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Schluss mit dem Google-Lamento!

23. Oktober 2012 VON Christian Jakubetz - unhipster
Schrift:
picture alliance
Google,Suchmaschine,Festplatten,Computer-Schrott

Zufall oder nicht: In den letzten Tagen wird in Deutschlands Medien wieder verstärkt auf Google eingeprügelt. Man muss den Online-Riesen nicht mögen, um das eher langweilig zu finden. Weil sich die Attacken lesen wie ein ständig wiederkehrendes Lamento. Deswegen die ultimative Aufforderung: Schafft Alternativen – oder hört auf zu jammern.

Vermutlich sollte man sich Google einfach als das neue Microsoft vorstellen. Oder als übermächtigen Konzern mit undurchsichtigen Methoden. Oder als Trittbrettfahrer, der sich mit dem simplen Verwerten anderer Menschen Arbeit Reichtümer anhäuft. Die letzten beiden Bezeichnungen stammen aus deutschen Zeitungen vom Wochenende (Spiegel und FAS), der Eingang ist eine persönliche Schlussfolgerung. Weil Google momentan so dargestellt wird wie Microsoft, als es noch nicht einfach nur mitleidserregend war und man noch nicht so schöne Geschichten über den Niedergang der Software-Schmiede schreiben konnte (bezeichnenderweise hat der “Spiegel” allerdings in der neuen Ausgabe, in der Google runtergeschrieben wird, ein hübsches Comeback-Stück über Microsoft geschrieben, in dem es sinngemäß heißt, es sei ja ganz erstaunlich, welch tolle Dinge dort jetzt wieder gemacht würden).

Google also heißt mal wieder der neue Dämon, dem sich Deutschlands Journalisten widmen; ein Schelm, wer jetzt irgendwie an das Leistungsschutzrecht und andere Differenzen der Verlage mit dem Konzern denkt. Aber bevor das jetzt irgendwie zur Medienkritik wird: Interessanter ist es in dem Zusammenhang, mal darüber nachzudenken, was eine Gesellschaft mit analogem Gedankengut so alles von einem digitalen Großunternehmen der Neuzeit erwartet. Demnach nämlich ist Google vor allem deshalb doch irgendwie evil, weil es Geschäfte macht, weil es seinen Markt und ein paar andere Dinge auch noch dominiert, weil es ein Geheimnis aus seinem Such-Algorithmus macht und weil die sozialcaritative Ader des Unternehmens anscheinend nicht ausgeprägt genug ist, um in den Augen vor allem deutscher Verlage bestehen zu können.

Bildergalerie: Gelbe Schläuche, rote Rohre, blaue Kabel: Ein Blick in Googles Eingeweide

Man darf das alles an einem Konzern kritisieren. Redlicher wäre es allerdings, wenn man sich erst einmal eine Binse vor Augen führt:

Google ist ein Wirtschaftsunternehmen.

Natürlich tut es einem Markt nie gut, wenn er sehr einseitig dominiert wird. Man kann mit einigem Recht behaupten, dass die Jahre der totalen Microsoft-Dominanz verlorene Jahre waren. Man kann sich mit Gruseln daran erinnern, wie es war, als es zum Internet Explorer des Konzerns keine wirklich spürbare Alternative gab, als Windows und der IE die Onlinewelt zu regieren schienen und kaum jemand ernsthaft daran glauben hätte wollen, dass ein solcher Riese sich nur wenige Jahre später mit einem anderen angeschlagenen Riesen zusammentun muss, um auf dem mobilen Markt überhaupt noch den Hauch einer Überlebenschance haben zu können. Damals übrigens, auch daran kann man sich noch gut erinnern, galt Microsoft als der „übermächtige Konzern mit undurchsichtigen Methoden“, als der fiese Gigant, der sich Abhängigkeiten anderer zunutze macht, um letztendlich nichts anderes anzustreben als die Totaldigitaldominanz. Das, im Übrigen, wirft man in abgewandelter Form gerne mal auch Apple und Amazon und überhaupt allen vor, die in der digitalen Welt es zu einer gewissen Größe gebracht haben.

