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Berliner Republik

BetreuungsgeldBahn frei für die totalitäre Bemutterung

Von Sarah Maria Deckert25. April 2012
picture alliance
Betreuungsgeld,Bayern,CSU,CDU,Herdpremie,Kita,Familie,Elterngeld
Im Freistaat Bayern ist die Welt noch in Ordnung
Schrift:

Das Gerangel geht weiter: Nach der Forderung einer höheren Rente für die Eltern soll das Betreuungsgeld nun auch noch auf Hartz-IV-Leistungen angerechnet werden. Vielleicht sollten wir einfach mal unsere Kinder fragen, was sie von all dem halten. Ein Kommentar

Im Freistaat Bayern ist die Welt noch in Ordnung. Da sitzt der kleine Leopold im kleinen Lederhöschen am Küchentisch, während ihn die ambitionierte Frau Mama in die Kunst des Zitherspielens einweiht. Die Kohlrouladen köcheln bereits fleißig auf dem Herd, aus dem Radio tönt ein wenig Kammermusik und halb-links unter dem weiß-blauen Landeswappen an der holzvertäfelten Stubenwand blickt einem stolz ein goldgerahmter König Ludwig entgegen, umringt von ein paar Schwänen. Ist das nicht herrlich?, stampft da der Münchner Stammtisch, bis die Frauenkirche wackelt. Hartz IV kennt man hier nur aus der Lindenstraße.

Die CSU, Schutzmatrone der Familie traditioneller Prägung, ist wildentschlossen, im Jahr 2013 das Betreuungsgeld für Eltern einzuführen, die ihr Kind nicht in eine Krippe geben, sondern es lieber von zuhause aus betreuen. Zum Glück gibt es die CDU, die etwas widerwillig, aber doch immerhin willig, die Betreuungsgeld-Kritiker mit der Idee zu besänftigen sucht, eine höhere Rente für Eltern zu fordern, deren Kinder vor 1992 geboren wurden.

Das eine hat zwar nicht wirklich etwas mit dem anderen zu tun, doch drückt man beide Augen zu und hält sich zeitgleich die Ohren, lässt sich auch dieser Umstand schöndenken. Immerhin könnten sich all jene Eltern von dem Betreuungsgeld düpiert fühlen, denen selbiges früher nicht ausbezahlt wurde. Es gibt doch so vieles, was wir in gut-deutscher Manier unserem Nachbarn neiden, warum nicht auch das Betreuungsgeld?

Wäre es dann nicht aber auch mehr als logisch, höhere Renten nur für jene Eltern einzufordern, die ihrerzeit keinen Kindergartenplatz in Anspruch genommen haben? Und auch solchen Eltern müsste die Rentenerhöhung garantiert werden, die ihre Kinder heute in die Kita bringen, schließlich profitieren sie nicht vom Betreuungsgeld. Das ist ja für die Kinder.

Um noch ein wenig Öl ins Feuer zu gießen, legt nun Schwarz-Gelb nach: Folgt man dem Willen der Koalition, so sollen Hartz-IV-Empfänger nicht vom Betreuungsgeld profitieren. Zwar wird ihnen die Leistung ausgezahlt, doch anschließend soll der Betrag wieder in voller Höhe vom Arbeitslosengeld II abgezogen werden. Die Begründung folgt auf dem Fuße: Bei Hartz VI handle es sich um eine reine Mindestsicherung, das zum Arbeiten anregen solle – nicht aber zum Kinderkriegen. Zum anderen übernehme der Staat ab der Geburt des Kindes in einer Hartz-IV-Familie ohnehin eine zusätzliche Sozialleistung in Form des eigenen Hartz-IV-Satzes für den Nachwuchs. Praktisch bedeutet das, dass die alleinerziehende, arbeitslose Mama mit Kind leer ausgeht, die gut situierte Frau hingegen, deren Mann das Geld in irgendeiner Führungsetage scheffelt, holt schon mal die Zither heraus.

