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 > Verhängnisvolle Spuren im Netz (aktualisiert)

Berliner Republik

Saarlands Oberpiratin MaurerVerhängnisvolle Spuren im Netz (aktualisiert)

Von Paul Solbach30. März 2012
picture alliance
piraten, Privatsphäre, Jasmin, maurer, SanguisDraconis, Ralph, dittrich, Rassism
Die saarländische Spitzenpiratin Jasmin Maurer
Schrift:

Versucht Jasmin Maurer, die Spitzenpiratin im Saarland, ihre digitalen Altlasten verschwinden zu lassen? Eine Spurensuche im Netz legt dies nahe

Seite 1 von 3

Jasmin Maurer steht unter Druck. Seit dem überragenden Wahlerfolg der Piratenpartei im Saarland kann sich die Landesvorsitzende vor Interviewanfragen kaum noch retten. Alle wollen wissen, wer ist die sympathische junge Frau, deren Kreislauf am Sonntagabend vor lauter Aufregung zusammenbrach, sodass schließlich andere Piraten den Wahlerfolg im Fernsehen kommentieren mussten. Doch die 23-jährige IT-Kauffrau aus dem ländlichen Blieskastel ist nicht nur die nette politische Newcomerin von nebenan. Die frisch gewählte Landtagsabgeordnete hat einige brisante politische Datenspuren im Netz hinterlassen. Die von den Piraten gefeierte Offenheit im Umgang mit den Daten könnte ihr zum Verhängnis werden. 

„Uns ist ja allen bewusst, dass das Internet nichts vergisst.“, schrieb der Berliner Pirat Christopher Lauer vor seiner Zeit als Spitzenkandidat in einem Blogeintrag. Es ging um ein altes Chatprotokoll, in dem Lauer sich als Islamophobiker geoutet hatte. Er möge „die Muselmänner einfach nicht“, hieß es darin. In weiser Vorahnung bot der damalige Bezirkspolitiker im Blog ein öffentliches Mea Culpa an und spielte die Passagen herunter. Titel des Eintrags: Ein Lehrstück in Sachen Transparenz.

Während Lauer mit seinen Altlasten offensiv umging und das Vorgehen in einen politischen Kunstgriff verwandelte, verhält sich die saarländische Landeschefin Maurer weniger souverän. Sie versteckt ihre kulturelle Identität lieber unter der Politikergarderobe und reagiert auf Fragen nach ihrem Privatleben gereizt. Für die Öffentlichkeit will sich Jasmin Maurer neu erfinden. Aber wer politische Transparenz fordert, der muss auch einer Spurensuche im Netz stand halten können. Und was ihre digitale Lebenslinie anbelangt, war Maurer vielleicht etwas zu sorglos.

Jasmin Maurer ist das, was man einen Heavy User nennen kann, spielt Ballerspiele wie „Counterstrike“ und zeigt ihre Vorliebe für Erotikromane. Als Schülerin verfasste sie düstere Lyrik, stellte Bilder von aufgeschnittenen Armen auf die persönliche Seite. Bis vor kurzem noch debattierte sie im Netz über Hamsterzucht und Pferde, betrieb ein Portal für Amateurmodelle aus der Gruftiszene, posierte in lasziver Pose am Grabstein. Das ist alles harmlos. Zwischen den Antipolen Tierliebe und Provokation erfährt Jasmin Maurer eine Sozialisierung wie viele andere junge Menschen auch, die Subkultur um die Schnittstellen Electronic Body Music und Dark Wave ist weit verbreitet.

(gekürzt)*

Ihr Lebensgefährte Ralf Dittrich, ebenfalls Pirat, entlarvt sich in seinem Blog als Gesinnungspendler. Dort vergleicht er die linke Antifa mit den Neonazis, verharmlost dabei ausländerfeindliche Ressentiments und redet der NPD nach dem Munde: „[Die Antifa macht sich] das Gesetz unter dem Deckmantel des Schuldbewusstseins der Deutschen zu Nutze […] und wir Deutschen übersehen es. Weil wir nicht hinsehen aus Angst als Nazi verurteilt zu werden. Weil wir Angst haben, in einem Staat, der ja so viel Böses getan hat wieder als Verfechter des Nationalsozialismus gesehen zu werden…“

Lesen Sie weiter, wie sich Dittrich jetzt aus der Affäre ziehen will 

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  • Antworten
Markus30.03.2012 | 17:17 Uhr

Wow

Da hat der Cicero aber tief im Dreck gewühlt, und was Herr Solbach alles herausgefunden hat, ich bin beeindruckt. Jetzt weiß ich endlich, was Qualitätsjournalismus ist. Vielen Dank.

  • Antworten
Frank30.03.2012 | 17:33 Uhr

Kwalliteet ist eure Schankse!

Der Cicero verwechselt politische Transparenz mit Offenheit des Privatlebens. Oh wow.

In einigen Ländern ist es möglich ohne Vorhänge an den Fenstern im Erdgeschoss zu wohnen. Das ist ganz einfach: Es schaut einfach niemand hinein. In Deutschland offensichtlich undenkbar.
Also tut man das naheliegende, man zieht die Gardine zu, sobald einem die Gaffer zu viel werden. Da Jasmin Maurer nun zu einer exponierten "Person des öffentlichen Lebens" gehört, liegt es nahe, genau das zu tun. Laut Pressekodex genießt sie nun nämlich weniger Rechte als vorher. Und wenn bereits der Cicero solche Paparazzi-Geschichten schreibt, dann will ich nicht wissen, was der Boulevard so abzieht.

  • Antworten
queue30.03.2012 | 18:15 Uhr

Also, mal ehrlich

Glaubt denn auch nur einer dass dieser zusammen gewürfelte Haufen,der sich Piraten nennt nur aus lupenreinen Demokraten besteht?das gibt doch nachweislich in keiner dt.partei egal welcher Couleur.Ueberhaupt müssten die Orange gefärbten Politik Anzubis erstmal einen crashkurs a la Politik 101 oder Politik für Dummies durchlaufen bevor sie starten können,denn momentan wuseln die sich doch bloß durch und wären die anderen parteien glaubwürdiger hätten die politischen Neulinge entschieden weniger Zulauf .

  • Antworten
Karin Bryant30.03.2012 | 18:32 Uhr

" ...dass dieser zusammen

" ...dass dieser zusammen gewürfelte Haufen ..:" Sie sollten vielleicht noch erwähnen, dass dieser "Haufen" zum grossen Teil aus einer braunen-antisemitischen, "Grass"- verehrenden Ecke stammt - also mehr oder weniger braune "Grüne"

  • Antworten
Htimmer31.03.2012 | 13:21 Uhr

......Braun orange

Da war ich doch glatt der Meinung dass die Grünen alle Roth sind oder es zu mindestens waren.aber dann sind die Parteifarben auch nicht mehr was sie mal waren.

