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Berliner Republik

Armina Omerika„Der Islam muss ins Grundgesetz“

Interview mit Armina Omerika27. April 2011
Islam - die missverstandene Religion
Unter dem Titel "Islam - die missverstandene Religion" wurde kürzlich in Frankfurt demonstriert.
Schrift:

Die Islamwissenschaftlerin Armina Omerika sorgte für Aufsehen, als sie die Äußerungen des neuen Bundesinnenministers Hans-Peter Friedrichs (CSU) zum Islam in Deutschland offen kritisierte. Der hatte bei seinem Antritt gesagt, der Islam gehöre nicht zu Deutschland.

Seite 1 von 2

Auf der Islamkonferenz vor zwei Wochen ist es zu einem Eklat gekommen. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat angezweifelt, dass der Islam überhaupt zu Deutschland gehöre, Sie haben ihm heftig widersprochen. Was erwarten Sie von der nächsten Konferenz?
Während und nach der Konferenz ist deutlich geworden, dass es noch großen Diskussionsbedarf mit dem Bundesinnenminister gibt. Der Islam gehört spätestens seit der Anwerbung von Gastarbeitern im Jahr 1961 zu Deutschland. Seitdem ist er im Alltag der Städte und Dörfer präsent und die Geschichte seiner Präsenz in diesem Land ist ein Teil der Geschichte des demokratischen Nachkriegsdeutschlands, mit allem, was dazu gehört. Mittlerweile haben in großen Städten wie Köln 50 Prozent der Kinder unter 18 Jahren einen Migrationshintergrund, davon sind viele muslimisch. Und die Zahlen steigen. Herr Friedrich muss nun erst einmal für sich klären, ob er glaubt, dass der Islam Teil Deutschlands ist, und auch, ob der Islam Teil der Zukunft Deutschlands sein soll und auf welche Art und Weise. Diese Fragen sind entscheidend für die Fortführung des Dialogs.

Wie haben sie den neuen Bundesinnenminister empfunden. Ist er eine Fehlbesetzung?
Wir müssen mit ihm zusammenarbeiten, es führt kein Weg daran vorbei. Ich wünsche mir, dass sich der Innenminister mit den Realitäten des Islams und der Muslime in Deutschland auseinandersetzt. Herr Friedrich muss sich viel mehr als bisher über die Folgen seiner Äußerungen im Klaren werden. Seine Worte sind die des Bundesinnenministers und haben damit unmittelbar Relevanz. Ob er nachdenken wird, ob er sich mit dem Thema wirklich beschäftigen wird? Das müssen wir sehen.

Wenn der Islam zur Zukunft dieses Landes gehört, was muss sich dann verändern?
Der Islam muss im Rahmen der Verfassung als gleichberechtigte Religion anerkannt werden. Ich erhoffe mir davon aber auch, dass die Gleichstellung in einem demokratischen, säkularen Staat positive Rückwirkungen auf den Islam selbst hat. Religionen sind keine starren und unveränderbaren Systeme. Im Gegenteil. Sie entwickeln sich im jeweiligen sozialen und historischen Umfeld. Die islamische Zivilisation und Kultur haben sich auch in der historischen Begegnung mit anderen Kulturen, Weltanschauungen und Religionen entfaltet, die teilweise zu kulturellen Höchstleistungen geführt haben. Ich hoffe auf eine Fortentwicklung des islamischen Gedankens und ein verstärktes gesellschaftliches Engagement der Muslime für und in der deutschen Gesellschaft. Die Muslime müssen aus ihren ethnischen Nischen herauskommen. Langfristig wird damit eine Veränderung des Islambildes in Deutschland und Europa einhergehen.

Was für Einstellungen sollen die Muslime verändern?
Ein Beispiel: Den Stellenwert von Bildung kann man im Islam theologisch begründen, im Lebensalltag der Muslime in Deutschland steht er aber häufig nach wie vor hinten an. Dieser Wert muss innerhalb der islamischen Community erkannt und stärker gefördert werden. Nur ganz langsam, zu langsam, beginnt in den Familien ein Umdenken. Bildung ist die Aufstiegschance für Menschen in der Gesellschaft schlechthin - und zwar unabhängig von Herkunft und Religion. Damit einher geht beispielsweise auch die Überwindung der patriarchalischen Strukturen innerhalb der Familien. Entgegen allen Vorurteilen ist es sehr wohl möglich, die Gleichberechtigung von Mann und Frau aus dem Islam theologisch herzuleiten und diese mit den Vorstellungen von Gleichberechtigung, wie sie in unserem Grundgesetz steht, in Einklang zu bringen.

Das heißt, Sie plädieren für eine Reform der Auslegung des Islam, eine Aufklärung innerhalb des Islam?
Es gibt in der islamischen Theologie wichtige reformistische Impulse. Was ich erwarte ist, dass die Muslime in Deutschland diese Vorstöße stärker als bisher aufgreifen, in die Gemeinden hineintragen. Durch die staatliche Anerkennung des Islam als Religion gäbe es eine deutliche Trennung zwischen der religiösen und säkularen Sphäre, so wie es das Grundgesetz ohnehin vorschreibt. Soziale Probleme, wie mangelnde Bildung und Arbeitslosigkeit, würden dann nicht mit der Zugehörigkeit zum Islam verwechselt und vermischt werden. Eine klarere Definition der religiösen Kompetenzsphäre durch die Anerkennung würde einer „Islamisierung aller Muslime“ entgegen wirken.


Lesen Sie im zweiten Teil, wie Armina Omerika über die Thesen Thilo Sarrazins denkt.

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"Die Idee des säkularen Staates ist es, dass uns die Religionen nicht behelligen - auch nicht der Islam."

"Die Idee des säkularen Staates ist es, dass uns die Religionen nicht behelligen - auch nicht der Islam."

"Die Idee des säkularen Staates ist es, dass uns die Religionen nicht behelligen - auch nicht der Islam."

...

.

PS.

Wenn in allen muslimischen Ländern alle Religionen gleichberechtigt nebeneinander leben könnten - würden wir hier diese Diskussion nicht führen!

Ein Moslem kann kein Demokrat sein, wenn er ein Moslem ist und wenn er dann doch ein Demokrat sein sollte, dann ist er kein Moslem mehr!

Islam heisst Unterwerfung und nicht Mitbestimmung - bitte nicht vergessen!

.

  • Antworten
David_28.04.2011 | 00:00 Uhr

Anhand von Geburtenstatistiken wird pauschal von Omerika unterstellt, dass es Massen von Menschen geben soll, die sich gemäß der Definition von Artikel 4 GG freiwillig zu einem bestimmten Glauben bekennen. Das individuelle Bekenntnis wird sogar aufgrund von Geburtenstatistiken auf die Zukunft projeziert. Frau Omerika unterstellt also, sie würde den persönlichen Glauben ganzer Generationen ungeborener Menschen bereits im Voraus kennen. Eine äußerst diktatorische Einstellung, die dem freiem Glaubensbekenntnis, wie es das Grundgesetz formuliert, vollkommen entgegensteht. Dass Menschen, die ganze Menschengruppen und selbst Umgeborene vereinnahmen, überhaupt an deutschen Universitäten lehren und an der Islamkonferenz teilnehmen dürfen, ist erschreckend.

  • Antworten
Charlotte Reims28.04.2011 | 00:00 Uhr

Womit hat Frau Omerika ein Problem? Laut Artikel 4 GG darf jeder Bürger für sich in Anspruch nehmen, zu glauben, was er will. Der Islam ist total gleichberechtigt. Jeder Bürger darf für sich selbst festlegen, woran er glaubt. Spätestens mit 14 Jahren kann jeder Bürger frei entscheiden, ob er an Allah, Jesus, Shiva, Buddha, kosmische Kräfte und an nichts glauben möchte. Jede Einschränkung dieses Rechts stellt eine Grundrechtsverletzung dar. Der gebürtige Moslem ist daher aus Sicht deutschen Rechts vollkommen gleichgestellt.

