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Web 2.0, iPhone 3G – die Netzwelt verändert sich rasant. Mit der fortschreitenden Vernetzung des Globus sind immer mehr Informationen verfügbar, rund um die Uhr und beinahe in Echtzeit. Das hat auch Auswirkungen auf die Medienlandschaft. Zum einen, so lautet die positive Botschaft, können wir uns immer einfacher informieren und ganz basisdemokratisch mitmischen: in Blogs, Videoportalen oder Diskussionsforen. Doch auch mahnende Stimmen gibt es: Zusehends sind wir einer steigenden Informationsflut regelrecht ausgeliefert und können immer schwerer zwischen Fakt und Fabrikation unterscheiden. "Was als ein Strom nützlicher Informationen begann, hat sich inzwischen in eine Sturzflut verwandelt", so der amerikanische Medienkritiker Neil Postman. Es ist daher auch keine Überraschung, dass viele Universitäten Seiten wie die Mitmach-Enzyklopädie Wikipedia inzwischen aus dem Kanon zulässiger Quellen verbannt haben.
Angetrieben von sinkenden Print-Auflagen und Zuschauerzahlen setzen immer mehr klassische Medien auf das Internet – und auf neue Werbeeinnahmen. Neue Konzepte wie etwa der Bürgerjournalismus per Handykamera werden abwechselnd gefeiert und verdammt. Es stellt sich die Frage: was zählt eigentlich alles zu diesen "neuen Medien"? Und wie sollen wir mit ihnen umgehen? Ganz konkret scheint jedoch die Feststellung vieler Experten, dass es keine Rückkehr in die klassische Informationswelt ohne Internet mehr geben wird oder geben sollte. Oder, wie der Vorstandsvorsitzende des Verlagshauses Gruner + Jahr feststellt: "Es geht nicht darum, Papier mit Farbe zu bedrucken, sondern mit Ideen, Informationen, Rat und Inspirationen das Leben der Menschen zu bereichern."
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