Jump to Navigation
Startseite

Magazin im Mai: Nichts klappt, alle lieben sie: Das Geheimnis der verschlunzten Hauptstadt

Babel Berlin
  • Magazin
  • Mediathek
  • Literaturen
  • Service
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo
  • Berliner Republik
  • Weltbühne
  • Kapital
  • Stil
  • Salon
  • Bücher
  • Themen der Zeit
  • Kolumnen
  • Blogs
  • Ressorts
  • Dossiers
  • Karikaturen
  • Suche

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > Stiftung Hurentest

Salon

Geld oder Liebe?Stiftung Hurentest

Von Tina Klopp5. April 2012
picture alliance
Escortdamen, Konsum, Geld, Liebe, Prostitution, Stiftung Hurentest
Escortdamen als Konsumprodukt? Die Stiftung Hurentest machts möglich
Schrift:

Zum Jahreswechsel zeigen wir Ihnen noch einmal die erfolgreichsten Artikel aus dem Jahr 2012. Im April:

Es gibt Portale, auf denen werden Konsumprodukte bewertet. Es gibt sogar Seiten, auf denen Männer ihre Treffen mit Escortdamen bewerten. Ein Marktforscher, eine Literaturwissenschaftlerin und ein Sexualtherapeut haben sich die Testberichte genauer angeschaut. Teil 3 der Serie "Geld oder Liebe"

Seite 1 von 3

„Face: hübsch, Brust: mäßig, Haut: sehr gut, Beweglichkeit: sehr gut, Haptik: sehr gut; Arsch: leichtes Polster, Zugänglichkeit: null“
- Peter4

Auf den Seiten von Lusthaus.cc (Zugang nur für zahlende Mitglieder) können Männer Bewertungen über ihre Treffen mit Escortdamen verfassen. In Tabellenform beschreibt hier Peter4 die „Fuckten“, wie er das nennt. Streng vergibt er Punkte für „Wärme“, „Funke“ und „persönliche Hygiene“. Tatsächlich. Auf den ersten Blick unterscheiden sich diese Reviews kaum von denen, die sich mit Zahnpasta, Pudding oder Staubsaugern beschäftigen.

„Dialog: Was möchtest du? Ich: 1. 2. 3. 4. Sie: Kann ich, mach ich, krieg ich hin. Da kommt doch schon mal richtig gute Stimmung auf!“
-
windhund

„Anstelle des Fussballspiels Deutschland-Ecuador bin ich gerade mal in die Meglinger Str. gefahren. Eigentlich wollte ich zu meiner Alice. Also wieder geklingelt ...“
- Supermann27

Stephan Grünewald ist Psychologe und Mitbegründer des Kölner Marktforschungsinstituts Rheingold. Und ihm kommt angesichts dieser Bewertungen spontan erst mal der Begriff „Vorlust“ in den Sinn. Einem Autokauf zum Beispiel, sagt der Marktforscher, gingen manchmal Jahre akribischer Recherchen voraus. „In der Flirtphase holt sich der Mann in solchen Produktberichten Appetit auf mehr“, erklärt er.  Langsam nähere sich der Frischverliebte dann dem Objekt seiner Begierde. Wenn er den Wagen das erste Mal „besteigt“, würde er sich häufig wünschen, dabei ungestört zu bleiben.

„Sie bat mich dann in ihr Schlafzimmer, ging selbst ins Bad und kam dann nach kurzer Zeit splitterfasernackt rein, nur mit Overnees an ihren hübschen Beinen.
Also ihr Anblick verschlägt einem schon die Sprache, sie hat wirklich einen makellosen Körper, mit ein paar tollen Brüsten. Sie sind natürlich gemacht, aber das sehr gut!“
- Likker666

Und damit enden laut Grünewald die Parallelen zum Liebesspiel noch lange nicht: „Die ganze Suche vor dem Kauf ist oft verheißungsvoller als der eigentliche Kaufakt“, sagt der gelernte Psychologe. Danach käme bei den Männern fast so etwas wie eine „postkoitale Depression“ auf. Das Gute an den Foren: Hier können sie beim Schreiben der Bewertung das ganze Vergnügen noch einmal Revue passieren lassen.

Geiz ist Geil

„Ich hab sie gefragt, ob für 50 EUR auch ZK dabei ist... und sie meinte ja (ich war voll erstaunt, da ich das für diesen Preis noch nie erlebt hatte) war mir auch nicht ganz sicher, ob sie richtig verstanden hatte.“
–Supermann27

Ob Zahnpasta oder Digitalkameras: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist ein Dauerthema, natürlich auch im Lusthaus. Die Männer warnen vor falschen Versprechungen und zeigen sich gern als Connaisseure. Jedes technische Detail wird kommentiert, mit Fachbegriffen und Abkürzungen nur so um sich geworfen.

„Angebot: 60=90; ZK+10, FT+20, AV+50“
– Peter4

Da wünschte man sich ein Glossar am Rande. Und die „Fuckten“? Die werden natürlich kritisch nachgeprüft. Stimmen Größe, Maße, Alter und Gewicht? Kleinlich gleichen die Männer die Angaben auf der Website ab, notieren, ob die Damen auch alles ordentlich saubergewischt haben und die Zeiten korrekt eingehalten wurden. Der Ton liegt dabei irgendwo zwischen pedantisch, gernegroß oder verächtlich. Auf jeden Fall gilt: zu mäkeln gibt es eigentlich immer etwas.

„Das machte sie ganz gut, allerdings war es ohne große Raffinesse - mir etwas zu eintönig.“
-vino

„Nach allem, was man so liest, kann man bei Escorts in der Preisklasse nichts anderes erwarten als junge Muttis, die versuchen, ihre Stunde schadlos, aber korrekt über die Runden zu bringen.“
– Peter4

„Es begann ein längeres gegenseitiges Streicheln und Küssen, dabei zeigt Stella keinerlei Berührungsängste, die ZK (Zungenküsse) sind eher zärtlich als leidenschaftlich und man merkt leicht, dass Stella Raucherin ist.“
- vino

„Polly ist wirklich sehr zierlich. Aber sie sieht deutlich älter aus. Ich hätte sie auf 25-28 geschätzt. Sie ist wirklich süß, aber eher passiv, und war zumindest an dem Abend nicht wirklich leidenschaftlich.“
- jaegameista

 