Dass er diese Freiheit in der Praxis nicht immer so ausüben kann, ist nicht ein Problem der deutschen Verfassung, sondern ein Problem der islamischen Lehre. Von daher ist die deutsche Regierung der falsche Adressat, wenn Frau Omerika gleiche Rechte für alle verlangt. Es obliegt nicht der deutschen Regierung, die islamische Lehre dahingehend abzuwandeln, dass sie die glaubenstechnische Gleichberechtigung gebürtiger Moslems mit dem Rest der Bevölkerung ermöglicht. Eine diesbezügliche Abänderung der islamischen Lehre hin zu einem freien, grundgesetzfähigen Individualbekenntnis, müssen die islamischen Gelehrten schon selbst hinbekommen. Daran allerdings glaubt Frau Omerika selber nicht, sonst hätte sie uns verraten, welche islamische Rechtsschule "reformistische Impulse" aussendet. Sie stellt nur Forderungen an unseren Staat auf, zu mehr ist sie nicht fähig.

  • Antworten
Charlotte Reims28.04.2011 | 00:00 Uhr

Frau Omerika stellt fest, die "islamische Zivilisation" (sie spricht hier wohlgemerkt gar nicht mehr vom einzelnen Gläubigen, sondern von der gesamten islamischen Kultur) benötige die Begegnung mit anderen Kulturen, Weltanschauungen und Religionen, um sich zu entfalten. Nun, dazu war ja seit 50 Jahren in Deutschland Gelegenheit. Das Resultat sieht vor allem so aus, dass gerne auf außerislamische Kultur, Weltanschauung und Religion verzichtet wird. Wie man den Worten des türkischen Premierministers erst kürzlich wieder entnehmen konnte, wird vor einer "Assimilation" durch andere Kulturen sogar ausdrücklich gewarnt.

Von daher stellt sich die Frage, ob die umgebende Gesellschaft der richtige Adressat für die Vision von Frau Omerika ist. Sie müsste ja zumindest erst einmal bei gebürtigen Moslems die Bereitschaft wecken, sich den Transformationsfähigkeiten der Gesellschaft zu öffnen. Ob das im Sinne der vorbetenden Imame ist, darf bezweifelt werden. Frau Omerika macht sich sicherlich dort sehr viele Feinde mit ihrer Auffassung, die deutsche Gesellschaft müsse transformierend auf den Islam einwirken, um diesen demokratie-fähig zu machen und ihn zu säkularisieren.

  • Antworten
Charlotte Reims28.04.2011 | 00:00 Uhr

Eine Angelegenheit wie die eigene Bildung muss

theologisch begründet sein und
als Wert von der "islamischen Community" anerkannt sein.

Das sind natürlich Vorstellungen, wie sie uns in Deutschland vollkommen fremd sind. Selbst wer einer Glaubensgemeinschaft wie der katholischen Kirche angehört, würde nicht abwarten, ob der Papst Bildung für erlaubt, genehmigt oder gut erklärt. Genausowenig würde man sich in seiner Kirchengemeinde umhören, ob die anderen Familien es für okay halten, wenn man Bildung für wichtig hält.

Hier kommt also in der Tat zum Vorschein, welchen Nachholbedarf die erwähnte "islamische Community" hat, wenn sie Individualrechten wie dem Streben nach Bildung und freier Entfaltung der Persönlichkeit derartig im Wege steht. Der Wunsch der Befragten nach Säkularisierung ist vor diesem Hintergrund sehr verständlich.

Die Formulierung von Frau Omerika, dass eine Sache theologisch begründet und ihr Wert von der "islamischen Community" allgemein anerkannt sein muss, wurzelt in der islamischen Aufassung, dass alle Dinge in ein Schema eingeteilt sind:

fard: verpflichtend
halal: erlaubt, rein
makruh: unerwünscht und daher zu meiden
haram: verboten, unrein

Da die Entscheidung darüber, was erlaubt und was verboten ist, nicht dem Einzelnen obliegt, sondern von den Gelehrten aus den Schriften abgeleitet wird, haben diese Auffassungen sich natürlich seit Jahrhunderten als Aufassungen der gesamten "islamischen Community" verfestigt.

Folgt man Frau Omerikas Argumentation, ist es also ihr Ansinnen, dass die islamische Community Bildung als "fard" / verpflichtend einstuft, um ihr so einen höheren Stellenwert zukommen zu lassen. Natürlich ist es sehr begrüßenswert, wenn Frau Omerika in der Bildungsfrage die Initiative ergreift.

Allerdings ist es erschreckend, festzustellen, dass hierzu ein religiöser Lehrapparat bewegt werden muss. Man kommt, wie schon beim Thema Glaubensfreiheit, zu dem Schluss, dass Frau Omerika über eine Kultur spricht, in der die Individualrechte selbst dann noch beschnitten sind, wenn sich die jeweiligen Personen auf einem Territorium befinden, auf dem solche Individualrechte gewährt werden. Man kann nur hoffen, dass Frau Omerika solche Auffassungen nicht an der Universität Bochum lehrt, damit sie sich nicht noch weiter verfestigen. Hier muss sie natürlich auch stark an sich selbst arbeiten, denn ihr Hilfeschrei nach Unterstützung bei der Säkularisierung kann ja nur dann auf fruchtbaren Boden fallen, wenn sie als Islamwissenschaftlerin vorlebt, dass ein Säkularisierungszustand möglich ist, in dem man individuell über seinen Glauben und seine Bildung entscheidet und dies nicht von theologischen Begründungen und Auffassungen einer religiösen Community abhängig macht. Es macht sehr traurig zu erkennen, dass es selbst einer Akademikerin nicht gelungen ist, zu erkennen, dass ihr Deutschland mit seinem Grundgesetz bereits die Freiheit schenkte, nach der sie ruft.

  • Antworten
Charlotte Reims28.04.2011 | 00:00 Uhr

Wieder lässt Frau Omerika erkennen, dass sie die Gleichstellung der Geschlechter nicht als individuelles Bürgerrecht betrachtet, das sie automatisch besitzt, wenn sie in Deutschland lebt. Wieder muss eine theologische Begründung vorhanden sein, um das grundgesetzlich garantierte Bürgerrecht in Anspruch nehmen zu dürfen. Dies zeigt, wie niedrig der persönliche Säkularisierungsgrad der Islamwissenschaftlerin ist. Wenn selbst eine gebildete Frau wie sie, die erkennen lässt, dass sie den Inhalt des Grundgesetzes kennt, noch so einen weiten Weg vor sich hat, ist es bezüglich der "Überwindung der patriarchalischen Strukturen innerhalb der Familien" natürlich schlecht bestellt. Das Beispiel von Frau Omerika zeigt, dass Bildung alleine wohl offenbar kein Garant dafür ist, das Anhangen an theologische Begrenzungen zu überwinden. Das Interview offenbart, dass gelebte Bürgerrechte wie freies Glaubensbekenntnis, Streben nach Bildung und freie Entfaltung der Persönlichkeit ganz offensichtlich stark durch islamische Glaubenssätze behindert werden.

  • Antworten
Charlotte Reims28.04.2011 | 00:00 Uhr

Wie beim Thema Bildung und Gleichstellung bereits deutlich wurde, muss jeder Schritt, den Frau Omerika geht, theologisch begründet sein. So auch hier, da sie dazu rät, sich aus dem Spektrum der islamischen Theologie etwas herauszusuchen, was zu ihren Anliegen passt. Dass Säkularisierung aber bedeutet, dass sich der Mensch zunächst als Bürger definiert und sich dann - als freier Bürger - für einen Glauben entscheidet, scheint ihr fremd zu sein. Jeder Schritt, den Frau Omerika tut und vorschlägt, muss theologisch unterlegt sein. Der Grad ihrer Gefangenschaft ist offenkundig und man kann ihr nur wünschen, dass sie den alles entscheidenden Schritt zu einer freibestimmten Bürgerin noch schaffen wird.

