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Salon

Öffentlich-rechtliches TVRechts blind, sonst platt

Von Petra Sorge22. November 2012
picture alliance
Multikulti tötet,Rechtsextremismus,Fremdenfeindlichkeit,Neonazis,Graffiti,Rechtsradikalismus
Fremdenfeindliches Graffito in Loitz im Landkreis Vorpommern-Greifswald
Schrift:

Die Medien schaffen es nicht, über den NSU-Tellerrand hinaus in die Welt des tagtäglichen Rechtsextremismus zu blicken. Besonders empörend: das Versagen des gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Fernsehens. Es ist Zeit für eine Gesetzesänderung

Seite 1 von 2

In der Talkshow von Günther Jauch verdeckt Thomas Kuban seine Augen mit einer Sonnenbrille. Der Rollkragen ist bis unters Kinn, die Mütze bis tief in die Stirn gezogen. Kubans Name ist nur ein Pseudonym, denn im Netz kursieren Morddrohungen gegen ihn. Der Journalist taucht regelmäßig in den rechtsradikalen Untergrund ab. Er hat sich in Szenekonzerte eingeschlichen, hat Hetz-Lieder und Hitler-Grüße mit einer Knopflochkamera gefilmt.

Kuban hätte viel zu erzählen. Aber er dient nur als Stichwortgeber kurz nach Beginn der Sendung. Dann hat Jauch ihn abgehandelt. Nicht mehr als ein paar Minuten für jenen Journalisten, der vier Jahre lang für seinen Film „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“ recherchierte. Es ist eine schockierende Dokumentation, die eine hasserfüllte Parallelwelt zeigt.

Kuban hatte in dieser Zeit immer wieder bei ARD und ZDF um Unterstützung gebeten, bei Arte, dem WDR. Nichts. Keine einzige öffentlich-rechtliche Anstalt wollte sein einzigartiges Projekt finanzieren – übrigens auch nicht die Filmförderungen der Länder, die politischen Stiftungen oder die Amadeu-Antonio-Stiftung. Als Kuban, hochverschuldet und gegen alle Widerstände, seinen Film doch noch verwirklichte und in diesem Jahr zur Berlinale präsentierte, standen die selben Leute, die ihm vorher eine Absage erteilt hatten, plötzlich für Interviews Schlange. Für kostenfreie, versteht sich.

Aber all das interessiert Günther Jauch nur wenig. Denn obwohl die Sendung vom 28. Oktober titelt „Deutscher Hass – wie tief ist der Neonazi-Sumpf?“, geht es eigentlich um etwas ganz anderes: das NSU-Killertrio. Ein Thema mit Gänsehautfaktor – und Quotengarantie. Der Zuschauer darf sich 60 Minuten lang über das Versagen der Behörden empören, aber es bleibt ihm erspart, sich über seine eigene Alltagswelt Gedanken zu machen. Zweifel, gar Betroffenheit? Fehlanzeige.

ARD-Chefredakteur Thomas Baumann zitierte die Jauch-Sendung jüngst als gutes Beispiel dafür, wie standhaft sein Sender über den Rechtsextremismus berichte. Dabei zeigt dieser Talk: Während die Medien sich gerade mit Berichten zum NSU-Jahrestag oder zum anstehenden Prozess gegen Beate Zschäpe heiß laufen, sind Beiträge über den strukturellen Rechtsradikalismus gering. „Man betrachtet den NSU als separaten Komplex, zieht aber keinesfalls Schlüsse über das verbindende Element zur Gesamtgesellschaft“,  sagt die Rechtsextremismus-Expertin Marion Kraske. Dabei befinde sich die gefährdende Ideologie des NSU nicht nur außerhalb der Gesamtgesellschaft, sondern ist ein Teil von ihr.

Gerade erst hat die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung dazu eindrucksvolle Zahlen geliefert. Neun Prozent der Deutschen haben demnach ein geschlossenes rechtsextremes Weltbild. In Ostdeutschland sind es sogar 15,8 Prozent – ein Anstieg von 5,3 seit dem Jahr 2010.