Daran wird sich auch nichts ändern, wenn Google, Facebook, Apple und Amazon einmal andere Namen tragen, wenn sie ausgewechselt worden sind im überaus schnelllebigen Netz, so wie es auch StudiVz, MySpace, Second Life und all den anderen ehemaligen Digitalstars ergangen ist. Das Problem ist nicht der jeweilige Konzern, das Problem ist seine schiere Größe. Und die anscheinend auch im zweiten Internetjahrzehnt nicht auszurottende Neigung der User, die nach dem Prinzip „The winner takes it all“ verfährt. Soll heißen: Nirgendwo außer im Netz herrscht eine derart hohe Neigung der Nutzer vor, klassische Marktwirtschaft zumindest temporär nicht zuzulassen. Das lässt sich nur noch vergleichen mit der Trägheit der Verbraucher beim Wechsel von Banken oder Stromanbietern. In beiden Branchen wird gerne gejammert, geschimpft, lamentiert – aber dass jemand mal seinen Hintern hochbekommt und seiner Bank, die ihm mal eben 15 Prozent Überzeihungszinsen abnimmt, sich jeden Kleinkram teuer bezahlen lässt und ihm ansonsten Quatschprodukte andreht, die nur der Bank etwas bringen, die Kündigung hinwirft, dafür muss dann schon viel passieren. Das lässt sich mit Mühe und Note noch als eigene Dummheit rechtfertigen; wenn's denn jemand mit sich machen lässt, dann ist ihm nicht zu helfen. Niemand wird schließlich gezwungen, sich für eine ganz bestimmte Bank zu entscheiden, in jedem ostwestfälischen Kuhdorf gibt es schließlich zwei oder drei davon (ob die dann wirklich besser sind, steht zugegeben wieder auf einem ganz anderen Blatt).

Bei Onlineunternehmen kommt aber neben der mangelden Bereitschaft, einen echten Markt entstehen zu lassen, noch etwas anderes dazu: der merkwürdige Anspruch, solche Unternehmen zu einer Art öffentlich-rechtlichem Anbieter deklarieren zu wollen, zu einer Art von ARD des Internets. Die Googles und Amazons haben für alle da zu sein, sollen eine Art Internet-Grundversorgung leisten, ohne aber, dass man dafür etwas zahlen möchte (was ja auf ARD und ZDF irgendwie auch zutrifft, Rundfunkgebühren sind ein ähnliches stetes Quell öffentlicher Erregung wie der Benzinpreis). Es gäbe etliche Suchmaschinen, die nicht zwingend schlechter sind als Google, trotzdem laufen über 90 Prozent der Suchanfragen in Deutschland eben doch über den Marktführer. Es gibt andere Buchhändler, andere soziale Netzwerke, aber die schiere Größe und die Bequemlichkeit sind dann eben doch Grund genug, bei dem zu bleiben, über was man schimpft.

Wobei: Genau letzteres ist, im Gegensatz zu ARD und ZDF, gar nicht so häufig der Fall. Man mag die Zustände im digitalen Leben beklagen, man mag es auch für Uninformiertheit halten, wenn es Menschen gibt, die denken, Google sei das Internet und der Bezug von Büchern auf Amazon zwangsverstaatlicht worden. Vielleicht gibt es aber auch ganz andere, viel simplere Gründe: beispielsweise den, dass die Unzufriedenheit der ganz normalen Nutzer mit Google sehr viel geringer ist als die der Medien, der Verlage. Möglicherweise hat die Zufriedenheit – oder zumindest die mangelnde Wechselbereitschaft – auch damit zu tun, dass die meisten Nutzer mit Google dann vielleicht doch zufriedener sind als mit ihrer Tageszeitung. Oder dem Spiegel. Vielleicht ist es ja auch ganz einfach so, dass der gerne verpönte Deal „Daten gegen Produkt“ von vielen gar nicht als so schlimm empfunden wird, weil sie das Gefühl haben, dafür von der anderen Seite auch etwas sehr Ordentliches zu bekommen. Auch dieses Gefühl muss man ja nicht zwingend bei der täglichen Lektüre einer durchschnittlichen Tageszeitung teilen.

Und vielleicht wäre es deshalb auch an der Zeit, sich bei der Betrachtung von Google (und anderen Branchenriesen) auf eine sehr nüchterne Sichtweise zu einigen: eine, in der man Google als ein – zugegeben: riesiges – Unternehmen betrachtet, mit dem man sich wahlweise arrangieren oder mit dem man konkurrieren kann. Was dagegen nicht funktionieren word, ist eine Haltung zu Google, die ein Großteil deutscher Verlage einnimmt: Sie wollen kostenlos gefunden werden und gleichzeitig für die Tatsache, dass ihre Inhalte gefunden werden, Geld verlangen. Tut also was, wenn euch Google nicht passt! Schafft Alternativen, wenn ihr könnt.

Nur eines, das wäre wirklich wunderbar: Hört endlich mit dem Lamento auf!

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Danke

mir geht das inzwischen auch sehr auf den Senkel.