  • Antworten
Charlotte Reims28.04.2011 | 00:00 Uhr

Was die Chancengleichheit im Arbeitsleben betrifft, so befinden wir uns nicht in einer sozialistischen Planwirtschaft. Dies bedeutet, dass nicht der Staat, sondern der private Arbeitgeber das passende Personal für seine Firma auswählt. Das ist sein gutes Recht, da er schließlich Verantwortung trägt und Kapital investiert. Wer das Gefühl hat, aufgrund seines ausländisch klingenden Namens diskriminiert zu werden, kann in diesem Land sogar gegen einen potentiellen Arbeitgeber Klage erheben. Eine Möglichkeit, die wahrscheinlich in keinem einzigen islamischen Land existiert. Von daher liegt hier überhaupt kein Versagen des deutschen Staates vor. Auch nicht der deutschen Arbeitgeber. Man braucht sich nur in deutschen Bankenvierteln umzusehen, um zu begreifen, dass es auch vielen Menschen mit schwer aussprechlichen japanischen Namen gelungen ist, in hohe Positionen zu gelangen. Dort sieht man dann auch, dass diese offensichtlich zugewanderten Menschen sich dem in der Arbeitswelt herrschenden Dresscode angepasst haben und nicht etwa in japanischer Tracht unterwegs sind.

  • Antworten
Charlotte Reims28.04.2011 | 00:00 Uhr

Die gebildete iranische Oberschicht lebt genau deswegen im Exil, weil sie eben nicht in einer islamischen Republik leben will. Gerade unter den Iranern finden sich viele Bürger, die gar nicht mehr zum Islam hinzugezählt werden möchten und beklagen, dass sie aufgrund ihrer Geburt lebenslang als "Muslime" gelten sollen und es keinerlei Austrittsmöglichkeit gibt. Frau Omerika übergeht dies einfach. Für sie sind dies pauschal die "ebenfalls muslimischen Iraner".

  • Antworten
Charlotte Reims28.04.2011 | 00:00 Uhr

Den oben genannten Problemen wie Gewalt, Arbeitslosigkeit, fehlenden Schulabschlüssen und Unterdrückung von Frauen kann nicht damit begegnet werden, die Kluft zwischen Eingewanderten und Einheimischen noch dadurch zu vergrößern, indem man sich genau auf das konzentriert, was die eingewanderte von der einheimischen Gruppe unterscheidet: Die Religion. Von daher ist diese Art von Integrationspolitik schon von ihrem ganzen Ansatz her verkehrt. Wenn jemand Gewalt verübt, so verstößt er gegen bürgerliches Recht. Ob er dabei gegen religiöses Recht verstößt oder religiöses Recht seine Gewalt ggf. sogar legitimiert, ist völlig unerheblich. Wenn ein Mann Frauen und Mädchen unterdrückt, so verstößt er gegen bürgerliches Recht und es ist völlig unerheblich, was sein religiöser Vorbeter dazu sagt. Die Beurteilung der gesamten Problematik muss den Staatsbürger in den Mittelpunkt stellen.

Es hat in der Tat ein Umdenken stattzufinden. Der Maßstab sollte der Staatsbürger mit seinen Rechten und Pflichten sein und nicht ein religiöses Gremium namens Islamkonferenz. In die Vereinigten Staaten von Amerika wandert man auch nicht als religiöses Subjekt, sondern als Staatsbürger ein. Sobald sich dieser Maßstab durchgesetzt hat und der deutsche Staat die Eingewanderten nicht als religiöse Gruppierung begreift, sondern als Bürger, ändert sich auch deren Selbstdefinition. Die erste Definition sollte immer die des Bürgers sein. Seine Religion ist zweitrangig, da sie nichts mit seinen Rechten und Pflichten als Bürger zu tun hat. Staatsbürgerkunde statt Islamkunde wäre also die angemessene Reaktion des deutschen Staates gewesen.

Durch die ständige Konzentration auf das Thema Islam hat der deutsche Staat eine Säkularisierung der Einwanderungsdebatte systematisch verhindert. Daher kann niemandem ein Vorwurf daraus gemacht werden, wenn er feststellt, dass es nicht "Bürger XY" ist, der seine Frau unterdrückt, sondern "ein Moslem". Nicht Sarrazin ist für dieses Problem verantwortlich, sondern der deutsche Staat.

  • Antworten
Charlotte Reims28.04.2011 | 00:00 Uhr

Die in Deutschland geborene Frau Omerika, deren Familie aus Bosnien stammt und die dort einen Teil ihrer Jugend verbrachte, meint, den Deutschen vorschreiben zu wollen, keine eigene nationale Identität bewahren zu dürfen. Aber Bosnien, einst Teil eines Vielvölker- Vielreligionen und Vielsprachenstaates darf selbstverständlich den Anspruch einer "nationalen Form von Identität aufrecht erhalten", nicht wahr?

Wenn es um Deutschland geht, wird gerne mit zweierlei Maß gemessen. Denn was anderen Staaten selbstverständlich zugestanden wird, darf für Deutschland natürlich nicht automatisch gelten. Deutschland soll "pluralisiert" werden und im Zuge dessen eine "Neuausrichtung der nationalen Identität" bekommen. Warum lässt sich Bosnien nicht pluralisieren und national-identisch neu ausrichten? Lebt Bosnien nicht im Zeitalter der Globalisierung? Müsste nicht dort noch viel dringlicher ein Vielvölker-, Vielreligionen- und Vielsprachen-Staat wieder hergestellt werden?

Frau Omerika behauptet, es sei im Zeitalter der Globalisierung nicht möglich, die nationale Identität zu bewahren. Schauen wir in das klassische Einwanderungsland Vereinigten Staaten: Ein Staat mit einer ganz ausgeprägten nationalen Identität. Hier kann man die These aufstellen, dass diejenigen Einwanderungsländer, die eine ausgeprägte Nationalität aufweisen, die gelungensten Beispiele darstellen. In den USA gibt man nämlich das, was man vorher war, an der Haustür ab und wird Amerikaner. Was man sonst noch ist, ist reine Privatangelegenheit.

  • Antworten
Charlotte Reims28.04.2011 | 00:00 Uhr

Frau Omerika möchte die "Kulturnation" durch eine "politische Gemeinschaft" ersetzen. Nun weiß man, dass Politik etwas Schnelllebiges ist. Die FDP hatte 14% bei der Bundestagswahl und heute 4%. Politik kommt und geht. Menschen kommen in dieses Land und Menschen gehen. Rezepte für Speisen sind heute angesagt, morgen out. Als Grundsatz dieser "politischen Gemeinschaft" soll die deutsche Verfassung dienen. Die deutsche Verfassung existiert bereits seit dem 23. Mai 1949. Was soll also der Blödsinn, sie zur Ablösung des "alten Begriffs einer Kulturnation" heranziehen zu wollen?

Der ganze Abschnitt ist reines Multi-Kulti-Gefasel, von dem bereits die Regierungschefs in Deutschland Merkel ("Multi-Kulti ist gescheitert"), England und Frankreich Abstand genommen haben. Was die jeweilige Bevölkerung übrigens mit Genugtuung zur Kenntnis genommen hat. Man darf natürlich anderer Meinung sein, muss sich aber klar machen, dass man damit gegen den Strom schwimmt uns sich irgendwann außerhalb des gesellschaftlichen Konsens befindet.