Doch irgendwie haben sich die Medien zu diesem Thema leergelaufen. NSU, ab und zu eine tagesaktuelle Empörungswelle, wenn eine neue Studie erscheint, und das war’s. Rechtsradikalismus? Zu abgedroschen, zu teuer, heißt es dann in vielen Redaktionen. Oder: Das bringt keine Quote.

Sicher, es ist leicht, von Berlin aus diesen Zustand anzuprangern, auch für Cicero Online. Und ja, gibt sie, die kleinen Inseln mutiger Berichterstattung. Gerade erst hat die Lausitzer Rundschau etwa den Zivilcourage-Preis vom Förderkreis „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“ und der Jüdischen Gemeinde erhalten. Die Provinzzeitung hatte Biss gezeigt, immer wieder über die braune Szene in der brandenburgischen Stadt Spremberg berichtet. Daraufhin geriet sie selbst ins Visier: Neonazis beschmierten Redaktionsräume mit Parolen und Tier-Eingeweiden; ein anderes Mal hinterließen sie an dem Haus Aufkleber mit Drohbotschaften.

Dass ein privatwirtschaftlicher Verlag, dessen Branche gerade tief in der Krise steckt, einen derart langen Atem aufweist, ist selten und bewundernswert. Denn Medienberichterstattung interessiert sich in der Regel für das Handeln von Eliten, und dabei vor allem für deren Dissens – Zoff unter Promis, kurz gesagt. In der Ablehnung des Rechtsextremismus gibt es jedoch innerhalb der Eliten bzw. der demokratischen Parteien einen Konsens. Wenig Stoff für knallende Storys. Dass öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten wie die ARD dieser Logik allerdings auch folgen, ist schlichtweg empörend.

Seite 2: Wenn ARD und ZDF nicht wollen, muss der Gesetzgeber ran

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und wer will solche Sendungen sehen?

Nicht nur meinem persönlichen Sehverhalten nach, ist die deutsche Medienlandschaft völlig überfrachtet mit andauernden Gedenktagen, andauernden Auftritten und andauernden Talkshows gegen Rassismus und Antisemitismus. Broder, Graumann, Guido Knopp, Friedman und Co. haben mittlerweile einen kontraproduktiven Nervfaktor, man schaltet einfach nur noch ab. Was sollen da noch mehr erreichen, lieber etwas differnzierter und ohne die Dauerpräsens der Genannten. Extremismus ist Extremismus, egal ob rechts, links, religiös oder sonstwie.

  • Antworten
gerd22.11.2012 | 13:23 Uhr

Rechtsblind? Auch Feinde der Demokratie und Republik

Sehr geehrte Frau Sorge,

herzlichen Dank für Ihren sorgfältigen, informativen Text.

Ich erlaube mir darauf hinzuweisen, dass unsere öffentlich-rechtlichen Medien - TV und Radio - nicht nur "rechts" blind sind, sie verachten und untergraben auch noch jährlich tausendfach unseren Art. 20 Abs. 1 GG.
Ihr Mittel hierzu ist die Verherrlichung von Monarchen, Prinzen, Prinzessinen, Fürsten usw.
Diese "Medienschaffenden" missfällt offensichtlich unsere Staatsform "Republik", die in die Herrschaftsform "Demokrtie" eingebettet ist.
Ich empfehle zum Thema mein frei im Internet zugängliches Essay:

"Von zufriedenen Sklaven und deren Anbetung der Narren"

Mit freundlichen Grüßen

Bert Steffens
Freier Philosoph
Andernach

  • Antworten
Bert Steffens22.11.2012 | 16:19 Uhr

Analyse statt Show

Sowohl das durch gesetzliche Abgaben finanzierte wie auch das zu Profitzwecken betriebene Fernsehen wird von Bekundungen des Missfallens nie verschont bleiben. Aber die Frage ist, von wem man getadelt sein will. Oder gelobt. Und da liegt Petra Sorge völlig richtig mit dem Hinweis auf die Orientierungslosigkeit, wenn nicht gar Orientierung in die falsche Richtung, der öffentlich finanzierten Einrichtungen. Eine gesetzgeberische Verdeutlichung des öffentlichen Auftrages scheint unumgänglich. Nur so dürfte man den Programmverantwortlichen begreiflich machen können, dass nicht Unterhaltungssendungen wie Talkshows (tolle Bezeichnung!) als vordringliche Aufgabe verstanden sein sollen. Besonders nicht, wenn man dabei zunehmend dem Hang verfällt, einander an Geschmacklosigkeiten zu überbieten.

