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 > Merkel verzeiht Fehler, Illoyalität verzeiht sie nicht

Berliner Republik

Röttgens RauswurfMerkel verzeiht Fehler, Illoyalität verzeiht sie nicht

Von Christoph Schwennicke17. Mai 2012
picture alliance
Angela Merkel
Die Kanzlerin hat viel Geduld mit ihren Ministern, aber sie kann auch eiskalt Konsequenzen ziehen
Schrift:

Eiskalt und scheinbar völlig überraschend hat Kanzlerin Merkel ihren Umweltminister Norbert Röttgen entlassen. Nicht wegen der Wahlniederlage in NRW, sondern wegen eines tödlichen Fehlers. Ein Kommentar

Zwischen Angela Merkels letalen Schlägen kann oft viel Zeit vergehen. Fast 13 Jahre ist es her, dass sie Helmut Kohl mit einem Aufsatz in der FAZ demontiert hat, danach hat sie einmal die Karrierepläne von Wolfgang Schäuble vereitelt - und jetzt hat sie Norbert Röttgens politische Laufbahn jäh beendet.

Die brutale und exekutionsartige Aktion passt nur scheinbar nicht zur Kanzlerin. Lässt sie nicht sonst alles passieren, ohne dem Geschehen Einhalt zu gebieten? Wirft man ihr nicht zu Recht Apathie vor, konsequentes Nichthandeln, wo andere längst in Aktionen ausgebrochen wären? Wer Merkels oft träge scheinende Art so interpretiert, liegt falsch. Meistens ist sie mütterlich milde. Aber manchmal auch wie eine Schnappschildkröte im Sumpf. Die liegt und liegt und liegt, reglos. Und dann schnappt sie mit ihren kraftvollen Kiefern zu, dass die Knochen krachen.

Wieso musste Röttgen jetzt als erster und einziger wegen Merkel gehen aus ihren bisherigen Kabinetten? Warum dieser eine Rauswurf? Wo die Kanzlerin doch sonst vieles bei ihren lieben Kleinen duldet?

Die Antwort ist ganz einfach: Merkel verzeiht Fehler, Illoyalität verzeiht sie nicht. Dann ist Schluss mit Mütterlichkeit. Norbert Röttgen hatte in der Endphase des Wahlkampfes in Nordrhein-Westfalen versucht, die absehbare Niederlage bei Merkel und deren Europa-Politik abzuladen. Das war der tödliche Fehler.

Merkels Minister können Fehler machen, sie können Mist bauen und lange fortunefrei vor sich hin ministrieren, aber Illoyalität wie jene von Röttgen wird mit Höchststrafe geahndet. Das ist auch der Grund, weshalb es für den früheren Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz keine Rückkehr gab. Er hatte öffentlich nachgetreten, als Merkel ihn von der Fraktionsspitze verdrängt hatte. Das war illoyal aus ihrer Sicht – und das Ende des CDU-Politikers Friedrich Merz.

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Das Ende des CDU-Politikers Norbert Röttgen wäre vermeidbar gewesen. Sie hatte ihm nachgesehen, dass er seinerzeit gegen ihre Vor-Fukushima-Atompolitik angekämpft hat. Das war im Rahmen dessen, was sie als politische Interessenwahrung zulässt. Sie hatte es ihrem Umweltminister gutgeschrieben, dass er nach ihrer Fukushima-Wende nicht in Triumphalismus ausgebrochen ist. Aber kein Kredit wäre groß genug gewesen,  Röttgen dieses Foul aus der Endphase des Wahlkampfes nachzusehen.

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EQ versus IQ

Merkel muß aufpassen! Im Tempel der Macht sitzend könnte sie zu schnell vergessen, dass rational richtige Entscheidungen auch überdehnt werden können. Sie werden überdehnt, wenn sie dem Normalbürger zwar rational noch gerade vermittelbar, aber emotional nicht unterzubringen sind. Dann entscheidet der Bürger und Wähler wie eine volksnahe soziale Mutter. Ein Stück von dieser Wahrheit ist beim Wahlsieg von Hannelore Kraft schon sichtbar geworden. Auch hier hat EQ über IQ gesiegt.

