Politik am Pranger
Wie Medienmacht und Elitenverachtung die Demokratie gefährden

Die BUCH-SEITE
Über Autoren, die etwas zu sagen haben, und Bücher, die es sich zu lesen lohnt
„Der Tod war das schönste Erlebnis“
Der europäische Mensch habe mit seinem Begriff des barmherzigen Gottes eine unglaubliche Pest in die Welt gesetzt, sagt der ungarische Autor Péter Nádas im CICERO-Interview über Gottesfurcht, den Tod und seinen neuen Roman "Parallelgeschichten"
zum ArtikelKlopskörper in Kardinalskutte
Thomas Bernhards „Alte Meister“ in einer Comic-Fassung? Dem Zeichner Nicolas Mahler gelingt das mit Bravour. Er eröffnet damit die erste Comic-Reihe des ehrwürdigen Suhrkamp Verlags.
zum ArtikelFelicitas Hoppe erfindet sich ein neues Leben
Die Schriftstellerin Felicitas Hoppe hat genug von fremden Geschichten und widmet sich deshalb nun ihrer eigenen. Statt aber einfach eine schlichte Autobiografie zu veröffentlichen, erfindet sie ihre Lebensgeschichte lieber neu
zum ArtikelDer Spieler
Apokalypse jetzt! Roberto Bolaño lässt das Dritte Reich in seinem Roman noch einmal enden
zum ArtikelWodka, Ecstasy und Mayonnaise
Wodka, Ecstasy und Mayonnaise: Je ruppiger das Leben, desto deftiger der Konsum. Einen Einblick in das kulinarische Leben der Russen eröffnet die Gourmet-Kennerin Kerstin Holm
zum ArtikelZwischen Hitler und Hollywood
Zwei Diven, zwei Welten: Karin Wielands Doppelbiografie von Leni Riefenstahl und Marlene Dietrich
zum ArtikelEine undomestizierte Pinocchia
Die hochgelobte Autorin hat einen neuen Roman geschrieben. Er heißt schlicht "Hoppe" und ist eine Autobiographie, die nur bedingt etwas mit Realien zu tun hat. Es gibt wieder Wirklichkeiten zweiter, dritte und vierter Ordnung - und eine entscheidende ästhetische Entwicklung
zum ArtikelLoyal bis hin zu Verrat und Mord
Ein Meisterdieb aus Bagdad gerät im neuen Roman von Sherko Fatah unter die NS-Schlächter im Warschauer Aufstand. Eine Rezension
zum ArtikelErinnerungen an die Kindheit in Zagreb
Bora Ćosić erzählt voller Sinnlichkeit und durchaus nicht ohne Selbstironie von seiner Kindheit im Zagreb der dreißiger Jahre. Eine Rezension seines Buches „Eine kurze Kindheit in Agram“
zum ArtikelLyrik auf dem Weg ins Versicherungsbüro
Das Paradies auf Erden zu schaffen, ist eine enorme Aufgabe für die Poesie. Wallace Stevens, Vizepräsident einer amerikanischen Versicherungsgesellschaft und daneben einer der wortgewaltigsten Dichter der USA, ist dies im vergangenen Jahrhundert bewundernswert gelungen
zum ArtikelFruchtbarer Boden vor Privatbesitz
Es war einmal der Wilde Westen. Der amerikanische Lyriker Gary Snyder zeigt, wie die schier grenzenlose und fruchtbare Natur das Denken seiner Landsleute geprägt hat. Und unterbreitet einen überraschend konkreten Vorschlag zur Rettung unserer bedrohten Umwelt
zum ArtikelWie ein Betrunkener auf dem Heimweg
Einiges kann niemand verstehen, anderes aber jedes Kind: Der Philosoph und Fondsmanager Georg von Wallwitz hat ein ebenso informiertes wie amüsantes Buch über die Finanzmärkte geschrieben
zum ArtikelAuch der Paranoiker hat Feinde
Karl-Heinz Ott hat einen mitreißend poetischen Roman über das geniale Scheusal Jean-Jacques Rousseau geschrieben
zum ArtikelSchwärmen, Irren, Seufzen und Eifern
In Jeffrey Eugenides’ Roman „Die Liebeshandlung“ wird eine schon totgesagte Erzählform wieder quicklebendig: der viktorianische Liebesroman. Eine Rezension
zum ArtikelFutter für die Dinomania
Zwitter zwischen Natur und Technik: In Alexis Dworskys „Dinosaurier! Die Kulturgeschichte“ gelten die prähistorischen Echsen als Schlüsselfigur unserer Kulturgeschichte
zum ArtikelDas Wunder
Tunguska, Sibirien, 1908: Ein gleißendes Licht, Bäume knicken um wie Streichhölzer. Für Michael Hampe eine Parabel: Was ist, so fragt er, die Natur?
