Jump to Navigation
Startseite

Magazin im Juni:
Das Demografie-Wunder: Deutschland auf dem Weg zum 100-Millionen-Volk

Hurra, wir wachsen!
  • Magazin
  • Mediathek
  • Literaturen
  • Service
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo
  • Berliner Republik
  • Weltbühne
  • Kapital
  • Stil
  • Salon
  • Bücher
  • Themen der Zeit
  • Kolumnen
  • Blogs
  • Ressorts
  • Dossiers
  • Karikaturen
  • Suche

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Weblogs > Weblog von Eric Bonse - Lost in EUrope
 > Wolfgang Schäuble disqualifiziert sich selbst

Blog: Lost in EUrope
früheren Post
Zurück zur Übersicht
nächsten Post
früheren Post
Zurück zur Übersicht
nächsten Post

Wolfgang Schäuble disqualifiziert sich selbst

15. Oktober 2012 VON Eric Bonse - Lost in EUrope
Schrift:

Der Finanzminister schließt einen Bankrott in Griechenland aus - oder doch nicht?

picture alliance
Wolfgang Schäuble, Euro, Griechenland

Was ist nur mit Wolfgang Schäuble los? Auf der Jahrestagung von IWF und Weltbank in Tokio trat er noch als Hardliner auf: Griechenland müsse die Sparauflagen umsetzen, über das weitere Vorgehen werde erst nach dem Bericht der internationalen Troika entschieden, der für Ende Oktober erwartet wird. Damit verärgerte der oberste deutsche Kassenwart die  IWF-Chefin Lagarde, die sich für einen neuen Schuldenschnitt und die Streckung der umstrittenen Sparpläne ausgesprochen hatte. 

Er widersprach auch dem deutschen Vertreter in der EZB, Jörg Asmussen. Der hatte vorgeschlagen, die hohe Schuldenquote Griechenlands durch den Rückkauf von Staatsanleihen zu senken. „Ich habe mir angewöhnt, nicht jeden Vorschlag, den ich flüchtig gelesen habe, gleich zu kommentieren“, bluffte Schäuble zurück. Die EZB solle sich mit öffentlichen Vorschlägen zurückhalten, zunächst müsse man den Druck auf Athen fortsetzen.

Doch kaum war Schäuble in Singapur, der zweiten Station seiner Asienreise, angekommen, klang alles ganz anders. „There will not be a Staatsbankrott“, eine Pleite werde es nicht geben,sagte er am Sonntagmorgen in der Deutsch-Singapurischen Industrie- und Außenhandelskammer. Zudem betonte er, es habe “keinen Sinn, über den Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone zu spekulieren”. Deutschland wolle Griechenland wo immer möglich helfen.

Dabei hatte Schäuble noch im Frühjahr selbst mit einem „Grexit“ gedroht, falls die Griechen die falsche Regierung wählen sollten. Und noch vor einer Woche, beim Treffen der Eurogruppe in Luxemburg, hatte er sich für ein Ultimatum bis zum EU-Gipfel am Donnerstag dieser Woche ausgesprochen. Wenn bis dahin nicht alle 90 Spar- und Reformvorgaben umgesetzt seien, dann werde es keine weitere Finanzhilfe mehr geben, warnte Schäuble.

Wie der plötzliche Sinneswandel zustande kam, blieb zunächst offen. Vielleicht liegt es ja an der Troika: Nach einem Bericht des „Spiegel“ fordern die Experten von IWF, EU und Europäischer Zentralbank, Griechenland zwei Jahre mehr Zeit für die Umsetzung der Sparpläne zu geben. Vielleicht liegt es aber auch an Kanzlerin Merkel, die schon letzte Woche bei ihrem Besuch in Athen für einen Verbleib des Landes im Euro plädiert hatte.

Fest steht: Mit seinem Schlingerkurs hat sich Schäuble für höhere Ämter disqualifiziert. Seine Nominierung zum neuen Chef der Eurogruppe, die noch vor wenigen Monaten von der deutschen Presse gefeiert wurde, hat sich vorerst erledigt. In seiner aktuellen Form darf Schäuble schon froh sein, wenn er bis zur Bundestagswahl durchhält. Selbst die einst erwogene Rotation mit Frankreichs Finanzminister Moscovcii ist vom Tisch.