Das alles mag rechtlich gesehen seine Richtigkeit haben. Dennoch erntet die Koalition für diese Kompromissbemühungen einen Sturm der Empörung – zu neudeutsch: einen Shitstorm – den sie sich redlich verdient hat. Denn nach monatelangen Rangeleien wird nun der schwarz-gelbe Frieden auf Kosten der Ärmsten und ihrer Kinderlein hergestellt. Zu Recht bezeichnete SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles diese offenbar geplante Verrechnung dann auch als „absurd“ und als „letzten Beweis“ für die Überflüssigkeit dieser Leistung. Und auch der parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, erweiterte den fröhlichen Adjektiv-Rattenschwanz des Betreuungsgeldes mit „familienpolitisch falsch“, „verfassungsrechtlich bedenklich“, „haushaltspolitisch unklar“ um den Zusatz „unsozial“.

Unsozial ist, dass das Taschengeld im Falle der Anrechnung des Betreuungsgeldes auf Hartz-IV-Leistungen auf Kosten der Kinder und der Frauen geht, zumal der aus weniger privilegierten Familien. Es geht auf Kosten der Kita-Plätze und es bestärkt gerade sozial schwache oder bildungsferne Familien im Zuhausebleiben, deren Kinder dringend mehr Anregung und Betreuung bräuchten. Im Grunde ist ja auch nichts falsch daran, die eigenen Kinder bis zum Vorschulalter lieber unter den eigenen Fittichen als unter denen des Staates zu wähnen, ihnen eigene Grundsätze, Liebe und Geborgenheit zu vermitteln. Ganz und gar nichts ist falsch daran, das Elternsein gerade in diesem frühen Stadium zu zelebrieren, anstatt aus einem falsch verstandenen Pflichtbewusstsein heraus oder aus Angst um den Arbeitsplatz schnellstmöglich wieder an die Arbeitsfront zu drängen. Doch das ist eine ganz andere Debatte.

Zäumen wir also das Pferd von hinten auf: Vielleicht sollten wir auch einfach unseren Nachwuchs fragen, was sie vom Betreuungsgeld halten. Immerhin stellte vor Kurzem das Deutsche Kinderhilfswerk eine Studie vor, die die Vorteile der Beteiligung und des Mittbestimmungsrechts bereits in der Kita hervorhebt und als „notwendig“ erklärt. So heißt es: „Kindertageseinrichtungen haben mittlerweile einen Bildungsauftrag, dessen Kern auch die Demokratieförderung sein muss.“ Und das von der Bundesregierung geplante Betreuungsgeld würde diesen Anstrengungen auf bedrohliche Art widersprechen.

Denn eine höchst bedenkliche Kluft könnte entstehen: So wählen unsere Kita-Kinder im Prenzlauer Berg zwischen kindlicher Sprachförderung und musikalischer Früherziehung wahrscheinlich gerade ihren sandkastenpolitischen Sprecher. Die subventionierten Heim- und Herdkinder fallen derweil willenlosen der totalitären Bemutterung zum Opfer – im besten Fall. Im schlechtesten übernimmt diese Rolle das Fernsehprogramm von Super RTL.

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Orientierung am Kindeswohl

Die heutigen Lebensentwürfe sind sehr unterschiedlich. Eltern die ihre unter drei Jahre alten Kinder selbst betreuen wollen, sollten das tun. Wir haben mit diesem Konzept für unsere zwei Kinder gute Erfahrung gemacht. Damals, mit 3 bis 4 Jahren in den Kindergarten. Die Kinder haben sich zu eigenständigen und inzwischen erwachsenen Persönlichkeiten entwickelt. Eltern die nicht die Möglichkeit haben, sollten Kita-Angebote wahrnehmen können, damit sie im Alltag entlastet werden. Ganz klar! Auch bei diesem Konzept werden sich die Kinder zu eigenständigen Persönlichkeiten entwickeln, wenn Verantwortung und liebevolle Zuwendung in der Erziehung die Orientierung ist. Dann ist das nicht nur eine Frage des Geldes. Bitte liebe Politik, gestalten sie das System flexibel und ziehen sie sich nicht auf haushälterische Postionen zurück. Auch bei diesem Thema scheint eine Ent-Ideologisierung in Deutschland nicht zu greifen (ist denn schon wieder Wahlkampf?). An alle Bürgerinnen und Bürger, Kinder zu haben ist ein großes Glück und eine große Freude, bei all der nicht anerkannten Arbeit im Alltag, aber irgendwann erklären einem die Kinder wie die Welt ist. Dann spürt man vielleicht eine gewisse Generationskette und Lebenzufriedenheit stellt sich ein, und man sagt sich vielleicht, es war damals nicht alles falsch was du in der Erziehung gemacht hast.

