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 > Christian Jakubetz - unhipster

Blog: Unhipster
Für Cicero Online bloggt Christian Jakubetz als unhipster über die digitale Revolution und wie sie unseren Alltag verändert.

Facebook, Börsengang, Zuckerberg, Netzwerk, Internet

Facebook und das Microsoft-Syndrom

Wenn es um die Zukunft von Facebook geht, dann redet alle Welt momentan vom Börsengang des Unternehmens. Dabei hat das Netzwerk ein ganz anderes Problem als seine Bewertung an den Märkten. Es leidet am Microsoft-Syndrom

Seehofer, Facebook, Falshmob, CSU, Facebook-Party

Die missratene Inszenierung des Horst 2.0

Wenn man den Bildern trauen darf, hat sich Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer am Dienstagabend etwas, nun ja, etwas schwer getan. Bei einer Party, zu der er selber eingeladen hat. Es war allerdings keine der üblichen Partys oder Veranstaltungen, zu der Politiker sonst gerne so einladen. Sondern eine Facebook-Party, was angesichts dessen, dass gerade ja alle über Piraten und digitale Gesellschaft und den ganzen Kram reden, erstmal keine schlechte Idee ist.

Kopflos im Netz?

Sind wir dabei unsere Freiheit im Netz zu verlieren?

Die großen Konzerne im Netz machen uns zu Sklaven und wir machen auch noch willfährig mit. Eine Theorie, die zum Auftakt der Re:publica in Berlin in die Diskussion gekommen ist. Dabei machen wir uns gar nicht zum Sklaven, sondern im Gegenteil: Veranstaltungen wie die Re:publica sind der beste Beleg dafür, dass skeptisch-digitale Gegenkulturen schon lange Alltag sind

In der Mitte der Gesellschaft

 

Die Digitalisierung ist eines der prägenden Themen unseres Alltags. Und weil es jetzt -- endlich und gottseidank -- in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, wird jetzt verstärkt darüber geredet und manchmal auch maßlos überzogen. Aber das war noch nie anders, weder als die Bäume starben noch als die Banken sich selbst abschossen.

Die analogen Gleichmacher und die Netzgemeinde

Weil ihnen das Netz unheimlich und unverständlich zugleich ist, kommt jetzt die -- in des Wortes Sinne -- Reaktion. Man spricht von einer Netzgemeinde, die mit den Piraten deckungsgleich ist und wenigstens halb kriminell ist. Differenziert wird absichtlich nicht. Schließlich wirkt das Bild einer großen, dunklen Gemeinde sehr viel bedrohlicher als wenn man die Wahrheit sagen würde. Die da lautet: Es gibt keine Netzgemeinde, es gibt keine Kostenloskultur, es gibt keine Gegenbewegung. Nur sehr viele unterschiedliche Antworten auf ziemlich viele neue und komplexe Fragen.

Ton im Internet, Umgangston im Netz, Beleidigungen im Internet

Man kennt sich, man schätzt sich, man mault sich an

Im Netz geht es gerne mal etwas rauer zu, übetriebene Höflichkeit ist nicht gerade das, was man erwarten sollte. Das hat nicht immer etwas mit mangelnder Kinderstube zu tun, sondern ist eine Form der Ablehnung einer Netzavantgarde gegenüber all denen, die bei Facebook gerne Farmville spielen und Geburtstagskalender verteilen. Ein Erklärungsversuch.

So wurden mal Texte geschrieben. Und das ist gerade mal 20 Jahre her.

Das Netz gehört in die Mitte der Gesellschaft

Die analoge Contentindustrie benimmt sich wie die Automobilkonzerne vor 20 Jahren: Mit Horroszenarien versucht sie, den digitalen Wandel schlichtweg aufzuhalten. Das geht nur noch so lange gut, bis die Netzthemen ihren Weg in die gesellschaftliche Mitte gefunden haben. Also: nicht mehr allzu lang.

Tatort,Simone Thomalla,Martin Wuttke,Protestbrief,Urheberrecht

Weil auch der Tatort so bleiben soll, wie er ist

Erst der Wutanfall des Musikers Sven Regener, jetzt der offene Brief von Tatort-Autoren: Es ist Mode geworden, die Netzgemeinde als „Diebe“ zu verunglimpfen. Das ist weltfremd, meint Christian Jakubetz in seinem Blog „Unhipster“

Computer, Sessel, Bequemlichkeit, Netzgiganten, Games Convention

Die Bequemlichkeit der Unfreiheit

Alles muss umsonst sein, dafür zahlen wir allerdings andere hohe Preise. Wir zahlen in der inzwischen wichtigsten Währung der Welt, dem Stoff, der das Netz groß und aus Firmen Giganten macht: Daten. Muss das sein? Nein. Aber es ist so schön bequem

Das Private ist nicht privat

Musik wird seit Dienstag auch in Deutschland gestreamt. Das Zeitalter des “Besitzens” geht unweigerlich zu Ende, heißt es. Doch mit Anwendungen wie Spotify würde auch das Zeitalter der Privatheit zu Ende gehen. Und weil man nun wirklich nicht alles mit jedem teilen möchte, wird der “Besitz” in Zukunft wichtiger denn je.

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