Im Gegensatz zu vielen (eigentlich allen) anderen Online-Unternehmen bietet Google sogar eine hohe Transparenz über meine bei ihnen gespeicherten Daten. Außerdem kann ich meine Konten jederzeit löschen. Transparenz auch im Zusammenhang mit Behördenkollaboration. Eine Fülle an kostenlosen, excellenten Diensten. Verträgliches Maß an Werbung.

Es ist halt wie immer: der größte bekommt die Keule, alle anderen verschwinden vollkommen aus dem öffentlichen Interesse. Auch sehr monopolistisch.

Allein das Bild der zerstörten Festplatten im Artikel gibt mir schon die Sicherheit, dass diese Leute profesionell arbeiten.
Mir ist es recht, wenn sie sich dumm und dämlich verdienen. Sie haben wenigstens das Credo 'dont be evil'. Das ist schon deutlich mehr als alle anderen.

  • Antworten
netkaiser23.10.2012 | 16:06 Uhr

Das musste mal gesagt werden!

Danke. Du sprichst mir aus der Seele. Diese ewige Google/Facebook/Apple gejammer geht mir auch gehörig auf den Geist. Ganz besonders der ewige Vorwurf "Datenkrake". Die Leute (und scheinbar auch so mancher Journalist, der sich des Themas annimmt) haben keine Vorstellung davon, was denn der Böse Konzern mit ihren Daten macht und malen sich irgendwelche Horrorszenarien aus. Und das am besten noch während sie in aller Seelenruhe mal wieder ihr Einverständnis zu einer SCHUFA-Auskunft geben und das Bürgeramt ihre Daten munter an jeden verkauft, der danach fragt. Aber naja, das sind ja nur Kreditauskünfte und Wohnort, nicht zu vergleichen mit dem was Google mit meiner Search History alles böses anstellen könnte!

  • Antworten
Bastian24.10.2012 | 09:56 Uhr

Zu kurz Gedacht.

Google ist meiner Meinung nach tatsächlich schlecht. Bei Apple, Amazon und Twitter brauche ich sie einfach nicht zu nutzen wenn ich nichts mit ihnen zu tun haben will. Das geht bei Google nicht! Google fotografiert ungefragt mein Haus, scannt ungefragt meine Webseite und verwertet den Inhalt und die Bilder. Wenn ich das nicht möchte muss ich aktiv Maßnahmen dagegen ergreifen, falls es überhaupt Gegenmaßnahmen gibt.
Kurz gesagt sie nehmen sich einfach was sie wollen! Das der Starke sich nicht einfach alles nach belieben nehmen darf wie er will ist eine der großen zivilisatorischen Errungenschaften und in Hinblick das das Internet die Gesellschaft immer stärker prägt sollten wir darauf achten das wir diese Errungenschaft auch auf das Internet übertragen und nicht umgekehrt.

Kritikpunkte konkret:
1. Es wird immer einseitig Entschieden wie die Daten anderer benutzt werden und diese können maximal dagegen widersprechen wenn sie davon erfahren.
2. TRAFFIC IST KEINE BEZAHLUNG!

In erster Linie verursacht Traffic erst einmal Kosten. (Bandbreite, Bearbeiten der Anfragen der neuen Nutzer ....)

Manche wollen ihre Nutzer gar nicht "Vermarkten" für diese Gruppe entstehen durch den Traffic nur kosten. Entweder durch den Traffic an sich oder durch das Treffen von Maßnahmen damit ihnen dieser ungewollte Traffic nicht erreicht.

Andere versuchen den Traffic in Geld umzumünzen, aber der Traffic kann auch so schlecht sein das man aus ihm einfach kein Geld ziehen kann oder nicht genug um die Kosten zu decken! (siehe zum Beispiel Musikstreamingdienste)

Manche freuen sich natürlich auch über den Traffic aber die gehen sowieso freiwillig zu google und laden sitemaps hoch und optimieren ihre Webseite um bei google weit oben zu landen. Aber selbst hier ist es ein nachträgliches zustimmen und kein einvernehmlicher Vertrag wie wir ihn 100 mal am Tag machen.

Bei Amazon und Apple gibt es sicherlich auch Kritikpunkte aber Grundlegend bewegen sie sich im bisherigen Gesellschaftlichem Rahmen.

Bie Google und z.B. Pinterest ist das anders. Und das schlimme ist das Teilweise ihre Sichtweise in bestehendes Recht Einzug hält. Siehe Gerichtsurteil Künstler vs. Google bzgl. der Bilder in der Bildersuche.

  • Antworten
Max24.10.2012 | 10:19 Uhr

Den Sinn des Internets nicht ganz verstanden?

