Netzgemeinde? Digitaler Graben, gesellschaftliche Kluft? Unfug - tatsächlich handelt es sich…

Bringt Papst Franziskus den Wandel?
Papst Franziskus ist der erste Lateinamerikaner und der erste Jesuit in diesem Amt. Vor ihm steht eine große Aufgabe: Er muss gegen die Korruption im Vatikan vorgehen; Kritiker erwarten von Jorge Mario Bergoglio aber auch, die katholische Kirche grundsätzlich zu reformieren. Wird er ein Papst des Wandels oder der Beharrung?
Avantgardist der Stille
Sein Leben lang spürte Josef Ratzinger der Stille nach. In einer Welt der Alphatiere, des pausenlosen Geredes und der Bilderfluten - auch seinen 86. Geburtstag wird er in diesem Sinne verbringen.
Was Papst Franziskus wirklich will
Während Benedikt XVI. ein Meister des Denkens, der Theorie war, setzt der Nachfolger Papst Franziskus seinen missionarischen Hoffnungen stärker auf die Volksfrömmigkeit. Die Ökumene oder die westliche Reformagenda berührt all dies nicht
Abschied eines seltsamen Heiligen
Er hat sie alle überrascht: Niemand rechnete damit, dass Benedikt XVI. zurücktreten würde. Abermals zeigt Joseph Ratzinger sich als Nonkonformist des Denkens und notorischer Querkopf. Was wird bleiben von einem Pontifikat der Widersprüche?
Zwischen Widerstand und Komplizenschaft
Vier von zehn Katholiken leben in Lateinamerika. Doch welche Rolle hat die Amtskirche auf diesem Kontinent? Das Verhältnis zur eigenen Vergangenheit ist noch lange nicht aufgearbeitet, wie die Diskussion um Bergoglios mögliche Verstrickung in die argentinische Militärjunta zeigt
„Reformen sind überfällig”
Welche Impulse sollten von Franziskus' Pontifikat ausgehen? Ein Gespräch mit dem kirchenkritischen Theologen Hans Küng
Wofür steht der Orden?
Franziskus ist der erste Jesuit im Papstamt. Die katholische Ordensgemeinschaft Gesellschaft Jesu ist eine wichtige Stütze der katholischen Kirche. Doch wofür genau steht sie? Außerdem: Was hat es mit der lateinamerikanischen Befreiungstheologie auf sich?
„Er braucht den Beistand der Gläubigen“
Ulrich Nersinger weiß alles über Geschichte und Gegenwart im Vatikan. Ein Gespräch über den unorthodoxen ersten Auftritt des neuen Papstes, seinen selbstgewählten Namen und die schönste Papstanekdote der Kirchengeschichte
„Wir müssen die Menschen suchen“
Seit Mittwochabend hat die katholische Weltkirche mit ihren 1,2 Milliarden Gläubigen wieder ein neues Oberhaupt. Der Argentinier Jorge Mario Bergoglio verspricht Wandel im Vatikan. Ob er auch der Weltkirche Reformen bringt, bleibt abzuwarten. Menschennah und bescheiden stellte er sich vor
„Deutsche Probleme werden keine Rolle mehr spielen”
Der Berliner Weihbischof Matthias Heinrich war überrascht von der Papstwahl – und rechnet damit, dass Franziskus die Kirche ein Stück entweltlicht
Was kommt auf Franziskus zu?
Vatileaks-Skandal und Kirchenaustritte: Franziskus übernimmt das Pontifikat in einer schwierigen Zeit. Was erwartet ihn?
Das Nichts, in Girlanden gewickelt
Die Wahl des neuen Papstes Franziskus zeigt, wie Medien heiß laufen, obwohl sie fast nichts wissen – und das Nichts in Worte hüllen müssen
„Die Ökumene muss entwickelt werden”
Der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber trennt die Größe von den Grenzen des deutschen Papstes. Sein Nachfolger sollte eine neue ökumenische Sicht entwickeln
Drei Eigenschaften braucht der neue Papst
Machtbewusstsein, Weltläufigkeit und Mut: Diese drei Eigenschaften wird der nächste Papst brauchen, um die katholische Kirche mit Erfolg ins 21. Jahrhundert zu führen
Abgang eines Rebellen
Benedikt XVI. wird heute Abend nicht mehr Papst sein. Sein selbstbestimmter Abgang in die Stille zeigt einmal mehr: Hier war das Rebellentum Programm, hier saß ein Nonkonformist auf dem Papststuhl. Ein Kommentar von Cicero-Salonchef Alexander Kissler
Der Papst tritt ab – na und?!
Die Zeitungen überschlagen sich mit Lobeshymnen auf den scheidenden Papst. Warum eigentlich? Mit der Lebenswirklichkeit der Menschen hat all das nichts zu tun
„Eine neue Sicht auch auf die Sexualität“
Die Kirche sollte endlich in der Moderne ankommen, fordert das kritische Katholikennetzwerk „Wir sind Kirche“. Wie der Rücktritt des Papstes für eine grundlegende Reform genutzt werden könnte, erklärt Magnus Lux, Bundessprecher der Kirchenvolksbewegung
Der Papst der Freundschaft
Papst Benedikt XVI. verpasste es in seinem Pontifikat zwar, wichtige aktuelle Probleme zu lösen. In einer Zeit der Anonymität und der Sexualität prägte jedoch der Gedanke an die Freundschaft sein Denken. Damit hinterlässt Benedikt ein wichtiges Erbe
„Der Rücktritt ist die Revolution seiner Amtszeit“
Joseph Ratzinger war in seinem knapp achtjährigen Pontifikat ein Konservativer im wahrsten Sinne des Wortes. Als solcher war er gewählt worden und nichts anderes hatte man von ihm erwartet. Mit seinem überraschenden Rücktritt entwächst er erstmals diesem Image
Wie geht es jetzt weiter?