  • Antworten
Karin Bryant31.03.2012 | 16:19 Uhr

Woher haben Sie diese Weisheit?

Ich bin echt erschüttert, wie Sie hier politisch Andersdenkende mit pauschalen Rassismus/Antisemitismus Vorwürfen diskreditieren möchten. Zum Glück ist Ihr Beitrag so durchsichtig wie ein Glas Mineralwasser... Gern dürfen Sie Belege Ihrer These, die Piratenpartei sei sowas wie eine digitale NPD, hier vorlegen. Und die Leserschaft macht sich dann ihr eigenes Bild ...oder sollte ich sagen BILD?

  • Antworten
Jo05.04.2012 | 11:06 Uhr

Man ist das erbärmlich ...

also echt jetzt, der Artikel richtet sich selbst, dafür gobts nicht mal nen shitstorm. *lol*

  • Antworten
Christoph Kuhlmann30.03.2012 | 18:39 Uhr

Wo liegt das Problem?

Meine Güte- die Kleine ist erst 23 Jahre alt! Das ist fast noch Teenie. Staatstragend sein wie Gauck muß man in dem Alter noch nicht. Also immer schön locker bleiben, Herr Solbach. Ich will übrigens auch nicht wissen was Sie (oder ich) in dem Alter so alles geplappert haben. Zum Glück gabs damals noch kein Internet, zumindest in meinem Falle.

  • Antworten
Kartoffelkopf30.03.2012 | 18:39 Uhr

Weit aus dem Fenster gelehnt

Ich glaube nicht das die Piraten lernen müssen mit Transparenz umzugehen sondern vielmehr die Medien, beispielhaft in diesem Artikel wird dargelegt wie Jugendaktivitäten Negativ ausgelegt werden können.

Ausserdem stellt sich die Frage ob die genannten Psydonyme wirklich die Person sind für die sie sie hier halten. Sollte das nämlich nicht der Fall sein hat sich der Redakteur deutlich zu weit aus dem Fenster gehängt.

Und selbst sollten diese Anschuldigungen stimmen, bis auf die Aussage vom Lebensgefährten der sich bereits dafür entschuldigt hat, ist das vom Informationsgehalt her eher mickrig :/

  • Antworten
Nodachi30.03.2012 | 18:44 Uhr

Berichterstattung vs. Spekulation

Man kann in der Manier von Rita Kimmkorn (immer schön viele Fragezeichen verwenden und Gerüchte streuen) so manchen Artikel verfassen und dafür Sorgen, dass diese Gerüchte sich zu verbreiten wissen. Was ich in diesem Bericht vermisse sind angesichts der politischen Brisanz mehr als nur Mutmaßungen, sondern Beweise. Denn jeder könnte sich mit dem Namen und den im Internet leicht recherchierbaren Datensätzen ein Profil des Autors in zahlreichen Foren anlegen, um politisch fragwürdige Äußerungen zu posten.

Wenn Jasmin Maurer Äußerungen und Ansichten ihrer Vergangenheit (wir reden hier von einer 22 jährigen) angesichts ihrer neuen Position peinlich sein sollten, ist es nur schwer verdenkbar, wenn sie diese ungeschehen machen möchte. Nicht jeder hat den Mut und die Kraft - auch viele "große Politiker" und auch so mancher Zeitungsschreiber nicht - offen bis zum Ende zu den "schwarzen Flecken" auf der bei ihm erwarteten, weißen Weste zu stehen.

Die Piraten sind bei vielen Wählern deswegen eine Alternative geworden, weil man hier erkennen kann, dass auch sie nur Menschen sind, die mit Wasser kochen und Fehler haben bzw. machen. Menschen mit Emotionen, denen vielleicht auch mal etwas peinlich sein kann. Insofern sehe ich hier keinen Ansatzpunkt, um mit dem Finger auf Jasmin Maurer zu zeigen. Mir sind Menschen mit Fehlern lieber als Leute, die stur auf ihre Unfehlbarkeit pochen. Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!

Vielleicht brauchen wir aber auch nicht nur neue Politiker in diesem Land, sondern auch neue Medien. Skandale mit Hilfe von Beweisen aufzudecken ist eine legitime Arbeit der sog. "Vierten Gewalt" in diesem Land. Leider stelle ich mehr und mehr fest, das man die Auflage seines Blattes lieber mit Spekulationen und dem Waschen schmutziger Wäsche steigern möchte.

  • Antworten
Andreas30.03.2012 | 20:32 Uhr

Was ist das denn bitte?

Ihr seid so lächerlich. Das nennt ihr Journalismus, das euch das nicht peinlich ist. Ist ja schlimmer als im Piratenforum. Jetzt ist mir die Abgeordnete nur umso sympathischer..

  • Antworten
Abrax30.03.2012 | 20:33 Uhr

gähn.

gähn.
das stilvolle magazin cicero auf diesem niveau. da capo.
wie wärs mit einer vertieften inhaltlichen auseinandersetzung? da gibt es nämlich bei dieser partei wahre schätze an interessanten, teilweise nicht ganz durchdachten ideen. cicero könnte ja mal die gesammelte analysefähigkeit seiner politredakteure darauf verwenden, die von den piraten angefangenen debatten voranzutreiben. zu anstrengend? lieber boulevard machen? duh.

  • Antworten
c_meun30.03.2012 | 20:33 Uhr

Öffentliche Daten nützen -- private Daten schützen!

Eine Frage steht im Raum: Sind die Daten als privat zu behandeln, obwohl sie veröffentlicht sind? Eigentlich gebietet das der Anstand.

Sind wir unanständig und sagen, dass veröffentlichte Daten nun einmal öffentlich sind, entsteht ein Klima der Angst. Ist es menschenwürdig, von plötzlich öffentlichen Akteuren in jeder Sekunde ihres bisherigen Lebens Schlauheit zu erwarten?

Padeluun postulierte das Recht auf Dummheit. Irren ist menschlich! Erkennen wir doch an, dass niemand gottesgleich ist. Wenn die Privatsphäre schwindet, wird jeder zum Menschen. Derzeit muss noch jeder seine weiße Weste behalten. Wann erkennen wir, dass nicht die Vergangenheit einer Person der Maßstab ist, sondern ihr Umgang damit?

  • Antworten
he30.03.2012 | 21:13 Uhr

Eins steht fest:

Frau Maurer hat wirklich keinen schönen Mund.

  • Antworten
Schnutenrezensent30.03.2012 | 21:28 Uhr

Haut mich jetzt nicht aus den Socken

Ob das nun investigativer Journalismus ist, oder eher der zwanghaft anmutende Versuch aus der Vergangenheit sehr junger Menschen vermeintliche Skandale ans Tageslicht zu befördern, bleibt jedem selbst überlassen. Ich für meinen Teil fand es eigentlich ziemlich mau, auch wenn die Überschrift Spannung versprach. Nö, hat mich in keinster Weise überzeugt...

