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 > Wann wird „Madame No“ weich?

Berliner Republik

Merkel und der EuroWann wird „Madame No“ weich?

25. Juni 2012
picture alliance
Angela Merkel, Madame No, Euro, Eurobonds, Cicero-Empfehlung
Titel des britischen Polit-Magazins «New Statesman». Das Magazin hat Bundeskanzlerin Angela Merkel als die gefährlichste deutsche Führungsfigur seit Adolf Hitler bezeichnet
Schrift:

Die Bundeskanzlerin hat es wieder allen gezeigt, Griechenland lässt sie abblitzen, den europäischen Regierungschefs diktiert sie die Bedingungen für die Eurorettung. Die Wähler stehen hinter ihr, die Opposition im eigenen Land hat kapituliert. Doch Merkel wandelt auf einem schmalen Grat

Seite 1 von 3

Die Woche der Euro-Entscheidung hat begonnen und damit die vielleicht wichtigste Woche in der Amtszeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Am Donnerstag und Freitag treffen sich in Brüssel die Staats- und Regierungschefs zum EU-Gipfel. Am Freitagabend tritt dann der Bundestag zusammen, um den Fiskalpakt und den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) zu verabschieden. Anschließend berät das Bundesverfassungsgericht. In Berlin und Karlsruhe steht die Gegenwart der Eurokrise auf der Tagesordnung, in Brüssel werden bereits neue Rettungspläne geschmiedet.

Alle Beteiligten wissen, dem Euro stehen neue Turbulenzen bevor, nicht nur in Griechenland, sondern auch in Spanien, in Zypern oder Italien. Selbst Frankreich könnte schon bald in den Strudel der Eurokrise hineingezogen werden. Die Zeit drängt. Europa muss noch enger zusammenrücken. Europäische Schicksalstage haben begonnen, sie werden die EU nachhaltig verändern und die Bundeskanzlerin braucht eine neue Europa-Strategie. Die Tage des Zögerns, Zauderns und Durchwurstelns sind vorbei.

Bildergalerie: Merkel looking at technical things
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Zunächst jedoch werden die kommenden Tage für Angela Merkel noch einmal Tage des Triumphes sein. Die Kanzlerin hat sich noch einmal als „Madame No“ in Europa durchgesetzt. Der Fiskalpakt, der alle Euroländer zu einer rigiden Sparpolitik zwingt, trägt ihre Handschrift. Den neuen französischen Präsidenten François Hollande hat sie mit einem Alibi-Wachstumspakt, das nur bereits bereitstehende Gelder umschichtet, abgespeist. Die Bitte der neuen griechischen Regierung, ihr mehr Zeit zur Umsetzung der Sparauflagen zu geben, hat die Kanzlerin kühl abgelehnt. Auch auf dem G20-Gipfel im Mexiko vergangene Woche hat sie allem Drängen der internationalen Staatengemeinschaft zu einem stärkeren finanziellen Engagement der Deutschen widerstanden.

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Brief an Christoph Seils

Brief an Christoph Seils

Lieber Christoph Seils,
Redefreiheit ist ein hohes Gut.
Schreibfreiheit ein noch viel größeres, weil was schwarz auf weiß steht hat einen anderen scheinbar höherwertigen gewichtigen Hintergrund.
Man kommt schnell in die Versuchung leicht und locker mit spitzer Feder eine gedankliche Komposition mit journalistischer Eleganz, als politwissenschaftlich studierter Journalist zu inszenieren.
Das macht Spaß und inspiriert: „ Donnerwetter,
was habe ich da geschaffen, welch künstlerische Kreativität.“
– "Es versteht ja eh keiner, mir war da mal so."

Im Prinzip ist etwas Leichtfertiges ja auch in der Regel schön und lebendig.

Nun ja, rein sachlich bin ich aber entsetzt, weil das Thema zu ernst ist.

