Jump to Navigation
Startseite

Magazin im Juni:
Deutschland auf dem Weg zum 100-Millionen-Volk

Hurra, wir wachsen!
  • Magazin
  • Mediathek
  • Literaturen
  • Service
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo
  • Berliner Republik
  • Weltbühne
  • Kapital
  • Stil
  • Salon
  • Bücher
  • Themen der Zeit
  • Kolumnen
  • Blogs
  • Ressorts
  • Dossiers
  • Karikaturen
  • Suche

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > Merkels Politik der Angst

Berliner Republik

Verbot der „Blockupy“-ProtesteMerkels Politik der Angst

Von Stephan Hebel21. Mai 2012
picture alliance
„Blockupy“-Proteste,Frankfurt,EZB,Merkel
„Blockupy“-Proteste
Schrift:

Auf die Unzufriedenheit vieler Europäer reagieren konservative Politiker mit dem Schüren von Ängsten vor Chaos und Untergang. Das gilt für Angela Merkels Krisenrhetorik genauso wie für ihre Freunde in Frankfurt, die sich mit dem Verbot der „Blockupy“-Proteste blamierten

Seite 1 von 2

Am Sonntagmorgen meldete dpa, Frankfurt am Main habe eine „ruhige Nacht“ gehabt. Nun kommt so etwas öfter vor, und man fragt sich, warum dpa es meldet. Antwort: Weil Politiker und einige Medien vorher tagelang so taten, als drohe der Bankenstadt Chaos, wenn nicht Krieg. Weil sie, offenbar  gezielt, auf die Angst der Bürger vor Gewalt und Unruhe setzten, um sich als Wahrer der Ordnung aus der Affäre zu ziehen.

Was war geschehen? Ein breites Protest-Bündnis aus attac, Linkspartei, Gewerkschaften und ein paar radikaleren Gruppen hatte angekündigt, gegen die Macht der Banken und die falsche europäische Krisenpolitik zu demonstrieren. „Blockupy“ sollte, über vier Tage verteilt, aus Protestmärschen, einer Großdemonstration und einigen Sitzblockaden bestehen, unter anderem vor der Europäischen Zentralbank (EZB).

So breit das Bündnis war, so eindeutig verständigte es sich darauf, gewaltfrei zu bleiben. Die Stadt Frankfurt aber, unterstützt von Hessens CDU-Innenminister Boris Rhein, setzte von Anfang an auf eine Politik der Angst. Der Ordnungsdezernent, ebenfalls ein CDU-Mann, verbot fast alle Blockupy-Aktionen, weil der Protest die Geschäfte der Banker, Ladeninhaber und konsumierenden Bürger störe und weil die Anreise einiger Gewalttäter nicht auszuschließen sei.  Das war ungefähr so rechtsstaatlich, wie ein für allemal Fußballspiele zu verbieten, weil unter den Fans auch Gewalttäter sind.

Tatsächlich lief im Bankenviertel tagelang nichts mehr – nur dass es sich bei den Blockierern um Polizisten handelte und nicht um antikapitalistische Aktivisten. Diese demonstrierten trotz allem, nicht nur beim einzigen erlaubten Protestmarsch am Samstag. Sie demonstrierten friedlich und kreativ, ausgestattet mit realistischen und konkreten Forderungen für eine andere Ausrichtung der europäischen Finanzpolitik - und mit einem herablassenden Lächeln für eine Staatsmacht, die sich der Lächerlichkeit preisgegeben hatte.

Die Regierenden der Stadt hatten eine klare Entscheidung getroffen: Das Handwerk der Finanzinstitutionen hat Priorität vor der Versammlungsfreiheit derjenigen, die es für schädlich und undemokratisch halten. Dagegen hat sich der Protest erfolgreich gewehrt. Doch der Sieg, den die Blockupy-Aktivisten am Ende verkündeten, ist noch lange nicht sicher. Denn Frankfurt war an diesem langen Wochenende Versuchslabor für eine Strategie, die nur als Politik der Angst beschrieben werden kann.

Von Anfang an versuchten die Behörden, die Bürger als Geiseln zu nehmen. Fürchten, so die Botschaft, müssten sie nicht einen Finanzkapitalismus, der mit Derivaten, mit Lebensmitteln und ganzen Staatshaushalten spekuliert, auf Kosten staatlicher Steuerungsmöglichkeiten und sozialen Ausgleichs. Fürchten müssten sie schon gar nicht diejenigen Politiker, die Europas Rettung mit der Rettung der Banken verwechseln. Sondern fürchten müssten sie diejenigen, die sich dagegen wehren.

Nebenbei bemerkt: Mit der CDU regieren in Frankfurt die Grünen. Sie waren an diesem Wochenende verdächtig schweigsam. Aber die Träger des Protests haben verstanden, dass sie auf Grün nicht (mehr) zu setzen brauchen.