  • Antworten
Jonardo Tenner22.11.2012 | 16:42 Uhr

FES Studie

Die FES Studie ist - leider - nicht geeignet Ihre These zu unterstützen. Sie hat viele methodische Mängel, wie auch die SZ heute anhand anderer Zahlen belegt.

  • Antworten
uni922.11.2012 | 16:47 Uhr

Zur Aufklärung lässt sich niemand zwingen.

"Man könnte das unter Schlagworten wie „politische Aufklärung gegen rechts“ oder „Förderung der Demokratie und Vielfalt“ operationalisieren. Diese Aufgabe darf jedoch nicht nur etwas für die Spartenkanäle oder Nachtprogramm sein. Sie muss sich vielmehr in den Hauptsendern und Abendnachrichten wiederfinden."

Und was ist, wenn sich die ARD & ZDF-Zuschauer dann diese "Aufklärung gegen Rechts" nicht anschauen wollen und einfach wegzappen?

"Die FES-Studie beweist, dass Bildung als „Schutzfaktor“ wirkt. Personen mit Abitur neigen demnach deutlich weniger zu rechtsextremem Denken als Personen ohne Abitur."

Das liegt weniger an dem Bildungsstatus als vielmehr an den unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten, Lebensalltagen und Lebensperspektiven von Menschen mit und ohne Abitur.

  • Antworten
Medley22.11.2012 | 16:48 Uhr

rechts blind

Für mich hat das Fernsehen keinen Informationsfaktor,Unabhängige Informationen beziehe ich aus der Presse ohne Werbung dafür zu machen, Cicero,Frankfurter-Zeitung

  • Antworten
Gerhard Queitzsch22.11.2012 | 17:11 Uhr

Herzlichen Glückwunsch

Einmal mehr ein linker Empörungsartikel. Nach einem Jahr NSU-Dauerbeschallung auf allen Kanälen kann die Berichterstattung getrost wieder zurückgefahren werden, da habe ich kein Problem mit. Wenn die Autorin ihre Forderungen ernsthaft für angebracht hält, dann sollte sie ganz schnell die Redaktion wechseln. Vorwärts: Antifaschismusaufklärung auf öffentlich-rechtlichen Kanälen. Glauben Sie wirklich, das guckt jemand? Übrigens: Gegen rechts ist einmal mehr stark undifferenziert. Was ist denn rechts? Sprechen Sie doch bitte von rechtsextrem, wenn es um NSU und Neonazis geht. Auch wenn mir völlig klar ist, dass für "linken" Durchschnittsjournalisten "rechts" und "rechtsextrem" wohl das Gleiche ist.

  • Antworten
Sascha22.11.2012 | 19:49 Uhr

Erhalter des IST-Zustandes

Egal um was es geht - die deutschen Nachrichtensender und Zeitschriften sind Beschwichtiger und Relativerer.

Ein Glück das es 3Sat gibt und man die deutschsprachigen Nachrichten unzensiert sehen kann.
Nicht zu vergessen die BBC, trotz ihres aktuellen Tiefs.

Ob "Rechte" hausgemachte Auswüchse oder "Religiöse" importierte Auswüchse von Migranten - immer schön klein reden, bloß nicht den Zuschauer beunruhigen.

Erbärmlich.

Journalist im Ruhezustand #

Rechte gehören behördlich verfolgt.
Kriminelle gehören behördlich verfolgt.

und noch ein Zitat:

Monika Maron : Ich möchte von keiner Religion behelligt werden - auch nicht vom Islam.

In diesem Sinne Frohe Weihnachten :-)

  • Antworten
Opium für das Volk22.11.2012 | 19:52 Uhr

Augen öffnen über den Show-Effekt?