zum Artikel"Ich bin ein Suchtmensch"
Ein Gespräch mit dem Opern- und Theaterregisseur Hans Neuenfels. Übers Trinken, über Sexualität und das Fremdgehen in einer Theaterehe, über Klaus Maria Brandauer, Probenarbeit und Verbitterung
zum ArtikelSchreiben gegen die Angst vorm Tod
Seit dem Tod seiner Frau steht Julian Barnes für Interviews nicht mehr zur Verfügung. Aber er schreibt. Denn er hat eine Hoffnung
zum ArtikelDie schlimmste Reise der Welt
Was treibt Menschen ins Eis? Wie glaubhaft sind die Berichte derer, die dort zu Helden geworden sind? Vor 100 Jahren pflanzte Roald Amundsen seine Flagge am Südpol. Vom Überleben im Extrembereich
zum ArtikelUnendlicher Spaß
Ist es eine große Herausforderung für ein Paar, wenn es seine Bibliotheken zusammenlegen will? Zu Besuch bei der Berliner Literaturagentin Karin Graf und dem Lyriker und Kulturmanager Joachim Sartorius
zum ArtikelLaudatio auf Liao Yiwu
Seine Bücher sind in China verboten, das Regime verhaftete ihn als politischen Gegner. Herta Müllers Laudatio auf den chinesischen Dichter und im Exil lebenden Dissidenten Liao Yiwu in ganzer Länge
zum ArtikelZiellosigkeit als Prinzip
Robert Walser war einer der rätselhaftesten Schriftsteller in der neueren Literatur. Kaum ein Autor war derart eng mit seinem Werk verwoben, wie der in Biel geborene Walser. Am ersten Weihnachtsfeiertag jährt sich der Todestag des Schweizers zum 55sten Mal
zum ArtikelDie Sehnsucht nach Halt im Patchwork-Zeitalter
In der zeitgenössischen deutschen Literatur folgt ein Familienroman auf den nächsten. Was in Wirklichkeit verloren geht, bewahrt die Dichtung. Es ist kein Zufall, dass sich Leser und Kritiker heute wieder auf diese klassische Form besinnen
zum ArtikelEin Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Leben und Literatur
Absolut subjektiv: Die Amerikanerin Elif Batuman schreibt über Bücher – und über sich selbst. Ihr eigenes Lese-Glück überträgt sich mühelos auf die Leser ihres Romans. Nur Anton Tschechow muss leider draußen bleiben
Potenzprotzerei unterm Ladentisch
Nach Jahrzehnten der Skandale hat man diesen Mann komplett vergessen. Seine Prosa leuchtet immer noch. Anmerkungen zum 120. Geburtstag des lebensfrohen Henry Miller und ein Seitenblick auf den giftigen Willem Frederik Hermans
zum ArtikelEin Tiefbegabter und andere höchst auffällige Gestalten
Ein größenwahnsinniger Ochsenfrosch, ein Mäusedetektiv, ein reimseliges kleines Wesen – beste Weihnachtslektüre für alle Altersklassen
zum ArtikelMüssen Charlotte und Kevin getrennt lernen?
