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 > Servus, Bayern!

Berliner Republik

Raus aus Deutschland und EuropaServus, Bayern!

Von Timo Stein28. August 2012
picture alliance
Bayern, Scharnagl, CSU, Söder, Dobrindt, Bayern kann es auch allein
Der König und sein Bayern
Schrift:

CSU-Größen wie Söder oder Dobrindt würden die Griechen am liebsten aus dem Euroraum schmeißen. Einige Bayern drehen den Spieß nun um und fordern den Austritt Bayerns aus Deutschland und Europa. Wie das aussähe? Wir haben recherchiert. Achtung, Glosse

Seite 1 von 2

Mir san mir! Das Motto selbstsicherer Bayern hat Konjunktur. Gerade in der Eurokrise. Natürlich, die Stimmen derer, die da weniger Europa fordern, den Euro beklagen, kommen nicht nur aus Bayern. Aber dort fallen sie auf besonders fruchtbaren Boden. Auf selbstbewusste Bürger, für die Subsidiarität mehr ist als eine Rangfolge der Verantwortlichkeiten, und sich Tradition nicht allein in Sonntagsreden erschöpft. Während die bekannten und bekennenden Eurokritiker Griechenland offen mit dem Rausschmiss drohen, gehen nun einige Urbayern voran und sagen sich selbstbewusst: Wenn die Griechen nicht gehen, gehen halt wir.

Die Bayernpartei fordert sie schon lange. Die Unabhängigkeit Bayerns. Und nun führt der Straußfreund und Urkonservator Wilfried Scharnagl den Lebewohlprotest an. In seinem Buch „Bayern kann es auch allein“ zementiert er den Glauben, dass das Schicksal der Bayern nur besser werden könne, wenn der Freistaat nicht länger den Zwängen und Ausbeutungen einer doppelten Transferunion, einer deutschen und einer europäischen, ausgeliefert sei.

„Wenn man das allgemein für undenkbar Gehaltene ausspricht, wird das Undenkbare denkbar“, erklärte Scharnagl in einem Interview. Er will das Undenkbare denkbar machen. Folgen wir ihm – dankbar – und machen es denkbar:

1. Januar 2013. Bayern erklärt seine Unabhängigkeit. Die Erklärung endet mit den Worten Dobrindts, man wolle ein Exempel statuieren. Die bayerische Landesverfassung von 1946 wird zur Grundlage der Separation. (Da das Grundgesetz eh nie wirklich anerkannt wurde – in Bayern stimmte man seinerzeit dagegen, da man darin einen Angriff auf die Eigenständigkeit sah – ändert sich zunächst nicht viel.) Seehofer als amtierender Ministerpräsident führt sein Volk souverän in die neue Ära.

Die Landesfarben sind weiß und blau. Bayern wird laut Verfassung zu einem Volksstaat. Seehofer wird nach einem Volksentscheid über eine Verfassungsänderung zum direkt gewählten Staatspräsidenten. Dobrindt übernimmt das Amt des Ministerpräsidenten und Söder wechselt ins neuerschaffene Verteidigungsministerium. Eine bayerische Wehrpflicht wird eingeführt, Uniformen natürlich in blau-weiß gehalten. Die traditionellen Garnisonsstädte Fürstenfeldbruck, Oberhaus, Lechfeld und Plassenburg werden reaktiviert.

Die Franken nutzen die Volksabstimmung, um für den Verbleib in der Bundesrepublik zu stimmen. Bayern verliert ein Drittel seines gerade gewonnen Staatsgebietes. Die Stimmung gegen Franken kippt endgültig. Die Folge: Wer das „R“ übermäßig rollt, wird zur Ausbürgerung angehalten.

Durch die Separation sind alle Verträge mit der EU aufgehoben. Der bayerische Gulden wird wieder eingeführt. Neben König Ludwig gibt es Sonderprägungen mit Strauß, Beckenbauer und Seehofer. Bayern wird zur Insel der Glückseligen für alle Eurokritiker und Merkelmüden. Hans-Olaf Henkel und Gertrud Höhler stellen einen Einbürgerungsantrag (Henkel darf einreisen, Höhler muss warten, da zur Einreise die Unterschrift eines männlichen Erziehungsberechtigten laut Einreiseparagraph obligatorisch ist).

Zu Guttenberg wird als Heimkehrer gefeiert und zum Außenminister ernannt. Die Grenzposten tragen Lederhosen, die weiß-blauen Maibäume werden zu Schlagbäumen umfunktioniert.