Seite 2: Konsumieren in der Wegwerfgesellschaft

  • 1
  • 2
  • 3
  • nächste Seite »
Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort

zurück zum Dossier
Zu diesem Artikel gibt es
27 Kommentare

Weiterführende Links

Deutsche Männer auf Partnersuche
Die Braut aus dem Prospekt

Geld oder Liebe?
Die Lüge von der wahren Liebe

Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

DGF-Chef Peter Strohschneider
Professor Störenfried
von
11.05.2013
Euro-Krise
Zurück nach Maastricht!
von
10.05.2013
Geldentwertung
Sparen – ein anderes Wort für Enteignung
von
08.05.2013
Demografie
Jugend? Welche Jugend?
von
08.05.2013
Joachim Bessing
„Jeder braucht einen Menschen, der ihn ruiniert“
Interview mit
Joachim Bessing
06.05.2013

zum Dossier Geld oder Liebe?zum Dossier Artikel des Jahres 2012
Twitter
zum Ressort

zurück zum Dossier

Weiterführende Links

Deutsche Männer auf Partnersuche
Die Braut aus dem Prospekt

Geld oder Liebe?
Die Lüge von der wahren Liebe

Diese Artikeln könnten Sie auch interessieren:

DGF-Chef Peter Strohschneider
Professor Störenfried
von
11.05.2013
Euro-Krise
Zurück nach Maastricht!
von
10.05.2013
Geldentwertung
Sparen – ein anderes Wort für Enteignung
von
08.05.2013
Demografie
Jugend? Welche Jugend?
von
08.05.2013
Joachim Bessing
„Jeder braucht einen Menschen, der ihn ruiniert“
Interview mit
Joachim Bessing
06.05.2013

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • politik
  • Tourismus
  • Moral
  • Urheberrecht
  • favs
  • Digitalisierung
  • A Nachlesen
  • A Nachlesen
  • internet
  • Film
  • Literatur
  • Literatur
  • NH
  • Polemik
  • Praktische Philosophie
  • diethart
  • Steinbrück
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • MILANKO
  • Entwicklungspolitik
  • Gunter Hofmann
  • dudelfunk
  • pit
  • Material-SK
  • Steuern
  • Antisemitismus
  • Intellektuelle
  • Türkei
  • Jan von Alen
  • Autoren
  • Autoren
  • Autoren
  • Doppelte Staatsbürgerschaft
  • Test
  • Hyperkorrekte
  • Stasi
  • Fernsehen Qualität
  • Kretschmer
  • Kretschmann
  • Politik
  • Pressegleichschaltung
  • NSU
  • gender
  • gender
Neues Dossier anlegen:

Die Zeiten,

in denen der Kavalier genoss und schwieg, die sind vorbei.

Zumal es sich bei den hier beschriebenen "Herren" nicht um Kavaliere handelt. Und die eine oder andere Bewertung entspringt vielleicht der Phantasie eines Feinrippträgers, der mit einem Dosenbier in der Hand am PC sitzt. Egal ob real oder fiktiv: Für mich sind dass einfach Versager, die nichts auf die Reihe bekommen.

Nur - was ist daran neu, außer der Tatsache, dass Freier jetzt im Internet ihre Erfahrungen öffentlich machen?

Außerdem wird keine Frau gezwungen, als Prostituierte oder "Escort-Dame" zu arbeiten. Was auch mal gesagt werden muss.

  • Antworten
Katharina K.05.04.2012 | 19:18 Uhr

Feinripp, Dosenbier und Versager

Liebe Katharina K.

Es gibt schon Frauen, die zur Prositution gezwungen werden.

Meist sind Männer auch gezwungen zu den Damen des liegenden Gewerbes zu gehen.

Mann merkt also, daß schon viel Zwang - auf beiden Seiten - vorhanden ist.

Warum ist das so? Ganz einfach! Solange die Frauen in drei Kategorien einzuteilen sind, wird es auch eiterhin dieses älteste Gewerbe geben und Männer - auch ich - sich in dieser Zwangslage befinden.

Ach ja, hab ganz vergessen, daß viele gar nicht diese drei Kategorien kennen.

1. Gruppe: Frauen, die intelligent sind.

2. Gruppe: Frauen, die schön sind.

3. Gruppe: Die restlichen 96,7 % des weiblichen Geschlechts.

In diesem Sinne. Ich denke, daß ich mich gleich etwas frisch mache, ein sauberes Feinripphemd überstreifen werde und mir eine Vertreterin der Gruppe 2 kaufen werde. Wenn ich dann wieder zu Hause bin kann ich ja in Erinnerung des gerade erlebten schwelgen und mit eine Dose Bier schmecken lassen.

Schönen Gruß

  • Antworten
Graf Porno10.04.2012 | 23:00 Uhr

Nicht schlecht

Danke für die Informationen.
Versager unserer Gesellschaft werden hoffentlich immer weniger werden. Männer, die für Frau und Kind jeden Morgen selbstaufopfernd aufstehen, um eventuell dafür mit sowas banalem wie Sex entlohnt zu werden. Weil offenbar Frauen nicht mehr zu bieten haben!
Sofern die Scheidung kommt, was heute nichts ungewöhnliches ist, werden diese Versager, die das gegen sie gerichtet System nicht verstanden haben, verstehen, dass nur die Frau das Recht hat nach der Scheidung zu leben wie in der Ehe: Also Kohle her und im Gegenzug gibt es oft nicht mal das Recht, das eigene Kind aufwachsen zu sehen! Also Kinderwunsch soll man sich als Mann abschaffen, denn das Kind gehört juristisch der Mutter! Was biologisch so mit dem Kind ist, interessiert nicht, denn die Natur hat hier nichts zu melden.

Gewinner sind so klug und wissen, dass Escort die billigste Variante im Leben eines Mannes ist, das zu genießen, was die meisten Frauen nur im Stande sind geben zu können. Was, wovon eigentlich immer beide was haben! Der Mann ist eigentlich schon nach dem Akt mit der Dame Quitt. Eigentlich! Aber nimmt man es der Frau, stehen die einfach mit leeren Händen da. Dementsprechend wird das schwache Geschlecht immer von Sex abhängig sein, um Gehör zu bekommen. Ein Mann hat zum Glück viel mehr Möglichkeiten. Danke Natur!

  • Antworten
Mark Erwin06.04.2012 | 14:10 Uhr

Ich finde das gut.