Wie weit er von der Realität entfernt ist, zeigen nicht nur seine Äußerungen zu Griechenland, sondern auch jene zu Spanien. Das jüngste Downgrading durch S&P nannte Schäuble ein “Missverständnis”. Dabei kam es angesichts der Mega-Krise in dem Land alles andere als überraschend. Das eigentliche Missverständnis ist wohl Schäuble selbst…

Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

Zu diesem Artikel gibt es
8 Kommentare
Diese Blogeinträge könnten
Sie auch interessieren:


Twitter
Diese Blogeinträge könnten Sie auch interessieren:


Schäuble ist immerhin bereits 70

und dem Augenschein nach einem bis vielen guten Tropfen nicht abgeneigt. Vielleicht sind seine zunehmend häufigen Ausfälle damit erklärbar.

  • Antworten
VerySeriousSam15.10.2012 | 14:08 Uhr

schäuble der froße Taktiker

Er besetzt halt wie Merkel alle denkbaren Optionen. Das gibt ihm die Aura der Unfehlbarkeit. Oder er hat einfach vergessen, was er gerade gesagt hat. Das wäre allerdings bedenklich.

  • Antworten
ricbor15.10.2012 | 16:21 Uhr

Professor Dr. W. Schäuble

Ich glaube, Herr Prof. Dr. W. Schäuble ist eine typisch deutsche Beamtenseele - er tut was ihm aufgetragen wird.

Und nun tragen ihm zu viele etwas auf.

Henry Kissinger schrieb über einen ähnlich variablen Menschen:
Nur auf Grund seiner überragenden Intelligenz war er in Lage, seine Meinung so schnell zu wechseln, dass keiner mehr mitkam.

  • Antworten
M. Flöger15.10.2012 | 18:51 Uhr

Wahl

Wenn die Union jetzt genau wie die SPD den Retter gibt, ist für mich die Eurokrise nicht mehr ausschlaggebend bei der Wahl.

  • Antworten
Robert15.10.2012 | 21:12 Uhr

Wir werden belogen

Die Europaphantasien der Politik sollen um jeden, wirkllich jeden Preis gerettet werden - notfalls auch unter dem Einsatz des deutschen Wohlstands aus "Solidarität". Angleichung der Lebensstandards in einem Semi-Sozialismus ist die Devise, die Deutschen als Zahlmeister dazu zu befragen, spart man sich lieber. Wer glaubt, die Deutschen könnten ein Europa lieben, das ihre Rechts- und Wirtschaftskultur missachtet, wenn nicht sogar verachtet, aber gleichzeitig davon lebt, der muss jenseits jeder Realität leben. Wenn wir uns in den Bankrott mitreißen lassen und hier die Hütte brennt, werden die Deutschen Europa hassen. Europa geht aber nur mit den Völkern, nicht gegen die Völker.

  • Antworten
Helgoo15.10.2012 | 22:58 Uhr

Die Gültigkeit von Schäubles Aussagen

haben eine noch geringere Halbwertszeit als die von Merkel. Seine Aussage, je größer die Krise, desto größer seien die Chancen u.a. die Nationalstaaten abzuschaffen, ist völlig am Bürgern vorbei. Seine Aussage zu allem und jedem Desaster, man ist auf einem guten Weg eine Verhohnepiepelung.

Leider haben wir keine Opposition, aber wir haben etliche kleine Parteien und eine davon werde ich im nächsten Jahr wählen. Wer jetzt noch die etablierten Parteien wählt, trägt Mitschuld. Niemand wird einmal sagen können, er habe von dem ganzen Elend um den Euro und die EU nichts gewusst.

  • Antworten
-simon-16.10.2012 | 12:19 Uhr

Der große VerFührer...........

auch mal als Verrückter bezeichnet, ist das große Vorbild unseres finanzdienstlichen Politdarstellers. Warum reucht ihm niemand die "Jacke"?

Solange die Menschen nicht wissen, wie das Geld und die Wurst gemacht werden, können sie ruhiger schlafen.

Würde der Staat, wie es ihm eigentlich zustände, sein Geld selber aus der Luft schöpfen, und dieses ungerechtfertigte Monopol nicht den Privatbanken überlassen, bräuchten wir alle KEINE STEUERN zu bezahlen.