Seite 2: Warum Seehofer zum König wird

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ich weiss nicht, was daran lustig sein soll ...

weil es schon fast zum brüllen komisch wäre, die bayern würde diese - letzte sich bietende - gelegenheit wahrnehmen und endlich, endlich, endlich wahr machen, was sie uns schon so lange versprechen.

wir haben sie ja hochgepäppelt, die lederhosen-seppel, so lange, bis sie sooooo groooosss waren, daß sie den anderen (denen, die sie hochgepäppelt hatten) die butter auf dem brot neiden konnten.

bayern jenseits der deutschen grenzen wäre kein verlust.

eher ein gewinn.

  • Antworten
hardy28.08.2012 | 23:15 Uhr

Bayern + Baden-Württemberg

raus aus dem Euro, her mit dem Alpendollar !

  • Antworten
BaWÜ29.08.2012 | 18:31 Uhr

Bayern

8000 Km von Tegel in einem anderen Zeitraum (pacific standart time)
melde ich mich hiermit zur Rueckehr nach Bayern bereit. Yuhu Ihr
Preissen, fuer die ikke mal Notopferbriefmarken klebte.

  • Antworten
paul kaiser31.08.2012 | 04:31 Uhr

Ergänzend: Meine Satire "Bayern unter Bundesrecht gestellt! ..."

Einen guten Tag!

Vor ein paar Tagen hatte ich witziger Weise einen ähnlichen - im Grunde spiegelverkehrten! - Einfall, auf Scharnagls Buch/Talk-Auftritte, Dobrindt und Co zu reagieren; mit meiner kürzeren, aber durchaus dramatischen Satire:

"SONDER-NACHRICHTEN — BAYERN UNTER BUNDESRECHT GESTELLT — LEGALER HANDSTREICH DER REGIERUNG? –"

siehe:

http://sandoragaly.wordpress.com/2012/08/27/breaking-news-land-bayern/

Viel Spaß (hoffe ich) und Gruß,

Sandor Ragaly

  • Antworten
Sandor Ragaly31.08.2012 | 10:39 Uhr

Der Uli

Der Kommentator hat recht. Die Franken würden nicht mitmachen. Auch Uli Höneß ist gewiss dagegen, müsste er doch mit seinem glorreichen FC Bayern in der Bayernliga gegen Fürstenfeldbruck, Freising und den FC Markl antreten.

  • Antworten
Indigo31.08.2012 | 17:08 Uhr

Nachgefragt

Sie meinten den TSV Marktl ? ( http://de.wikipedia.org/wiki/TSV_Marktl )

  • Antworten
Sowieso25.09.2012 | 02:11 Uhr

Kein Separatisten in der CSU!

In unserer CSU ist kein Platz für Separatisten und Deutschlandfeinde! Die CSU war zwar immer bayerisch, stand aber loyal zu Bonn und Berlin und wird es auch immer bleiben!

Wer der Meinung ist, dass ein unabhängiges Bayern überlebensfähig wäre, der muss eben die Bayernpartei wählen. Nur zu, Separatisten brauchen wir in der CSU nicht. Und die Aussichten für die Bayernpartei sind nicht gerade rosig: Mehr als 18 % werden es bei der Landtagswahl laut Umfragen nicht werden. Das reicht für ein paar Mandate und eine ansehnliche Fraktion, aber eben nicht für die Mehrheit.

  • Antworten
Sepp Mayrhofer31.08.2012 | 19:45 Uhr

Natürlich kann es Bayern auch allein!

1. Weder finanziell noch politisch ist Bayern auf die Bundesrepublik angewiesen. Die Höhe der geleisteten Sozialabgaben, das Steueraufkommen, und auch die Wirtschaftsleistung liegen weit über dem Bundesdurchschnitt.
2. Deutschland ist zu groß und zu dominant für ein gleichberechtigtes Europa; das ist ein immer wiederkehrendes Problem. Ein Deutschland ohne Bayern wäre für ganz Europa ein Gewinn.

  • Antworten
Meindl Johann03.09.2012 | 08:19 Uhr

Wie bitte?!?

Ich weiß jetzt nicht, ob des noch aktuell genug zum kommentieren ist, aber: Wie kommen hier einige Leute auf die Idee, dass es Bayern NICHT alleine schaffen kann? Es gibt allein in Europa 35 Länder die kleiner sind als Bayern & welches sind nochmal die reichsten? Schweiz & Norwegen. (Achtung, ab hier ist auch ein bisschen Satire mit im Spiel) Beide unter 10.000.000 Einwohner, beide mit eigener Währung & beide außerhalb der EUdSSR. Obwohl die einen arrogant, gottlos & selbsverantwortlich, die anderen ein Königreich nördlich des Polarkreises sind - unterschiedlicher geht's kaum. Die Unabhängigkeit wäre das Beste, was Bayern & Preußen passieren könnte. Besonders geliebt haben wir uns doch noch nie;)

  • Antworten
Lucky08.09.2012 | 02:19 Uhr

Zum Kommentar über mir....