Zunächst einmal vorweg, als Reaktion auf den Satz von Katharina K., "Die Zeiten, in denen der Kavalier genoss und schwieg, die sind vorbei" und die Äußerung, dass diese Herren "keine Kavaliere" seien:

Warum sollten diese Herren auch Kavaliere sein wollen? Die Frauen, die sie bedienen, sind ja auch keine Ladies, so, wie die meisten Frauen insgesamt keine "Ladies" sind, und die meisten Männer keine "Kavaliere" - aber darum geht es hierbei auch gar nicht. Hier geht es nicht um "Prinzesschen" und Ritter, sondern um Körperlichkeit. Punkt.

Ich denke, dass die Aussage, dass es sich bei diesen Männern um "Versager" handele, schlicht und einfach ihren Ursprung in dem Neid darüber hat, dass sich noch so "ungentlemenlike" Männer die allerschönsten Frauen mit den perfektesten Körpern schlicht und einfach "kaufen" können.

Ich finde das super, du kannst als Junggeselle (und natürlich auch als Nicht-Junggeselle) einfach völlig unkompliziert die schönsten Frauen haben - ohne großes Vorgeplänkel, ohne, dass du mal wieder den Zahldeppen im Restaurant machen darfst ... toll.

Dieser Umstand löst aber bei der einen oder anderen Frau mitunter natürlich großen Unmut darüber aus, die Kontrolle über die Sexualität des Mannes an dieser Stelle zu verlieren.

Abschließend: Der Artikel als solcher hätte mit Sicherheit eine andere Tonalität bzw. es gäbe ihn gar nicht, wenn es um Frauen ginge, die Männer kauften. Diese Umstand würde dann in Frauenzeitschriften abgefeiert (es gab letztens irgendwo einen Bericht über eine Onlinebörse, in der Frauen Männer in eine Art "Einkaufswagen" packen konnten. Natürlich keine Kritik hierüber, im Gegenteil).

A propos "Frauenzeitschrift", liebe Männer: Gehen Sie bei der einen oder anderen mal auf die Website, da können Sie gut sehen, was heute aus den "Ladies" geworden ist ... ;-))

  • Antworten
Freier von Stein06.04.2012 | 16:08 Uhr

Auch Huren haben ein Recht auf Kritik

Ich finde diese Bewertungsseite sehr gut, denn dadurch wissen die Frauen, ob sie alles richtig machen.

Hure zu sein, ist eines der Lieblingsberufe von Frauen ("Mein Beruf ist meine Berufung"), von daher unterstützen solche Websites das weibliche Streben nach Vervollkommnung mit Hilfe von Männern.

Auch die Ergebnisse der Stiftung Warentest führen zu Verbesserungen.

  • Antworten
frauenhaus.bloganddiscussion.com06.04.2012 | 19:18 Uhr

Stiftung Warentest: Eskortladies

"Und die eine oder andere Bewertung entspringt vielleicht der Phantasie eines Feinrippträgers, der mit einem Dosenbier in der Hand am PC sitzt."
An Katharina: ich habe gelacht und mir den Feinrippträger vorgestellt. Sei nicht ganz so streng mit den Herren, die sich in diesem Netz austauschen. Aus manchen Zeilen der tollen Hechte lese ich die Sehnsucht nach mehr als schnellem Sex, aber woher nehmen, wenn die Frauen inzwischen so selbstständig und wählerisch sind. Leider wird allzu oft SEX mit Liebe verwechselt, wird ja oft genug die Floskel von der "käuflichen Liebe" benutzt. Gut, dass es Frauen gibt, die ihren Beruf als Hure gerne ausüben und ernst nehmen. Illusion gegen Bezahlung - besser als lauter notgeile Kerle, die auf der Strasse rumlaufen und die nächste Frau anspringen. Inzwischen gibt es so viele Bewertungsportale, ich denke an die vielen Bewertungen ärztlicher Kunst oder die Bewertungen (eher Beschimpfungen) von Lehrern - alles subjektiv und nicht wirklich ernst zu nehmende Beiträge. Solange niemand beschimpft oder beleidigt wird, ist es okay; ansonsten sollten sich die Betroffenen zur Wehr setzen.

An Mark Erwin:
"Dementsprechend wird das schwache Geschlecht immer von Sex abhängig sein, um Gehör zu bekommen. "Da kann ich nur antworten mit "Herr, lass Hirn regnen, aber flott." So viel gequirlte Schei... auf einmal ist kaum noch zu ertragen. Ein Glück, dass wir Frauen uns nicht ausschließlich über Potenz und unsere Sexualität definieren.

Zuletzt noch an den Freiherrn von Stein: natürlich würde die Bewertung anders usfallen, wenn Frauen über ihre Escort-Erfahrungen berichten. Denn es gibt andere Kriterien, die für mich entscheidend wären: u.a. Hirn! und das nicht nur unterhalb der Gürtellinie.

  • Antworten
Alexandra Behring07.04.2012 | 11:27 Uhr

Schade, so schlechte Qualität

Schade, so schlechte Qualität bin ich von Cicero nicht gewohnt. Die Verachtung der AutorIN gegenüber Freiern schwingt in jedem Satz mit.

Dabei sind die Hurenportale doch nur ein weiteres Beispiel dafür, dass das Internet für Transparenz sorgt, die dem Verbraucher nützt. Vor 10 Jahren konnte man bei Prostituierten abgezockt werden, weil die Informationen asymmetrisch verteilt waren bzw. der Freier gar kein Wissen im Voraus hatte. Heute ist es dank der Online-Bewertungen kaum möglich, dass sich Abzockerinnen im Geschäft halten. Die Transaktion wird fairer, der Markt von unseriösen Angeboten bereinigt.

Und was soll daran schlimm sein, eine Dienstleistung wie käuflichen Sex in allen Einzelheiten zu bewerten? Der Mann ist ein Kunde und wenn der Kunde nicht das bekommt, was er wollte, oder schlecht behandelt wurde, wieso sollte er das nicht anderen Kunden mitteilen?

Die moralische Entrüstung von der Kommentatorin Katharina ist übrigens absolut lächerlich. Wir sind nicht im 18. Jahrhundert. Wie die anderen Männer hier richtig gesagt haben, ist käuflicher Sex gerade für erfolgreiche Männer der Ehe vorzuziehen. Wo sonst wird man so ehrlich behandelt? Zu jedem Zeitpunkt ist klar, dass es sich um gekaufte Liebe und eine Illusion handelt (gut, es gibt immer Idioten, die sich in Huren verlieben, doch genauso gut würden sie im richtigen Leben von manipulativen Frauen abgezockt). Geld wechselt den Besitzer, die Dienstleistung wird vollzogen, und fertig. Absolut ehrlich, keine falschen Vorstellungen.