Ich habe so meine leichten Zweifel, dass Sie den Sinn des Internets nicht ganz verstanden haben.
Es geht um globale Vernetzung. Wieso mache ich etwas publik? Damit es andere sehen können. Wenn ich dies nicht möchte, sollte ich eine Zugangsbeschränkung einbauen. Ich kann nicht das globale Dorf fordern und den lokalen Zugang wollen.

Wenn Sie ein Buch schreiben, landet es in vielen Bibliotheken. Würden Sie sich darüber beschweren, dass es dann jeder lesen kann? Oder würden Sie sich darüber beschweren, dass der Bibliothekar auf Zuruf jede Zeile kennt und Ihnen das gesuchte Buch nennen kann?

Google Streetview ist übrigens weniger provokant, als viele dies immer argumentieren. Streetview ist die logische Konsequenz zur Satellitenansicht. Ob ich nun per Maps in Ihren Garten schauen kann oder per Streetview Ihre Frontfassade sehe, wo ist da der Unterschied?

  • Antworten
Oliver24.10.2012 | 16:50 Uhr

Zu kurz gedacht?

Hallo Max,

Du hast Recht, wenn Du sagst, dass Google ungefragt Dein Haus fotografiert und Deine Webseite scannt. Gegen ersteres kannst Du Dich umständlich wehren (Widerspruch einlegen), gegen letzteres einfach durch eine robots.txt-Datei, wo Du für jede Suchmaschine angeben kannst, was sie lesen darf und was nicht. Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Robots_Exclusion_Standard

Es ist einfach unpraktikabel, jeden vorher zu fragen, ob sie denn ihr Haus fotografiert und ihre Webseite indiziert haben wollen. Genauso wie es unpraktikabel ist, Privatkopien von Musik zu verfolgen und das Gesetz daher Kopien im (eben privaten) Umfang erlaubt.

Wenn Du keinen Traffic willst (aber wozu sind Deine Seiten sonst online, wenn nicht, damit sie jemand liest?), sperr die Suchmaschinen aus.

Ein bisschen klingt Deine Beschwerde nach "ihr könnt mich doch nicht alle angucken, nur weil ich auf der Strasse bin!"

Nix für ungut,

Robert

  • Antworten
Robert24.10.2012 | 23:36 Uhr

Naja...

...ich kann auch losziehen und Häuser fotografieren und diese Bilder veröffentlichen, das ist mein gutes Recht. Gerade die Kritik an Street View ist Käse, weil die Bilder ziemlich alt sind und mit der Realität teilweise gar nichts mehr zu tun haben.

  • Antworten
Jan31.10.2012 | 11:49 Uhr

> Es gäbe etliche

> Es gäbe etliche Suchmaschinen, die nicht zwingend schlechter sind als Google

Da möchte ich das Gegenteil behaupten. Auch für Amazon und EBay fehlen entsprechend leistungsfähige Alternativen. Und das ist ein selbstverstärkender Effekt, das ist ja das Dilemma.

  • Antworten
nk24.10.2012 | 10:40 Uhr

Finden und gefunden werden

Wir beschweren uns darüber, dass der Dealer mit dem besten Stoff uns den besten Stoff anbietet. Die Übermacht von Google in Deutschland ist ein selbstgemachtes Problem.

Früher habe ich selber die Alternativen Yahoo oder die MSN-Suche benutzt. Irgendwann musste ich jedoch feststellen, dass Google das bessere Produkt mir bietet.
Früher hat man auch bei Yahoo oder anderen Suchportalen seine Werbung geschaltet. Auch die Suchmaschinenoptimierung hat sich nicht ausschließlich auf Google konzentriert. Irgendwann jedoch hat man festgestellt, dass der Großteil der Besucher/Kunden von Google kommt.

Anbieter (von Inhalten) und Suchende haben sich stillschweigend darauf geeinigt, nur noch Google und seine Produkte zu nutzen. Einigen Inhalteanbietern schmeckt diese einseitige Ausrichtung nicht, weil sie sich Google ausgeliefert sehen. Davon weg kommen, wollen sie aber auch nicht. Denn Google liefert auch weiterhin den besten Stoff.

  • Antworten
Oliver24.10.2012 | 12:32 Uhr

Sehr guter Artikel.

Sehr guter Artikel.
Ich werde mir die Titelstory des Spiegel sicher auch noch durchlesen, aber ich versuche schon seit Längerem, nicht mehr einzustimmen in das viele Jammern, Schimpfen und Beschuldigen - was übrigens nicht immer einfach ist und ich ertappe mich auch immer wieder dabei. Lieber möchte ich meine Energie einsetzen, um das zu unterstützen und mich dort einzusetzen, wo gute Projekte entstehen und praktiziert werden. Außerdem selbst so zu handeln, wie ich die Welt haben möchte, d.h. positive Beiträge dazu zu leisten.