Der Bürger will keine Landesmutter bei deren Entscheidungen und Anblick die Zimmertemperatur unter Null sinkt. Dies könnte im Fall Röttgens das Ergebnis sein, bei all seiner politischen Dummheit und Illoyalität, die ihm im Wahlkampf anzurechnen sind.

Bleibt im Bewusstsein der Bürger eine kalte nur noch der Macht verpflichtete Frau Merkel zurück, schlägt diese soziale Mutter unbarmherzig zurück, selbst wenn Merkel rational alles richtig macht. Dieses bisher unbekannte Merkelsche Gesicht geschaffen zu haben ist ein weiterer unkalkulierbarer Schaden, den Röttgen angerichtet hat. Demgegenüber steht der Vorteil Merkels, dass durch Röttgens Rausschmiss keiner mehr über die Gründe der CDU-Wahlniederlage in NRW spricht.
Mal sehen, ob das neue Gesicht Merkels im Bewußtsein der Bürger mit welchen Folgen zurückbleibt.

  • Antworten
Heinz Pelzer17.05.2012 | 20:13 Uhr

Drama oder Nicht-Drama

Drama oder Nicht-Drama, das ist hier die Frage. Ich vermute hinter Röttgens Entlassung keinen eiskalten Hagelschauer von Mutti. Vielmehr ist ihre Reaktion doch absolut nachvollziehbar: Politik ist nicht nur Maschinenwerk, sondern Stimmrohr. Röttgens krachende Niederlage hat die Volkspartei CDU nicht nur in die Hölle geschickt, sondern eine gewaltige Schlucht zwischen Politik und Volk gegraben. Merkel sieht das und will zukünftige Konflikte meiden, die nachtragende Bürger und aufgeschreckte Medien hochpeitschen würden.

  • Antworten
Naomi Weishaupt17.05.2012 | 23:54 Uhr

Die Illoyalität mag dazu beigetragen haben,

dass der Röttgen gehen musste; es war aber sicher nicht der Hauptgrund. Die Energiewende ist der springende Punkt. Hier wird nämlich eine Neuorientierung notwendig, das Scheitern des bisherigen Konzeptes ist offensichtlich. Manfred Güllner hat ja hier im CICERO das agieren Röttgens in diesem Punkt schon mal als dilettantisch beschrieben, dem ist auch so. Wenn Merkel wirklich etwas nicht leiden kann, dann sind das Ideologen und Röttgen zählt da wohl dazu. Nein, die Energiewende bedarf erheblicher Korrekturen, sie muss aus den Negativschlagzeilen weg. Dazu muss man sich aber wieder mit Technikern und Ingenieuren zusammensetzen und nur das in Angriff nehmen, was auch wirklich machbar ist. Das was bis jetzt geplant ist, sofern man von Planung sprechen kann, ist entweder nicht machbar oder exorbitant teuer. Dieses Problem muss vom Tisch, sonst fällt es Merkel im kommenden Wahlkampf auf die Füsse. Nein, in Wirklichkeit ist Röttgen an der Physik gescheitert, wie Peter Heller im Science-Skeptical-Blog schrieb:
http://www.science-skeptical.de/blog/norbert-rottgen-an-der-physik-gescheitert/007740/