Erbittert wird hierzulande über die richtige Bildungspolitik gestritten. Der Soziologe Heinz Bude analysiert in „Bildungspanik. Was unsere Gesellschaft spaltet“ die Lage – und bleibt dabei ein Advokat der Mittelschicht
zum ArtikelEin Roman für die iPod-Generation
Douglas Coupland füllt viele Seiten seines neuen Romans „JPod“ mit allerhand Zahlen, Pornos und Datenmüll, um zu zeigen, was im digitalen Leben so abgeht
zum ArtikelDie Bücher der Kritiker zu Weihnachten
Das Fest naht, die Panik steigt: Was soll man nur den Liebsten schenken? Die Zeitschrift LITERATUREN, die in Kooperation mit dem Magazin CICERO erscheint, hilft Ihnen bei der Weihnachtswunschliste: Die Redaktion hat 13 führende Literaturkritiker gefragt, welches Buch 2011 ihr Favorit war.
zum ArtikelOben, unten und retour
Die Schriftstellerin Annett Gröschner ist eine der besten Kennerinnen der Hauptstadt. In ihrem Roman "Walpurgistag" baut sie ihr ein literarisches Denkmal aus irrlichternden, absonderlichen und abenteuerlich normalen Lebensgeschichten
Nachrichten aus der Todeszone
Er war auf dem Mount Everest, am Nord- und am Südpol. Nun hat Reinhold Messner über einen tragischen Polar-Helden geschrieben: Hjalmar Johansen
zum ArtikelWarum wir die Welle schon immer geliebt haben
Ein Fest für Fetischisten und eines der wunderbarsten Sachbücher der letzten Jahrzehnte: Der Museumsdirektor Neil MacGregor erweckt unsere Geschichte zum Leben – anhand von heiligen und profanen Objekten
zum ArtikelDeutsche Jüdin ohne Heimat
Ein Portrait der deutsch-jüdischen Schriftstellerin Viola Roggenkamp, die über 25 Jahre für die Zeit schrieb und zum Gründungsteam der Emma gehörte. Obwohl sie vor über 60 Jahren in Hamburg geboren wurde, ist sie nach langen Reisen immer wieder über die deutschen Verhältnisse schockiert.
zum ArtikelZweihundert Regalmeter Leben
Die Bibliothek des Berliner Kunsthistorikers Horst Bredekamp ist so umfangreich und außergewöhnlich, dass die Steuerbehörde ihm eines Tages einen Besuch abstattete, um zu überprüfen, ob er auch kein Antiquariat betreibe.
zum ArtikelVon sozialistischen Autos, Träumen und Legenden
Ein Unfall, eine Kindsentführung und ein Selbstmord: Miljenko Jergović vervollständigt mit „Wolga, Wolga“ seine historische Auto- und Jugoslawien-Trilogie. Ein grandioser Roman
zum ArtikelWelterkenntnisse am Stammtisch
In den Talkshows und überregionalen Zeitungen wurde es hoch gehandelt: das vom SPD-Duo Peer Steinbrück und Helmut Schmidt vorgelegte Buch „Zug um Zug“. Was steht drin? Und wird es Steinbrücks Kanzlerallüren weiterhelfen? Unser Mittwochskolumnist Alexander Marguier hat das Buch gelesen – mit Entsetzen
zum ArtikelDas Grelle und das Tragische
Die Filme des spanischen Filmemachers Pedro Almodóvar handeln von menschlichen Obsessionen und den letzten Fragen. Pünktlich zum Kinostart seinens jüngsten Films „Die Haut, in der ich wohne“ ist jetzt ein Bildband erschienen, der das ganze Panorama seines faszinierenden Werks eröffnet
zum ArtikelDer Schattenkönig der phantastischen Literatur
Walter Moers hat «Käpt’n Blaubär», «Das kleine Arschloch» und den schreibenden Lindwurm Hildegunst von Mythenmetz erfunden. Sein neuer Roman heißt «Das Labyrinth der Träumenden Bücher». Und darin geht es vor allem um – Literatur
zum Artikel„Ich bin ein Ordnungskasper“
Zu Besuch bei Sibylle Lewitscharoff: Sie bastelt an Wortwahnsystemen und spricht über bulgarische Stalin-Bauten oder trotzkistisches Schwarz-Weiß – und Hans Blumenberg, den Helden ihres jüngsten Romans
zum ArtikelIch liebe, also bin ich
Warum Liebe weh tut? Diese Frage stellt sich die israelische Soziologin Eva Illouz. In ihrem neuen Buch geht sie den Ursachen des Leidens in und an der Liebe in der Moderne nach. Eine wahre, aber deprimierende Ontologie, die uns lehrt: Die romantische Liebe ist ohne Schmerz nicht zu haben.
