Jump to Navigation
Startseite

Cicero Spezial:
Deutschland wählt und ganz Europa fiebert mit

Bundestagswahl 2013
  • Magazin
  • Mediathek
  • Literaturen
  • Service
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo
  • Berliner Republik
  • Weltbühne
  • Kapital
  • Stil
  • Salon
  • Bücher
  • Themen der Zeit
  • Kolumnen
  • Blogs
  • Ressorts
  • Dossiers
  • Karikaturen
  • Suche

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > Was wusste der Berliner Senator Henkel?

Berliner Republik

NSU-Akten Was wusste der Berliner Senator Henkel?

Von Christian Tretbar20. September 2012
picture alliance
NSU, Henkel, Frage des Tages
Schrift:

Berlins Innensenator Frank Henkel verstrickt sich bei der Aufklärung der Vorgänge um NSU-Akten in erhebliche Widersprüche. Was steckt hinter seinen Aussagen? Und hätte er anders handeln können?

Seite 1 von 2

Der Auftritt im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses sollte sein Befreiungsschlag werden. Doch die Verteidigungsstrategie von Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) gerät ins Wanken. Erst verwies er auf eine Verabredung, die es mit der Bundesanwaltschaft (GBA) gegeben habe, wonach Informationen des NSU-nahen V-Manns beim Berliner Landeskriminalamt vorerst nicht an den NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages weitergegeben werden dürften. Von einer Verabredung will die Behörde in Karlsruhe aber nichts wissen.

Nun verweist Henkel auf die Berliner Polizeispitze, die ihm von der Verabredung berichtet habe.

Schiebt Henkel den Schwarzen Peter ab?

Er nimmt die Berliner Polizeispitze auf jeden Fall mit in die Verantwortung. Denn am Mittwochmorgen hat Henkel im ZDF-Morgenmagazin gesagt, dass es ihm darum gegangen sei, das laufende Ermittlungsverfahren nicht zu gefährden und dabei habe er sich auf Auskünfte der Berliner Polizeispitze berufen, wonach es eine Vereinbarung mit der Bundesanwaltschaft gegeben habe. Dies sei ihm „glaubhaft versichert“ worden, deshalb habe er „zunächst keinen Grund daran zu zweifeln“ gehabt. Was er nicht sagt, aber insinuiert: Sollte Margarete Koppers, die derzeit als Vizepräsidentin auch das Amt der Polizeipräsidentin bekleidet, falsch informiert haben, dann ist das ihr Problem nicht meins. Auch diese Äußerung ist wieder ein Beleg dafür, wie schwer sich Henkel tut, in dieser Affäre die richtigen Worte zu wählen. Denn als Schuldzuweisung oder Abschieben der Verantwortung will er das auch nicht verstanden wissen. Schon am Mittag versucht er seine Aussage wieder etwas gerade zu rücken. „Ich bin mir meiner Verantwortung bewusst, trage sie und schiebe sie nicht ab“, sagte er vor dem Verfassungsschutzausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Tatsache ist, dass weder Henkel noch sein Staatssekretär Bernd Krömer bei den Gesprächen mit der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe dabei waren.

Wer hat die Gespräche in Karlsruhe geführt?

Am 20. März war Koppers mit dem Leiter des Berliner Landeskriminalamtes und dem Leiter der Abteilung Staatsschutz in Karlsruhe. Sie haben dort über den V-Mann Thomas S. informiert. Insofern müsste die Polizei wissen, wie und mit welchen möglichen Verabredungen man auseinandergegangen ist. Ein Protokoll oder eine schriftliche Vereinbarung gibt es aber laut Polizei nicht. „Das wäre auch untypisch“, sagte Polizeisprecher Stefan Redlich. Alle drei Vertreter der Polizei seien nach dem Gespräch mit dem Gefühl zurück nach Berlin gefahren, dass Konsens darüber herrsche, dass noch viele Fragen zu klären seien und man deshalb vorerst Stillschweigen bewahre.

Welche Rolle spielt die Bundesanwaltschaft?

Die Bundesanwaltschaft verfolgt eigene Interessen. Zahlreiche Sicherheitsbehörden und Ministerien, egal ob auf Bundes- oder Landesebene, sowie Polizeien sind im Zuge der NSU-Ermittlungen in schlechtes Licht geraten. Deutschlands oberste Anklagebehörde blieb bisher verschont. Und das soll nach ihrem Willen auch so bleiben. Deshalb mussten deren Mitarbeiter wohl fürchten, dass sie von Frank Henkel als Schutzschild missbraucht werden und der NSU-Untersuchungsausschuss ihnen den Schwarzen Peter zuschiebt und vorhält, Akten nicht weitergegeben zu haben. Das verschwiegene Handeln Henkels dürfte aber in ihrem Sinne gewesen sein. Sie selbst haben in einer Stellungnahme vor einigen Tagen erklärt, dass sie den Untersuchungsausschuss erst über den V-Mann-Fall in Kenntnis gesetzt haben, nachdem die „...erforderlichen Abklärungen erfolgt und eine Gefährdung laufender Ermittlungen durch die Übermittlung dieser Erkenntnisse nicht mehr zu besorgen waren...“.