  • Antworten
Quentin Quencher18.05.2012 | 07:40 Uhr

Quentin Quenchers Anmerkungen

Es ist weder die Illoyalität noch die nach Quentin Quenchers (wer mag er wirklich sein, jedenfalls nicht Quentin Quencher, sondern wohl eher ein Abgesandter der Energieunternehmen) gescheiterte Energiewende, die zum Rausschmiss Röttgens führte. Grund war einzig und allein, dass Frau Merkel entgegen der öffentlichen Wahrnehmung eine zynische, machtgierige Politikerin ohne eigene Überzeugungen ist. Wie oft hat sie doch schon plötzlich Meinungen geändert, wenn es für sie opportun war. Hier erschien es ihr opportun, den wie von Sinnen agierenden Horst Seehofer wieder einzufangen und eine Regierungskrise mit anschließender Neu- und ihrer eigenen Abwahl zu vermeiden. In Berlin ist doch intern schon seit langem bekannt, dass Seehofer am liebsten eine Bundestagswahl noch in diesem Jahr sehen würde, um bei seiner Landtagswahl 2013 nicht in das Fahrwasser einer Bundestagswahl zu geraten. Merkel wollte ihm diese Chance nicht geben. So einfach ist das. Auf das doch auch Journalisten in diesem Land mehr wüssten, über das, was wirklich intern in Berlin abgeht und vor allem über das wahre Wesen dieser Pfarrerstochter, für die Mitgefühl, anders als für ihren Vater, immer ein Fremdwort war.

  • Antworten
Werner Schneyder18.05.2012 | 12:42 Uhr

Illoyalität

Na, dann soll die Kanzlerin mal aufpassen, das man ihr verzeiht. Es ist schon peinlich, dass jeder Politiker erstmals Scheinheilig auf dem Papier erscheinen muß bevor er ein Amt bekommt. Das es eher besser währe Menschen in die Politik zu lassen, die bereits Erfahrungen gesammelt haben, darauf ist noch keiner gekommen. Denn aus Erfahrung wird man klug. Was von den Anfängern man nicht behaupten kann. Da ist es natürlich ein Vorteil wenn der Papa Pfarrer war - das ist für die Unterlagen das non plus ultra. Es ist mit Sicherheit besser nicht mit der List der Schnappschildkröte zu arbeiten um den Menschen eine Möglichkeit zu geben sich zu verändern oder besser noch sie zu überzeugen. Bist Du nicht auf meiner Seite dann beiße ich Dich tot - doch zu essen hast Du reichlich bis ans Lebensende - also mach Dir keine Sorgen wenn ich zuschnappe. Dafür haben alle Politiker gesorgt und komisch da halten sie wohl alle zusammen in der Schnappgesellschaft.

  • Antworten
Ilona Paucker18.05.2012 | 09:15 Uhr

Röttgens Entlassung - Ursache und Auswirkungen

Ursache und Auswirkung

1) Die überwiegende Zahl der Menschen in NRW (wie die in ganz Deutschland) sind und waren eben auch vor der Landtagswahl dort mit der sogenannten großen Politik in der BRD insgesamt sehr unzufrieden. Dies unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit oder Parteizuneigung und meist auch ohne das zwingende Bedürfnis, Schuldzuweisung zu üben. Man kann eben nicht, es geht vielleicht gar nicht besser, resigniert man.

2) Die „große Politik“ wird nun in Berlin vom dortigen Parlament und von der dortigen Bundesregierung “gemacht“. Auf die letztlich entscheidenden Fragen haben die Länder keinen entscheidenden Einfluß.

3) Deshalb bestand für die Menschen am Rhein und in Westfalen am vergangenen Sonntag kein dringender Anlaß, ausgerechnet die weitgehend unverantwortliche, weil unzuständige Ministerpräsidentin Kraft abzuwählen. Eine Frau, die darstellte und wohlmöglich auch fühlte, daß sie mit ihren Bürgern im Lande gleichermaßen „litt“. Wenn schon unzufrieden sein, dann gemeinsam mit jemandem, der auch unzufrieden und an der Ursache der Unzufriedenheit nicht schuld ist.