zum ArtikelEin Sieg für den Eurozentrismus
Der Friedenspreises des Deutschen Buchhandels geht dieses Jahr an den aus Algerien stammenden Romancier Boualem Sansal. Doch die Entscheidung der Jury ist entgegen aller Lobhudelei alles andere als mutig
zum Artikel
Die Kinder der Revolution
Die Demonstranten vom Tahrir kommen nicht zur Ruhe. Denn niemand weiß, wer in Kairo künftig an der Macht sein wird. Die Intellektuellen wirken im Hintergrund. Eine Reportage
zum Artikel„Wir haben die Theorien an die Wand gefahren“
Alle politischen Ideologien sind gescheitert, die Menschheit befindet sich in einem Schwebezustand, sagt Buchautor DBC Pierre. Über seinen neuen Roman und einen Besuch im Gefängnis.
zum Artikel„Schreiben war eine Art zu kämpfen“
Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels geht in diesem Jahr an den algerischen Schriftsteller Boualem Sansal. Anlässlich der Frankfurter Buchmesse veröffentlicht CICERO ONLINE ein Interview mit dem Laureaten. Die Verleihung findet am Sonntag in der Frankfurter Paulskirche statt.
zum ArtikelElkes Himmelfahrt
Deutschlands bekannteste Literaturkritikerin war vor kurzem eine Weile tot. Sie hätte das Paradies haben können – und entschied sich doch für einen Besuch der Frankfurter Buchmesse
zum ArtikelHier leben die Löwen
Von besonderen Menschen und wilden Tieren, vom Glauben, Denken und Erkennen: Sibylle Lewitscharoff erschließt ihren Lesern auch in ihrem jüngsten Werk "Blumenberg" neue Wirklichkeits-Dimensionen
zum ArtikelWo bleibt die Literatur über die Elenden?
Das Versprechen, im Himmelreich werde alles gut, gilt nicht mehr. Arme und Reiche gibt es hienieden nach wie vor. Aber wo ist die Literatur, die das Bild der Armut in unseren reichen Gesellschaften zeichnet?
zum ArtikelUnd unten die Wahrheit
Thomas Melle hat einen großen Roman geschrieben. "Sickster" erzählt die Geschichte einer Generation, die nicht erwachsen werden darf
zum ArtikelDer Untergang des Abendlands
Klimawandel, Finanzkrise, Staatspleiten in Europa - es herrscht Endzeitstimmung im Abendland. Niall Ferguson hat ein Buch über Weltmächte und deren Untergang geschrieben. Er wirft dabei eine Frage auf, die uns beschäftigen wird
zum ArtikelKrach, Kloß und Kommunismus
Eugen Ruge hat für seinen Debüt-Roman "In Zeiten des abnehmenden Lichts" den deutschen Buchpreis 2011 erhalten. Das Buch ist eine deftige Burleske über eine DDR-Musterfamilie
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