Ich bin gespannt: in der nächsten "Wetten, dass ...?"-Sendung am 8. Dezember wird ein junger Kandidat auftreten, der sich genau das vorgenommen hat, was der Artikel anzweifelt (und diesen Zweifel glaubhaft begründet).
Mit einer verrückten Wette, die - im wahrsten Sinne des Wortes - auf den Kopf stellt, was seit Jahrzehnten allwöchentlich ein großer Spaß für die fußballbegeisterte Fernseh-Nation ist (mehr darf nicht verraten werden), will der siebzehnjährige Schüler Max-Fabian gemeinsam mit Spielern des FC Energie Cottbus nicht nur unterhalten und möglichst natürlich Wettkönig werden, sondern auch auf die nach seinem ersten Wetten dass-Auftritt gegründete Initiative "Jung gegen Rechts" hinweisen. Die soll Jugendliche mobilisieren und zeigen, dass ein Geschichtsbewusstein mit Engagement gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit einerseits und coole, couragierte Aktionen andererseits zusammenpassen.
Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ein auch mit Bierkisten auf dem Rücken noch kluger (und durch die Erfahrung mit so problematischen Stunts voraussichtlich noch klügerer) Moderator Markus Lanz diesen Handschuh aufnehmen wird. Und dass er für das ZDF bei dieser Gelegenheit einen Gegenbeweis zur Kernaussage des Artikels antreten wird. Das wünsche ich mir nicht nur als Mutter des jungen Kandidaten und im Sinne seiner Mitstreiter, sondern weil ich wirklich glaube und auch erfahren habe, dass sich mit solchen Botschaften, wenn sie z.B. aus einer Unterhaltungssendnung kommen und damit aus der Mitte der Gesellschaft, gegen die latent rechten Meinungen zunehmend vieler in der Mitte der Gesellschaft tatsächlich etwas bewegen lässt.
Wie viel das bei Europas (immer noch) größter Fernsehshow und einem solchen Millionenpublikum sein kann, wird sich zeigen. Hoffentlich.

Danke für (noch) einen gut recherchierten Artikel!

  • Antworten
Meike Wolff22.11.2012 | 19:59 Uhr

Rechts ≠ Rechtsextrem

auch wenn das gerne von der stramm rotgrünen Journalisten-Gilde so propagiert wird.

ALLE Morde von Einzelnen und Gruppen müssen aufgeklärt und die Hintergründe den Menschen zur Kenntnis gebracht werden.
Im Kommentar findet eine seltsame Fixierung fast schon Überhöhung der Taten dieser Mörderbande statt.
Das hilft dem Land nicht, mit diesen Taten umzugehen.
Und völlig kontraproduktiv ist, daß mal wieder Zensur und Erziehung der Bürger gefordert wird. Die Gesinnungsdikatur ist das gar nicht so heimliche Ideal der selbst ernannten und selbstgerechten Moralapostel.
Der typische Fall einer offensichtlich in der Wolle linksgrün eingefärbten Journalistin, die an echter Lebenserfahrung nicht viel zu bieten hat.
Daß der Cicero solchen Ergüssen ein Forum bietet, ist genau der Grund, warum ich mein Abbonnement nach dem erzwungenen Weggang Weimers gekündigt habe.
Die Medienlandschaft ist voll von sendungsbewußten und ideologiefesten Journalisten dieser Couleur. Potentielle Leser und Kunden hingegen sind ihrer überdrüssig geworden. Nach FR und FTD werden weitere Druckerzeugnisse verschwinden. Und das ist gut so.

  • Antworten
Irma Hoffe23.11.2012 | 09:55 Uhr

Vielen Dank für diesen

Vielen Dank für diesen Kommentar, wenn Sie ihn nicht geschrieben hätten, wäre ich selber tätig geworden, 100% Zustimmung! Der Gesinnungsdiktatur muss Einhalt geboten werden, außer ein paar Felsen in der Brandung (allen voran die FAZ) gibt es kaum noch Vielfalt neben dem Linksgrünem-Einheitsjournalismus von SPON & Co.