Seite 2: Von Angstmache und Chaosfantasien

  • 1
  • 2
  • nächste Seite »
Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort

zurück zum Dossier

Occupy Frankfurt
Wie die Weltrevolution im Zeltlager scheitert

Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

SPD-Phantom
„Ich bin nicht kleinlich, sondern real“
Interview mit
Jakob Maria Mierscheid
22.05.2013
Euro-Krise
Zurück nach Maastricht!
von
10.05.2013
Kanzlerkandidat Schmitt
„Hauptsache, das Ich gewinnt!”
Interview mit
Oliver Maria Schmitt
03.05.2013
Gedankenexperiment
Deutschland ohne den Euro
von
02.05.2013
BVG-Urteil zur Anti-Terror-Datei
Erfassungsschutz
von
25.04.2013

zum Dossier ESM und Fiskalpakt als Lösung der Finanzkrise?zum Dossier "Besetzt Börsen, besetzt Banken!" - Die Occupy-Bewegung
Twitter
zum Ressort

zurück zum Dossier

Occupy Frankfurt
Wie die Weltrevolution im Zeltlager scheitert

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

SPD-Phantom
„Ich bin nicht kleinlich, sondern real“
Interview mit
Jakob Maria Mierscheid
22.05.2013
Euro-Krise
Zurück nach Maastricht!
von
10.05.2013
Kanzlerkandidat Schmitt
„Hauptsache, das Ich gewinnt!”
Interview mit
Oliver Maria Schmitt
03.05.2013
Gedankenexperiment
Deutschland ohne den Euro
von
02.05.2013
BVG-Urteil zur Anti-Terror-Datei
Erfassungsschutz
von
25.04.2013

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • politik
  • Tourismus
  • Moral
  • Urheberrecht
  • favs
  • Digitalisierung
  • A Nachlesen
  • A Nachlesen
  • internet
  • Film
  • Literatur
  • Literatur
  • NH
  • Polemik
  • Praktische Philosophie
  • diethart
  • Steinbrück
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • MILANKO
  • Entwicklungspolitik
  • Gunter Hofmann
  • dudelfunk
  • pit
  • Material-SK
  • Steuern
  • Antisemitismus
  • Intellektuelle
  • Türkei
  • Jan von Alen
  • Autoren
  • Autoren
  • Autoren
  • Doppelte Staatsbürgerschaft
  • Test
  • Hyperkorrekte
  • Stasi
  • Fernsehen Qualität
  • Kretschmer
  • Kretschmann
  • Politik
  • Pressegleichschaltung
  • NSU
  • gender
  • gender
Neues Dossier anlegen:

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Bildergalerie

„Die nackte Wahrheit und anderes“ − Aktfotografie um 1900

zur Bildergalerie
Anzeige

Wulf Schmiese

Leicht gesagt. Die Mittwochskolumne von Wulf Schmiese

Von der Volks- zur 20-Prozent-Partei

SPD-Chef Gabriel auf der Pressekonferenz zum Parteijubiläum

Ist alt, sieht auch so aus: Cicero-Kolumnist Wulf Schmiese über den 150. Geburtstag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands


DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Eric Bonse - Lost in EUrope
Brüssels neue Gurke

Die EU-Kommission ist in der Defensive. Nach der umstrittenen Konzessionsrichtlinie zum Wasser…

zum Blogeintrag

Frage des Tages

Kann ein Handelskrieg verhindert werden?
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage

Thema der Woche

150 Jahre SPD: Vom Fürstenfeind zur Kaviarlinken
zum Dossier
Zu viel Nähe zwischen Medien und Politik?
Das Cicero-Meinungsbild

Eine Umarmung zwischen Diekmann und Rösler löst eine Debatte aus

Umfrage
150 Jahre SPD: Ist die SPD noch eine Volkspartei?
Ja, die SPD wird wieder deutlich zulegen
38%
Nein, die SPD ist nicht mehr zeitgemäß
62%
Gesamtstimmen: 110
zur Umfrage
Medizin, Gesundheitssystem, krank
Dossier

Wie krank ist unser Gesundheitssystem?

zum Dossier

Die letzten 24 Stunden
Dossier

Die letzten 24 Stunden

zum Dossier

Mittelstand,Mittelschickt,Bürgertum,Internetstore AG
Dossier

Mythos Mittelstand

zum Dossier

Anzeige
Anzeige

Video

„Deutschland wird nicht mehr zu den G8 gehören“

Video
alle Videos
Anzeige

Jetzt den Newsletter von Cicero Online abonnieren

Liebe Leserinnen und Leser. Gerne informieren wir Sie regelmäßig über das aktuelle Angebot von Cicero Online. Bitte tragen Sie ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken ihnen montags bis freitags unseren täglichen Newsletter.

E-Mail*
Anrede
Vorname
Nachname

Anzeige

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • AGB
  • Stellenangebote

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
 
RESSORTS
Startseite
Berliner Republik
Weltbühne
Kapital
Stil
Salon
Bücher
Karikaturen
Bildergalerien
Videos
Blogs
Dossiers
Newsletter
 
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Redaktion
© Cicero Online 2013zum Seitenanfang