Sex ist eine Ware. Liebe ist eine Ware. Die Ehe hat für den Mann ausgedient. Akzeptiert es endlich.

  • Antworten
Kay07.04.2012 | 12:23 Uhr

Machtphantasien

Männer leben ihre Machtphanstasien aus, indem sie die mit finanzieller Peitsche unterworfenen Sexsklavinnen hinterher nochmal streng beurteilen. Nichts neues. (wie armselig by the way, und das ist was katharina k. mit versager meinte, nichts sonst).
aber UNGLAUBLICH: ein magazin "für politische Kultur" wartet mit diesem Plauderton, diesem entwürdigenden Titel auf und meint Prostitution als unterthema von "liebe und konsum" einordnen zu können. miese analyse. was hat denn das mit liebe zu tun. bzgl Konsum: anders als sonst, ist der Kaufakt hier als Machtausübung DER zentrale Bestandteil des Produkts. es geht hier zu allererst um Machtphantasien und Unterwerfung.
@ Freier von Stein/Mark Erwin: wenn du nicht den Zahldeppen im Restaurant machen willst, tu es nicht. wenn du keine familie willst, verhüte beim sex, wenn du kapitalistisch organisierte schufterei scheiße findest, geh demonstrieren, wenn du sex ohne Beziehung willst, such dir eineN gleichgesinnteN SexpartnerIn, und wenn das aus "unerklärlichen gründen" nicht klappt..., jenseits der finanziellen Sklaverei gilt eben: wer ficken will, muss nett sein.
"geile körper": überholtes konzept. dafür kann man sich doch heute wachspuppen modellieren lassen.
Außer mit Frauen, habe ich nur noch mit Männern Sex, die auch gerne mal in Frauenrollen schlüpfen. Die sind die einzigen die das Problem gespannt habe, die einen nicht mit ihren albernen Phantasien von dem Objekt "die Frau" nerven.

  • Antworten
Jassim Riese07.04.2012 | 13:31 Uhr

Ja und?

@Jassim Riese ((("Männer leben ihre Machtphanstasien aus, indem sie die mit finanzieller Peitsche unterworfenen Sexsklavinnen hinterher nochmal streng beurteilen. Nichts neues. (wie armselig by the way, und das ist was katharina k. mit versager meinte, nichts sonst)."))))

Hahaha!

Alice Sch. Warzer? Bist du's?

Versuchst du unter Pseudonym deine lesbische Weltsicht anderen unter die Nase zu reiben?

  • Antworten
frauenhaus.bloganddiscussion.com08.04.2012 | 18:07 Uhr

Kauf Dir die Illusion von Liebe,

denn was wäre ein Leben ohne Illusionen? Welches Selbstwertgefühl haben Männer, die Frauen mieten müssen um sich als Mann zu bestätigen und wie sieht es mit dem der Frauen aus? Was sagt das über die Machtverhältnisse in der Gesellschaft und die Dominanz von Triebstrukturen? Ich weiß es nicht. Das "älteste Gewerbe der Welt" wird gesellschaftsfähig und damit verschwindet ein Teil der depravierenden Lebensbedingungen von Huren. Soweit so gut. Wahrscheinlich braucht es auch keinen käuflichen Sex um einen Roman über die Einsamkeit beim Koitus zu schreiben, denn je abgestumpfter wir sind, desdo größer wird der gemeinsame Nenner. Das Ideal der romantischen Liebe mit all seinen sublimatorischen Effekten wird auf dem Altar der Marktwirtschaft geopfert und Frauen stehen nach dem Preis-Leistungsverhältnis ihrer Pneumatik und der Vaginalkontraktion im Benchmark. Kriterien der modernen Dienstleistungsgesellschaft wie: Competence (Kompetenz)
Courtesy (Höflichkeit)
Credibility (Glaubwürdigkeit)
Security (Sicherheit)
Access (Kontaktbequemlichkeit)
Communication (Kommunikation)
Understanding (Verständnis)
Tangibles (Materielles Umfeld)
Reliability (Zuverlässigkeit)
Responsiveness (Entgegenkommen, Ansprechbarkeit) (Quelle: Wikipedia)

können direkt übernommen werden. Einer erneuten kulturellen Blüte der Prostitution steht nichts mehr im Wege. Soll man das nun bedauern? Die Kälte der Welt beweinen, in der verrohte Menschen sich auf ihre biologischen Funktionen reduzieren und Liebe mechanisch definiert wird? Das muss wohl jeder selber wissen. Warum ist mir nur so kalt geworden?

  • Antworten
Christoph Kuhlmann07.04.2012 | 17:24 Uhr

Aber meine Herren...

Auch frau kann heute ihre Sexualität selbstbewusst leben. Dass viele Frauen immer noch vom Märchenprinz träumen und dann in der Ehe ernüchtert aufwachen, ist leider eine Tatsache. Standesämter meide ich daher, denn Prinzen gibt es nur im Märchen. An die glaube ich schon lange nicht mehr.

Dass Männer heiraten, um mit Sex entschädigt zu werden, überrascht mich. Wenn Freundinnen mir "zu vorgerückter Stunde" mal etwas erzählen, hört sich das eher so an, als hätte der Ehemann so eine Fortsetzung von Pension Mama gesucht: Vollversorgung und Unterstützung bei der Karriere, wobei die Ehefrau neben einem Halbtagsjob (das Reihenhaus soll schnell abgezahlt werden) und Kindererziehung ("das kannst du besser") auch noch den Abwasch erledigen kann.

Frauen sind auch nicht die besseren Menschen. Allmählich sollte sich dass herum gesprochen haben. Wer meint, wir wären solidarischer oder einfühlsamer, der glaubt auch, dass Schweine fliegen können. Herrn von Stein stimme ich in einem Punkt zu: Hätten Frauen ein solches Forum gegründet, dann wäre die öffentliche Reaktion anders ausgefallen. Ansonsten konvenieren mir die Ausführungen des Freiherrn, der auch mal das Haus mit der roten Laterne besucht, nicht so ganz.

Sollten wir auch mal ein solches Bewertungsforum gründen? Nein, ich finde das hat keinen Stil. Denn wer - ob Frau oder Mann - für Sex zahlen muss, gehört schon zu den Losern. Wenn mal Flaute herrscht und die Klingel etwas kälter wird, kann man ja ein gutes Buch lesen.