  • Antworten
sprechblase30.03.2012 | 21:32 Uhr

Schwache Leistung

Na, da hat sich der Cicero aber mal sehr in die Untiefen des Mülltonnenwühlens und des Anwärmens lauwarmer Luft herabgelassen. Hat man da wirklich nichts besseres gefunden? Grabt doch mal in ihrem Vorgarten, vielleicht findet ihr eine Katzenleiche oder sowas…

  • Antworten
agtrier30.03.2012 | 21:33 Uhr

Eigentor

Entweder stimmt das alles, was hier vermutet wird vom Cicero. Dann zeigt es sich umso mehr, wie sehr wir die Piraten nötig haben: Junge Menschen, sobald sie erfolgreich Engagement zeigen, werden sofort mit allen Details ihrer Selbstwerdung und ihres Privatlebens konfrontiert, derer man nur habhaft wird. (Nota bene: Die Dame kommt gerade ins Amt - die Sachlage ist also auch anders als in der Causa Wulff).

Oder das alles stimmt nicht. Dann haben wir sie sogar noch nötiger.

Bei all den auf-die-Piraten-einschlag-Reflexen der Medien kommt man ja glatt noch auf die Idee, die Medien hätten Sorge vor einer starken Piratenpartei.

Wer sich frägt, warum, der findet Antworten.

  • Antworten
Inter Nett30.03.2012 | 21:38 Uhr

@Eigentor: so anders als in

@Eigentor: so anders als in der Causa Wulff ist das nicht, weil ein Großteil auch vor seiner Zeit als Bundespräsident passierte.

Daß die Medien auf die Piraten einschlagen kann ich auch nicht sehn, ganz im Gegenteil. Einschläge seh ich bei den sogenannten "Kommunisten" von WASG und PDS. Zur Zeit ist auch FDP-Bashing Trend, und außerdem natürlich gegen Rechts - *das* sind Einschläge.

Daß ich die Piraten so unbedingt brauche, bin ich mir auch nicht so sicher.
Die regelmäßigen "Shitstorms" beim kleinsten Gegenwind, zusammen mit Anspruch auf Welpenschutz und soviel "Anders-Sein" kommen mittlerweile immer weniger "anders", sondern ziemlich arrogant rüber...
Ich kriege immer mehr den Eindruck, es wirklich mit Wohlstandskindern zu tun zu haben, für die Freiheit vor allem "gegen ACTA" heißt und im Netz stattfindet - nicht mit einem vollen Magen.

Nix falsches, gegen Acta war schon gut - aber so wie 68er Steine geschmissen haben, scheint heute "gegen ACTA" zu sein - einfach Trend, Plan oder nicht. Da die Piraten diese Generation als einzige richtig vertreten können, reiten die natürlich auf dieser Welle.

Aber Fischer war auch mal ganz "anders" und ist jetzt bei BMW.
Aber die Piraten können mich ja überzeugen, daß bei ihnen alles ganz... du weißt schon ;-)

  • Antworten
garfield01.04.2012 | 08:26 Uhr

Jetzt ist es also raus!

Sie hat sich als Kind für Hamster interessiert und als Teenager für Sex. Tja, damit ist sie wohl politisch erledigt. Gut, daß der Cicero das noch rechtzeitig herausgefunden hat.
Und sowieso: es darf kein Privatleben geben, alles Private muss öffentlich werden. Nur Unternehmens- und Politikinterna müssen geheim bleiben. Das Volk wäre sowieso nur verwirrt und überfordert.
Danke Cicero!

  • Antworten
martin2130.03.2012 | 21:38 Uhr

Wie - watt?

"...die sympathische junge Frau, dessen Kreislauf..."

Frau - dessen?

Oh man, Paul Solbach, geh nach Haus und lern Grammatik!

  • Antworten
Hans-paul Broschart30.03.2012 | 21:41 Uhr

Sie ist also in mehreren

Sie ist also in mehreren Internetforen angemeldet und mag Gothic, was aber vorher schon bekannt war. Wo war jetzt nochmal der Skandal?

  • Antworten
Blob30.03.2012 | 21:45 Uhr

interessiert doch niemanden.

mich interessiert was sie jetzt und in der zukunft politisch erreichen wollen und nicht was jmd in der vergangenheit getan hat.
anscheinend hat sie auch nicht mit einem sieg gerechnet und versucht es deswegen jetzt erst. ;)

das ganze ist doch nur selbstschutz, die meisten würden genauso handeln. jeder hat in der jugend irgentwie scheisse gemacht und würde es lieber vertuschen, obwohl ich das meiste, im artikel genannte, nicht wirklich schlimm finde.

  • Antworten
diotka30.03.2012 | 21:57 Uhr

Was für ein Armutszeugnis!

Sie wissen nicht, was politische Transparenz bedeutet. Fehlt nur noch Folter und der Hinweis »Gib doch einfach zu, dass Du krank bist, dann verzeih' ich Dir.«

  • Antworten
SvenR30.03.2012 | 22:15 Uhr

Falsch verstanden und skandalisierend

OK, also mal angenommen, das alles stammt von Mauer, was nahe liegt. Hier mal eine grobe Zusammenfassung:
- junges Pferdemädchen
- sie ist/war ein Grufti
- ihr Freund hat sich zweifelhaft geäußert
- der Text mit den Soldaten (unklar, was die komische Schreibweise soll. Wo bleiben Kontext und Interpretation?)
- Kuschelgruppe
- Vertuschung
Dazu erst einmal: Privatsphäre, auch und gerade im Netz, ist bei den Piraten ein extrem wichtiges Thema. Das hat der Autor wohl falsch verstanden mit der Transparenz. Der Vorwurf wäre hier zuerst, dass sie zu unvorsichtig war und erst dann die missglückte Vertuschung.
Der Rest klingt für so eine hohe politische Funktion für mich sehr schlecht. Ich frage mich, wie sie es so weit bringen konnte. Zu einem Skandälchen reicht es aber keineswegs. Offenbar einfach eine schlechte Kandidatin. Nicht mehr und nicht weniger.
Daher ist der skandalisierende Stil des Artikels auch sehr schlecht gewählt und hat eher Blöd-Niveau. Mit Hilfe der Recherchen und der Reaktion darauf kann man Mauer prächtig attackieren. Aber doch nicht so!
(Übrigens sind die Screenshots bei mir nicht lesbar.)

  • Antworten
HexHex30.03.2012 | 22:20 Uhr

Und was ist bitte daran

Und was ist bitte daran falsch, die Antifanten und die Nazis zu vergleichen?
Glücklicherweise sind die Piraten (außer in Berlin) eben kein abklatsch der Grünen/Linken.

  • Antworten
sacrum_bellum30.03.2012 | 22:57 Uhr

Was ist daran richtig?

