und wie kann man die …

zum Blogeintrag
Merkel, Kanzlerin, bissig, Gebiss, Jugend forscht Mundwasser
Dossier

Merkel, ihre Männer und die Macht

zum Dossier

Frage des Tages

Wie teuer wird der Abzug?
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage
Euro, Krise, ratingagenturen, Tod des Euros, AAA+, Herabstufung
Dossier

Des Euros letztes Stündlein?

zum Dossier

Bildergalerie

WIM WENDERS - PLACES, STRANGE AND QUIET

WIM WENDERS - PLACES, STRANGE AND QUIET
zur Bildergalerie

Thema der Woche

Merkel, ihre Männer und die Macht
zum Dossier

Die Mai-Ausgabe jetzt am Kiosk

Moral-Standort Deutschland
Republik der Rechthaber

Ziemlich beste Feinde
Das FDP-Fernduell Lindner gegen Rösler

Leseprobe
Inhaltsverzeichnis
Hier bestellen

Anzeige
Video

Merkel und Hollande - Wie steht es um die deutsch-französische Harmonie?

Video
alle Videos
Merkel-
Projekt

Was macht
Angela Merkel heute?
Anzeige
Add to Google

Anzeige

© Cicero 2012
  • Impressum
  • Nutzungsbedigungen
  • Stellenangebote
  • Weitere Titel des Ringier Verlags: Monopol - Magazin für Kunst und Leben