Jump to Navigation
Startseite

Magazin im Mai: Nichts klappt, alle lieben sie: Das Geheimnis der verschlunzten Hauptstadt

Babel Berlin
  • Magazin
  • Mediathek
  • Literaturen
  • Service
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo
  • Berliner Republik
  • Weltbühne
  • Kapital
  • Stil
  • Salon
  • Bücher
  • Themen der Zeit
  • Kolumnen
  • Blogs
  • Ressorts
  • Dossiers
  • Karikaturen
  • Suche

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > NPD verbieten – jetzt!

Berliner Republik

ProNPD verbieten – jetzt!

Von Timo Stein25. November 2011
picture alliance
NPD, NPD-Verbot, Naziterror
Schrift:

Der NPD gehört der Parteistatus aberkannt. Es ist nicht länger vermittelbar, warum wir eine antidemokratische Organisation mit Steuergeldern finanzieren. Die Demokratie muss sich wehren – jetzt! Ein Kommentar

Seite 1 von 2

Sie sind zutiefst beschämt. Im Bundestag. Abgeordnete aller Parteien. Spät, fast zu spät finden sie in einer gemeinsamen Erklärung gemeinsame Worte, die die Fassungslosigkeit über die neonazistisch motivierten Taten des Zwickau-Trios zum Ausdruck bringen sollen. Die Attentäter propagierten „Taten statt Worte“. Jetzt ist es an den politisch Handelnden, den Worten politische Taten folgen zu lassen. Es gilt zu reagieren, an allen politischen Fronten. Dazu gehört auch und gerade ein Verbot der NPD.

Natürlich macht ein NPD-Verbot aus keinem Nazi einen Demokraten. Das ist auch nicht Ziel eines Verbots. Die Gesinnung muss an anderen Fronten bekämpft werden. Ein Verbot dient der Zeichensetzung. Ein Signal, das da lautet: Wir dulden keinen Rechtsextremismus, keine neonazistische Organisation, die unter Zuhilfenahme des Parteienstatus den Schutz der Verfassung sucht. Die NPD ist aber als verfassungsfeindliche, rassistische, antisemitische Organisation kein schützenswerter Bestandteil der Demokratie.

Im Kampf gegen die braune Gefahr müssen daher alle demokratischen Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. Dazu zählt auch das Verbot. Natürlich darf die Diskussion um ein erneutes Verbotsverfahren nicht zulasten der Aufklärung der Morde und Motive im Falle der NSU gehen und auch nicht auf Kosten einer gesamtgesellschaftlichen Debatte über die Problematik rechter Gesinnung. Eine Dreifachstrategie ist daher sinnvoll: Der Kampf gegen rechts sollte folgerichtig auf gesellschaftlicher, politischer aber auch auf verfassungsrechtlicher Ebene geführt werden. Wir brauchen ein "sowohl als auch" und kein "entweder, oder". Klar ist aber auch: Für ein Verbotsverfahren müssen die Voraussetzungen geschaffen werden. Ein erneutes Scheitern darf es nicht geben.

Das Verbotsverfahren gegen die NPD, das Mitte März 2003 eingestellt wurde – das dritte Verbotsverfahren in der Geschichte der Bundesrepublik überhaupt – scheiterte seinerzeit, noch bevor es überhaupt begonnen hatte. Ob und inwieweit die NPD die freiheitlich demokratische Grundordnung durch ein verfassungswidriges Verhalten gefährdet, wurde allerdings gar nicht erst verhandelt. Das Verfahren scheiterte an der Präsenz der V-Leute in den Vorständen der NPD.

So urteilten die Karlsruher Richter und benannten damit den eigentlichen Skandal, der dann auch ins Zentrum der jetzigen Debatte rückt: Die Verflechtung der NPD mit staatlichen Institutionen. Acht Jahre später gerät nun diese Kooperation zwischen Hütern und Feinden der Demokratie erneut auf die politische Agenda. Acht Jahre in denen nichts passierte. Es bedurfte schrecklicher Taten, um dieses folgenschwere Verhältnis nun auf seine Rechtmäßigkeit hin überprüfen zu lassen und Strukturen des Verfassungsschutzes in Frage zu stellen.

  • 1
  • 2
  • nächste Seite »
Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort

zurück zum Dossier
Zu diesem Artikel gibt es
1 Kommentar

Weiterführende Links

Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

Neonazis
„Ich habe Anwälte in Bomberjacken gesehen“
Interview mit
Thomas Kuban
16.04.2013
NSU-Theaterstück
Die Stimmen der Toten
von
11.04.2013
NPD-Verbotsantrag
Lieber ein Ende mit Schrecken...
von
21.03.2013
NSU
„Bedeutender als RAF-Prozesse”
Interview mit
Winfried Ridder
15.03.2013
Vorwürfe gegen Jakob Augstein
„Grenzwertig, aber nicht antisemitisch”
Interview mit
Juliane Wetzel
04.01.2013

zum Dossier NSU-Prozess – Rechtsterror vor Gericht
Twitter
zum Ressort

zurück zum Dossier

Weiterführende Links

Diese Artikeln könnten Sie auch interessieren:

Neonazis
„Ich habe Anwälte in Bomberjacken gesehen“
Interview mit
Thomas Kuban
16.04.2013
NSU-Theaterstück
Die Stimmen der Toten
von
11.04.2013
NPD-Verbotsantrag
Lieber ein Ende mit Schrecken...
von
21.03.2013
NSU
„Bedeutender als RAF-Prozesse”
Interview mit
Winfried Ridder
15.03.2013
Vorwürfe gegen Jakob Augstein
„Grenzwertig, aber nicht antisemitisch”
Interview mit
Juliane Wetzel
04.01.2013

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • politik
  • Tourismus
  • Moral
  • Urheberrecht
  • favs
  • Digitalisierung
  • A Nachlesen
  • A Nachlesen
  • internet
  • Film
  • Literatur
  • Literatur
  • NH
  • Polemik
  • Praktische Philosophie
  • diethart
  • Steinbrück
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • MILANKO
  • Entwicklungspolitik
  • Gunter Hofmann
  • dudelfunk
  • pit
  • Material-SK
  • Steuern
  • Antisemitismus
  • Intellektuelle
  • Türkei
  • Jan von Alen
  • Autoren
  • Autoren
  • Autoren
  • Doppelte Staatsbürgerschaft
  • Test
  • Hyperkorrekte
  • Stasi
  • Fernsehen Qualität
  • Kretschmer
  • Kretschmann
  • Politik
  • Pressegleichschaltung
  • NSU
  • gender
  • gender
Neues Dossier anlegen:

"Das Verfahren scheiterte an

"Das Verfahren scheiterte an der Präsenz der V-Leute in den Vorständen der NPD."

Und genau dort liegt der Skandal. Wie kann es sein (oder darf es überhaupt sein?), daß V-Leute, die vom sogenannten "Verfassungsschutz" finanziert werden, in den Vorständen der NPD tätig sind?

Schon in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts fragte der damalige SPD-Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Hansen: "Wer schützt uns vor dem Verfassungsschutz?".

Die wirklichen Gefahren gehen nämlich nicht von den tumben Mitläufern innerhalb der NPD aus, sondern von den politisch-geschulten "Funktionären", die ihr Salär aus den Staatskassen erhalten.

Waren es im Nachkriegsdeutschland die Alt-Nazis, die man in der Adenauer-Epoche gewähren ließ, sind es heute Neo-Nazis, die ihr Unwesen treiben dürfen - weil die Staatsorgane "auf dem rechten Auge blind sind".

Linke Terroristinnen und Terroristen wurden seinerzeit massiv verfolgt (vgl. Bader-Meinhof-Epoche), möglichst auf frischer Tat erschossen, aber rechte Gewalttäter mordeten unter den Augen der V-Leute des Verfassungsschutzes.

Welch` ein Rechtsstaat? Darf unser Staat sich wirklich so nennen? Ich jedenfalls habe seit langem meine Zweifel.

  • Antworten
Yvonne Walden26.11.2011 | 17:32 Uhr

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Bildergalerie

20 Gründe, auf den Mars umzuziehen

zur Bildergalerie
Anzeige

Marie Amrhein

Sonntagskolumne: Mein Sozialstaat

Angie, gib' die Wohnung frei

Deutschland ächzt unter akutem Wohnungsnotstand

In Deutschland herrscht akuter Wohnungsmangel. So zumindest wirkt es für die Menschen in den Ballungsräumen der Republik. Und dabei geht es nicht nur um den schönen Altbau mit Balkon im Prenzlauer Berg, Mitte oder Kreuzkölln


DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Eric Bonse - Lost in EUrope
Hollandes Offensive kommt zu spät

Frankreichs Staatschef Hollande will eine Wirtschaftsregierung für die Eurozone. Auf einer…

zum Blogeintrag

Frage des Tages

Klone der Schöpfung
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage

Thema der Woche

150 Jahre SPD: Vom Fürstenfeind zur Kaviarlinken
zum Dossier
Sollte die Bundeswehr Drohnen kaufen?
Das Cicero-Meinungsbild

Das Verteidigungsministerium will unbemannte Flugkörper kaufen. Ist das ethisch zu vertreten?

Umfrage
Die Türkei muss in die EU, fordert Gerhard Schröder im Cicero. Hat er Recht?
Ja, ein Beitritt ist dringend nötig, um die Region zu stabilisieren
16%
Nein, die EU wäre heillos überfordert
84%
Gesamtstimmen: 696
zur Umfrage
Medizin, Gesundheitssystem, krank
Dossier

Wie krank ist unser Gesundheitssystem?

zum Dossier

Dossier

Nordkorea zündelt

zum Dossier

Mittelstand,Mittelschickt,Bürgertum,Internetstore AG
Dossier

Mythos Mittelstand

zum Dossier

Anzeige
Anzeige

Video

„Deutschland wird nicht mehr zu den G8 gehören“

Video
alle Videos
Anzeige

Jetzt den Newsletter von Cicero Online abonnieren

Liebe Leserinnen und Leser. Gerne informieren wir Sie regelmäßig über das aktuelle Angebot von Cicero Online. Bitte tragen Sie ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken ihnen montags bis freitags unseren täglichen Newsletter.

E-Mail*
Anrede
Vorname
Nachname

Anzeige

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • AGB
  • Stellenangebote

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
 
RESSORTS
Startseite
Berliner Republik
Weltbühne
Kapital
Stil
Salon
Bücher
Karikaturen
Bildergalerien
Videos
Blogs
Dossiers
Newsletter
 
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Redaktion
© Cicero Online 2013zum Seitenanfang