Die Behauptung muss sich beweisen, nicht ihre Infragestellung. "Auf dem Mond lebt ein Känguruh". Beweis' mir das Gegenteil.

  • Antworten
Leo31.03.2012 | 12:01 Uhr

Populismus im Geheimen?

Müßte nicht jemand, der am rechten Rand Stimmen fischen will, seine Haltung auch irgendwie - tun? Wie soll das gehen, wenn das, was Sie hier zusammengegoogelt haben, bis zum Erscheinen dieses Artikels kaum jemand wußte?

  • Antworten
Sanníe30.03.2012 | 23:02 Uhr

/+ "Weit aus dem Fenster gelehnt"

Ich kann mich meinem Vorposer - besonders dem letzten und vorletzten Absatz - nur anschließen.

  • Antworten
Heinz30.03.2012 | 23:29 Uhr

Bitte mal rechte Tendenzen in

Bitte mal rechte Tendenzen in den anderen Parteien checken (z.B. CSU) ... es gibt schon einen Unterschied zwischen Einzelfällen und Normalität

  • Antworten
marcel30.03.2012 | 23:29 Uhr

Bin mal gespannt...

...ob nun NUR der _RECHTE_ Flügel der Piraten unter Beschuss gerät oder auch der Rest der Partei. Wäre sonst merkwürdig einseitig. Auch gespannt bin ich, ob Grüne und Rote nun der Jasmin gegenüber ähnlich ausgrenzend auftreten wie gegenüber den echten Rechten (Rechtskonservativen) der PRO-Bewegung. Daran wird sich zeigen, ob der "Kampf gegen Rechts" nur eine linke Hetzkampagne ist oder ernst gemeint. ;-) Am Ende wählen aufrechte Rechte hoffentlich lieber das Original als die Fälschung. :)

  • Antworten
Mag30.03.2012 | 23:32 Uhr

Ich teile Ihr Interesse

An der Geschichte der Grünen kann man sehen, dass am Anfang konservative und rechtsextreme Positionen, neben kommunistischen Kadergruppen, anarchistischen Spontis und neuen sozialen Bewegungen zusammen gekommen sind.

Es hat eine Zeit gedauert, die rechten Positionen aus der Grünen-Partei zu drängen. Eine weitere Weile um die ehemaligen K-Gruppen Anhänger zu staatstragenden, ministrablen Kandidaten zu machen. Nicht so lange um die Anhänger der neuen sozialen Bewegungen zu Marktanbetern zu machen.

Dasselbe Phänomen sehen sie auch bei den Piraten. Jede Kleinstpartei und Politiksekte sieht ihre Chance bei den Piraten.

* Freiwirtschaftlern
* Männerbewegung
* Vollgeld-Reformern
* Faschisten
* Linke
* Sozialliberale
* Bürgerechtler
...

Die vierte Gewalt hat da die Aufgabe den notwendigen Reinigungsprozess in der Piratenpartei einzuleiten.

Am Anfang eines Parteibildungsprozesses glauben alle diese Politsekten, dass sie die grossen Weltbeweger sind. Am Ende der Parteibildung werden sie aber erkennen, dass sie nur Wasserträger und nützliche Idioten für die Infostand-Arbeit waren.

Für die Parteibildung braucht man Leute mit Sendungsbewusstsein, weil sehr viel ehrenamtliche Arbeit in die Grüdungsphase gesteckt werden muss.

Die Cicero leistet da nicht unbedingt unwesentliche Mitarbeit bei der Kondensation eines ernsthaften politischen Kerns in der Piratenpartei. Denn sie zeigt, dass die vierte Gewalt über die Internettransparenz einen gläsernen Politiker bekommen hat. Der Einfluss der Massenmedien auf die Kandidatenwahl ist dadurch wesentlich verbessert worden. Die Chance schwacher Kandidaten Karriere in der Politik zu machen, ist geringer geworden.

Ich finde daher den Artikel super.

  • Antworten
Herr Heinrich01.04.2012 | 10:55 Uhr

Wow, was für ein widerlicher

Wow, was für ein widerlicher Artikel.

  • Antworten
Erna30.03.2012 | 23:33 Uhr

die Kleine is ja erst 23...

nein, staatstragend wie Gauck muß man nicht sein in dem Alter.
Spätestens als Landesvorsitzende sollte man es aber sein - denn wenn man gewählt wird, ist man es wortwörtlich.

Ansonsten - Finger weg von der Politik. Das soll mal unsere Familienministerin sagen: "ich bin doch selber noch ein Kind!".

Ansonsten seh ich hier einen Effekt von Facebook & Co, der den Leuten wohl erst mit der Zeit in vollem Umfang bewußt werden wird... wer unter Klarnamen unbedacht im Netz rumschmiert, wird sich noch wundern, wann & was da alles mal zurückkommt. Tja, das Netz vergißt halt nie...

  • Antworten
garfield31.03.2012 | 01:01 Uhr

Idioten gibt es überall...

...doch man darf nicht den Rest der Piraten über einen Kamm scheren.

Und je mehr auf den Piraten raufgekloppt wird, desto mehr Wähler bekommen sie ;).

MfG
Ein FeFe-Fanboy ;o)

  • Antworten
Traffic31.03.2012 | 01:13 Uhr

Beeindruckend

Das sollten Sie mal dem FBI emmpfehlen, die Namen ihrer Verdächtigen bei Google einzugeben und wahllos die Ergebnisse in einen Zusammenhang zu bringen - da findet ma ja so viele nützliche Dinge, in diesem Internetz!

(Anm. der Red.: gekürzt, bitte bleiben Sie sachlich)

  • Antworten
cbix31.03.2012 | 04:27 Uhr

Spiegel

Man sollte zunächst mal den Spiegel vorhalten (Anm. der Red.: gekürzt, bitte bleiben Sie sachlich).
Bin kein Wähler der Partei, aber wie sie jetzt aus den Löchern kriechen um Quote zu machen ist schon erbärmlich. Was interessiert mich das Privatleben des Mädels? Sie scheint ganz nomale Teenagerprobleme gehabt zu haben und erwächst gerade daraus. Wer hat nicht schon 'ätzende' Fotos von sich weggschmissen.
Natürlich sind alle Jounralisten Engel und könnten in den USA als Erzkonservative Karriere machen.
Ich hoffe, dass die Piraten nicht dazu übergehen PR Berater etc. anzuheuern, die ihre Profile Reinwaschen. Das Gegenteil sollte man tun. Einfach so viele Piraten ins Rampenlicht holen, die alle so viele Profile, auch gefakte, haben, dass die Presse sich dran totschreiben kann.

  • Antworten
Wolfram Koma31.03.2012 | 07:24 Uhr

...immer wieder sehr aufschlussreich...

