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 > Das falsche Spiel des Renten-Professors

Kapital

Bert RürupDas falsche Spiel des Renten-Professors

Von Christoph Seils8. Mai 2012
picture alliance
Bert Rürup, DIW
Bert Rürup steht beim DIW in der Kritik
Schrift:

Machtkampf beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Der Kuratoriumsvorsitzende Bert Rürup will das DIW wieder nach links rücken. Doch einen neuen Präsidenten kann dieser nicht präsentieren. Stattdessen beanspruchte Rürup für seine Arbeit Geld, das ihm nicht zusteht und Business-Class-Flüge, die den Reisekostenrichtlinien des Bundes widersprechen

Seite 1 von 2

Am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ist ein neuer Machtkampf um die zukünftige politische und ökonomische Ausrichtung ausgebrochen. Kritiker werfen dem Kuratoriumsvorsitzenden und Ex-Regierungsberater Bert Rürup vor, er wolle das größte deutsche Wirtschaftsforschungsinstitut wieder zu einem linken, keynesianischen Institut im Sinne der Gewerkschaften und der SPD machen. „Die SPD hofft, erst recht nach dem Führungswechsel in Frankreich, 2013 auf eine Bundesregierung unter ihrer Führung nach der Bundestagswahl. Dann braucht sie so ein Institut und möchte deshalb schon jetzt die Weichen dafür stellen“, sagt ein Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats im Gespräch mit Cicero Online.

Institutsintern hat Rürup, der SPD-Mitglied ist und sich als Rentenexperte einen Namen gemacht hat, dafür alle Macht an sich gezogen. Unter anderem setzte er, ohne die eigentlich vorgeschriebenen Berufungsverfahren, neue Abteilungsleiter ein und er bestimmte das Auswahlverfahren für den neuen Präsidenten.

[gallery:Von Leidenschaft zu Häme - Entgleisungen deutscher Politiker]

Mittlerweile allerdings steht Rürup selber unter Druck. Denn bislang kann er keinen neuen DIW-Präsidenten präsentieren, der den von ihm selbst formulierten Anforderungen genügt.

Gesucht wird ein ausgewiesener, anerkannter Makroökonom. Doch die Suche erweist sich als außerordentlich schwierig. Am Mittwoch dieser Woche tagt die Findungskommission, die Kandidaten für den vakanten Führungsposten suchen soll. Doch sie wird wohl nur Vorschläge für das Berufungsverfahren machen und noch keine Namen nennen, heißt es übereinstimmend beim DIW. Vor einer Entscheidung über einen neuen Präsidenten soll zunächst das Ergebnis der laufenden Evaluierung des DIW durch die Leibniz-Gemeinschaft abgewartet werden. Der Bericht der Gutachter wird allerdings frühestens in drei bis sechs Monaten vorliegen.

„Rürup wird keinen neuen starken Präsidenten finden, solange er selber faktisch das DIW leitet“, sagen seine Kritiker am Institut. Sie schließen daher nicht aus, dass der jetzige kommissarische Präsident Gert Wagner, der eigentlich maximal bis Jahresende bleiben sollte, noch länger amtiert – als „Erfüllungsgehilfe von Rürup“.

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Bert Rürup - ein Carsten-Maschmeyer-Freund

Der Wirtschaftsprofessor Bert Rürup steht außerdem mit dem ominösen Finanzhai Carsten Maschmeyer (Gründer des "Finanzoptimierers" AWD) in einer geschäftlichen Beziehung.
Rürup weiß also, wo das große Geld quasi auf der Straße liegt, er muß es nur aufheben.
Wegen dieser geschäftlichen Aktivitäten kann ein Wirtschafsprofessor wie Bert Rürup niemals unabhängig urteilen, er ist "finanziell befangen".
Der Volksmund würde es so formulieren: Jemand, der den Hals nicht voll kriegt!

  • Antworten
Yvonne Walden09.05.2012 | 10:24 Uhr

Rürup

Rürup und das Institut nach links rücken? Dass ich nicht lache!

  • Antworten
Andreas Schäfer09.05.2012 | 11:35 Uhr

Versicherungsvertreter Rürup

will also das DIW links ausrichten. Das ist geradezu lächerlich. Obwohl SPD-Mitglied gehört er der neoliberalen Clique um Steinmeier, Steinbrück, Schröder und Konsorten an. Er hat als Versicherungsvertreter die gesetzliche Rentenversicherung marginalisiert. Anschließend bei Maschmeyer angeheuert und damit nochmals schlechten Stil bewiesen. Albrecht Müller von den Nachdenkseiten bezeichnet Rürup m.E. zu Recht als politisch korrupt!

  • Antworten
pengertz09.05.2012 | 18:40 Uhr

Rürup, ein wenig verantwortlich Handelnder

ein Absatz aus einem Interview mit Schmidt-Kaler zum Thema Einwanderung zeigt deutlich, wie Rürup zu agieren pflegt(e):

"Schmidt-Kaler: Bert Rürup kam 1981 zu einer Tagung der Deutschen Gesellschaft für Bevölkerungswissenschaft - heute Deutsche Gesellschaft für Demographie - in Bad Königstein im Taunus und sorgte dafür, daß dort die "Pro-Natalisten", also alle, die wie wir "Heidelberger" für ein Ende der Masseneinwanderung und für die Anhebung der deutschen Geburtenziffern eintraten, ausmanövriert wurden. Methode: Zuckerbrot und Peitsche. Er ließ durchblicken: Wer sich widersetzt, mußte mit Schwierigkeiten bei seiner Karriere rechnen, wer dagegen kooperiere, könne auf Belohnung hoffen. Wer oder was ermächtigte Rürup dazu? Nun, er war damals Berater im Bundeskanzleramt."

Wie kann so ein Politiker noch irgendeine verantwortliche Position noch innehaben?
Daß Rürup zusammen mit einem Maschmeyer noch eine gemeinsame Firma gründete, rundet das Bild nur ab! Rürup ist ein Katastrophenfall für die deutsche Demokratie!

  • Antworten
Bürger10.05.2012 | 23:29 Uhr

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