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 > Brüssel hat geliefert - nun ist die EZB an der Reihe

Kapital

Europa 2.0Brüssel hat geliefert - nun ist die EZB an der Reihe

Von Eric Bonse10. Dezember 2011
picture alliance
Mario Draghi, EZB, Euro, Groß Britannien, EU-Gipfel
Der Euro 2.0 ist da - und nun?
Schrift:

Der Euro 2.0 ist da. Die Währungsunion rückt enger zusammen - ganz so, wie Merkel es wollte. Doch die Schuldenkrise ist damit noch lange nicht überwunden

Seite 1 von 3

Wer hätte das gedacht? Aus der Eurokrise wurde quasi über Nacht der „Euro 2.0“ geboren. Fast auf den Tag genau zwanzig Jahre nach dem Maastricht-Vertrag, der den Grundstein für die Währungsunion legte, haben die 17 Euroländer die Basis für eine neue Stabilitätsgemeinschaft oder - so wird sie auch genannt -  eine Fiskalunion gelegt. Wie damals standen Deutschland und Frankreich Pate, wie damals bleibt Großbritannien außen vor.

Das ist zwar ärgerlich, muss aber nicht zu einer Spaltung Europas führen, da alle anderen EU-Länder ihre Bereitschaft bekundet haben, mitzuziehen. Auch jene, die vor dem Gipfel ein deutsch-französisches „Diktat“ kritisierten, lenkten ein. Da darf man schon einmal ein bißchen stolz sein. Kanzlerin Angela Merkel machte aus ihrer Freude denn auch kein Geheimnis. Von einem „Durchbruch“ sprach sie nach dem Brüsseler Krisengipfel. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy nannte die Ergebnisse sogar historisch.

Allerdings hat auch der neue Euro 2.0 nicht alle Geburtsfehler der alten Gemeinschaftswährung beseitigt. Er ruht zwar auf einem neuen, festeren Bekenntnis zu mehr Disziplin. Neben der Schuldenbremse nach deutschem Vorbild wird auch ein strikte Budgetkontrolle eingeführt. Von einer Politischen Union ist der neue Euro-Club jedoch genauso weit entfernt wie von einer Wirtschaftsunion. Die Wirtschaftspolitik bleibt nationale Sache, daran dürften auch die nun geplanten monatlichen Treffen der Euro-Chefs wenig ändern.

Selbst die Fiskalunion steht auf wackeligen Füssen. Denn gemeinsame Steuern sind ebenso wenig geplant wie ein größeres EU-Budget. Mit einem Prozent der Wirtschaftsleistung bleibt die Gemeinschaftskasse viel zu klein, um etwas zu bewegen. Nicht einmal eine Strategie zur Schuldentilgung wurde entworfen, wie sie die deutschen Wirtschaftsweisen nachdrücklich empfohlen haben. Ohne klare Strategie dürfte die Konsolidierung aber lange dauern, zumal die Schuldenbremse erst mit einiger Verzögerung wirkt.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, wieso die Berliner Opposition Recht hat mit ihrer These von einer Sanktionsgemeinschaft

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Sie führen Europa als wäre sie Ihre erwachsenwerdende Tochter und Sie Frau Merkel stellen sie auf, als wäre es Ihre Tochter. Wieviele Jahrtausende hat die heranreifende Europa in den einzelnen Ländern Ihre Kindheit verbracht und das ist es auch, was Ihr Zauber und Ausstrahlung verleiht. Diese Dynamik mit welcher Sie auftritt und einen hypnotisiert, beinah den Atem nimmt. Auf jeder Bühne den souveränen Eindruck hinterlässt, welcher Ihr von Haus aus zusteht. Ich liebe Sie...

  • Antworten
plüschio10.12.2011 | 11:22 Uhr

Eine erstaunliche Regel

Offenbar geht es nicht anders als mit kleinen Schritten. Wer dies kritisiert sollte einmal einen professionellen Bergsteiger fragen. Er wird jedem sagen, der es wissen will: Je höher der Gipfel ist umso langsamer muß er ihn mit kleinen Schritte angehen. Nicht der schnell kletternde Bergsteiger erreicht den Gipfel, sondern der ausdauernde den Gipfel nicht aus dem Auge verlierende Kletterer kommt oben an.

Das Erstaunlichste dabei ist wie schnell er, trotz kleiner Schritte, einen langen Weg zurücklegen kann. Jeder gute Bergsteiger kennt das. Nicht umsonst gilt die Regel: Man überschätzt oft was man in kürzester Zeit schaffen kann, aber man unterschätzt, was man in längerer Zeit erreichen kann.

  • Antworten
Heinz Pelzer10.12.2011 | 11:26 Uhr

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