...na dann müssten noch 4,2 Mio Franken abgezogen werden und...voilà, Bayern wäre das zweite Österreich...
Gott mit Dir Du Land der Bayern..bitte wirklich austreten und der Traum vom Bundesland Franken wäre endlich real...

  • Antworten
Sonderbilanz10.09.2012 | 10:47 Uhr

Mit (dem von mir

Mit (dem von mir hochgeschätzten) Franken wärs schöner, aber wegen mir auch ohne Franken, letztlich müssen das die Franken entscheiden.

Aber lasst uns Bayern dafür sorgen, dass unser Land endlich WIEDER selbständig wird.
Für uns und die kommenden Generationen in Bayern.

Lasst uns endlich wieder unseren eigenen - und angestammten - Platz in Europa einnehmen.
Bayern kann es alleine in einem subsidiären Europa der Regionen.

Bayern kann es, und Bayern sollte es tun.
Das ist eine wahrhaftige Zukunftsvision.

Freiheit für Bayern.

  • Antworten
Für die Freiheit11.09.2012 | 16:24 Uhr

Sowieso

würde Bayern ohne Mecklenburg-Vorpommern und dem Wismarer Ostsee-Hafen in die Bedeutungslosigkeit abgleiten. Es wäre undenkbar. --~~~~

  • Antworten
Sowieso25.09.2012 | 02:05 Uhr

Bayernhymne

Ein paar Richtigstellungen:
Die Bayernhymne heißt richtig: "Gott mit Dir Du Land der Bayern, Heimaterde, Vaterland". Von deutschen Bruderstämmen ist nicht die Rede, wohl aber, "dass vom Alpenland zum Maine jeder Stamm sich fest vertrau"
Die Gleichberechtigung von Mann und Frau stand schon in der Bayerischen Verfassung (1946), da haben die Mütter des Grundgesetzes noch gegen die Väter des Grundgesetzes darum gekämpft (1949).

  • Antworten
Conny Wirtz30.10.2012 | 19:32 Uhr

Bayern ist und bleibt ein Stammland der deutschen Geschichte

Ich habe langsam die Schnau.. voll. Ich kann es nicht mehr hören. Eine Zerstörung der deutschen Einheit von Innen her, das ist das was die Alliierten aus Euch gemacht haben, ein Haufen verweicheierter Volksverräter! Bayern ist seit über 1000 Jahren ein Mitglied der deutschen Lande! Bayern war wie lange (durch Napoleon, den Europazerstörer) unabhängig ? .. 1806 von bis 1871 (ohne den Deutschen Bund mit zu zählen) ..ein Witz der Geschichte...ein Zeitfurz lang, jeder der einen Austritt Bayerns in Betracht zieht ist eine verdammter Volksverräter und sollte sich einen Sitz im Ausland nehmen und unser geliebtes Vaterland von Flensburg bis Garmisch verlassen - aber niemals sollte/darf ein deutsches Kernland (wie Bayern es ist) die Deutsche Einheit aufgeben. ... Es ist sehr einfach - wie viele hier - in ein mediales Horn zu blasen, es ist aber viel ehrenhafter für die deutsche Sache einzustehen.... Es lebe unser deutsches Vaterland, es lebe Bayern, es lebe die deutsche Einheit.

  • Antworten
der Bayer27.11.2012 | 22:27 Uhr

sehr geehrter "der Bayer",

sehr geehrter "der Bayer",

sie deutschnationaler rechtsaussen haben nicht nur von bayrischer geschichte keine ahnung, sondern auch nicht den leisesten schimmer vom befinden der bayern.
BRD bedeutet für uns nunmal bayern und restdeutschland.
und dieses deutschland hat als bayern gegründet wurde nicht existiert.
da sind auf dem ku-damm noch die brennesseln gewachsten als sich bayern schon viele jahrhunderte in der welt als nation bewiesen hat.
diese unabhängigkeit hat uns erst das jahr 1866 genommen nachdem man bedauerlicherweise gegen die deutschen truppen verloren hatte.
bayern wurde immer wieder versucht vollständig zu okkupieren, dies gelang allerdings erst den nazis 1933.
die ablehnung des grundgesetzes 1949 war richtig und wichtig.
wir haben es nicht gerne wenn über uns verfügt wird, sei es von bonn oder berlin aus.
bayern ist doch zur "cashcow" dieser wieder von junkern und anderer landlosern regierten republik verkommen.

deshalb: unabhängikeit von deutschland lieber heute als morgen.

freiheit für bayern!

  • Antworten
christian huber27.01.2013 | 13:04 Uhr

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