  • Antworten
Katharina K.07.04.2012 | 18:44 Uhr

Stimme Ihnen zu.

Stimme Ihnen zu.
Nun ist es den meisten Herren absolut egal, was die "gekaufte" Frau über sie ertwas denkt. So lange sie höflich zulächelt und ihr Mund nur für ganz bestimmte Dinge aufmacht- stört es keinem.

Also, die Looser wissen nicht, dass sie Looser sind. Ich denke, die Glücklichsten sind so weit die Unwissenden... :)

  • Antworten
Maja09.04.2012 | 16:07 Uhr

Liebe Katharina ...

... nur keinen Neid ... :-)

  • Antworten
Freier von Stein 10.04.2012 | 11:21 Uhr

Also...

...ich vertrete ja immer noch die Theorie:

Männer und Frauen würden gerne in einer idealen Ehe leben...grosse Liebe, Respekt, Zweisamkeit, Familie, dauernde Zärtlichkeit...

Aber die heutige Emanzen- und Porno-Kultur wirkt in den postmodern-dekonstruktivistische relativistischen Gesellschaften des kapitalistischen neoliberalen Westens einrach dagegen...

So gesehen sind Männer und Frauen (das sind heute häufig aggressive oder auto-aggressive Tyranninen und speziell in Deutschland emotional blockierte Ziegen) eben Opfer des angeblichen Fortschrittes...
Kampf Emanzen freilich mit ihrem irren Männerhass will keiner...man merkt den Unterschied, geht man nach Osteuropa und Asien...

@Katharina K:

Oh, es gibt sehr wohl charakterliche Märchenprinzen...aber eben nur für charakterliche und einstellungsmäßige Märchenprinzessinen...Aussehen ist da weniger wichtig als die ganze Einstellung! Und manche WEIBER (Damen sind es nicht mehr) heutzutage sind nur noch BIESTER! Das sollte auch mal gesagt werden...wer kann, sollte nach Osteuropa oder Skandinavien aufs Land auswandern...da ist die Welt noch nicht so kaputt! Und die Beziehungen halten länger als in usnerer Freimaurer-Gesellschaft!

  • Antworten
Lars Lonte08.04.2012 | 12:22 Uhr

Es könnte so einfach sein...

..aber da wird ein solchens Thema pseudowissenschaftlich untersucht und natürlich mit allerlei offenen und versteckten, moralischen blabla bewertet. Und wo so ein Artikel ist, sind die Feministinnen nicht weit...ein Blick in die Kommentare spricht da Bände. Sexualität ist ein Grundbedürfnis wie essen und trinken. Wenn sie essen oder trinken gehen, wenn Sie mal das Restaurant wechseln um etwas Abwechslung zu haben, das ist natürlich völlig normal. Aber wehe, sie wollen ein anderes Bedürfnis stillen...da wird dann der gaze Quatsch von Macht, Unterwerfung und Unterdrückung aufgetischt. Es ist wirklich maximal lachhaft.

Das es einfach das Bedürfnis nach Nähe, Zuwendung und Entspannung sein könnte, das so einfach und ohne weitere Verpflichtungen erfüllt wird, ganz ohne dabei den Wunsch zu haben, irgendjemand unterwerfen zu müssen, das ist natürlich gänzlich ausgeschlossen. Man kann das Leben durch solchen Quatsch unendlich verkomplizieren. Denn eigentlich ist das ganze viel einfacher. Das war es immer und das wird es im ältesten Gewerbe der Menscheit auch immer bleiben.

  • Antworten
Sophos10.04.2012 | 00:24 Uhr

Anachronismus aus der feministischen Mottenkiste

@Jassim Riese ((("Männer leben ihre Machtphanstasien aus, indem sie die mit finanzieller Peitsche unterworfenen Sexsklavinnen hinterher nochmal streng beurteilen.")))

Ich bin geschockt, dass solchen längst überkommen geglaubten Hasstiraden aus der feministischen Mottenkiste noch abgespult werden.

Männer = Versager?
Sex = Macht?
Erfahrungsberichte = Machtphantasien?
Geld = finanzielle Peitsche?
Prostituierte = Sexsklavinnen?

LAME. FAIL. FEMINISMUS.

  • Antworten
frauenhaus.bloganddiscussion.com10.04.2012 | 07:01 Uhr

Distanz ist alles

Jaja wenn man so distanziert ist von dem Ganzen...habt ihr eigentlich irgend eine Ahnung was es heißt, seinen Körper zu verkaufen? Schonmal als Stricher probiert? Sicher nicht! Ihr tut aber so scheiße-scheinheilig, als ob ihr das wüsstet, wie jeder Frau bei der Prostitution die Seele zerschossen wird...und dann entwürdigt man die jetzt auch noch mit so einer Bewertung, super. Stellt euch vor, eine von denen ist eure Tochter, dann wärd ihr wohl noch Stolz darauf, dass sie gut ankommt, oder was? Ich möchte mal die großen Kommentatoren hier in einem Männer-Bordell sehen, wo die dann bewertet werden. Vergleichsweise könnte dann da ja sowas stehen, wie "hatte winzigen Penis", "kam viel zu schnell", "hat Haare am Arsch". Ja meine lieben Herren, das würd euch sicher nicht kratzen? Oder doch?

  • Antworten
Hellrazer91111.04.2012 | 19:15 Uhr

Grins, Lusthaus.cc

Tja, und genau wegen diesen Lügen auf der Seite die im Artikel beschrieben wird und die Schlechtmacherei von diversen Möchte-Gern-Kritikern, die nur ihre Allmachtsphantasien ausleben wollen, haben wir es geschafft, daß genau diese Seite zweimal mit der Domain umziehen mußte. Zwei von diesen ´Kritikern´ haben wir persönlich erlebt. Und ganz ehrlich, die beiden sind Leute, mit denen ich privat rein gar nichts zu tun haben möchte.

  • Antworten
Thomas11.04.2012 | 21:29 Uhr

Bewertungen...

Ist schon zynisch, wie hier Menschen wie Zahnpasta oder Pferde bewertet werden. Was ist nur aus unserer Gesellschaft geworden, wo Humanismus nicht nur ein Fremdwort sondern schon ein Schimpfwort ist.
Das wir alles nur noch auf den Mammon rationalisieren tritt hier deutlich zutage. Dies wird eines TAges noch auf uns zurückfallen.
Die Gesellschaft benimmt sich wie Rauschgiftabhängige egoistisch über alle Maßen. Auf solchen Seiten bekommt man nur eines das schaudern.