Ich bitte Sie und auch Ihre werte Leserschaft in dieser ernsten Angelegenheit sich mehr an beispielsweise den Einwendungen eines Prof. Dr. Dr. habil. Markus C. Kerber zu orientieren.
Professor für öffentliche Finanzwirtschaft an der TU Berlin, vielleicht gehen Sie selbst mal in einer Vorträge oder konsultieren sie ihn vorurteilsfrei. Falls er überhaupt Zeit für Sie
findet.

http://www.euractiv.de/finanzen-und-wachstum/artikel/eurorettungsschirm---verfassungsrichter-in-der-verantwortung-003586

Wir brauchen solide Betrachtungen, die uns in der Gesamtheit weiterhelfen, die Polemik über die Kanzlerin Frau Dr. Merkel hat den Beigeschmack eines Schnellschusses.
Bitte überdenken Sie gewissenhaft noch mal das Ergebnis Ihres Beitrages.
- Und kommen Sie auf der Basis eines soliden Handwerkes wieder – gut Holz bis dahin!

Und glauben Sie mir, in ca. 5 Jahren gibt es einen sicheren Rückblick
aus der Distanz - ich komme dann nochmal auf Ihren Text zurück.
Bis dahin hoffe ich, dass unsere kanzlerin nicht irrt.

Mit freundlichen Grüßen

Uwe E. Mertens
P.S. Mir ist völlig klar, dass Ihnen der Mut fehlen wird diesen Kommentar zu veröffentlichen,vielleicht hilft er Ihnen ja irgendwie weiter.
Ich weiß, wie man sich oft beim Schreiben mühen muss usw. Aber suchen Sie ruhig mal Informationen oder Kontakt zum Prof. Dr. Kerber.

  • Antworten
Uwe E. Mertens26.06.2012 | 00:01 Uhr

Respekt – Herr Christoph

Respekt – Herr Christoph Seils, Hochachtung !
Ich sah meinen Kommentar schon im Müllkasten.

Wir brauchen eine kernige kritische hilfreiche Bewegung in den Journalen, es geht jetzt echt
um einen sicheren Weg – Einigkeit- Recht- und Freiheit - für die es keinen Kompass und kluge Handbücher gibt. Klardenker und Suchende vereinigen sich kraftvoll, wir wollen sinnvoll und fair leben und uns neu orientieren!

Siehe auch unter Kommentarbereich von cicero 25.05.2012
„Merkel, die schwarze Witwe“

„Wir stehen im Nebel – es läuft wahrscheinlich eine hinterhältige Zick - Zack Inszenierung. Die Völker der Welt haben uns längst verziehen, noch läuft das Recht des scheinbar Stärkeren – nur wie lange noch…..? Wer ist eigentlich der Stärkere?
http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2011/08/26/alliierte-gultige-gesetze/
A.M. ist Kanzlerin – abgerechnet wird zum Schluss, noch hat sie Kredit …und das ist auch gut so……, sie gehört zu den intelligentesten Führern, die wir je hatten und sie ist sicher nicht ohne Ziel…….??, und sie hat das Herz einer Boxerin.
Siehe auch: http://www.cicero.de/salon/being-angela-merkel-kuechenpsychologie-aus-der-newsweek/47651
Bleiben wir wachsam und geschickt – vielleicht kann eines Tages, der Geschicklichkeits- Grad in Merkel gemessen werden.
Vielleicht schafft sie einen wesentlichen Beitrag zur weltweit erforderlichen friedlichen Stunde „Null“.“

Schon wird der der nächsten Mauerstein aus dem Merkelbaukasten gesetzt:
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2012/06/26/merkel-verschaerft-ton-eu-plaene-%E2%80%9Ewirtschaftlich-falsch-und-konterproduktiv/ behutsam und geschickt.
( Rede von der Bundeskanzlerin auf der 12. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltigkeit)
und alternativ: (Wir haben Lust auf neues Geld – Kongress in Leipzig , siehe google)

Alles wird gut….., danke, sehr geehrter Christoph Seils
Viele Grüße!

  • Antworten
Uwe E. Mertens26.06.2012 | 20:04 Uhr

Wann wird Madame NO weich?

