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 > „Es war wie bei Honecker“

Kapital

Schicksal der Schlecker-Frauen„Es war wie bei Honecker“

Von Karoline Kuhla28. Juli 2012
picture alliance
Schlecker-Frauen,Schlecker-Pleite,Anton Schlecker,Proteste,Demonstrationen,Ver.di
Mittlerweile sitzen viele Schlecker-Frauen auf der Straße
Schrift:

Ihre Firma ist insolvent. Die Kunden kaufen ihre Toilettenartikel jetzt woanders. Doch wer sind eigentlich die Schlecker-Frauen, die in aller Munde waren? Cicero Online zeigt vier Gesichter hinter der Unternehmenspleite

Seite 1 von 2

Zehn Jahre hat Anja Reichstein (41) bei Schlecker gearbeitet:

„Ich habe die Nachricht, dass Schlecker insolvent ist, aus dem Fernsehen erfahren. Zum Glück hat mein Sohn einen Boxsack, den habe ich dann attackiert. Ich war richtig sauer: Selbst wir wussten von Läden, die keinen Umsatz bringen – das müssen die da oben doch erst recht gewusst haben! Danach habe ich abgeschaltet: einfach arbeiten, arbeiten, arbeiten. Ich war enttäuscht, dass viele Kollegen gleich abgesprungen sind.

Der Rest muss die Stange halten – das ist eine Scheißsituation, machen wir uns mal nichts vor. Als wir unseren Laden endgültig zugemacht haben, mussten wir uns Taschentücher mitnehmen. Und was soll ich dann zu Hause mit der ganzen Zeit? Ich bin ein Wuselmensch, ich muss was zu tun haben. Deshalb werde ich meine Prüfung zur Einzelhandelsverkäuferin nachholen und wünsche mir einen soliden Arbeitsplatz. Es war schon die Hölle.“

 

Cornelia Bieski (36) hat sich in ihren 17 Jahren bei Schlecker immer mit ihrer Arbeit identifiziert, zuletzt als Filialleiterin:

„Als vergangenes Jahr die normalen Waren wie Klopapier fehlten, wussten wir, dass etwas im Argen ist. Viele sagen heute, die da oben seien schuld. Ich denke, jeder hat seinen Teil dazu beigetragen: Herr Schlecker, die Direktoren und auch die Mitarbeiter. Teilweise war es schon erschreckend, wie manche Filialen aussahen.

Ich habe die Filiale immer als meinen Laden gesehen. Sogar meine Töchter und mein Mann kamen zum Wischen, als es einen Wasserschaden gab. Wir waren eine kleine Schlecker-Familie. Wenn Schlecker doch weitermachen könnte, wäre ich als Erste wieder da. Bei den Umschulungsvorschlägen der Politik könnte mir die Hutschnur platzen. Ich gehe die Zukunft ruhig an, habe aber Angst, dass ich in einen Beruf gedrängt werde, in dem ich nicht glücklich werde.“ 

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Bitte Titel ändern "Honni" schämt sich dafür

"Es war wie bei Honecker" was für eine Überschrift. Man kann ja von Honecker halten was man will aber diese Überschrift hat er nicht verdient !

Mona Frias

Zitat

-Mit ihm war es wie zu DDR-Zeiten mit Honni: Wenn Schlecker kam, wurden die Buden aufgeräumt.-

Zitatende

Was ist das für eine Aussage ?!? Wenn ich mein Laden "nur" Sauber mache wenn der Chef kommt spricht das wohl Bände. Das ist ein wichtiger Grund warum ich da geschätzte 15 Jahre nicht mehr eingekauft habe.
Ich kann auch nicht verstehen das Betriebsräte/Ladenbesitzer nicht mitbekommen haben/wollten das es Lieferschwierigkeiten gibt und da mal nach den Grund zu suchen. Es ist ein eindeutiges Zeichen wenn es Lieferprobleme gibt ist mein Chef nicht mehr Solvenz. Da sollten bei jeden Arbeitgeber die Alarmglocken angehen und man sollte sich schonmal um ALternativen umsehen. Ich bin kein FDP Wähler aber das sie diesen Laden in die Pleite geschickt haben fand ich sehr gut! Alle Jammern aber anstatt darin ein Chance zu sehen ein eigenen Drogeriemarkt aufzumachen (gerade im ländlichen Gebiet) sieht keiner.

PS: Bitte nicht auf Bildniveau absteigen indem man so Worte wie Schlecker-Frauen nutzt.

Cu

John Doe

  • Antworten
John Doe30.07.2012 | 13:34 Uhr

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