Jump to Navigation
Startseite

Magazin im Juni:
Deutschland auf dem Weg zum 100-Millionen-Volk

Hurra, wir wachsen!
  • Magazin
  • Mediathek
  • Literaturen
  • Service
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo
  • Berliner Republik
  • Weltbühne
  • Kapital
  • Stil
  • Salon
  • Bücher
  • Themen der Zeit
  • Kolumnen
  • Blogs
  • Ressorts
  • Dossiers
  • Karikaturen
  • Suche

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > Droht der Linken das Aus?

Berliner Republik

Kampf um die DoppelspitzeDroht der Linken das Aus?

Von Matthias Meisner1. Juni 2012
picture alliance
Linke,Linkspartei,Parteitag,Göttingen,Lafontaine,
Der Parteitag in Göttingen wird zur Zerreißprobe für die Linke
Schrift:

Fast ein Dutzend Kandidaten aus den zerstrittenen Flügeln der Linken rangelt um die Führung – eine Zerreißprobe für die Linkspartei. Kann sie die Krise überwinden?

Katja Kipping aus Sachsen, eine der Kandidatinnen für den Vorsitz, fühlt sich an „Verbotene Liebe“ erinnert. „Es gibt tausend Kombinationsmöglichkeiten“, sagt sie zur möglichen Zusammensetzung der neuen Führung, die an diesem Wochenende in Göttingen bestimmt werden soll. Alle Versuche, in Hinterzimmerrunden eine Verständigung zwischen den zerstrittenen Flügeln zu finden, sind gescheitert. Selten hatten die Delegierten eines Parteitages mehr Macht. Aber auch selten war eine Partei so in der Bredouille.

Droht die Linke auf dem Parteitag zu zerbrechen?

Vor fünf Jahren hat sich die westdeutsche WASG, von frustrierten Sozialdemokraten aus Protest gegen Gerhard Schröders Agenda 2010 gegründet, zusammengetan mit der SED-Nachfolgepartei PDS.

Ein Antrag, dieses Bündnis aufzulösen, liegt in Göttingen nicht vor. Aber Fakten in diese Richtung schaffen können die Delegierten doch – wenn ein Flügel als klarer Sieger aus dem Wettstreit ums Personal hervorgeht. Dann wäre das Projekt einer gesamtdeutschen Linken praktisch gescheitert. „Verantwortlich für den Abwärtstrend der Linken ist das Einnisten der verschiedenen Parteiströmungen in Schützengräben“, analysiert Kipping.

Klar sind die Mehrheitsverhältnisse in Göttingen nicht: Von 550 Delegierten kommen 228 aus dem Westen und 272 aus dem Osten, weitere 50 stellen die innerparteilichen Zusammenschlüsse wie der Jugendverband. Die meisten Delegierten werden einen Kompromiss wollen, aber kaum einer hat eine Ahnung, wie der aussehen soll. Der neu ins Rennen geschickte Verdi-Gewerkschafter Bernd Riexinger aus Stuttgart wünscht sich einen gemeinsamen Aufbruch mit Kipping, die wiederum will mit Katharina Schwabedissen aus NRW führen – Letzteres wiederum ein Bündnis, über das es bei den Reformern heißt: „Lieb gemeint, aber nicht gut gemacht“. Umgekehrt graut dem Lafontaine-Lager davor, Kipping und der Reformer Dietmar Bartsch könnten die neue Doppelspitze bilden. „Das wäre dann wieder die alte PDS“, sagt einer.

Könnte die Linke als Ost-Regionalpartei überleben?

In dieser Frage geht es den Ost-Verbänden kaum besser als denen aus dem Westen: Zwar haben sie ihren Platz in den Landesparlamenten absehbar sicher. Doch schon jetzt verweist die SPD sie dort fast überall, auch wenn rot-rote Mehrheiten rechnerisch möglich sind, auf die Oppositionsbänke – Brandenburg ist nur noch die letzte Ausnahme. Der Einfluss schwindet. Umgekehrt wären die West-Verbände ohne Verankerung im Osten gar nichts mehr, das Scheitern bei den Wahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen gab nur den Vorgeschmack. Die Genossen sind also aufeinander angewiesen, obwohl sie sich nicht leiden mögen.

Welche Rolle spielen Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch?