Frau Merkel ist die EINZIGE Politikerin WELTWEIT, die in den letzten
Jahren unerbittlich gehandelt hat. Inzwischen ist das Thema "ausge-
glichener Haushalt und Sparen" in fast der ganzen Welt das wichtigste
politische Thema - und das hat SIE bewirkt. Sie will vielleicht auch die nächsten Wahlen gewinnen, weil sie dann weitere Möglichkeiten hat
ihre Finanzpolitik (zuerst weniger ausgeben, Einnahmen durch besseren
Wettbewerb erhöhen und zukunftsträchtige Investitionen -mit möglichst
wenig Schulden - vornehmen)durchsetzen kann. Es ist äußerst billig, ihr zu unterstellen, daß es ihr nur um persönliche Macht geht.

Frage: Was ist an ihrer Einstellung so FALSCH, die doch die Mehrheit
der Deutschen begrüßt??? Und was ist RICHTIG an der Meinung der der-
zeitigen und baldigen Schuldnerländer, wenn diese weiter gut leben
und billiges Geld durch Deutsche Gemeinschaftshaftung haben wollen???

Frau Merkels und die deutsche Einstellung zu diesem Problem hat nichts
zu tun mit egoistischem Nationalismus sondern ist die gesunde Haltung:
Erst zu verdienen was man ausgeben will und - wenn man schon gestrau-
chelt ist - zuerst eigene, auch sehr harte Maßnahmen zu ergreifen ehe
man dies von anderen verlangt, womöglich mit dem Totschlagargument
der notwendigen SOLIDARITÄT. Jedem in Not geratenen Schuld-
ner - auch in der Familie - wird man selbstverständlich helfen, wenn
er sich in solcher lage zuerst selbst bemüht. SO verhält sich auch
Madame NO. G. Thiel

  • Antworten
Gerhard Thiel26.06.2012 | 15:15 Uhr

Schulden ohne Ende

Ich würde die Banken, bei denen ich als Staat verschuldet bin einfach verstaatlichen. Danach dürfen die Bänker so lange arbeiten. bis sie die Schulden endlich selbst getilgt haben.

  • Antworten
Otmar Schütze27.06.2012 | 08:57 Uhr

Parallelwährung – Ausweg aus

Parallelwährung – Ausweg aus dem Euro- Drama
Europolis – eine Initiative mit Querdenkern für europäische Ordnungspolitik
Kerber ist Professor für Öffentliche Finanzwirtschaft und Wirtschaftspolitik. Er lehrt an BerlinsTechnischer Universität und am L’Institut d’études politiques (IEP) in Paris, hat auch die französische Eliteschule ENA absolviert. Er ist Verfahrensbevollmächtigter der Verfassungsbeschwerde, die sich gegen das deutsche Zustimmungsgesetz zum Vertrag von Lissabon wendet, und klagt mit über fünfzig Mitstreitern vor dem Bundesverfassungsgericht gegen den Euro- und Banken-Rettungsschirm ESM. Als „eine deutsche Initiative für europäische Ordnungspolitik“ hat er die interdisziplinäre Arbeitsgruppe Europolis gegründet, eine Institution für Nachdenken mit intellektuellen Querdenkern, heutzutage gerne „Thinktank“ genannt. In ihrer Selbstdarstellung heißt es: „Die Ambitionen der Studienvereinigung liegen darin, die Stabilität von Währung und Preisen institutionell zu sichern, die Konsolidierung der öffentlichen Finanzen voranzubringen, mehr Wettbewerb zu wagen und der Subsidiarität Priorität zu verleihen. Die Europolis-Webseite bezieht aus wissenschaftlicher Sicht jeweils zeitnah Stellung zu aktuellen Ereignissen der nationalen und internationalen Finanzpolitik.“ Europolis finanziert sich ausschließlich durch Mitgliederbeiträge und Spenden. (Mehr Informationen finden sich unter www.europolis-online.org).

  • Antworten
Uwe E. Mertens27.06.2012 | 09:03 Uhr

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