Im Übrigen nutze ich anstelle von Google die Suchmaschine ecosia http://ecosia.org/how.php), die 80% ihrer Einnahmen für den Regenwaldschutz spendet.

Ach ja, und groß und erfolgreich zu sein, halte ich per se erst einmal auch nicht für schlecht. Bedeutet ja, dass vielen das Angebot gefällt. Wichtig ist nur, dass man mit dem Angebot/Produkt fair mit Umwelt und den Menschen umgeht. Und noch etwas: perfekt ist ja bekanntlich niemand von uns, aber wir sollten zumindest stets versuchen, unser Bestes zu geben - zum Wohl von uns allen und der Welt.

  • Antworten
Sabine Siehl24.10.2012 | 14:53 Uhr

Traffic verursacht Kosten?

@Max: Sie beklagen sich doch nicht im ernst darüber, dass Ihnen durch Traffic auf Ihrer Homepage Kosten entstehen? Warum stellt man denn eine Seite ins Netz, wenn man (weil: zu teuer) eigentlich gar nicht will, dass jemand sie ansurft?

  • Antworten
Moki24.10.2012 | 18:15 Uhr

Traffic ist nicht per se was Gutes

Für Unternehmenswebseiten, Zeitungen, Blogs oder SozialMedia-Seiten mag Traffic was gutes sein. Aber wenn es in Form eines D-o-s kommt seid ihr bestimmt auch nicht mehr erfreut.
Ähnlich ist es für kleine Seiten. Die wollen auch das ihre Seite permanent funktioniert auch wenn sie nur für eine feste Gruppe von nur 20, 100 oder 1000 Leute da ist. Die Verteilung der Url ist da meist kein Problem. Ungefragte Öffentlichkeit hingegen schon. Das fängt bei der Überlastung an und hört bei berechtigten und unberechtigten Anwaltsschreiben auf.

Gerade der letzte Punkt ist nicht zu unterschätzen. Gestern waren es die Impressen, heute sind es die Bilder, morgen sind es dank StreetView die Bauvorschriften und übermorgen gibt es nur noch 100% Systemkonforme Menschen oder welche die hinter verschlossenen Türen sitzen.

Ich bin generelle gegen ein großflächige systematische Erfassung von Daten, denn sie ist die Vorstufe zu systematischen Repressalien gegen die man sich nur noch schwer erwehren kann.
Es gibt durchaus sinnvolle systematische Erfassungen, aber die aktuelle Form der Suchmaschinen und Streetview gehören meiner Meinung nach nicht dazu.

Bei Streetview würde es auch ausreichen nur Touristische interessante Ort und Sehenswürdigkeiten aufzunehmen. (Orte die das Freiwillig machen)

Seine Domain bei einer Suchmaschine anzumelden ist nicht aufwendiger als eine robots.txt also warum die die nicht wollen zwingen? (Vor 15-20 Jahren gab es sogar einen Service bei dem man sich in viele Suchmaschinen eintragen lassen konnte weil es sonst zu lange gedauert hätte bis man gefunden wurde. Das war super einfach und wenn das wieder Standard wird wissen alle die den Traffic wollen das sie das machen müssen)

Warum muss ich wenn ich nicht möchte das PInterest meine Bilder illegal nutzt einen META-Tag in meine Webseite einbauen? Genau so gut können die die es wollen einen META-Tag einbauen das sie es wollen und zwar allgemein für alle Dienste.

  • Antworten
Max25.10.2012 | 14:47 Uhr

Mitleid?

"Weil Google momentan so dargestellt wird wie Microsoft, als es noch nicht einfach nur mitleidserregend war und man noch nicht so schöne Geschichten über den Niedergang der Software-Schmiede schreiben konnte."

Ich habe kein Mitleid mit einem Milliardenkonzern, der sein neues Betriebssystem Windows 8 schneller unter die Leute bringt als damals Windows 7, der auf 90% der Rechner weltweit das Betriebssystem stellt und der auf dem Handymarkt eine Aussicht auf 20% Marktanteil hat. Mitleid ist hier wirklich irgendwie das falsche Wort. Passender wäre vielleicht "beobachtendes Interesse", wie MS aus dem kleinen Tief, was es durch Windows Phone 7 erlitten hat, wieder herauskommt.

  • Antworten
Jan31.10.2012 | 11:54 Uhr

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