  • Antworten
bernhard jasper25.04.2012 | 20:19 Uhr

Betreuungsgeld und Hartz

Glaube es gibt da einen Freibetrag von 100 Euro, dann paßt das auch wieder? Die ALG-II-Zahlungen sind zu niedrieg, endschied jetzt ein Sozialgericht. Die Frage ist natürlich wie hoch diese vor Einführung von dem Hartz Programm waren! Das wird der Richtwert sein.

  • Antworten
plüschio26.04.2012 | 06:57 Uhr

Bahn frei für die totalitäre Bemutterung

Es gibt intelligente Kommentare und eher weniger intelligente - der obere gehört wohl in die zweite Kategorie.
Man mag zum Betreuungsgeld stehen wie man will, aber ein klein wenig Sachlichkeit hat noch keiner Diskussion geschadet. Ein bayerisches 60er Jahre-Idyll als Grundlage für eine konstruktive Auseinandersetzung zu bemühen ist doch wohl etwas zu plakativ und simpel zu durchschauen. Ein Schelm, der dabei denkt, dass da vielleicht unterschwellig etwas Neid auf das Bundesland Bayern im Vergleich zum wirtschaftlich maroden Prenzlauer Berg mitschwingt.
Und was mir als minderbemitteltem Leser gar nicht klar ist: Woher nehmen Sie die Sicherheit zu sagen, dass Kinder aus sozial schwachen Familien in einer "Kita" bei einem Betreuungsschlüssel von 12,5 Kindern pro Aufsicht führender Person besser gefördert werden als zu Hause? Noch dazu wenn diese "Aufsicht führende Person" eine Kinderpflegerin ist, die nicht einmal einen Hauptschulabschluss als Grundlage für ihren Beruf benötigt? Ist es nicht eher diskriminierend "sozial schwach" mit "ungebildet" und "zur Kindererziehung unfähig" gleichzusetzen?
Jedes Bananenblatt hat zwei Seiten, wie schon Balu der Bär sagte, und es kann nicht schaden, beide Seiten in Ruhe zu betrachten, bevor man mit reißerischen Kommentaren auf sich aufmerksam zu machen versucht.

Kleiner Hinweis am Rande: Zum Zittern hat mich Ihr Artikelchen nicht wirklich gebracht - das Musikinstrument von dem Sie sprechen wollten, wäre aber doch eher die "Zither".

  • Antworten
Hertha Huber26.04.2012 | 08:57 Uhr

traurige Diskussion über haushaltstechnischen Schwachsinn

Ich bin Mutter bald dreier kleiner Kinder und finde die Diskussion zu dem Thema Betreuungsgeld sehr traurig (den Kommentar oben dazu übrigens einfach nur unterhaltsam - eben ein nett pointierter Kommentar). Das Betreuungsgeld selbst finde ich schlicht und ergreifend überflüssig und damit haushaltspolitischen Schwachsinn:

Traurig ist, dass wir es heute in unserer ja ach so toleranten, aufgeklärten, pluralistischen Gesellschaft immer noch nicht schaffen, jeder Familie zuzubilligen, ihr eigenes Konzept für Eltern und Kinder zu finden und dazu durchaus auch in der Lage zu sein! Immer geht es gleich um die Diskussion, ob Kita-Betreuung gut ist oder nicht, wann Kinder in Betreuung gehören usw. usw. - wer sollte es denn am besten wissen, wenn nicht die Familien selber? Jedes Kind ist anders, hat andere Bedürfnisse, nimmt andere Entwicklungen. Warum lassen wir denn nicht jede Familie einfach für sich entscheiden... und akzeptieren diese Entscheidung! Aber nein: Diskussionen über Kinder, die entweder zu Hause vor dem Fernseher abgestellt werden oder in öffentlichen Einrichtungen seelisch verhungern sind da viel spannender.

Haushaltspolitisch schwachsinnig ist: Die Familie, die es sich leisten kann, zu Hause zu betreuen, wenn sie es möchte, kann dies auch bereits heute. Familien, die aus finanziellen Gründen Vater und Mutter zum Geldverdienen einsetzen müssen, werden sicherlich durch das Betreuungsgeld nicht ausreichend entlastet (150 EUR pro Kind) um die Entscheidung frei treffen zu können. Über Alleinerziehende möchte ich gar nicht erst schreiben. Über das Drama der Familien, die ohne eigenes Verschulden in einer Hartz IV Situation sind (und BITTE ja: die gibt es), ganz zu schweigen. Also WEM bitte soll das Betreuungsgeld etwas nützen!?

  • Antworten
Margarete R.26.04.2012 | 14:54 Uhr

Totalitäre Bemutterung

Da wird mir doch sehr übel.
Was soll diese hasserfüllte Bezeichnung ? Soll sich das Mutter sein auf`s Kinderkriegen beschränken und damit die Frau erst zur Gebärmaschine und Zuchtsau und danach baldmöglichst zum Arbeitstier zu machen? Das scheint mir viel eher totalitär zu sein.
Oder kommt da noch die Angst vor Gefühlen dazu ? Kinder zu haben ist Liebe zu geben, Liebe zu bekommen und über sich selbst hinauszuwachsen. Angreifbar und mitfühlend zu werden und sich auf die Stufe eines Kindes zu begeben. Das ist nicht krank, sondern das Normalste von der Welt.

(Der letzte Satz wurde von der Redaktion gestrichen, weil sich Cicero vorbehält, über der Gürtellinie zu argumentieren und selbiges von seinen Kommentatoren erwartet. Anmerkung der Redaktion)

  • Antworten
chris böhmer26.04.2012 | 15:15 Uhr

Bahn frei für die totalitäre Bemutterung

„Kindertageseinrichtungen haben mittlerweile einen Bildungsauftrag, dessen Kern auch die Demokratieförderung sein muss.“
Was unter einem "demokratischen" Diskurs zu verstehen ist, hat Eva Herman zu spüren bekommen. Cicero hatte ihr dankeswerterweise eine Möglichkeit gegeben, einen solchen, sehr notwendigen Diskurs, zu eröffnen. Wie es ausgegangen ist, ist bekannt, bishin zum BGH-Urteil,
daß der ehemaligen Tagesschau-Sprecherin nicht nur von der Presse schwerstes Unrecht zugefügt worden ist, sondern auch von der Judikative. Wäre es nicht Zeit gewesen, darin zu erinnern? Jetzt, wo die Politik plötzlich ganz pragmatisch den Urgumenten von EH folgt?

  • Antworten
Otto Meyer26.04.2012 | 15:26 Uhr

Totale Verdummung

Was mich an dieser Debatte stört ist, dass folgende Punkte nicht diskutiert, Tatsachen falsch dargestellt und Arbeitslose als bildungsferne, inkompetente Eltern diffamiert werden.