Die Mehrzahl der Bürger ist es nämlich satt, sich ständig mit multi-kulturellen Erscheinungen wie Nichtbeherrschung der Landessprache, Nichtbeachtung des europäischen Bekleidungs-Codex, Nichtbeachtung der europäischen Tierschutzgesetzgebung, Nichtbachtung der europäischen Sitten auseinanderzusetzen. Es handelt sich nicht nur um ein Problem in Deutschland, sondern um ein europaweites Problem, was die Europäer schlicht und ergreifend nervt. Umgekehrt würde es in Saudi Arabien nerven, wenn massenhaft Europäer einwanderten und dort in Hotpants herumliefen und gegen das Schächten und die Verschleierung demonstrieren würden. Es gelten die Gepflogenheiten des Landes, in dem man lebt. Wenn Parallelgesellschaften gegenteilige Gepflogenheiten betreiben, zeugt das von Anpassungsschwierigkeiten, aus denen dann viele weitere Probleme resultieren.

Eine Nation lässt sich nicht auf die Artikel ihrer Verfassung reduzieren. Sie hat eine Geschichte, besondere Qualitäten, bestimmte Schwächen, besondere Ansprüche und ein Lebensgefühl. Für dies alles einen Mix der Beliebigkeiten zu fordern ist eine Beleidigung für das Land, das einen aufgenommen hat, weil man Kriegs-, Bürgerkriegs- oder Wirtschaftsflüchtling war, seiner Familie hinterherzog oder ganz einfach sein Glück woanders suchen wollte.

  • Antworten
Charlotte Reims28.04.2011 | 00:00 Uhr

Wie andere Nationen mussten die Deutschen feststellen, dass es Gruppen von Zugewanderten gibt, deren Intergration nicht die notwendigen Fortschritte macht, sondern vielfältige Probleme verursacht. Da man feststellte, dass es bestimmte Nationalitäten und eine bestimmte Religionszugehörigkeit ist, bei der die Integrationsprobleme noch nach Generationen der Einwanderung vorliegen, gab es das Angebot der Islamkonferenz. Diese war für 3 Jahre angesetzt und zeigt nach 5 Jahren immer noch keine Verbesserung des Zustands. Die Integration über das Thema Religion ist also gescheitert.

Das ändert aber nichts ander Tatsache, dass nach wie vor Integration gefordert wird - und zwar unabhängig von irgendeiner Religionszugehörigkeit. Stattdessen erhöhen sich die Kriminalstatistiken, die Zahlen der nicht Ausbildungsfähigen, die Zahlen der religiösen Forderungskataloge, die Zahlen der religiös Gekleideten, die Zahlen der Verbal-Jihadisten und die allgemeine Terrorgefahr. Dass dies moniert wird, damit muss Frau Omerika leben. Sie hatte als Mitglied der Islamkonferenz die Gelegenheit, einen konstruktiven Beitrag zu leisten. Stattdessen hat sie dort die Rolle der Minister-Kritikasterin übernommen. Wir können auf ihre Beiträge also gut verzichten. Zumal auch dieses Interview deutliche Defizite in vielen Bereichen offenbart. Wenn Frau Omerika ernst genommen werden will, sollte sie es in Zukunft vermeiden

- Staatsbürgerpflichten mit islamischer Theologie zu begründen
- Individuelle Bürgerrechte anhand des islamischem Rechts-Codex zu legitimieren
- Integration als religiöses Modell zu verkaufen
- historische Realitäten zu verdrehen
- jedem gebürtigen Moslem zu unterstellen, er sei an Religion interessiert
- dem Innenminister vorzuschreiben, wie er seine Arbeit zu machen hat
- Begriffe wie "reformistische Impulse" inhaltsleer in den Raum zu stellen
- den deutschen Staat für alles verantwortlich zu machen
- den Sinn der deutschen Verfassung zu entstellen
- Verantwortung für persönliche Angelegenheiten auf die Allgemeinheit abzuwälzen
- utopische Gesellschaftsmodelle zu fordern, die sich sogar in ihrer Heimat als überholt erwiesen haben

  • Antworten
Charlotte Reims28.04.2011 | 00:00 Uhr

Danke für das informative Interview. Der Innenminister sollte seine Worte besser abwägen, mit wenigen Worten kann man die Arbeit der Islamkonferenz wieder um Jahre zurückwerfen. Es dauert alles viel zu lange, nicht nur die Muslime brauchen zu lange, um sich und ihre Interessen zu organisieren, auch der deutsche Staat verschleppt dieses Thema seit Jahrzehnten.

Aber die Leserkommentare, die beim Cicero zu lesen sind, verstören mich doch immer wieder!

@Marcus: bevor Sie kommentieren, sollten Sie denken! Die "Islamisierung aller Muslime" wird in der Debatte kritisiert, alle Muslime werden mit einem festen Bild versehen, etwa "so ist der Islam, also so ist auch jeder Muslim". Das führt z.B. auch dazu, dass gut ausgebildete muslimische (türkische) Akademiker dieses Land, in dem sie ausgebildet wurden, wieder verlassen, weil sie sich - neben schlechteren Jobchancen - nicht jeden Tag erklären wollen wie: "Ach, du bist Muslima? Warum trägst du kein/ein Kopftuch? Warum sprichst du so gut/schlecht Deutsch? Bist Du eher türkisch oder eher deutsch? Warum bist Du hier/wann gehst Du wieder weg? @ Karolus: Wieso Stuss? Ist nur der Ungläubige für Sie akzeptabel?

Was ist mit meinem Deutschland los, warum hetzen die Leute so? Warum sind Sie nicht imstande dumme Leute als dumme Leute zu identifizieren, wenn ein schlecht erzogener türkischer Junge Ihre Tochter als Nazifotze tituliert, dann hat das wohl nichts mit seiner Religion zu tun, sondern mit seiner schlechten Kinderstube! Das Vorurteil zeichnet sich doch darin aus, dass ich jedwede schlechte Erfahrung, die ich jemals mit einem Angehörigen einer sozialen Gruppe/Religion/Hautfarbe/Geschlecht gemacht habe, auf alle übertrage. Machen Sie das auch mit all den christlichen, buddhistischen, atheistischen Idioten, die Ihnen tagtäglich begegnen?

  • Antworten
larasara28.04.2011 | 00:00 Uhr

Der Islam gehoert nicht nach Europa und bevor hier dran gedreht wird sollte es eine Volksabstimmung ueber dieses wichtige Thema geben.Schliesslich wuerde das gravierende Aenderungen bringen wenn Islam ins GG uebernommen wuerde. Denke aber dass das garnicht moeglich ist weil zu vieles aus Koran garnicht kompatibel ist mit dem GG.

  • Antworten
Karin S.Bryant28.04.2011 | 00:00 Uhr

Liebes Ciceroteam, das Thema die "missverstandene Religion" kam vom Salafist Pierre Vogel. Salfisten sind eine islamische Sekte.

Salafiyya heute nach Ländern

In Deutschland wird der Verein Einladung zum Paradies (EZP) wegen seiner diskriminierenden Haltung gegenüber Frauen und Homosexuellen vom Verfassungsschutz beobachtet. Zu diesem Verein gehört auch der deutsche Konvertit Pierre Vogel, der besonders durch Video-Predigten im Internet missioniert.
International zählen Wiktorowicz und Roy sehr unterschiedliche Organisationen auf, die der heutigen Salafiyya-Bewegung zuzuordnen sind:
In den USA: Qur’an and Sunna Society, Islamic Association of North America, Salafiyya Society, Preservation of the Qur’an, Society for Adherence to the Sunna
In Großbritannien: Dachorganisation Jami’iat Ihyaa’ Minhaaj al-Sunnah, Mohammed Sourour Center, Ahl al-Sunnah wal Jama’at
Kuwait: Revitalization of Heritage Society
Ägypten: Ansar al-Sunna Society
Afghanistan: Taliban, Al-Qâ’ida

  • Antworten
BG28.04.2011 | 00:00 Uhr

Einwanderer legen fest, wie die Identität der Deutschen auszusehen hat? Mitnichten.