4) Da konnten die Union und Röttgen nicht mithalten. Da hatte „der Berliner“ Röttgen keine Chance. Da war es albern von der CDU und von Röttgen, Kraft stürzen zu wollen. Da war es dumm von Röttgen, sich als Spitzenkandidat zu opfern. Da bedurfte es gar keines CDU-Spitzenkandidaten, weil kein CDUler Ministerpräsident werden konnte. Keiner. Da hätte es ausgereicht und mehr Erfolg gebracht, wenn möglichst viele Christdemokraten – und darunter nicht zuletzt ein kompetenter Umweltminister – als Team um möglichst viel Einfluß zu Gunsten einer insgesamt maximal attraktiven Politik speziell für NRW angetreten wären. Die Kutscherin auf dem Bock mußte man während der Fahrt durch schwere Zeiten nicht unbedingt wechseln.

5) Bei einer solch vernünftigen Strategie hätte Röttgen im Wahlkampf dann nicht wie ein indisponierter Vertreter der „Hamburg-Mannheimer“ gewirkt sondern doch mehr - sehr wohl - als verantwortungsvoller, allgemein befähigter, zu Gunsten aller Bürger engagierter Zukunftspolitiker. Als ein Mann, der zwar jetzt noch nicht an die Spitze mußte, dem man aber später noch da wie dort würde brauchen können und mögen.

6) Dann hätte also Röttgen an sich selbst geglaubt, was seine potentiellen Wähler geschlossen für ihn hätten stimmen lassen, statt über die bereits tote FDP einen „Rettungsschirm“ aufzuspannen – nach dem Motte: Wenn unsere Stimme der Union sowieso nicht die Niederlage ersparen kann, dann wollen wir sie mitleidsvoll der FDP mit ihrem mutigen jungen Lindner überlassen. Und wenn dann die SPD ihrer Sache nicht von vornherein so sicher hätte sein dürfen, wäre sie weniger von der Anhängerschaft der Linkspartei alimentiert worden.

7) So wie es vor der Wahl keinen vernünftigen Grund für Röttgen gegeben hat, zu versprechen oder offen zu lassen, daß oder ob er nach der Wahl in NRW bleiben wolle, überhaupt darüber zu diskutieren. Die Frage war irrrelevant; die Wahl mußte verloren gehen und NRW benötigte keinen CDU-Fraktionsvorsitzenden unter einer SPD-Ministerpräsidentin; wohl aber vielleicht die BRD einen Röttgen weiterhin in Berlin, vielleicht als schwarz-grüner Zukunftspolitiker von morgen.

8) So war es auch schlicht albern, daß Röttgen nach der Wahl die gesamte Schuld für das Desaster auf sich genommen hat. – Einmal ist die Schuldzuweisung objektiv falsch; denn wenn die Nordrhein-Westfalen gestern mit der Berliner Politik zufriedener gewesen wären als sie es waren – und diese Politik hat nun heute einmal die Union jedenfalls nicht vermieden -, hätte die CDU mit Röttgen aber auch ohne ihn wesentlich mehr Stimmen gespendet bekommen. Unter den aktuellen Bedingungen dagegen wäre auch für einen CDU-Kraftmeier nicht mehr drin gewesen. Eher hätte der die Unzufriedenen noch stärker gegen die Union mobilisiert.
Zweitens glaubt man Röttgen seine Selbstbezichtigungen auch gar nicht. Man hält sein entsprechendes Gerede für die sachlich unnötige Demutsgeste eines aktuell Geschwächten.
Drittens mißtraut seine Berliner Chefin dem bisherigen Umweltminister. Merkel fürchtet, Röttgen könne einen Mitleideffekt aktivieren und damit die Frage nach einer Mitverantwortung der Bundeskanzlerin in den Focus rücken. Merkel mußte Röttgen abstoßen, denn er verursachte ihr ein schlechtes Gewissen und von einem solchen mag sich Merkel nicht hemmen lassen. Außerdem mußte sie Röttgen fürchten; es konnte immer dazu kommen, daß der Minister einmal wieder Mut fassen, sich emanzipieren, seine gezähmte Wut selbstentfesseln würde.