Der Rücktritt Benedikt XVI. kam überraschend – doch über Nachfolger wird schon spekuliert.
Er geht leise und ohne auf Applaus zu schielen
Unkonventionell, glaubensstark, rätselhaft: Joseph Ratzinger bleibt sich treu bis zuletzt. Nie war er ein stärkerer Zeitgenosse der Moderne als im Augenblick seines angekündigten Rücktritts
„Ich muss mein Unvermögen erkennen“
Der Papst wird am 28. Februar zurücktreten. Er habe nicht mehr genug Kraft für das Amt, erklärte Joseph Ratzinger überraschend in Rom. Die Rede im Wortlaut
FC Islam gegen VfB Katholische Kirche
Gestern Abend bei Maischberger: Gesinnungstaliban jeder Couleur debattieren darüber, ob die Salafisten nun kommen oder nicht. Auf diesem Niveau hat der Kulturkampf zwischen Christen und Moslems keine Verlängerung verdient
Wie christlich sind wir wirklich?
Bundeskanzlerin Angela Merkel weiß ihre Religiosität gut zu verstecken und Politiker, die sich zum Glauben bekennen, wirken merkwürdig. Warum tun wir uns so schwer mit dem Christentum, fragt Wulf Schmiese in seiner Mittwochskolumne
Mission Klartext
Die Reise von Benedikt XVI. war eine Provokation – zum Glück. Und die größte Provokation, gegen die eigene Kirche, hob er sich bis zum Schluss der Reise auf.
Enttäuschte der Papst die Protestanten?
Die Erwartungen der Evangelischen an den Papst waren hoch. Doch dieser erfüllte die Hoffnungen zum großen Teil nicht.
Der Papst der kleinen Schritte
Der Besuch von Papst Benedikt XVI. im Bundestag und im Berliner Olympiastadium ist von heftigen Protesten begleitet worden. Dabei haben sich Ängste, dass er mit seiner Parlamentsrede die Trennung von Kirche und Staat aufweichen könnte, nicht bestätigt. Vielleicht könnte sein Besuch ein weiterer Mini-Schritt zu mehr Öffnung der katholischen Kirche werden.
Vater unser, wohin führst du dein Volk?
Die katholische Kirche steht vor einer der größten Herausforderungen ihrer Geschichte: In der nördlichen Hemisphäre gehen ihr Einfluss und ihre Bindekraft verloren, während sie im globalen Süden wächst und gedeiht. Aber der Glaube allein hält die größte religiöse Gemeinschaft der Welt immer weniger zusammen. Ein Porträt Benedikts XVI.
Gegenstimme zu Karl Marx
Das Papsttum ist eine der ältesten noch existierenden Institutionen, ein Exempel für Kontinutität von Formen von der Spätantike bis in die Gegenwart. Die päpstliche Autarkie, sie wirkt wie eine hartnäckige Gegenstimme zur Formel von Karl Marx, denn nein, noch ist nicht alles Heilige entweiht. Ein Kommentar
Fenster zu! Der Papst kommt
Heiliger Vater, es ist so weit! Der Papst kommt nach Berlin. Sicher? In Wirklichkeit besucht er eine ganz andere Stadt, als die, die er sieht – eine mehrfach geteilte Metropole, im Nichtglauben vereint.
Aber den Papst liebe ich nicht
Wenn der Papst einen Furz tut, blickt alle Welt nach Rom. Über das Amt des Papstes, das man achten, aber nicht lieben muss und über die magische Überschätzung des Papsttums.
Angst vor dem Schisma
Der Papst stößt in Deutschland auf eine gespaltene Herde. Während die ältere Generation Reformpapiere aus den Siebzigern diskutiert, entdecken Jüngere den katholischen Markenkern für sich.
Wie verlief die Papstvisite in Madrid?
Kurze Schauer gingen über der spanischen Hauptstadt nieder. Das passte zur durchwachsenen Stimmung in der Metropole, in deren City am Vorabend einige tausend Papstgegner und Kirchenanhänger heftig aneinander geraten waren und die Weltjugendtags-Idylle gestört hatten.
Der Papst und die Kondome
Mit seinem Interviewband „Licht der Welt“ führt Papst Benedikt XVI. die Bestsellerlisten an. Die Präservativoffensive, die er darin gestartet hat, mutet jedoch nur auf den ersten Blick historisch an. Denn an der Doktrin der katholischen Kirche hat sich rein gar nichts geändert.
„Der Papst ist nicht der Pressereferent der Kirche“
Vor fünf Jahren wurde Joseph Ratzinger zum Papst gewählt. Die Skandale um den Holocaust-Leugner Richard Williamson und die Missbrauchsfälle überschatten das Pontifikats Benedikt XVI. Cicero Online sprach darüber mit Nathanael Liminski, dem Sprecher des katholischen Jugendnetzwerkes „Generation Benedikt“. Deren Einschätzung: Die Kirche hat vor allem ein Problem mit ihrer Außendarstellung.
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