Und die Probleme bei der "Integration" sind eine Art der Demokratie. Das deutsche Volk wurde über die Einwanderung und damit einhergehende Veränderungen nicht befragt. Wenn die deutsche Gesellschaft nun Einwanderer nicht annimmt, so kann man dies auch als eine politische Meinungsäußerung, nämlich eine der Ablehnung, sehen. Die Forderung, dass die Gesellschaft nun diese Änderungen annehmen SOLL, ist zutiefst undemokratisch.

Ich hoffe, die Äußerungen von Fr. Omerika werden schlicht unter dem Thema "Meinungsäußerung" abgelegt.

  • Antworten
Grumpler28.04.2011 | 00:00 Uhr

Die Frau ist wieder nach Deutschland wegen der "Selbstkritik" der Deutschen. In den USA sind beleidigte Moslems unerwünscht. Deutschlands Gutmenschen sind ein dankbares Opfer für den den Islam.

  • Antworten
Thomas28.04.2011 | 00:00 Uhr

...und der Buddhismus, Hinduismus, Judentum, Paganismus, Wicca-Kult, Scientology, Zeugen Jehovas, Aleviten, Jain, Sikhs, Baptisten, Neo-Sannyas, Amish usw. Alle muessen ins Grundgesetz. Gott, der Islam nervt!

  • Antworten
Chris28.04.2011 | 00:00 Uhr

Soll Deutschland und ganz Europa ins Mittelalter zurück katapultiert werden? Es gibt 57 Muslimische Staaten... Mir ist keines bekannt in dem Demokratie oder Freiheit herrscht..

  • Antworten
Abendland28.04.2011 | 00:00 Uhr

Wer die langsame Islamisierung Deutschlands nicht bemerkt muss entweder blind oder links-ideologisch verblendet sein.

In Duisburg und anderen Staedten sind ganze Stadtviertel in türkischer Hand. Das macht mir Angst. Dieses Land hat keine Zukunft, deshalb werde ich meine Kinder im Ausland studieren lassen.

  • Antworten
Bettina Maus28.04.2011 | 00:00 Uhr

"... die nicht nur die hier historisch beheimateten Religionen einschließt. Der alte Begriff einer Kulturnation muss durch den Begriff einer politischen Gemeinschaft ersetzt werden, die sich an den Grundsätzen eines demokratischen Rechtsstaates und der deutschen Verfassung orientiert."
Toller Satz! Damit gibt Sie doch zu, daß Friedrich recht hat und der Islam historisch NICHT zu Deutschland gehört! :)
Und zum zweiten Teil: das ist genau die Staatsordnung die das GG vorsieht (und- wenigstens überwiegend - in der Bundesrepublik verwirklicht ist!) Indirekt bestätigt Sie alle Islamkritiker, nicht D braucht eine neue Identität, sondern (um die geht es ja) die Muslime müssen diese anerkennen.
Aber dies ist eine Bringschuld der Muslime, nicht eine des deutschen Staates oder des deutschen Volkes!

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dentix0728.04.2011 | 00:00 Uhr

Ich finden, das auch Satanismus und Scientology Church ins Grundgesetz gehören, immerhin leben hier einige Tausend Anhänger dieser Religionen somit gehören sie auch zu Deutschland.

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Adam W.28.04.2011 | 00:00 Uhr

Es ist schlichtweg unverschämt, wie Frau Omerika argumentiert. Verkürzt dargestellt: Wir sind da und Herr Friedrich hat das zur Kenntnis zu nehmen. Pech, dass Ihr uns reingelassen habt und wir bezüglich Leistung ca. 50 Jahre hinter Euch herhinken. Aber Ihr müsst uns jetzt finanzieren, denn wir sind ja dank Eurer liberalen Gesetze da. In ca. 100 Jahren werden wir dann auch produktiv sein. Aber gebt uns die Zeit. Bis dahin liegen wir Euch auf der Tasche. Und es ist schön, dass wir eine Islamkonferenz bekommen, dann können wir noch mehr fordern, ohne Gegenwert zu erbringen (Islam in die "Verfassung" = bar jeder Kenntnis über dieses Land).
Ich fordere eine Buddhismuskonferenz und eine Hinduismuskonferenz. Frau Omerika, hier der Klartext: Extrawürste für eine bestimmte Ideologie darf es nicht geben. Hören Sie auf ständig zu fordern, arbeiten Sie an sich. Wenn Sie Leistung erbringen, sind Sie als Mitglied der Gesellschaft sehr willkommen. Aber Ihre Ideologie scheint der Leistung im Weg zu stehen. Und damit sind wir am Scheideweg.

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Wolfgang28.04.2011 | 00:00 Uhr

Eine "Islamwissenschaftlerin" die Folgendes von sich gibt: "Religionen sind keine starren und unveränderbaren Systeme. Im Gegenteil. Sie entwickeln sich im jeweiligen sozialen und historischen Umfeld"
Mit Ausnahme des Islam. Er ist seit 1400 Jahren unverändert totalitär, intolerant, gewalttätig und nicht reformierbar. Die Wissenschaftlerin hätte nur im Koran nachlesen können: Koran, Sure 2:3:
„Dies ist ein vollkommenes Buch; es ist kein Zweifel darin: eine Richtschnur für die Rechtschaffenen;“
Eine "vollkommene Offenbarung" ist nicht zu verbessern. Wer sie in Frage stellt, muss nach Anweisung des Propheten getötet werden. Schade, wer alles in Cicero zu Wort kommen kann. Früher war das Niveau deutlich besser...Ich werde mein Abo kündigen.

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egon sunsamu28.04.2011 | 00:00 Uhr

Der Islam ist eine rückständige Zivilisation, die in keinerweise mit unseren Werten vereinbar ist.
Werte, die älter sind, als das Christentum oder Nationalität.

Der "Clash Of Civilisation" ist offenbar unausweichlich.

Ansonsten schließe ich mich Thomas Kügler 28.04.2011 an.

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Roland Tluk29.04.2011 | 00:00 Uhr

Was für eine rassante Entwicklung. Vom Hightech-Land zum Gottesstaat. Na dann "Gute Nacht Deutschland". Nicht jede Kultur muß zwangsläufig eine Bereicherung sein.

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Christian Adrion29.04.2011 | 00:00 Uhr

Vor 10 Jahren arbeiteten noch Moslems bei uns(Schweiz) in der Gastronomie und im Kranken- und Pflegewesen. Die heutige Entwicklung hat verursacht, dass ich mich von freundlicheren und besser ausgebildeten Deutschen bedienen oder behandeln lassen kann.
Die mit Kindern wandern auch bei uns aus aber für kinderlose Singles wie mich eine Tolle Sache. In 50 Jahren können sie das Land haben aber bis dahin noch viel Spass, auf Deutsch.

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Fuchs29.04.2011 | 00:00 Uhr

Der Koran/Islam ist ein Rechtssystem das religiöse Komponenten einschliesst.
Europa wird sich ohne Zweifel zu einem zweiten Libanon entwickeln. Da es aber grösser als der Libanon ist wird es höchstwahrscheinlich in zwei Teile zerbrechen, eine Art Israel & eine Art Palästina.

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Arent29.04.2011 | 00:00 Uhr

Es ist wirklich äußerst sympathisch von diesen Muslimen, dass sie uns diktieren, wie wir Ihnen zu helfen haben.

Denn wenn wir das nicht tun, wissen wir ja, mit welchen Konsequenzen wir rechnen müssen und sind dann quasi selbst schuld.

Äußerst sympathisch diese Muslime, wirklich.