...wie sehr einzelne Medien (natürlich auch und gerade die onlinemedien) aktuelle Ereignisse nutzen und manipulieren um ihre eigene (oder bezahlte) Sicht der politischen Welt herauszuposaunen.
Der ganz bewußt geschlagene Spannungsbogen von "hübscher Teenie" über "Erotikliteratur" zu "Gothicmodelagentur" ist genauso effekthascherisch wie obsolet für einen journalistisch qualitativ gutes Magazin.
Aber das sieht man leider landauf und landab das die "Reichweite" und die "klick-Zahlen" viel mehr Wert beigemessen bekommen als echter Inhalt.
Warum steht hier nicht ein Satz über offiziel von den Piraten geäußerten Wahlversprechen bzw. Absichten?
Warum wirft man genau den Leuten die diese Transparenz, für geeignete öffentliche Bereiche, herzustellen versuchen vor diese nicht für ihre komplette sehr private Lebensführung ebenso bereitzustellen?

Genau das ist Boulevard-Journalie!

  • Antworten
PalimmPalimm31.03.2012 | 09:01 Uhr

Absichtlich falsche Geschichte

Der Cicero schreibt hier absichtlich Müll zusammen.

Die Textpassagen sind unter
http://www.spin.de/forum/48108/-/1
zu finden. Ein einziger Klick auf den Profilnamen führt zu einem Profilfoto, bei dem man selber sehen kann, dass das nicht Jasmin ist.
https://www.spin.de/hp/DarkAngel89/photo

Und deshalb, liebes Qualitätsmedium, sind bei Artikel die Originalquellen anzugeben, damit der mündige Leser ihre "Qualitätsarbeit" beurteillen kann.

  • Antworten
Markus31.03.2012 | 11:10 Uhr

Ich erkenne auf dem Bild das

Ich erkenne auf dem Bild das es Jasmin sehr gut sein kann. In 4 Jahren wachsen Haare, dass sollte also als Gegenbeweis rausfallen. Das Problem ist auch nicht die Aussage der Person, sondern das jetzige evtl. lügen.

  • Antworten
Baku31.03.2012 | 15:00 Uhr

Vergleichen Sie mal die

Vergleichen Sie mal die Augenfarbe dieses Mädchens mit der Augenfarbe Jasmin Maurers (es gibt genug Fotos) und sie werden sehen, dass das tasächlich eine andere Person ist^^

  • Antworten
Discordian01.04.2012 | 23:58 Uhr

Zensur, oder ein Schelm der Böses denkt

Über den Artikel kann man nicht streiten. Mangels recherchierter Fakten. Es bleiben Vermutungen und Assoziationsspielchen, getarnt als investigativer Journalismus.

Dieser Artikel sagt mehr über den Schreiber als über die Beschriebene.

Was allerdings auffällt, ist die hohe Anzahl zensierter Kommentare. Auch ein schöner Indikator für die Einstellung zu Diskurs und Meinungsfreiheit.

  • Antworten
Tom R.31.03.2012 | 11:23 Uhr

Wenig verstanden- nichts begriffen

in dem obigen Artikel wurde wenig boulevardistisch herbeiflaniert, sondern darauf rekuriert (Bezug genommen), dass die gute Landesvorsitzende und MdL nicht nur etwas zu "grün" für die Politik zu sein scheint, sondern zudem ihre Vergangenheit leugnet- bei Anderen (Linkspartei z. B.) ist ein Leugnen der eigenen Vergangenheit ein "no go" oder in eurer "nerd"-"Sprache" #epic fail#
So sehe ich die meisten eurer Kommentare- ihr wollt ablenken- und ja, einen kleinen "shit-storm" ablassen- warum sollte die Partei der apolitischen Sys-Admins und P2P/OCD-DownloaderInnen nicht online genau einfach genau so blöd sein wie im realen Leben auch?!

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Nick31.03.2012 | 12:24 Uhr

Unterstes Niveau

Ein Voyeur beklagt sich über Exhibitionismus.
Die Mitteilsamkeit online können jene verdrückten Charaktere nicht begreifen, die sich selbst als perfekt imaginieren und es nicht ertragen wollen, wenn andere ihre Imperfektion zugeben und reflektieren.
Dem Problem des Völkischen in Deutschland wird der Artikel nicht gerecht. Die CDU mag auf ihren inhaltslosen Websiten weniger preisgeben, in der Praxis sind es aber die bürgerlichen Parteien, die den Tod von 17000 Flüchtlingen und die psychische Folter durch Kettenduldungen, Erniedrigung, ökonomische Deprivation, Abschiebung, Familientrennung von hunderttausenden mehr in den letzten beiden Jahrzehnten zu verantworten haben.

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Felix Riedel31.03.2012 | 12:41 Uhr

Wow der Cicero hat

Wow der Cicero hat rausgefunden, dass es Nicknames gibt. Erstaunlich und mir neu ist die Tatsache, dass jeder Nickname offenbar nur einmal vergeben werden kann und dann quasi im gesamten Internet besetzt ist.
Da meine Emailadresse ja übermittelt wird, bitte ich den Herrn Solbach darum mir das Unternehmen bzw. die Internetseite mitzuteilen wo ich meinen Nickname lebenslang, überall registrieren und sichern kann.

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Simon31.03.2012 | 15:40 Uhr

Man darf also keine Jugend

Man darf also keine Jugend mehr haben,ausserhalb vom jugendverein der CDU/juLibs oder sonstwo, wo pritav-Leben eher negativ gesehen wird ?

Umso besser, dass endlich eine "normale" in die Politik strebt. Danke fuer diesen Artikel. Er bewegt mich, einmal mehr, diesen Verein zu waehlen. (NRW).

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Kay31.03.2012 | 17:18 Uhr

pirat

in vielen europäischen staaten, sind " rechtspopulisten " gerade stark im aufwind. da sind mir die " piraten " dann doch noch lieber.

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fritz fr. illing31.03.2012 | 17:44 Uhr

Cicero, -das Magazin für politische Kultur...

eure Unkultur ist unser Ansporn!

Hr. Naumann, unglaublich...
Welche Panik muss ihre Kaste erfasst haben, dass Sie zu solchen Mitteln greifen?
Aber Danke für den Motivationsschub, nun ist mir noch klarer, was zu ändern ist!

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Phil Graumann31.03.2012 | 18:38 Uhr

CTF

Als frustierte Nichtwähler der 68er Generation bekommt man wieder Lust zu wählen seitdem der Jolly Joker der Piraten gesetzt ist. Der saturierte linke Wohlstandsbürger in Politik und Medien verschluckt sich vor Schreck am Merlot und möchte mit aller Gewalt "capture the flaf" spielen. Wer mehr Angst hat ist nicht ganz klar seitdem die Medien nicht mehr die Vierte Gewalt sind sondern Gewalt 2 B. Warum sollen diese jungen frischen Politpiraten denn ein Programm haben? Merkel, ihre CDU Klabautermänner , Staatsrundfunk und Mainstream-Medien sitzen doch auch völlig orientierungslos in der Plicht der ehemals stolzen Segelyacht "Deutschland" und bauen eine Patenthalse nach der anderen. Unsere derzeitige Brückenbesatzung aus Politik und Medien des Her Merkels Ship " EUschland" spielen leider fast ausschließlich die gleiche Rolle.Die von Commander Queeg aus " Die Caine war ihr Schicksal". Wenn 38 % Nichtwähler beim nächsten Mal Piraten wählen, dann kann nichts schlimmer werden und bis die so "etabliert oder lebenskorrupt" sind wie die heutige Crew, bis dahin braucht´s 20 Jahre.