Sahra Wagenknecht, eines der bekanntesten Gesichter der Linken mit Ausstrahlung über das Milieu hinaus, will, wie Vertraute sagen, „partout nicht“ Vorsitzende werden. Doch Genossen sind überzeugt, dass sie in Göttingen dann antreten wird, wenn sie damit einen Vorsitzenden Bartsch verhindern kann. Diese Variante gilt etwa dann als wahrscheinlich, wenn im ersten – nur Frauen vorbehaltenen – Wahlgang die von Gregor Gysi geförderte „Zentristin“ Dora Heyenn aus Hamburg gewinnt. Erst für den zweiten Platz in der Doppelspitze dürfen sich auch Männer bewerben. Nach Heyenn hätte dann der Ostdeutsche Bartsch gute Chancen.

Bartsch, langjähriger Bundesgeschäftsführer von PDS und Linken, 2010 geschasst auf Druck von Oskar Lafontaine, strebt offensiv nach dem Amt. Aus Sicht von Wagenknecht will Bartsch aus der Partei eine „Linke light“ machen. Stellvertretend für das Lafontaine-Lager meint auch Wolfgang Neskovic, Justiziar der Bundestagsfraktion, Bartsch stehe für Macht ohne Charisma und ohne Inhalte. Mit einer Doppelspitze aus Wagenknecht und Kipping indes würde die Linke „zwei begabte Problemlöserinnen“ gewinnen, sagt Neskovic. Und der so angegiftete Bartsch keilt zurück, es sei „nur noch hochnotpeinlich, wenn ältere Herren mit professoralem Gehabe Frauen benoten“. Der Ton ist also keinesfalls freundlich vor der Wahlschlacht in Göttingen. Und das, obwohl Bartsch sich eine Doppelspitze mit Wagenknecht hätte vorstellen können. Die lehnt die Ex-Wortführerin der Kommunistischen Plattform aber strikt ab. Wenn Wagenknecht antritt, dann wohl in einer Kampfkandidatur gegen Bartsch. Denn die Forderung, er solle seine Kandidatur zurückziehen, nennt der „wirklich skurril“.

Wie steht es um die Chancen der Linken bei der Bundestagswahl?

Auf 11,9 Prozent kam die Linke bei der Wahl 2009, inzwischen wird sie von den Demoskopen auf fünf Prozent taxiert. SPD und Grüne haben die Partei bei Überlegungen über ein neues Regierungsbündnis im Bund nicht mehr auf dem Zettel. Sahra Wagenknecht hat vermutlich recht, wenn sie die Krise ihrer Partei als existenziell bewertet. Bartsch spricht von einer notwendigen „gemeinsamen Integrationsleistung“. Sie ist nicht vollbracht.

Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort

zurück zum Dossier
Zu diesem Artikel gibt es
1 Kommentar
Die Frage das Tages stellt Cicero online in Kooperation mit
Der Tagesspiegel

Weiterführende Links

Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

Piraten
Parteitag ohne Weichenstellung
von
08.05.2013
Wahlforscher
Fang den Wähler!
von
21.04.2013
SPD
Peer Steinbrück soll Programm werden
von
13.04.2013
Linken-Vorsitzende Kipping
Tschüss, Herrenclub!
von
06.04.2013
Bundestagswahl 2013
Die Sterne orakeln Schwarz-Grün
von
22.03.2013

Mehr Fragen des Tages finden Sie beim Tagesspiegel.

zum Dossier Linkspartei
Twitter
zum Ressort

zurück zum Dossier
Die Frage das Tages stellt Cicero online in Kooperation mit
Der Tagesspiegel

Weiterführende Links

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Piraten
Parteitag ohne Weichenstellung
von
08.05.2013
Wahlforscher
Fang den Wähler!
von
21.04.2013
SPD
Peer Steinbrück soll Programm werden
von
13.04.2013
Linken-Vorsitzende Kipping
Tschüss, Herrenclub!
von
06.04.2013
Bundestagswahl 2013
Die Sterne orakeln Schwarz-Grün
von
22.03.2013