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Paul BB29.04.2011 | 00:00 Uhr

Selten so ein Schwachsinn gelesen!! Seit wann gehört zu uns eine Rückstaendige / Primitive Kultur und ideolgie und deren auswüchse??? Gott bewahre uns vor solchen fehlgeleiteten Fanatikern. Ich zwinge ja auch nicht meine Deutsche sichtweise den Türken hier unten auf. Und damit lebe ich seit 8 Jahren ganz gut hier in der Türkei.

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kristian29.04.2011 | 00:00 Uhr

Der Tenor der Reaktionen zeigt genau das auf, was viele "Ausländer" in unserem Land wahrnehmen: was, eine "Zugewanderte" stellt Forderungen auf, dazu noch eine Muslima, was soll denn das? Sie sind hier Gast, seien Sie demütig und passen Sie sich doch hier gefälligst an! - mit Lebensform, Kleidung, Atheistentum, über Aufklärung faseln und Aufklärung gar nicht verstehen - wie kann man Begriffe wie Zivilisation, primitiv und Rückständigkeit usw im Zusammenhang mit diesem Interview anführen - sind Sie etwa höherstehend? Sie beherrschen z.T. ja nicht mal die deutsche Rechtschreibung! Wie arrogant und dumm zugleich, enorm oberflächlich. Gläubige jedweder Religion genießen Schutz in unserem Staat und das werde ich immer verteidigen, das ist unser Grundgesetz. Muslime können unserem Denken auch einen Spiegel vorhalten - warum denn nicht? Warum beißen denn so viele Menschen, wovor haben Sie Angst? Investieren Sie mehr in unsere Schulen und bringen Sie überzeugende Argumente für unsere Lebensform - dann werden sich viele Absonderungen von alleine erledigen, aber es setzt auch voraus, dass Sie als Deutsche wahrnehmen, dass hier neue Generationen heranwachsen, die in mehreren "Kulturnationen" großwerden. Langfristig sind Ihre Kinder - falls Sie überhaupt welche haben, auch das gehört zu unserer großen "Kulturnation" - diesen Kindern vielleicht sogar unterlegen, Mehrsprachigkeit ist ein Plus für die Zukunft. Meiner Ansicht nach kann Deutschland als demokratisches Land, das sein Potential richtig analysiert, von unserer jetzigen Situation nur profitieren. Dann müssten wir allerdings auch dieses Niveau von Diskussion verlassen!

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larasara29.04.2011 | 00:00 Uhr

Frau Omerika zeigt mit ihren Aussagen, dass die Aufklärung bei ihr nur teilweise angekommen ist. Religion muss Privatsache sein und die Trennung von Staat und Religion vollständig. Außerdem kann man ihre Vorstellung über einen modernen Islam nur als Wunschdenken identifizieren.

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pinetop29.04.2011 | 00:00 Uhr

Da muss man noch prüfen, inwieweit der unveränderbare Koran mit dem Grundgesetz und der demokratischen und offenen Gesellschaft vereinbar ist.

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pinetop29.04.2011 | 00:00 Uhr

Mit einer demokratischen Gesellschaft ist das Konzept von Multikulti schwer vereinbar. Vielleicht auf ganz lange Sicht. Aber wenn man fragt, wo denn multikulturelle Gesellschaften bislang funktioniert haben, kommt man sehr schnell zum Ergebnis, daß sie nur dort friedlich funktionieren, wo es einen starken Obrigkeitsstaat gibt. Insofern war es ein Fehler, daß wir zu Beginn der 60er Jahre Gastarbeiter aus fremden Kulturen ins Land holten.
Dieser Satz stammt leider nicht von mir, aber von Helmut Schmidt. Recht hat der Mann.

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Christian Adrion29.04.2011 | 00:00 Uhr

Ich gebe Frau Reims in alle Punkten Recht. Wer in unser Land einreist, hat sich dem Grundgesetz unterzuordnen. Wer dies nicht tut, muß gehen. Wir brauchen keine Islamkonferenz, wir haben das Grundgesetz. Wir mußten bisher auch keine Hindu-, Juden-, Buddhisten-, Jehovas- oder Konferenz der Odinsgläubigen durchführen. darum auch keine Extrawurst für Moslem. Dies währe den anderen Religionen gegenüber völlig ungerecht.

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Christian Adrion29.04.2011 | 00:00 Uhr

Alle Versuche etwas schön zu reden, was nicht schön geredet werden will, wird zur Verwerfungen führen. Aber dann ......

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Walter Bornholdt30.04.2011 | 00:00 Uhr

Theokratie ist das Gegenteil von Demokratie!

.

"Die Idee des säkularen Staates ist es, dass uns die Religionen nicht behelligen - auch nicht der Islam."

.

Wie kommt diese Frau dazu diesen Blödsinn zu äussern - zu mal auch noch als Wissenschaftlerin!

Entschuldigung: Sind den die Leute mittlerweile alle total verblödet?

.

Oder bilde ich mir das nur ein?

.

Theokratie ist das Gegenteil von Demokratie!

.

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David_30.04.2011 | 00:00 Uhr

Nach Studium vieler Kommentare kann ich nur Frau Charlotte Reims zu 100% zustimmen. Ihre Argumentation ist schlüssig und fehlerfrei. Angehörige aller Religionen und Rassen sind uns willkommen, solange sie sich an das hier gültige Recht, die Gebräuche und Konventionen halten. So wie auch wir das halten, wenn wir deren Länder besuchen, oder gar dorthin auswandern würden.
Wie schon der Alte Fritz klar definierte, kann hier jeder nach seiner Facon selig werden (solange er sich auf der Basis unseres GG verhält und bewegt). Ansonsten gilt auch hier, wie in Australien: Unser Land ist so frei, dass jeder, der sich hier fehl am Platze fühlt, die Freiheit hat, in sein eigenes Land zurückzukehren. Ich kenne niemanden, der ihn oder sie daran hindern würde oder lt. GG könnte.

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Gerd Nothhaft30.04.2011 | 00:00 Uhr

Karl Marx :

„Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist „harby“, d. h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen. In diesem Sinne waren die Seeräuberschiffe der Berberstaaten die heilige Flotte des Islam.“ …

Mustafa Kemal Pascha Atatürk : Gründer der modernen Türkei

„Die absurde Theologie eines unmoralischen Beduinen ist ein verrottender Leichnam …“

Friedrich II. ; preußischen König (Geschichte meiner Zeit, 1775)

“Mohammed war nicht fromm, sondern nur ein Betrüger, der sich der Religion bediente, um sein Reich und seine Herrschaft zu begründen.” …

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Friedrich01.05.2011 | 00:00 Uhr

Zitat:
"Der Islam muss im Rahmen der Verfassung als gleichberechtigte Religion anerkannt werden."

Art 140 GG:
Die Bestimmungen der Artikel 136, 137, 138, 139 und 141 der deutschen Verfassung vom 11. August 1919 sind Bestandteil dieses Grundgesetzes.
...
Es besteht keine Staatskirche. Die Freiheit der Vereinigung zu Religionsgesellschaften wird gewährleistet.
Der Zusammenschluss von Religionsgesellschaften innerhalb des Reichsgebiets unterliegt keinen Beschränkungen.
...

Ich sehe da keinen Änderungsbedarf in der Verfassung.

  • Antworten
Stephan01.05.2011 | 00:00 Uhr

ISLAM - heisst Unterwerfung
und
nicht Mitbestimmung!

D.h. der Bezeichner, der ja die Essenz des Inhalts darstellt, dieser Religion ist schon anti-demokratisch und nicht verfassungskonform.

.

Mich verwundert eigentlich nur noch eins in diesem unseren Lande - wer hier alles Doktor und Professor wird!

Vielleicht ist das der reale Zustand unseres Gemeinwesens und er wird uns immer mehr bewusst.

.