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Blind Eye31.03.2012 | 19:29 Uhr

Weltfrieden

Ich habe nicht vor, Politikerin zu werden (dann geht endgültig alles zu Bruch...).

Aber falls ich mich doch dazu entscheiden sollte, weil die Agentur für Arbeit mich nirgendwo mehr unterbringen kann, versichere ich hiermit: Ich bin für den Weltfrieden, gegen die Kinderarmut, gegen die Altersarmut, gegen geistige Armut, gegen die Apartheid, gegen die Diskriminierung von Männern, Frauen, Migranten, kurzum: Alles wird gut!

Zu den Piraten: Die sollten wirklich darauf achten, wer bei ihnen anheuert. Und Wähler sollten darauf achten, wo sie ihr Kreuz machen. Eine Partei muss ja nicht gleich gut sein, nur weil sie neu ist.

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Katharina K.31.03.2012 | 22:53 Uhr

mich wuundert schon was

mich wuundert schon was jedesmal eine Aufregung losbricht, sobald ein Pirat auch nur im Ansatz angegriffen wird... soviel Rückendeckung im Netz hab ich zuletzt von den Guttenberg-Jüngern gesehn.

Wie fundiert der Artikel ist, sei mal dahin gestellt - schon einige Piraten sind in der Richtung aufgefallen - so abwegig ist eine Recherche in die Richtung also nicht. Und mich interessiert es schon, ob ein Politiker auch nur so "ganz privat" rassistisch ist.
Nix gegen die Narrenfreiheit halber Kinder - was halbe Kinder in der Politik machen, frag ich mich schon eher.
Zur Privatssphäre - an Politiker werden halt andere Maßstäbe angelegt. Wulff hat seine Kredite wohl auch eher als "Privatmann" eingesteckt - da ham die Piraten noch gefordert, er müsse unbedingt ein Zeichen setzen.
Wenn man Piraten bei sowas erwischt, heißt es wahrscheinlich "die sind doch nur ganz normal korrupt, wie jeder andere auch", ach wie symphatisch!

Ansonsten kann ich nur sagen, willkommen in der Politik! Jetzt könnt ihr beweisen, *wie* anders ihr seid.
Wie auch immer... schlimmer als die Grünen können sich auch Piraten nicht mehr verdrehn - also was solls, nix zu verlieren...

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garfield01.04.2012 | 07:49 Uhr

Skandalisierung

Wenn man nichts zu sagen hat, dann versucht man ein Skandälchen zu schaffen. Das ist kein Artikel, das ist peinlich für den Cicero. Übrigens im Zusammenhang mit den Piraten nicht der erste schlechte Artikel: früher galt in diesem Land mal: Hände weg vom Privatleben. Dank der Boulevardisierung überall - danke Privatfernsehen und Bild! -soll ich jetzt den letzten Furz über den letzten Knurz aus Hintertupfingen wissen - was für ein Müll! So ein Klatschartikel fällt nur auf den Autor Paul Solbach zurück, auf Jasmin Maurer wird das hoffentlich gar keinen Einfluss haben, hoffe ich jedenfalls. Ich bitte um mehr sachliche Information, meine Damen und Herren vom Cicero!

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larasara01.04.2012 | 14:43 Uhr

Tyrannei - mit real nur 4,56 Prozent?

Sehr geehrter Herr Solbach,

vielleicht muss Frau Jasmin Maurer, wie nauch andere, noch rechnen lernen und zwar mit allen Wahlberechtigten.
Dann ist auch die Tyrannei kleiner. Ich verweise auf mein Essay zum Thema Saarland-Wahl 2012: "Irreal und nicht auszurotten?" auf readers-edetion. Auszug:

"Nachstehend seien die so gewonnen irrealen Wahlergebnisse aus der Landtagswahl des Saarlandes 2012, den realen gegenüber gestellt (nur die ersten fünf Parteien):

Vorläufiges Endergebnis
Landtagswahl Saarland
25.03.2012
Wahlbeteiligung 61,6 %
_____________________________
Parteien irreal real
% %
_____________________________
CDU 35,2 21,68
SPD 30,6 18,85
DIE LINKE 16,1 9,92
PIRATEN 7,4 4,56
Grüne 5,0 3,08

Die irreale Wahl-„berechnung“ hat auf Dauer erhebliche, die Demokratie langsam aber sicher zerstörende Wirkungen. Diese Zerstörungen sind seit langem gut erkennbar. Die irreale Berechnung missachtet das Mehrheitsprinzip, das eines der grundlegenden Rechtsstaatsprinzipien in einem demokratischen Staate ist."

Widerspruch wird erwartet.

Mit freundlichem Gruß

Bert Steffens
Freier Philosoph
Andernach

  • Antworten
Bert Steffens01.04.2012 | 20:25 Uhr

Geistige Reife

Grundsätzlich bin ich ein Freund der Piraten. Ihre Methode das Volk an Politik teilhaben zu lassen gefällt mir.
Was die Kandidaten angeht, so sind sie mir persönlich viel zu jung. Teilweise frisch von der Schule. Unbefelckt, allerdings auch naiv und ohne feste Ziele im Leben. Studieren oder vielleicht doch Politik? Oder vielleicht dies oder jenes? Für Politik braucht es etwas mehr Lebenserfahrung. Man stelle sich diese Göre beim G8 Gipfel vor. Ok Westerwelle war auch nicht grade ein Lichtblick.

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Makkes02.04.2012 | 13:10 Uhr

An welcher Politik lassen die ' Piraten " das Volk

teilnehmen? Die OrangeMaenner und Frauen haben doch noch gar keine Politik hat doch noch gar keine eigne Politik entwickelt, momentan beharken sie sich noch selber und sind noch dabei sich zu finden.

  • Antworten
Karin S.Bryant05.04.2012 | 14:49 Uhr

Wie war das gleich

mit Bettina Wulff?
"Oh Gott - sie hat´n Tattoo!"
Wenn schon die Politik verkommt, muss da wirklich unbedingt der Journalismus hinterherziehen?

  • Antworten
FreeSpeech02.04.2012 | 13:39 Uhr

Rechtsradikale, aber auch

Rechtsradikale, aber auch Linksradikale wie die Antifa, leisten sicherlich keinen wichtigen Beitrag zu Gesellschaft.