  • Antworten
Jonas Krauß24.11.2012 | 11:03 Uhr

Politisches Fernsehen

Frau Sorges marxistisches Weltbild tritt schon dadurch zutage, dass sie ständig rechts und rechtsextrem in einen Topf wirft, was sicher auch ihre Absicht ist. Denn alles was in ihren Augen nicht links ist, ist reaktionär. In der DDR hieß das früher: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Das nannte man dann sozialistische Demokratie. A propos DDR: Frau Sorge hätte sich einmal die Senderpolitik des Deutschen Fernsehfunks ansehen sollen. Dort wurde auch vom Politbüro bestimmt, dass jede Sendung zur Stärkung des Sozialismus in der DDR beizutragen habe. Und die DDR-Bürger haben auf ihre Weise reagiert: Die Zuschauerquote stand im umgekehrten Verhältnis zur politischen Aussage des Programms. Man muss kein Hellseher sein, um einem weiter ideologisierten ARD und ZDF ein gleiches Schicksal zu prophezeien. Frau Sorge sollte die Erfahrungen derer, die jahrzehntelang in Diktaturen lebten, zur Kenntnis nehmen: Die Mühlen der Realität mahlen langsam aber sie mahlen und sind auch nicht durch Staatsprogramme im Fernsehen zu beeinflussen.

  • Antworten
Max Hoffmann23.11.2012 | 16:52 Uhr

Mehr Demokratie wagen

Dank an Frau Sorge für diesen ebenso zutreffenden wie mutigen Kommentar.

Gerade die Öffentlich-rechtlichen haben natürlich die Aufgabe, die Gesellschaft in der Erhaltung von und ihrer Entwicklung hin zu mehr Demokratie zu unterstützen - eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Das manche aus solchen Forderungen eine "marxistische Gesinnung" o. ä. ableiten deutet wohl eher auf den getroffenen Hund denke ich.

  • Antworten
Salvatore24.11.2012 | 04:13 Uhr

Lächerlich

..wenn überhaupt dann sind die öffentlichen Sender eher politisch korrekt gleichgeschaltet und stark linkslastig.
Wer sich informieren will tut gut sich anderswo zu recherchieren.

  • Antworten
Karin Stutz24.11.2012 | 04:39 Uhr

Ihre Definition?

@Irma Hoffe, @Jonas Krauß: Was genau ist Ihre Definition von "Rechts"?

  • Antworten
Hans Meiser24.11.2012 | 15:19 Uhr

Aua

Hallo Frau Stutz,

danke für die Bestätigung meiner Vermutung ...

  • Antworten
Salvatore24.11.2012 | 20:23 Uhr

Wenn ich im Ausland bin

schaue ich oefter mal den Propaganda Sender der Bundesrepublik Deutsche Welle an .Dort ist der Linksruck so eindeutig dass es schon weh tut.

  • Antworten
Lill-Karin Bryant26.11.2012 | 14:36 Uhr

"Die stramm rotgrüne Journalisten-Gilde"

@ Irma Hoffe 23.11.2012

Meine volle Zustimmung zu dem was Sie ausführen.

Es gibt ganz offensichtlich eine Differenz zwischen der veröffentlichten Meinung in vielen unserer Medien (z.B. Zeit, Cicero, Spiegel; aber auch das Staatsfernsehen) und ihrem Publikum. Deutlich zu sehen an den vielen Kommentaren, die sich !!überwiegend!! und in sehr deutlichem Ton gegen die in den Texten vorgetragenen grün-linken Meinungen, Ansichten, Denkweisen richten.

Besonders deutlich wird diese Differenz bei Themen der Zuwanderung, des Asylmißbrauchs, der Integration und der Eurokrise.

Ein typisches Beispiel aus dem Staatsfernsehen:
Im Februar 2012 gab es in der ZDF-Sendung „log in“ auf ZDF-Neo eine Diskussion zwischen dem damaligen parlamentarischen Geschäftsführer der Unionsfraktion Peter Altmaier und Hans-Peter Burghof, Wirtschaftsprofessor an der Universität Hohenheim. Thema war: „Solidarität oder Stopp: Noch mehr Euros nach Athen tragen?“

Burghof sprach sich in knappen Thesen mit guten Begründungen für einen kontrollierten griechischen Staatsbankrott aus.

Altmaier dagegen warb um Zustimmung zu weiteren Griechenland-Hilfspaketen, gegen bestimmte Auflagen.

Zur Diskussion zwischen den beiden:
Altmaier war seinem Kontrahenten rhetorisch haushoch überlegen. Mit bäuerlicher Politikerschlauheit eroberte Altmaier fast 2/3 Drittel der Redezeit für sich. ER machte langatmig Werbung für den Euro und warb um die Solidarität und Zustimmung des Publikums.