1.Ist es wirklich gut für 1- bis 3jährige, dass sie in einer Einrichtung mit einem in der BRD nachgewiesen schlechten Betreuungsschlüssel verwahrt werden. Förderung kann man das selbst bei der geforderten europäischen Norm von einer Erzieherin auf vier Kleinkinder kaum nennen.
2. Betreuungsgeld = Herdprämie. Voraussetzung für das Betreuungsgeld ist lediglich die individuell organisierte Betreuung außerhalb der Krippe, das kann auch eine Tagesmutter sein. Womöglich dient es der Politik als Ablenkung vom zu befürchtenden Kinderkrippen-Ausbau-Flop.
3.Arbeitslose Hartz4 Empfänger sind nicht automatisch bildungsferne, egomanische Biertrinker, die ihre Kinder ausschließlich vor der Glotze parken. Diese endlos wiederkehrenden Behauptungen mit den üblichen Beispielen illustriert, grenzt an den Tatbestand der Volksverhetzung.
4. Es wird behauptet, die frühe Unterbringung der Kleinsten würde diese fördern. Gestützt wird die These mit der besseren Sprachkompetenz von Kindern, die in die KITA gegangen sind. Im Kindergarten sind die Kinder aber drei Jahre alt, hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.

Was also ist wirklich politisch gewollt? Wir brauchen fachlich qualifizierte Arbeitskräfte, aber bitte nicht die Alten Ü50. Also, Kinder in die Krippe, Alte ins Pflegeheime und ab ins Büro.

  • Antworten
musterfrau26.04.2012 | 18:17 Uhr

Ideologie pur

Die Debatte zum Betreuungsgeld wird immer absurder und ideologischer. Einerseits wird kritisiert, dass das Betreuungsgeld arme Kinder vom Krippenbesuch abhalten würde. Da die Regierung aber gar nicht vorhat, armen Familien, Hartz-IV-Haushalten, das Betreuungsgeld zu zahlen, ist der Vorwurf, das Betreuungsgeld halte die Kinder von armen Familien vom Krippenbesuch ab, abwegig. Andererseits wird kritisiert, dass Hartz-IV-Haushalte kein Betreuungsgeld erhalten sollen. Das passt nicht zusammen.
In den ersten zwei Lebensjahren geht es vor allem um Bindung, nicht um Bildung. Daher ist es sinnvoll, die familiäre Betreuung zu fördern und nicht nur staatliche Krippen. Allerdings ist der Betrag von 150 Euro ein absoluter Witz. Meines Erachtens sollten die Familien ein Erziehungsgehalt von 1.000 Euro bekommen. Dann können die Eltern selbst entscheiden, ob sie damit einen Krippenplatz finanzieren wollen oder ihr Kind selbst betreuen wollen. Der Gedanke, der Krippenbesuch sei wichtig für die Demokratieförderung, ist völlig absurd. Sollen Ein- und Zweijährige, um die geht es, Demokratie lernen?
Es ist völlig indiskutabel wie die Autorin über Familien spricht. Von "totalitärer Bemutterung" ist da die Rede. Der Begriff Totalitarismus wird für Regime wie Stalinismus und Nationalsozialismus verwendet. Familien mit Totalitarismus in einen Zusammenhang zu bringen, ist ein starkes Stück.

  • Antworten
Albrecht Hager27.04.2012 | 01:25 Uhr

der homo oeconomicus kennt keine liebe

Zunächst, ja dass arme Eltern kein Betreuungsgeld erhalten ist ungerecht.

Aber ist es gerecht mit bis zu 18 000 Euro einen Krippenplatz für gerade mal 30% der Kinder zu finanzieren ?
Wird hier nicht einseitig ein gewisses Lebensmodell gefördert ? Wird hier nicht einem Wettbewerb gehuldigt und eine Anpassungsleistung an ökonomische Forderungen von Eltern verlangt, die sich zerstörerisch auf Familien auswirken könnten. Zwingen wir nicht die Kleinsten in ein durchökonomisiertes Leben, in der Neusprech Zeit und Zuwendung "Qualitätszeit" ist.
.....
Ich habe noch viele Fragen.
Vor allem eine, wie empfindet das kleine Kind diese Abschiebung ?

  • Antworten
Vera15.05.2012 | 20:02 Uhr

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