  • Antworten
Claude12.04.2012 | 10:49 Uhr

Gegenseitige Autoerotik / Voyeurismus

Die Kommentare in den jeweiligen Foren beschreiben die Verschiedenartigkeit der Motive der Freier und sind auch ein ungeschminktes Abbild der derzeitigen Sexualtität in unserer Gesellschaft.

Von daher sind diese Foren tatsächlich ein hochinteressantes Abbild und soziologisches Studienobjekt, wenn man es auzuhalten vermag, dort länger lesen zu können, ohne selber Opfer von Pornographie oder von Moralvorstellung zu werden.

Weiterhin sollte man berücksichtigen, dass es tatsächlich wiederum nur eine bestimmte Motivgruppe sein dürfte, die sich in den Foren abarbeitet. Vermutlich gibt es auch Gruppen, die dort nicht auftauchen. Ob dies nur die schweigenden Kavalliere sind, halte ich für fraglich.

Letztendlich ziehlen diese Foreneinträge auf Herstellung von "Gemeinschaft" und gegenseitiger Teilnahme. Fehlende Gemeinschaft im weiteren Sinne aber ist genau der Faktor, der zur käuflichen Liebe/Sex/Spiel/Vergnügen geführt hat. Das Problem ist also, dass die Menschen und Geschlechter nicht mehr zu einander finden können und ein Ersatz hermußte. Ein allgemeines immer stärker werdendes "Gemeinschaftshindernis" ist ein großes Problem unserer modernen Industriegesellschaft. Die Foren dienen auch einer Stabilisierung dieser Angewohnheiten und Verhältnisse.

Zur Prostitution:
Nachdem Rot/Grün die Prostitution quasi Legalisiert hat, hat sich die Gesellschaft stark verändert. Es wird inzwischen genz öffentlich mit Sprüchen wie "neue blutjunge Mädchen im so-und-so" geworben, und man fragt sich, ob das so richtig ist. Besonders für die Jugendlichen, die noch im Alter der Meinungsbildung sind, ist dies problematisch.

Ich denke, das ganze System sollte überdacht werden.

Man hat die Situation für die Freier optimiert, und die gesundheitliche und psychische Situation der Prostituierten als unwichtig erachtet.

Man sollte die Werbung im öffentlichen Raum, wie Plakate, Zeitungen, Internet unterbinden. Hier ist eine zuverlässige Altersprüfung notwendig.

Deweiteren müssten sich Prostituierte registrieren lassen. Anhand der Indentitätskarte muss sich der Freier versichern, dass es sich zumindest um einen rechtmäßigen Aufentaltstitel handelt, und Gesundheitliche, juristische und psychologische Beratungen stattfinden.

Aber das Thema ist absolut relevat.
Hier hatte CICERO den richtigen Riecher.

  • Antworten
Letis12.04.2012 | 13:59 Uhr

Versager

Der Artikel ist völlig irrelevant. Die meisten Huren sind heutzutage zur wenige Tage im gleichen Bordell und Zimmer tätig. Und wechseln dann die Adresse. Bewertungen sind also völlig wertlos. Positive oder Negative. Sowohl für sie als auch ihn.
Zum Thema Versager: Also ich gehe ab und zu ins Bordell, bin aber alles andere als solz drauf. Wenn ich ein Versager bin, dann schlicht aus dem Grund, weil ich sehr schüchtern bin, oder anders ausgedrückt, extrem risikoscheu. Ich ertrage es nicht, wenn ich einer Frau Nettigkeit entgegenbringe und diese nicht erwidert wird. Ich kann nur auf eine Frau zugehen, wenn ich vorher 100% weiss, dass sie positiv reagiert. Da man das aber nie weiss,... Das ist letztlich der Grund, warum ich Frauen nur kaufen kann. Da weiss ich 100% vorher, was geschieht. Kann man sicherlich als "Versagen" definieren, ich nenne es "hochsensitiv".

Natürlich kann es echte Nähe zwischen Huren und Freiern geben. Das ist zwar selten der Fall, aber das gibt es.

Wenn man normal bezahlt hat, aber nur einen Handjob möchte, und die Hure reagiert regelrecht enttäucht bis sauer, dass man es gar nicht richtig mit ihr machen möchte, (obwohl sie das Geld schon längst hat), dann zeigt auch das möglicherweise, dass auch bei einer Hure vielleicht noch andere Mechanismen oder Sensitivitäten da sind als nur das Geld. Jedenfalls logisch erscheinen mir solche Reaktionen nicht.

  • Antworten
Nepomuk Obrosobodowsky12.04.2012 | 15:20 Uhr

Jaja, der Mann, dieser böse

Jaja, der Mann, dieser böse Versager...
Vielleicht hilft es meinen Mitfrauen ja, sich vor Augen zu führen, dass es auch Escortservices für Frauen gibt. Wer Männer, die für Sex bezahlen als Versager abstempelt, muss das dann auch bei diesen Frauen machen (evtl. sogar noch mehr, denn Frauen haben es definitiv leichter, einen Sexualpartner für einen ONS zu finden). Das gleiche gilt für die Bewertungsportale: Schon mal mit den Freundinnen über den Sex mit dem Verflossenen geplauert (abgelästert)? Was ist da der moralische Unterschied zu einem Bewertungsportal? Und ist Sex nicht auch für einige Frauen ein Machtmittel - v.a. in Beziehungen?

Kurz gesagt: Klischeehafter und einseitiger Artikel, dessen Verachtung für Freier unüberlesbar ist - in meinen Augen eine unreife Reaktion auf die Gegebenheiten des Lebens. Hätte nicht gedacht, dass ich mal Freier verteidigen muss.

  • Antworten
Frau12.04.2012 | 16:56 Uhr

Nach Jahrelanger Erfahrung

Die Freier sind jedoch auch unterschiedlich wie Tag und Nacht, würde den "Beruf" Escortdame schon eher teilweise als psychologischen Lehrgang betrachten.