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David_02.05.2011 | 00:00 Uhr

@larasara Zwischen 'Forderungen' und 'Demut' gibt es eine beträchtliche Spannbreite: Übliches Gedankenspiel - man transferiere diese Forderungen in ein muslimisches Land (mit christlichem, hinduistischem oder wie auch immer gearteten Vorzeichen) und stelle sich die Reaktionen vor. Aber auch wenn man sagen würde: Deutschland sollte da anders reagieren, weil demokratisch, zählt die einheimische Seite dennoch. Diese Seite 'fordert' vielleicht nicht, aber hat einfach den Wunsch sich nicht mit Dingen auseinandersetzen zu müssen, die hier in einem langen Prozess (weitgehend) überwunden wurden: Z.B. die Benachteiligung von Frauen, das Recht, sich nicht nach religiösen Vorstellungen richten zu müssen, die Religion frei wählen zu können usw, aber auch keine wählen zu können, ein nicht durch Glauben und Gottgegebenheit sondern Eigenverantwortung gewählte gesellschaftliche Verantwortung und Regelung. Weshalb muss sich diese Religion sich einem derart penetrant aufdrängen? Warum soll man religiöse Richtungen tolerieren, wenn sie selber Druck ausüben? Der Islam wird dann zu Deutschland gehören, wenn man ihn nicht mehr bemerkt, weil er nämlich eionfach genauso diskret ausgeübt wird, wie es andere Religionen, die es hier auch gibt, tun und wenn er akzeptiert hat, dass die Menschen in diesem Land sich für ein anderes Menschenbild und eine auf dem Grundgesetz basierende Ordnung entschieden haben und sich nicht aus bäuerlichen Gesellschaften stammenden Regeln orientieren wollen und können.

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Alberta03.05.2011 | 00:00 Uhr

"Der Islam muss ins Grundgesetz." - Und im Gegenzug schallt uns demnächst von den Minaretten 1 Joh 4, 2.3 entgegen, ebenso inbrünstig unterlegt mit L. Albrechts Erläuterung zum dritten Vers genannten Kapitels: "Die Gnostiker schieden ja zwischen dem irdischen Jesus und dem himmlischen Christus. Ähnlich lehrt auch Mohammed im Koran, die Juden hätten Jesus nicht in Wirklichkeit getötet, da nicht er selbst, sondern nur sein Scheinbild am Kreuze hing. Allah erhöhte vielmehr Jesus zu sich (Sure 4, V. 156; 3, 48) (+)." Will sagen: Christlicher Glaube in der Verantwortung blickt nicht auf Menschen muslimischen Glaubens herab, sondern sieht deren Religion im Dialog konturiert ins Auge. Andernfalls findet man sich letztlich - nicht nur medial - halt im Nirgendwo nonchalanter Beliebigkeit ein.

(+) Ludwig Albrecht (1999) Das Neue Testament und Die Psalmen. Gießen, p. 650

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Eule04.05.2011 | 00:00 Uhr

Die Frau beweist in ihren eloquenten Äußerungen, daß sämtliche Vorurteile der Deutschen gegenüber dem Islam und seinen Vertretern...

...berechtigt waren und sind.
Nein, es gibt keinen Dialog. Und ja, bei Gott, wir verallgemeinern - ebenso wie ihr. Es geht um unser Land, unsere Heimat - wir haben keine andere, anders als ihr.

Ihr seid Fremde, hier nicht willkommen. Höchstens Bundesbürger (unter Zwang "akzeptiert"), Deutsche niemals.

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CGB Spender11.05.2011 | 00:00 Uhr

Hilfe!!...was fällt dieser Frau nur ein - eine Volksabstimmung darüber muß her-nicht mehr und nicht weniger.

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Claude27.04.2011 | 00:00 Uhr

Sehr seltsam, was Fr. Omerika da von sich gibt:

Bildung: "Ja bitte, aber das muss erst langsam gelernt werden."

Warum wurde dies erst jetzt festgestellt? Warum dauerte das mehrere Jahrzehnte? Bei eingewanderten Asiaten ist das Abitur in der zweiten Generation schon Standard. Sie sagt doch selbst, dass es dringender Diskussionen und Veränderungen im (europäischen) Islam geben muss. Gleichzeitig lehnt sie die Ansätze von Friedrich ab? Ich habe
(auch in diesem Interview) den Eindruck gewonnen, dass Frau Omerika sich in der Islamkonferenz durch ihren Konfrontationskurs nur Aufmerksamkeit verschaffen wollte. Sie sollte dem was sie im Interview gesagt hat nun aufrichtige Taten folgen lassen. Aber vermutlich wird sie eine Diskussion des Islams und seiner Wertvorstellungen innerhalb von D nicht anstossen, geschweige den Islam insgesamt revolutionieren...

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blue_plasma27.04.2011 | 00:00 Uhr

Manchmal ist es nur ein Wort, ein Satz oder wie in diesem Fall das Bild auf der Homepage mit den verschleierten jungen Damen. Es vermittelt eine solche Anmut von Weiblichkeit, die einfach schön ist. Obwohl bis an die Füße hauptsächlich in schwarz gekleidet wissen die Damen sich zu helfen indem sie mit wenigen Accessoires ihrem Aussehen eine persönliche Note geben und dadurch Individualität erhalten. Da kann man sagen: Frau bleibt Frau, egal in welcher Situation. Mag sein, dass ihre Kleidung ein religiöses Symbol ist, anziehend ist sie allemal. Wie hieß noch mal das Thema?

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Heinz Pelzer27.04.2011 | 00:00 Uhr

Der Koran Seite 98: 78 Wer da glaubt in Allahs Weg, und wer da nicht glaubt ,kämpft im Weg der Täghüt( Hölle)So bekämpfet das Satans Freunde. Siehe , des Satans list ist schwach.
Da wir Christen für die Muslime ungläubige sind,müssensie uns überall bekämpfen.DieANERKENNUNG IM Grundgesetz ist ein Kampf gegen die Ungläubigen. Wer gegen die Ungläubigennsiegt, der bekommt ein platz im Himmel unter 88 Jungfrauen.Für alle Kmpfe die ein Muslime gegen die Christengewinnt ( Bomben -Sprengstoffgürdel und die eintragung im deutschen Grundgesetz ist ein Sieg) da für bekommtEr 88Jungfrauen im Himmel.

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Diether Wagner27.04.2011 | 00:00 Uhr

...wäre sie doch in Amerika geblieben. Was ihr dort nicht gefallen hat, möchte sie nicht sagen.Es hätte mich interessiert. In Bosnien könnte sie mit ihrer Ausbildung sicher mithelfen, das Land aufzubauen.Dort würde sie mehr gebraucht als hier. Oder dürfte sie dort nicht so grandios auftreten wie hier?

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Chris Bohm27.04.2011 | 00:00 Uhr

Was für einen Stuss redet diese Frau?? Ibn Warraq - "Why I am Not a Muslim" - schrieb am 14. 3. 2010 in DIE WELT (online), dass es darauf ankomme, die islamische Barbarei zu stoppen!!

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Karolus27.04.2011 | 00:00 Uhr

Frage an Armina Omerika: Welche Statistiken sind es denn, von denen Sarrazin zugegeben haben soll, dass er sie gefälscht hat?

