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Wunder der Wüste
Leuchtende Dünen, strahlende Sterne, glänzende Aussichten: Wer mit dem Zug durch Namibia reist, erlebt Natur und Kultur dieses faszinierenden Landes sicher und komfortabel
Wo liegt die älteste Wüste der Welt? In Namibia. Wo finden sich die höchsten Dünen? In Namibia. Wo gibt es die beste Schwarzwälder Kirschtorte südlich von Lörrach? In Namibia, im Café Anton, in Swakopmund. Namibia ist ein Land der Extreme. Hier trifft die Wüste direkt auf den Ozean, deutsche Kleinstadtwohligkeit auf afrikanische Kultur, politische Jugendlichkeit auf geologisches Greisenalter. Gerade einmal 22 Jahre jung ist der Staat, dessen Grenzen zurückgehen auf die Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“.
1883 erwarb der Kaufmann Adolf Lüderitz in großem Stil Land von den einheimischen Nama, erbat Schutz bei Reichskanzler Otto von Bismarck und so wurde das Land an der Atlantikküste nördlich der britischen Kap-Kolonie deutsche Kolonie. Mit deutschem Ordnungssinn machte man sich an die Erschließung des Landes, es gab einen kleinen Diamantenrausch, als 1908 die Edelsteine, auch „Klippekies“ genannt, einfach im Sand gefunden wurden.
Mit dem Ersten Weltkrieg endete dieser Abschnitt der Geschichte. „Südwest“ wurde von britischen Truppen eingenommen und 1920 dem Völkerbund unterstellt. Fortan von Südafrika verwaltet, schaffte es Namibia erst 1990, nach über hundertjähriger Fremdbestimmung, den Schritt in die Unabhängigkeit.
Übrig geblieben sind neben einer verhältnismäßig guten Infrastruktur auch rund 12000 deutschstämmige Namibier, die ihre Kultur pflegen und für Überraschungen wie eben Schwarzwälder Kirschtorte am Wüstenrand sorgen. So weit zur politischen Jugendlichkeit. Erdgeschichtlich dagegen ist Namibia eines der „ältesten“ Länder der Erde.
Durch seine besondere Lage finden sich in Namibia besonders alte Teile der Erdkruste. Andererseits ist das Klima Wunder der Wüste Leuchtende Dünen, strahlende Sterne, glänzende Aussichten: Wer mit dem Zug durch Namibia reist, erlebt Natur und Kultur dieses faszinierenden Landes sicher und komfortabel Leserreisen hier über Jahrmillionen ähnlich trocken geblieben. Das hat zur Bildung der ältesten Wüste unseres Planeten geführt, der Namib, und dazu, dass sich geologische Formationen in Namibia weitestgehend ohne „störende“ Faun
a oder menschliche Siedlungsspuren besichtigen lassen.
Eine Zugreise an Bord des „Desert Express“ führt durch die grandiosen Landschaften Namibias und macht es möglich, dieses große, vielfältige Land auf eine einzigartige Art und Weise kennenzulernen. Vom Fish River Can yon im Süden – dem zweitgrößten Canyon der Erde – geht die Reise entlang am Rand der Kalahari hinein in die Namib.
Überwältigend sind hier nicht nur die bis zu 380 Meter hohen, welthöchsten Sanddünen, die im Morgenlicht in den großartigsten Rot- und Orangetönen leuchten. Überwältigend ist auch die absolute Stille, die unser europäisches Ohr nicht kennt. Und bei Nacht der Sternenhimmel, der hier über der Wüsteungestört von Lichtquellen oder auch nur Luftfeuchtigkeit so klar und prachtvoll strahlt, dass es kaum möglich ist, die einzelnen Sternenbilder auseinander zu halten.
Von der Wüste führt die Reise weiter nach Walvis Bay (dt. Walfischbuc
ht), wo die kalte Dünung des Atlantischen Ozeans direkt auf den Wüstensand trifft und Schwärme von Flamingos und Pelikanen entlang ziehen. Vorbei am „Matterhorn Namibias“, der 1600 Meter hohen Spitzkoppe, geht die Fahrt weiter in den Etosha-Nationalpark, wo sich Elefanten, Löwen und Antilopen beobachten lassen. Und wenn am Ende das Komforthotel auf Schienen wieder in der Hauptstadt Windhoek einrollt, dann heißt es Abschied nehmen von Namibia und zwei unvergesslichen Wochen.
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