  • 1
  • 2
  • nächste Seite »
Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort

zurück zum Dossier
Die Frage das Tages stellt Cicero online in Kooperation mit
Der Tagesspiegel
Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

Türkische Männer-Selbsthilfegruppe
„Angst wäre die falsche Reaktion“
von
09.05.2013
NSU
Eine Mörderbande wird politisch überhöht
von
06.05.2013
Platzvergabe im NSU-Prozess
Die Gewinner, die Verlierer
von
30.04.2013
NSU-Prozess
Öffentlichkeit als Farce
von
30.04.2013
Blog „NSU Watch“
Sie nehmen es mit Rippenbrechern auf
von
27.04.2013

Mehr Fragen des Tages finden Sie beim Tagesspiegel.

zum Dossier NSU-Prozess – Rechtsterror vor Gericht
Twitter
zum Ressort

zurück zum Dossier
Die Frage das Tages stellt Cicero online in Kooperation mit
Der Tagesspiegel
Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Türkische Männer-Selbsthilfegruppe
„Angst wäre die falsche Reaktion“
von
09.05.2013
NSU
Eine Mörderbande wird politisch überhöht
von
06.05.2013
Platzvergabe im NSU-Prozess
Die Gewinner, die Verlierer
von
30.04.2013
NSU-Prozess
Öffentlichkeit als Farce
von
30.04.2013
Blog „NSU Watch“
Sie nehmen es mit Rippenbrechern auf
von
27.04.2013

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • politik
  • Tourismus
  • Moral
  • Urheberrecht
  • favs
  • Digitalisierung
  • A Nachlesen
  • A Nachlesen
  • internet
  • Film
  • Literatur
  • Literatur
  • NH
  • Polemik
  • Praktische Philosophie
  • diethart
  • Steinbrück
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • MILANKO
  • Entwicklungspolitik
  • Gunter Hofmann
  • dudelfunk
  • pit
  • Material-SK
  • Steuern
  • Antisemitismus
  • Intellektuelle
  • Türkei
  • Jan von Alen
  • Autoren
  • Autoren
  • Autoren
  • Doppelte Staatsbürgerschaft
  • Test
  • Hyperkorrekte
  • Stasi
  • Fernsehen Qualität
  • Kretschmer
  • Kretschmann
  • Politik
  • Pressegleichschaltung
  • NSU
  • gender
  • gender
  • demographie
  • Österreich
Neues Dossier anlegen:

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Bildergalerie

Calcio Storico Fiorentino – Kämpfen bis zum Kollaps

zur Bildergalerie
Anzeige

Christoph Seils

Die Montagskolumne: Wahlen, Wähler und Intrigen

Das Problem heißt Sigmar Gabriel

Sigmar Gabriel ist nicht teamfähig.

Der Wahlkampf der Sozialdemokraten kommt nicht in Schwung, der Kanzlerkandidat Steinbrück beim Wahlvolk nicht an. Jetzt streiten die Genossen auch noch öffentlich. Doch vor allem der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel hat nicht verstanden, was bis zum 22. September seine Rolle ist


Der Meinungskompass

Wahlkampftränen und Grabesreden – Steinbrück und die SPD

 

DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Eric Bonse - Lost in EUrope
Protektionismus war gestern

Die USA spionieren das Internet in Europa aus – doch die EU wehrt sich nicht. Im Gegenteil: Sie…

zum Blogeintrag

Frage des Tages

Was steht auf Obamas Agenda?
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage

Thema der Woche

Deutschland empfängt Obama
zum Dossier
Macht sich Angela Merkel unglaubwürdig?
Das Cicero-Meinungsbild

Mietbremse, Mindestlohn und Mütterrente – Angela Merkel rückt nach links

Umfrage
Merkel vs. Steinbrück – Wer hat das bessere Personal hinter den Spitzenkandidaten?
CDU/CSU und FDP
45%
SPD und Grüne
55%
Gesamtstimmen: 240
Gummistiefel Hochwasser
Dossier

Deutschland unter Wasser

zum Dossier

Dossier

Die perfekte Frau

zum Dossier

Verteidigungsminister Thomas de Maizière
Dossier

Das Drohnen-Debakel

zum Dossier

Anzeige
Anzeige

Video

Revolte in Istanbul: Die Proteste gegen Erdogan

In Kooperation mit
alle Videos
Anzeige

Jetzt den Newsletter von Cicero Online abonnieren

Liebe Leserinnen und Leser. Gerne informieren wir Sie regelmäßig über das aktuelle Angebot von Cicero Online. Bitte tragen Sie ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken ihnen montags bis freitags unseren täglichen Newsletter.

E-Mail*
Anrede
Vorname
Nachname

Anzeige

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • AGB
  • Stellenangebote

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
 
RESSORTS
Startseite
Berliner Republik
Weltbühne
Kapital
Stil
Salon
Bücher
Karikaturen
Bildergalerien
Videos
Blogs
Dossiers
Newsletter
 
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Redaktion
© Cicero Online 2013zum Seitenanfang