Das Verschweigen dieser Tatsache ist der wirkliche Steuerbetrug. Unser Geldsystem ist darauf ausgerichtet, die Menschen zugunsten der Eliten zu versklaven. Mit dem ESM wurde dieses Versklavungssystem von der BRD auf EU Ebene gehoben.

Der Euro ist das Instrument dazu.

Die Politiker fürchten den Zusammenbruch des jetzigen Geldsystems wie der Teufel das Weihwasser. Aus gutem Grund. Ist nämlich erst mal das Geldschöpfungsmonopol von den Privatbanken zum Staat gewandert, bräuchten wir alle keine Steuern mehr zu bezahlen.

Diese Umstellung auf ein anderes Geldsystem wäre für die Menschheit so enorm wichtig, bedeutet es doch eine Abkehr von Willkürherrschaft, Machtmissbrauch und sinnloser Kriege.
Wir könnten dann nämlich mit unserem Geld eine wirklich lebenswerte Welt erschaffen.

Über diese Tatsache traut sich niemand sprechen, schon gar nicht, wenn er ein von Banken abhängiger Politiker ist.

  • Antworten
pedrobergerac16.10.2012 | 21:28 Uhr

Zivilisation

Der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation wird allein durch das Verhältnis zweier kollektiver Ängste bestimmt. Die reale Angst vor der bevorstehenden Auslöschung unserer gesamten "modernen Zivilisation" durch die globale Liquiditätsfalle (Armageddon) muss insgesamt größer werden als die seit Urzeiten eingebildete Angst vor dem "Verlust" der Religion:

http://www.swupload.com/data/Das-Juengste-Gericht.pdf

  • Antworten
Stefan Wehmeier19.10.2012 | 17:54 Uhr

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Bildergalerie

Erste Figuren, letzte Ideen – die Karikaturen der Woche

zur Bildergalerie
Anzeige

Wulf Schmiese

Leicht gesagt. Die Mittwochskolumne von Wulf Schmiese

Von der Volks- zur 20-Prozent-Partei

SPD-Chef Gabriel auf der Pressekonferenz zum Parteijubiläum

Ist alt, sieht auch so aus: Cicero-Kolumnist Wulf Schmiese über den 150. Geburtstag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands


DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Göttinger Demokratie-Forschung
Parlamentswahlen in Norwegen: „Menschen, nicht Milliarden“

Im September wird in Norwegen ein neues Parlament gewählt. Fünf Monate vor der Wahl stehen die…

zum Blogeintrag

Frage des Tages

De Maizières harte Landung
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage

Thema der Woche

150 Jahre SPD: Vom Fürstenfeind zur Kaviarlinken
zum Dossier
Sollte die Bundeswehr Drohnen kaufen?
Das Cicero-Meinungsbild

Das Verteidigungsministerium will unbemannte Flugkörper kaufen. Ist das ethisch zu vertreten?

Umfrage
Die Türkei muss in die EU, fordert Gerhard Schröder im Cicero. Hat er Recht?
Ja, ein Beitritt ist dringend nötig, um die Region zu stabilisieren
15%
Nein, die EU wäre heillos überfordert
85%
Gesamtstimmen: 756
zur Umfrage
Medizin, Gesundheitssystem, krank
Dossier

Wie krank ist unser Gesundheitssystem?

zum Dossier

Dossier

Nordkorea zündelt

zum Dossier

Mittelstand,Mittelschickt,Bürgertum,Internetstore AG
Dossier

Mythos Mittelstand

zum Dossier

Anzeige
Anzeige

Video

„Deutschland wird nicht mehr zu den G8 gehören“

Video
alle Videos
Anzeige

Jetzt den Newsletter von Cicero Online abonnieren

Liebe Leserinnen und Leser. Gerne informieren wir Sie regelmäßig über das aktuelle Angebot von Cicero Online. Bitte tragen Sie ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken ihnen montags bis freitags unseren täglichen Newsletter.

E-Mail*
Anrede
Vorname
Nachname

Anzeige

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • AGB
  • Stellenangebote

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
 
RESSORTS
Startseite
Berliner Republik
Weltbühne
Kapital
Stil
Salon
Bücher
Karikaturen
Bildergalerien
Videos
Blogs
Dossiers
Newsletter
 
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Redaktion
© Cicero Online 2013zum Seitenanfang