Das Abstimmungsergebnis:
Ungefähr 2/3 Drittel des Publikums (sowohl die Anwesenden im Studio wie auch diejenigen, die übers Internet abgestimmt haben) sprachen sich für die Position des Eurokritikers Burghof aus.
Ein für den Eurotiker Altmaier vernichtendes Urteil; was ihn aber bis heute offensichtlich nicht anficht. Er weiß, daß ein Großteil dieser – aus seiner Sicht - Dummköpfe („Wahlvieh“) bei der nächsten Wahl für die CDU und damit für die „Rettungspolitik“ stimmen werden; allerdings nur aus Mangel an Wahlalternativen: die Rot-Grünen werden noch mehr Euros in die „Eurorettung“ stecken.

  • Antworten
Bakwahn28.11.2012 | 01:18 Uhr

Das grün-linke Meinungskartell

Einige Nachträge:

(1) Der Soziologe Klaus Schroeder hat im Deutschlandradio sehr deutlich seine Sicht auf die einseitig grün-links verseuchte deutsche Medienlandschaft vorgetragen:
„Deutschland wird zur Gesinnungsrepublik.“
Brillant diagnostiziert!
Es gilt für unsere Medienlandschaft genau das Gegenteil von dem, was Frau Sorge meint.

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1477515/

Wirklich lesenswert!

(2) eine Vermutung:
Der Tod der grün-linken Frankfurter Rundschau könnte mit ihrer sehr einseitigen Sicht und Berichterstattung zusammenhängen. Das Publikum läßt sich so etwas auf Dauer nicht gefallen und entzieht dem Medium das Vertrauen.
Auch die Süddeutsche soll Einbrüche bei ihren Verkaufszahlen verzeichnen.

  • Antworten
Bakwahn28.11.2012 | 19:12 Uhr

Sehr befremdlich

... wie von manchen hier fast schon hysterisch und mit Schaum vorm Mund kommentiert wird.

Was ist falsch, wenn man fordert, das öffentlich-rechtliche Fernsehen in einer Demokratie solle gefälligst seinen demokratischen Bildungsauftrag ernster nehmen?!?

Gerade wenn es - wie in dem Artikel gefordert - um die Aufklärung über Neonazis geht oder darum, Rassismus und Antisemitismus entgegenzuarbeiten, sollte das doch wohl selbstverständlich sein: Eine selbstverständliche, alltägliche Aufgabe des gesamten demokratischen Spektrums von Links bis Konservativ ... Rassismus, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, Neonazismus sind schließlich allesamt nicht mit demokratischen Einstellungen und einer demokratischen Gesellschaft zu vereinbaren.

Soll man etwa tatenlos zusehen, wie solche menschenverachtenden Denkweisen noch mehr Menschenleben fordern?

  • Antworten
Mit Kopfschütteln30.11.2012 | 21:49 Uhr

Der Denkfehler von Kuban

Die Sender ZDF, ARD, WDR etc. sind voll von Sendungen über und gegen Nazis. Kuban meinte nun, er müsste Undercover zu dem Thema arbeitsaufwändig recherchieren. Offenbar hat er den die Arbeitsweise der Sender noch nicht so richtig durchschaut.

Erst schleichend und mittlerweile immer unverblümter wird im staatlichen Rundfunk und Fernsehen Meinung an die Stelle von objektiven Berichten gesetzt. Politisches Dogma ersetzt echtes Wissen oder unvoreingenommene Recherche. Das alles hätte Kuban wissen können.

Warum soll sich das Fernsehen oder Radio aufwändig erstellte Sendungen einkaufen, wenn gutbezahlte Sender-Journalisten ihre Berichte über Nazis am Schreibtisch zusammenzimmern können. Ein paar Filmchen aus Archivmaterial, ein paar Interviews mit den üblichen linken Vereinigungen und Parteien und schon ist die Sendung fertig.

Auch so kann volkspädagogisch wertvolles Material gewonnen oder recycelt werden, um die gewünschte Erziehungsarbeit beim Gebührenzahler zu leisten.

  • Antworten
Roland Erfurt30.11.2012 | 23:49 Uhr

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