Man kann eigendlich nicht alle über einen kamm scheeren. Es gibt die Freier die nähe suchen, zärtlichkeit, es gibt die Freier die sich einfach entspannen wollen, es gibt die verheirateten Freier die ausbrechen wollen aus dem alltag, es gibt die Freier die einen nervenkitzel suchen, es gibt die Freier die unverarbeitete Kindheitserlebnisse aufzuarbeiten versuchen, durch spezifische neigungen, es gibt die Freier die einfach spaß haben wollen, bzw. was außergewöhnliches ausprobieren wollen wovon sie schon immer geträumt haben, und sich daheim nicht trauen...

und es gibt obermachos die sich mal geld gespart haben, und jede minute bei der Buchung ihre machtgelüste (die sie im alltag nicht ausleben können) freien lauf lassen müssen...
und es gibt wirklich kranke Leute...
und und und. Die Freier sind so verschieden wie es Menschen gibt...es gibt respektvolle, freundliche und A-löcher abartige...

Zu den Frauen: Ich denke das viele es aus einem bestimmten Grund machen, Not, Ziele verwirklichen Sprungbrett (z.b. Haus im Ausland für Familie bauen), keine Ausbildung, Drogensucht, sexueller Mißbrauch in der vorgeschichte und entsprechender Lebenslauf, einfach schnelles Geld...über zwangsprostitution rede ich grad nicht (die machen es ja eh nicht aus freihen stücken.
Seelisch glaube ich macht es einen auf dauer kaputt, und körperlich somit irgendwann auch.

Spirituell gesehen ist es auf Dauer nichts für die Seele...denn die Seele sehnt sich nach wahrer Liebe und das auch zu sich selbst.

Aus meiner Erfahrung haben die meißten Freier echte psychische Seelische probleme, (Familiäre auch) vorallem die wo regelmäßig wöchentlich, diese Dienste in gebrauch nehmen. Welche Sie jedoch nicht selbst wahrnehmen oder sie als solche erkennen.

Die Frauen -> Escort Damen übrigens auch ;)

So gesehen paßt es ja Resonanz mäßig ;)
Bis man es geschafft hat seine Probleme/ psychischen probleme anzugehen/ zu bearbeiten und aus diesem Mileu rauszufinden :)

Und dann fängt die ganze Arbeit erst an...wenn man z.b. den richtigen Partner gefunden hat...diesen Job zu verarbeiten!!!

Doch unsere Welt ist ja eher immer kränker als gesünder momentan ... vielleicht schwenkt es ja noch um :)

Zu diesem Forum für Freier...finde es o.k.
schließlich unterhalten sich die Escort Damen mit andern kolleginnen sowie dem Escort unternehmen meißtens ebenso über die Freier ;)
Da es ja ebenso schlechte anstrengende Freier gibt, die man auch nicht unbedingt besuchen/einladen möchte.

Doch an die Freier: ich glaube das der Prozentsatz der Frauen die es wirklich gerne und aus tiefstem Herzen mit Freude machen sehr, sehr gering ist 0,00001% oder so...

Doch wenn ich ein Mann wäre hätte ich es sicherlich auch mal ausprobiert wie das ist ;)

  • Antworten
DunkelElbe12.04.2012 | 23:06 Uhr

ProstG

zu @letis:

finden sie das prostitutionsgestzt nun schlecht ? soll die prostitution strafbar sein, zurück in die grauzone oder gleich illegal werden ?

die immer mehr den markt beherrschenden fkk clubs (besser beschrieben wohl als "wellnessbordelle") sind vom ansatz her eine absolut sichere, hygienische einrichtung mit einer hervorragenden sozialkontrolle. die männer, die dort sex kaufen, huschen nicht in finsteren treppenhäusern rum, keine frau muss sich dort vor grenzüberschreitungen fürchten. dass die eu freizügigkeit kurz nach schaffung des ProstG hier einen markt für beschäftigung von vielen frauen aus (aktuell dominierend) dem balkan schaffte, war nicht gewollt. und dass manche frauen (zumindest beim einstieg in diese arbeit) faktisch sich nach wie vor unseriöser, ausbeuterischer helfer bedienen, ist schade, aber keinesfalls "per se" durch das gesetz begünstigt. sehr viele frauen, die in deutschland schaffen, warn zuvor in spanien, israel, cypern oder italien im rotlicht. mit der situation in deutschland sind bislang alle, die ich fragte, wesentlich zufriedener.

bei allerdings einer festzustellenden tendenz: der markt scheint sich zu sättigen.

zum schluss: ich weiß nichts von einem anstieg an sexuell ansteckenden krankheiten, seit der "bockschein" abgeschafft wurde.

ach so, zum Thema selbst: die erlebnisberichte im i-net sind nicht mehr als eine fußnote der szene. jede dame im gewerbe kennt sich ebenfalls aus, viele der berichte sind auftragsarbeiten oder eigenwerbung: einfach blabla

  • Antworten
karlheinz 13.04.2012 | 11:23 Uhr

ProsG

@karlheiz

Natürlich muss jeder Forumseintrag in jedem Forum bezüglich der Motive auch nach (Eigen-)Interessen untersucht werden. Fündig wird man allemal. Wenn man aber mit etwas gesunden Menschenverstand und den Instrumenten der Sprachwissenschaften vorgeht, so klärt sich Vieles. Auftragsarbeiten und Eigenwerbung können auf Dauer nur so aufwendig und ausgefeilt sein, wie die Einnahmen es erlauben.

Ansteckende Krankheiten sind nur ein möglicher Aspekt. Es kann auch nicht wie beim grünen Prostitutionsgesetzt um die Optimierung der Kundensicherheit/Leistungen gehen.

Will man dem Schicksal der Menschen in diesem Bereich gerecht werden, in dem man von staatlicher Seite etwas tun möchte, so müsste man zunächst wissen wer dort ist. Das wäre der Sinn einer Registrierung. Daraufhin könnte für diesen Menschen Beratungen geschaffen werden. Die Freier müssten sich anhand der Karte vergewissern, dass gesundheitliche, jursitische, sozialpädagogische und psychische Beratungen wahrgenommen werden. Mit diesem Instrument der karte könnte man auch die Abrechnungen und die steuerliche Behandlung sicher abwickeln. Zwangsprostitution wäre leicher nachzuweisen. Natürlich kann man auch hier den Vorwurf machen, dass die Prostituierten (staatlich sanktioniert) nun nicht nur Physisch sondern auch einigermaßen Seelisch auf dem Damm zu sein haben.

Das ProsG, die neue Freizügigkeit im Ostblock sowie die Zustände mit den Visa in der Ukraine sollen ein Zufall sein? Man könnte noch den netten hannoveraner Klan um von Fromberg, den Hells Angeles und Kollege Herrn Schröder als Vermutung hinzuziehen.