9) Und jetzt hat die CDU wieder einen im Grunde durchaus talentierten Zukunftspolitiker verloren. Talentiert ? Wieso nicht ? Ist jemand, der einmal auf die Nase gefallen ist, für immer gescheitert ? Und ein schwarz-grüner Kombinierer von morgen ist ihr vielleicht abhanden gekommen. - Und Frau Merkel sieht nun noch egozentrischer aus. - Und die SPD hat jetzt eine Hoffnung gebende Kanzlerkandidatin. Denn man sollte nicht daran zweifeln: Wenn für die Sozialdemokraten morgen die „Schicksalsstunde der Entscheidung“ schlagen würde und Kraft bis dahin keine Todsünden begangen hat, würde sie sich „ihrer nationalen Verantwortung“ nicht entziehen - und sogar vielleicht gewinnen können. Und mit Kraft könnte sich schon eine Mehrheit der Deutschen identifizieren – als einer von ihnen. In der Not. – Ob Kraft dann tatsächlich eine hinreichend gute Regierungsregisseurin werden würde, steht auf einem anderen Blatt.

10) Noch drei Fragen:
a) Ist es wirklich so gewiß, wie es heute scheint, daß Angela Merkel noch einmal für das Amt der Bundeskanzlerin kandidieren möchte ? - Oder wird sie am Tag X überraschend aufhören ? Denn: Was hat sie noch für sich persönlich zu gewinnen, was sie nicht bereits für sich erkämpft hat ? Und: Es kann doch jetzt nur noch bergab gehen – für sie persönlich.
b) Ist es wirklich so gewiß, wie es heute noch aussehen soll, daß Horst Seehofer nicht bereits heute gezielt Merkels Nachfolge anstrebt – für sich persönlich. - Das könnte doch klappen, wenn Merkel aufhört, die Bundes-SPD nicht plötzlich doch als Glückbringer für Deutschland aufscheint, Christian Ude an die Grenzen seiner Popularität gestoßen ist und der Freie Ailwanger in Bayern in einer Koalition CSU/FDP/FW das Amt des Wirtschaftsministers übernommen hat.
c) Ist es wirklich so gewiß, wie es heute scheint, daß Röttgens Polit-Karriere beendet ist ? – Oder zieht er sich doch nur erst einmal vorübergehend zurück, um nachzudenken und dann ein dickes Buch zu schreiben, in dem er - konkret, detailliert, einleuchtend, vertrauenserweckend – sein Konzept für eine neue Politik – der CDU und für Deutschland – unterbreitet, eine neue Politik, für die er anschließend zurückkommen und kämpfen will ?

Günter Woltmann-Zeitler
Arnbach

  • Antworten
Günter Woltmann-Zeitler18.05.2012 | 14:43 Uhr

Angela Merkel hat die Reißleine ziehen müssen

Die Forderung Angela Merkels nach einem Rücktritt Röttgens auch als Umweltminister war absolut legitim. Es ist eine kluge Entscheidung der Kanzlerin gewesen, diesen Mann an der Stelle auszutauschen. Viel zu wichtig ist dieses MInisteramt derzeit, um einen gescheiterten Politiker dort zu belassen. Herr Röttgen hat sich selbst in diese missliche Lage hinein manöveriert. Niemand hatte ihn gezwungen, sich in NRW zur Wahl zur stellen. Er wollte das so, wohl nicht aus Überzeugung, sondern weil er auch diese Option nutzen wollte im Hinblick auf seine weitere politische Karriere. Klug wäre es gewesen, wenn er selbst seinen Rücktritt erklärt hätte, nachdem die Kanzlerin ihn dazu aufgefordert hatte. Das er diese "letzte Ausfahrt" nicht genutzt hat, dafür trägt er allein die Verantwortung.

  • Antworten
ulla meyer19.05.2012 | 10:34 Uhr

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