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • politik
  • Tourismus
  • Moral
  • Urheberrecht
  • favs
  • Digitalisierung
  • A Nachlesen
  • A Nachlesen
  • internet
  • Film
  • Literatur
  • Literatur
  • NH
  • Polemik
  • Praktische Philosophie
  • diethart
  • Steinbrück
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • MILANKO
  • Entwicklungspolitik
  • Gunter Hofmann
  • dudelfunk
  • pit
  • Material-SK
  • Steuern
  • Antisemitismus
  • Intellektuelle
  • Türkei
  • Jan von Alen
  • Autoren
  • Autoren
  • Autoren
  • Doppelte Staatsbürgerschaft
  • Test
  • Hyperkorrekte
  • Stasi
  • Fernsehen Qualität
  • Kretschmer
  • Kretschmann
  • Politik
  • Pressegleichschaltung
  • NSU
  • gender
  • gender
Neues Dossier anlegen:

«Die Genossen sind also aufeinander angewiesen, …

…obwohl sie sich nicht leiden mögen.»

Warum? Dass die West-Linke nicht ohne Unterstützung der Ost-Linken bestehen kann, ist sicher richtig. Nun braucht die auch niemand, also kein Drama. Und umgekehrt? An welcher Stelle braucht die Ost-Linke die (zu Recht ungeliebten) Beton-Kader aus dem Westen? Ich glaube, dass Gewohnheiten und der Wunsch nach Zweisamkeit die Linke bindet wie ein altes, tief zerstrittenes und täglich keifendes Ehepaar. Obwohl sie im Osten zu neuem Leben erblühen könnte (vielleicht etwas kleiner, dafür um so selbstbewusster), wenn sie dem alten Mann im Westen endlich einen Tritt in den Allerwertesten verpassen würde.

  • Antworten
Piet01.06.2012 | 11:08 Uhr

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Bildergalerie

„Die nackte Wahrheit und anderes“ − Aktfotografie um 1900

zur Bildergalerie
Anzeige

Wulf Schmiese

Leicht gesagt. Die Mittwochskolumne von Wulf Schmiese

Von der Volks- zur 20-Prozent-Partei

SPD-Chef Gabriel auf der Pressekonferenz zum Parteijubiläum

Ist alt, sieht auch so aus: Cicero-Kolumnist Wulf Schmiese über den 150. Geburtstag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands


DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Göttinger Demokratie-Forschung
Tivoli zu Gotha, Gründungsstätte der deutschen Sozialdemokratie

Heute feiert die SPD ihren 150. Geburtstag. Doch ein 2. Parteijubiläum steht bevor: Im Tivoli…

zum Blogeintrag

Frage des Tages

Wo steht die SPD im Jahr 2013?
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage

Thema der Woche

150 Jahre SPD: Vom Fürstenfeind zur Kaviarlinken
zum Dossier
Sollte die Bundeswehr Drohnen kaufen?
Das Cicero-Meinungsbild

Das Verteidigungsministerium will unbemannte Flugkörper kaufen. Ist das ethisch zu vertreten?

Umfrage
150 Jahre SPD: Ist die SPD noch eine Volkspartei?
Ja, die SPD wird wieder deutlich zulegen
31%
Nein, die SPD ist nicht mehr zeitgemäß
69%
Gesamtstimmen: 74
zur Umfrage
Medizin, Gesundheitssystem, krank
Dossier

Wie krank ist unser Gesundheitssystem?

zum Dossier

Die letzten 24 Stunden
Dossier

Die letzten 24 Stunden

zum Dossier

Mittelstand,Mittelschickt,Bürgertum,Internetstore AG
Dossier

Mythos Mittelstand

zum Dossier

Anzeige
Anzeige

Video

„Deutschland wird nicht mehr zu den G8 gehören“

Video
alle Videos
Anzeige

Jetzt den Newsletter von Cicero Online abonnieren

Liebe Leserinnen und Leser. Gerne informieren wir Sie regelmäßig über das aktuelle Angebot von Cicero Online. Bitte tragen Sie ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken ihnen montags bis freitags unseren täglichen Newsletter.

E-Mail*
Anrede
Vorname
Nachname

Anzeige

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • AGB
  • Stellenangebote

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
 
RESSORTS
Startseite
Berliner Republik
Weltbühne
Kapital
Stil
Salon
Bücher
Karikaturen
Bildergalerien
Videos
Blogs
Dossiers
Newsletter
 
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Redaktion
© Cicero Online 2013zum Seitenanfang