Solche Gesinnungsschnüffelei zeigt totalitäre Tendenzen, und war auch in Unrechtstaaten wie der DDR üblich.

  • Antworten
Antonio02.04.2012 | 14:20 Uhr

Vergleich

"entlarvt sich in seinem Blog als Gesinnungspendler. Dort vergleicht er die linke Antifa mit den Neonazis,"

ähmmmm, das macht übrigens auch der bekannte Kolumnist Hendrik Broder. Wie auch jeder andere, der nicht komplett blind ist.

  • Antworten
Johnny Honda02.04.2012 | 14:51 Uhr

...

Das rassistische Geblubber des Gothictussifreundes findet man hier:

http://kizetsu.wordpress.com/2011/08/08/npd-und-antifa/#comment-13

  • Antworten
Antipirat02.04.2012 | 19:39 Uhr

Für wie dumm hält man uns Leser?

Ich bin immer wieder erstaunt, für wie dumm man uns Leser hält. Meinen Sie, wir merken nicht, warum jetzt solche an den Haaren herbeigezogenen Pseudo-Skandale über die Piraten-Kandidaten lanciert werden? Langsam bekommen es wohl einige mit der Angst zu tun ob des Erfolges der Partei. Vor allem, weil die Partei erfolgreich im eigenen (linksgrünen) Lager wildert.
Mir ist Frau Maurer gerade wegen dieser Dinge sympathisch geworden. Diese handzahmen JU-ler und rechthaberischen JUSOs stoßen mich menschlich ab. Ebenso diese Grünen-Dauerrechthabenwoller.

  • Antworten
Blackbeard02.04.2012 | 20:23 Uhr

Piraten und Transparenz

Ohne das Netz wäre diese Parteigründung und der so genannte Erfolg nicht möglich und möglich gewesen.

Wenn man jetzt mit dem Willen zur Transparenz den Focus auf diese Truppe richtet - vor allen Dingen auf die, die gewählt sind und die Verantwortung für unser Land tragen sollen ( wollen sie es eigentlich auch?), stellt man eine extreme Empfindlichkeit fest.

Überhaupt hätte diese Recherche bei Piratin Maurer vor der Wahl erfolgen und landesweit per Plakat verbreitet werden müssen.

Das sollten sich die Parteien und Medien für NRW dringend vornehmen!

Danke für diesen erhellenden und erkenntnisfördernden Artikel!

  • Antworten
dr.friedrich schreyer03.04.2012 | 09:17 Uhr

Qualitätsjournalismus pur...

"Jasmin Maurer ist das, was man einen Heavy User nennen kann..."

"Heavy User" von was? Computer? Internet? Drogen? Adrenalintreibenden Extremsportarten? Geht's etwas genauer?

"spielt Ballerspiele wie „Counterstrike“"

Wirklich? Muss man echt diese uralte Posse wieder aufwärmen? Was kommt als nächstes, dass sie mal Heavy Metal oder Gangster Rap gehört hat?

"zeigt ihre Vorliebe für Erotikromane."
Und das ist gut/schlecht/informativ/interessant... weil? Was sagt das über jemanden aus?

"Auf dem Portal spin.de schwärmte eine Nutzerin mit dem Namen Satansbraut89..."
Und wie wir ja alle wissen, sind sogenannte "Nicknames" im Internet einzigartig, nur auf eine einzige Person festlegbar, und es ist absolut UNMÖGLICH, dass zwei Menschen in einem Land mit über 80 Millionen Einwohnern (oder in besagtem Land zwei Frauen, die 1989 geboren wurden) beide auf die Idee kommen, einen so unglaublich originellen Nickname wie "SatansBraut" zu verwenden! Vielleicht wollte sie auch mal Ihre Identität verschleiern und nennt sich woanders "SatansBraut88!" Ooh, wie perfide...

Eas den Blogeintrag des Lebensgefährten Ralf Dittrich angeht: Dort verharmlost er Rechtsradikalismus nicht! Er sagt, das jede Art von Radikalismus schlecht ist, egal ob er von links oder rechts kommt! Das ist nicht das gleiche wie "ein Gesinnungsspendler der NPD" zu sein!

Und überhaupt: Seid ihr wirklich ganz sicher, die RICHTIGE Jasmin(e) Maurer bei euren knallharten Recherchen gefunden zu haben? Vergleiche hierzu einmal die FAZ: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/detektive-im-netz-jasmine-oder-jasmin-11705643.html

Wenn ihr nun schon selbst das Schlagwort "Transparenz" aufgreift, wäre es schön, wenn ihr in eurer folgenden Reaktion auch etwas davon zeigen könntet...

  • Antworten
Sebastian S.03.04.2012 | 09:26 Uhr

Guckt mal bei der FAZ. Da hat

Guckt mal bei der FAZ. Da hat der Redakteur Jasmin Maurer auch noch mit "Blümchen" verwechselt.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/detektive-im-netz-jasmine-oder-jasmin-11705643.html

  • Antworten
Ducato-Dieter03.04.2012 | 14:57 Uhr

Junge Idealisten, die sich

Junge Idealisten, die sich gegen die Islamisierung Europas aussprechen? Die Piraten werden mir immer sympathischer!

  • Antworten
nicht islamophob03.04.2012 | 15:38 Uhr

Nicht das erste Mal,

dass Herr Solbach sich auf eine Weise zu den Piraten äußert, die es mit Fakten nicht so genau nimmt und sehr einseitig und reißerisch daher kommt. Auch dies lässt sich von jedermann leicht im Netz recherchieren.

  • Antworten
gth03.04.2012 | 21:07 Uhr

Jasmin Maurer und die gothic Szene

Sorry, das ist offensichtlich wenn man die Szenen kennt. Und da ist sie nicht die einzige Piratin. Und seit den späten 80ern ist es wahrscheinlich auch die interessanteste Szene was den kulturellen Gehalt betrifft.

  • Antworten
Ralph E04.04.2012 | 13:10 Uhr

Mist, falsch geklickt...

... und bei der BILD gelandet. Schnell weg.

  • Antworten
Sven04.04.2012 | 15:54 Uhr

Ein Artikel vor dem Nichts

Nachdem der Artikel überarbeitet worden ist, macht er eigentlich nur noch wenig Sinn lautet doch der Titel: "Saarlands Oberpiratin Maurer -Verhängnisvolle Spuren im Netz". Aber was sind denn nun diese "verhängnisvollen Spuren" ? Etwa die Information, dass sie als Modell gearbeitet und für sich Hamsterzucht interessiert hat. Darüber hinaus erfährt der Leser, Sie reagiere auf Fragen nach ihrem Privatleben gereizt. Hier wäre vielleicht der Hinweis angebracht, dass Sie sich hier für, wie man inzwischen weiss, nicht von ihr verfasste Kommentare rechtfertigen sollte, was wohl auch beim Gutmütigsten eine gewisse Verstimmung auslösen kann.