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TOBIAS RÜGER28.04.2011 | 00:00 Uhr

Differenziert denken ist immer gut. Etwas "um die Ecke"denken und auch andere Perspektiven einehmen ist auch immer gut.
Aber uns - fünf Familien, die es im Jahe 2040 mit Sicherheit nicht mehr geben wird, da (mit Ausnahme meiner Tochter) keine Kinder da sind - berührt das nur noch am Rande. Uns, und auch unserer Tochter (Jahrgang 1987) wurde vermittelt:
"Deutsch ist die Sprache der Massenmörder von Auschwitz".
"Deutschland, alles Deutsche ist definiert durch Auschwitz".
Meine Tochter hat von türkischen Jugendlichen schon mit 16 Jahren vermittelt bekommen, dass sie eine "Nazi-Fotze" ist. Sie wird, gut ausgebildet, früher oder später Deutschland verlassen und zu jenen ca. 100 000 gut ausgebildeten Deutschen gehören, die pro Jahr Deutschland verlassen. Bis 2040 sind das dann ca. 3 Millionen. Aber ca. 4 Millionen
Deutsche werden dann "dement" sein.
Wir aber leben - möglichst angenehm - unseren kleinen Alltag und hoffen auf einen sanften Tod. (Die Jahrgänge 1935 bis 1948).Ein "deutsches" Deutschland wird es im Jahre 2050 nicht mehr geben. Das ist uns ziemlich gleichgültog und dazu lesen wir auch nicht das Buch von Herr 'Sarrazin'.
Hier in Köln haben mal die Römer gelebt. 2060 ist die Bevölkerungsmehrheit eben türkisch. Und Sitten, Religion,
Gebräuche, soziales Verhalten eben auch. Vielleicht auch die Sprache.
Deutsch ist dann eben eine "tote" Sprache. Im Alltag ist die "normale" deutsche Sprache ja schon heute "tot".

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Wolfram Wiesel28.04.2011 | 00:00 Uhr

Staat und Religion gehören getrennt, das ist das Erbe der Aufklärung, das es zu verteidigen gilt. Der Staat sollte von der Ratio bestimmt werden und nicht von Auslegungsfragen im Glaubensbereich.

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Thomas Kügler28.04.2011 | 00:00 Uhr

Islamisierung aller Muslime entgegenwirken??
Re-Christianisierung aller Christen verhindern!?
und die Fleischabstinenz der Vegetarier ??? schlimm!
Mein Vorschlag zur Güte: vielleicht auch den Fussballern das Ballgefühl abtrainieren...

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Marcus28.04.2011 | 00:00 Uhr

Es kamen übrigens, wie schon so oft festgestellt wurde: Menschen. Und nicht der Islam. An diesem einen Satz von Frau Omerika wird deutlich, dass sie Menschen automatisch zu Religionsträgern umfunktioniert. Dies widerspricht der Auffassung des Grundgesetzes, das von Glaubensfreiheit und Bekenntnisfreiheit als einem Individualrecht spricht. Unter dem Schutz des Grundgesetzes befindet sich also das Individuum mit seiner freien Entscheidung. Von Kollektiven ist dort nicht die Rede. Aus verfassungsrechtlicher Sicht kann also gar nicht für ein Kollektiv - wie die hier genannten Gastarbeiter - etwas unterstellt werden.

Um zu verstehen, warum Vertreter des Islam wie Frau Omerika dennoch zu einer dem Grundgesetz entgegenstehenden kollektivistischen Auffassung neigen, muss man wissen, dass der Islam eine Religion ist, die sich per Geburt an einen Menschen heftet, ihn also lebenslänglich zwangsrekrutiert. Das besagt allerdings nichts über den Glauben und das freie Bekenntnis des individuellen Menschen. Wir haben daher weder für 1961, noch für 2011 Zahlen über religiöse Moslems. Jedem Menschen, der per Geburt zum Moslem wird, wird pauschal unterstellt, er definiere sich über Religion und sei religiös und glaubend.

Dieser eine Satz von Frau Omerika ist also bereits äußerst unwissenschaftlich. Und das obwohl sie an einer deutschen Universität arbeitet. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (1948) und das Grundgesetz (1949) garantieren Glaubensfreiheit. In Artikel 4 GG heißt es:

Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.

Daraus geht deutlich hervor, dass Glaube und Akt des Bekennen des Glaubens zusammengehören und unter freien Bedingungen stattzufinden haben. Genau dieses freie Bekennen wird aber durch die automatische Hinzuzählung von Personen zu einer Glaubensgmeinschaft unterlaufen. So können wir bereits an dieser Stelle festhalten, dass Frau Omorika einen Religionsbegriff hat, der dem des Grundgesetzes widerspricht. Der Denkfehler zieht sich natürlich durch das gesamte Interview weiter durch.

  • Antworten
Charlotte Reims28.04.2011 | 00:00 Uhr

Nachtrag

Zum gegenwärtigen Diskussionsstand ist der unter http://www.welt.de/debatte/kommentare/article106216946/Warum-der-Islam-nicht-zu-Deutschland-gehoert.html veröffentlichte Beitrag zur aufmerksamen Lektüre sehr zu empfehlen. Darüberhinaus läßt sich die in meinem Kommentar vom 4. Mai 2011 eingenommene theologische Perspektive auch und vor allem im Hinblick auf kirchliche Stellungnahmen im Bezug auf den Islam aus jüngerer Zeit entsprechend ausrichten, wie in einer weiteren, kürzlich eingestellten Bemerkung meinerseits auf http://www.medrum.de/content/bischof-bedford-strohm-fuer-oeffnung-zum-islam#comment-4009 nachzuvollziehen ist.

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Eule08.08.2012 | 17:44 Uhr

real islam

Hallo,

der islam ist keine rückständige religion! ich finde es eher rückständig, dass sogenannte zivilisierte menschen sich mittelalterlich verhalten, sprich ihre bildungslücke bezüglich des islams nicht aus eigenen antrieb füllen, sondern einfach und bequem über die medien sich eine meinung bilden.keiner, der den quran gelesen hat und VERSTANDEN hat kann sowas behaupten.Nur mal am rande erwähnt: der islam ist eine vollkommene religion, die elemente aus judentum, christentum und anderen religionen ins ich vereint und an alle propheten glaubt. islam bedeutet : frieden finden in dem man sich Gott(=Allah) unterwirft, und Moslem= Gottergebener. Egal....das nur am rande ich habe doch selbst die erfahrung gemacht, dass die meisten menschen nichts über den islam wissen außer das, was sie mit dem islam in vernindung bringen wie kopftuchzwang, zwangsheirat,eherenmord, was 100% unislamisch ist. es gibt keinen zwang im glauben, das steht klar und deutlich im quran :"Es soll kein Zwang sein im Glauben. Gewiss, Wahrheit ist nunmehr deutlich unterscheidbar von Irrtum; wer also sich von dem Verführer nicht leiten lässt und an Allah glaubt, der hat sicherlich eine starke Handhabe ergriffen, die kein Brechen kennt; und Allah ist allhörend, allwissend."(2:257). Zur zwangsheirat: der Prophet Mohammed, hat selbst zwangsehen als ungültig erklärt, falls jemand dazu gezwungen wurde!!Ehrenmord oder sonst irgendein mord ist streng verboten....es gibt zahlreiche quranverse und überlieferungen die dagegen sprechen,es ist höchstens erlaubt sich zu verteidigen, wenn man angegriffen wird, aber natürlich werden die nicht in den medien präsentiert, man möchte ja eine allgemeine islamphobie erzeugen!!
Die "muslime" sind da nicht besser!!Die möchtegern muslime haben selbst keine bildung was islam anbelangt, sie vermischen ihre kultur, tradition, gebräuche was auch immer und behaupten es wäre islamisch!!! ich finde es unfassbar, das der islam-ich rede von den ursprünglichen islam, der vor ca. 1400 jahren entstanden ist- dessen spirituelle schönheit heutzutage dermaßen befleckt, und zertrampelt wird für alles schlecht verantwortlich gemacht wird, was ein türke, iraner, araber usw. tut auch wenn er noch so wenig über den islam bescheid weisst. ich finde es eher bedrohlich, dass etwas friedliches als bedrohung dargestellt wird (islamhetzt)...man sollte auch mal den mut haben vernetzt zu denken und nicht immer gerade aus schauen und rückständig nenne ich es wenn menschen ihren eigenen verstand nicht brauchen sondern ihren gehirn auf energiesparmodus schalten und das nachkauen was die medienpolitik ihnen vorkaut lg

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Someone19.09.2011 | 22:33 Uhr

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