Genauso wie die massive Deregulierung des Finanzplatzes Deutschlands und Schröders Freundschaften zu Herrn Maschmeier?

Oder wie die Ausrichtung auf Erneuerbare Energien, wie Wind und Sonne sowie die Kooperation mit Russland bei den Gaslieferungen für die Regelleistung bei Wind und Sonnenfinsternis?

Oder das Antidiskriminierungsgesetz und die zahlreichen gewerkschaftlichen Lobbyisten in der SPD?

Na, ja...
Dass das ProsG zu einem größeren „Konsum“ führen würde, hätte jedem klar sein müssen. Dass Deutschland jetzt zum Hauptumschlagplatz für Menschenhandel mit einer entsprechende Stärkung der OK geworden ist, hat man auch diesem Gesetz zu verdanken.

Die so genannten FKK Clubs sind für die P möglicherweise sicherer als vorherige Formen der Prostitution. Alles wird hinter einer freundlichen Fassade verpackt. Die Trennung von Betreiber der Infrastruktur und den Anbietern von körperlichen Dienstleitungen bringt eine Distanz mit sich. Dennoch bin ich fest überzeugt, dass auch hier Zwangsverhältnisse, psychische Probleme, Drogenabhängigkeit, Gewalt und Ausbeutung bestehen.
Diese Fassade dient den typisch deutschen Bedürfnissen nach einem guten Ruf und „Menschlichkeit“.

Eine Abschaffung der P ist meiner Ansicht nach inzwischen unrealistisch. Besonders in Deutschland alleine. Für eine 180°-Drehung ist es zu spät. Gesetze sollten sich immer an der Realität und nicht an weltverbesserischen Ideen orientieren.
´
Wie bei vielen Vorhaben von Rot/Grün, wie der Energiewende, Griechenlandbeitritt, Afghannistan, SGB2 und Antidiskriminierungsgesetz müssen wir jetzt mit den Folgen leben. Es wurde großer Schaden angerichtet, sie sind aber im vollen Umfang nicht reversibel. Man kann nur ergänzen oder man muss mit den üblen Folgen leben.

Ich habe damals das „Schwedischen Modell“ favorisiert, d.h. Strafen für die Freier. Die Grauzone in Schweden ist sehr klein geworden. Eine geringere Anzahl der Freier fährt jetzt in die baltischen Staaten. Mit den Grünen war damals und auch heute nicht zu reden.

Dafür ist es nun zu spät.

Ale erstes müsste jetzt jeder Form der öffentliche Werbung verschwinden.

  • Antworten
Letis15.04.2012 | 21:27 Uhr

Als Kind wurde ich

Als Kind wurde ich missbraucht und ich genieße jede Sekunde mit meinem Mann, der mich nicht missbraucht.Ich bin aus dem Zirkel der Sucht nach Männern ausgebrochen.Für mich ist und bleibt Sex ohne Gegenseitigkeit ein Zeichen für die Schwäche unserer Gesellschaft und es gehört zu ihrer Stärke auch Prostitution in einem gewissen Rahmen zu tolerieren. Prostitution kann kein Leitbild für eine Gemeinschaft sein.

  • Antworten
Fee13.04.2012 | 16:59 Uhr

wie erbärmlich...

... diese Zurschaustellung der Verdinglichung des Menschen, auch Monate nach dem Erscheinungsdatum des Beitrags - Huren = Frauen, welche Männer "erleichtern" (wofür diese ewig dankbar sein sollten) werden nach Prinzipien von HR "human ressources" verdinglicht und wie Schweine klassifiziert - furchtbar aber logisch konsequent ein Ergebnis der "Kultur des Todes", wie der aktuelle (katholische) Papst richtig sieht und dieses verurteilt.

  • Antworten
Blase27.12.2012 | 01:12 Uhr

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Buch, Bücher, Literatur
Dossier

Die Buch-Seite

zum Dossier

Bildergalerie

Erste Figuren, letzte Ideen – die Karikaturen der Woche

zur Bildergalerie
Anzeige

Kisslers Konter

Dienstagskolumne von Alexander Kissler

Fetischisierung der Sexualität über die Grenzen hinaus

Im Zentrum der Kritik: Theodor-Heuss-Preisträger Daniel Cohn-Bendit

Kisslers Konter: Die Grünen geraten aufgrund früherer Positionen zur Pädophilie unter immer heftigeren Druck. Sicher ist: Das Thema wird die Partei noch lange beschäftigen


DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Christian Jakubetz - unhipster
Ruhe bitte, wir arbeiten gerade!

Netzgemeinde? Digitaler Graben, gesellschaftliche Kluft? Unfug - tatsächlich handelt es sich…

zum Blogeintrag

Frage des Tages

Klone der Schöpfung
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage

Thema der Woche

150 Jahre SPD: Vom Fürstenfeind zur Kaviarlinken
zum Dossier
Sollte die Bundeswehr Drohnen kaufen?
Das Cicero-Meinungsbild

Das Verteidigungsministerium will unbemannte Flugkörper kaufen. Ist das ethisch zu vertreten?

Umfrage
Die Türkei muss in die EU, fordert Gerhard Schröder im Cicero. Hat er Recht?
Ja, ein Beitritt ist dringend nötig, um die Region zu stabilisieren
15%
Nein, die EU wäre heillos überfordert
85%
Gesamtstimmen: 752
zur Umfrage
Medizin, Gesundheitssystem, krank
Dossier

Wie krank ist unser Gesundheitssystem?

zum Dossier

Dossier

Nordkorea zündelt

zum Dossier

Mittelstand,Mittelschickt,Bürgertum,Internetstore AG
Dossier

Mythos Mittelstand

zum Dossier

Anzeige
Anzeige

Video

„Deutschland wird nicht mehr zu den G8 gehören“

Video
alle Videos
Anzeige

Jetzt den Newsletter von Cicero Online abonnieren

Liebe Leserinnen und Leser. Gerne informieren wir Sie regelmäßig über das aktuelle Angebot von Cicero Online. Bitte tragen Sie ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken ihnen montags bis freitags unseren täglichen Newsletter.

E-Mail*
Anrede
Vorname
Nachname

Anzeige

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • AGB
  • Stellenangebote

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
 
RESSORTS
Startseite
Berliner Republik
Weltbühne
Kapital
Stil
Salon
Bücher
Karikaturen
Bildergalerien
Videos
Blogs
Dossiers
Newsletter
 
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Redaktion
© Cicero Online 2013zum Seitenanfang