  • Antworten
Thomas04.04.2012 | 19:11 Uhr

Kizetsu's Blog

danke für den Link @Antipirat... so konnte ich mir mal ein (Original-)Bild machen...

was Jasmins Freund angeht ist da jedenfalls nix übertrieben. Schon interessant, der Blog von dem Mann...

<< Schubladendenken. NPD: “Hey Ausländer, raus!” Antifa: “Hey Glatze, scheiß Nazi!” >>
Nene, wenn die NPD sagt "Ausländer raus", das ist kein Schubladen-Denken, die meinen das ganz wörtlich...
"Schubladen-Denken" ist sowas hier:
<< Rechts oder links ist doch scheiß egal wenn es um Radikale geht! >>

<< die Angst vor Patriotismus und Sozialismus aus Gründen der Vergangenheit >>
Noch ein Mitglied der Nazis = Sozialisten-Fraktion...

<< Radikale wie NPD und Antifa nicht daran unterscheiden sollte auf welcher Seite sie stehen. Radikale sind meiner Meinung nach ein NoGo >>
Wenns morgen heißt "Piraten sind Radikale" sind die ein NoGo, ganz unabhängig von ihren Standpunkten?
Extrem ist Extrem, egal ob Links-, -Tierschützer, -Öko, -Sportler oder Rechts-...
Rosa Luxemburg oder Rudolf Heß - alles das Gleiche, stimmts ;-)

<< “Wir müssen doch FÜR die Imigranten da sein [...] Aber das ist nur eine Tarnung denn eigentlich geht es den Linksradikalen doch nur darum ihre Meinung zu verbreiten [...] >>
Die Linken bentzen die Migranten nur, so is das!

Im Ansatz kann ich manche seiner Gedanken verstehn, auch was den "Schuldkomplex" betrifft - persönlich vermisse ich den leider, und irgendwie höre ich nur Antideutsche & Nazis davon reden - aber eben nur im Ansatz.

Ich finde auch, die Linke ist auf einem Auge oft zu kurzsichtig. Verdrängung läßt Probleme wachsen, und daß Immigration auch Probleme schafft, ist eine Tatsache... was vor Allem aber wohl an Leuten wie Kizetsu liegt. Wenn er sagt "wir denken alle irgendwo, Ausländer habens zu leicht in D", gilt das vllt für ihn & seine Freunde, sicher nicht für "alle".
Sein Geschreibsel läßt schon einiges auf den Charakter schließen. Alleine Nazis ins Lager der Sozialisten zu stecken, spricht schon Bände, aber das ist eh modern geworden.
Ist ihm wahrscheinlich nicht mal bewußt. Vermutlich hält er sich selbst für absolut neutral "in der Mitte", wie jeder andere auch.

Schließlich, der Punkt auf den er kommen will:
<< Radikale wie NPD und Antifa nicht daran unterscheiden sollte auf welcher Seite sie stehen >>
Genau, nicht unterscheiden - zwischen einer politischen Gruppe, mit dem Ziel einer "Volksherrschaft" im ethnisch gesäuberten Deutschland - und Jugendlichen, die gegen Rassismnus sind... die AntiFa ist ja nicht die RotFront.

Stimmt natürlich, viele Linke verhalten sich auf Demos nicht besser als Rechte, und viele "AntiFas" sind wirklich nur "links" um ihr Ego & den Drang nach Action zu befriedigen...

Man kann Nazis aber auch nicht mit Hooligans gleichsetzen... wenn er nicht mal den Unterschied zwischen einer politischen Gruppierung (die Rede ist ja ausdrücklich von "NPD") und Straßen-Rowdies kapiert, frag ich mich, wie der Typ überhaupt in die Politik gekommen ist.

Wenn das die vielversprechende Jugend ist, die unsere Zukunft in die Hand nimmt, dann gute Nacht.

  • Antworten
garfield05.04.2012 | 06:05 Uhr

Sehr durchdachter und

Sehr durchdachter und journalistisch hochwertiger Artikel.(Sarkasmus off)
Da hat der Herr Chefredakteur doch noch was für seine alte Partei machen können. http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Naumann
Das nächste mal bitte im eigenen Hausmüll kramen...

LG aus Österreich

PS:Und sowas schimpft sich politisches Magazin ;)

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Rodrigo Jorquera05.04.2012 | 11:06 Uhr

Whow!

Sippenhaft im Cicero.
Da wird doch tatsächlich die linke Antifa mit den rechten Schlägern verglichen. Das ist natürlich ebenso richtig wie dramatisch böse (denn Rechte sind abgrundtief böse und Linke meinen ihre Gewalt ja wenigtens gut - oder so). Und wenn ihr Lebensgefährte das macht, ja dann muß die junge Frau ja schlimm sein.
Hallo Cicero? Was ist denn das für Niveau? Da ist die taz ja bürgerlicher.

  • Antworten
Chef05.04.2012 | 18:33 Uhr

"Ein anderes, viel grundsätzlicheres Problem...

...wiegt allerdings schwerer. Natürlich hat jeder Mensch das Recht, sich neu zu erfinden, politische Ansichten zu ändern, Äußerungen zu bereuen und Fehler einzugestehen. Der Fall Jasmin Maurer wirft deshalb auch die Frage auf, ob die unbarmherzige Erinnerungsmaschine Internet dies überhaupt noch zulässt."

Wie falsch gedacht bzw. geschrieben!

Richtig ist: die Behandlung der jungen Frau Maurer durch Ihr Magazin wirft exemplarisch die Frage auf, ob das riesige Informationsspeicherwerk Internet unbarmherzigen Journalisten nicht gerade recht kommt, um ihre schlecht recherchierten, dafür bösartigen Spielchen zu spielen. Verantwortlich ist nie der Speicherplatz, verantwortlich ist immer der, der die nur dem Menschen eigene Eigenschaft der Unbarmherzigkeit anwendet.

In dem Sinn - weiterhin ein fröhliches journalistisches Schaffen.

  • Antworten
TomJong06.04.2012 | 09:41 Uhr

Cicero wird vermutlich denken...

... "Wow, der Artikel hat ja richtig viele Visits bekommen, und Links, und Kommentare. Das sollten wir nun öfter machen." - Damit klar ist, dass Qualität zählt und nicht Aufmerksamkeit, habe ich bei Facebook die Fanpage des Cicero gleich mal"entfolgt".

Der Artikel ist leider wirklich völlig daneben.

Und dann noch ein Satz zum Links = Rechts - Geschwafel. Durch linke Gewalt ist in den letzten Jahrzehnten keine ene Person gestorben. Durch Rechte waren es über 50. Radikal ist nicht gleich faschistisch. Also sollte man vielleicht über Faschisten reden - Rechtsradikale klingt zu nett für Menschen, die andersfarbigen/-denkenden nach dem Leben trachten.

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Goddy10.04.2012 | 15:49 Uhr

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