Das bürgerliche Lager verlor in der Landtagswahl in Schleswig-Holstein drastisch viele Stimmen. Von einer "Wechselstimmung", wie sie die Opposition verkündet, kann aber keine Rede sein, dafür büßte Rot-Grün zu viele Stimmen ein. Einzig die FDP kann nach der Wahl wieder hoffen
Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat sich der seit Jahren auf allen Politikebenen (Bund, Länder und Kommunen) zu beobachtende Vertrauensschwund der beiden (noch) so genannten Volksparteien CDU und SPD fortgesetzt. Sowohl CDU als auch SPD wurden nur noch von 18 von 100 Wahlberechtigten gewählt.
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Eine noch schwächere Mobilisierung der Wähler gab es – abgesehen von den Europawahlen – für die CDU in der Wahlgeschichte des Landes seit 1949 nur bei der Landtagswahl 1950. Die SPD lag nur bei der Kommunalwahl 2003 unter ihrem Ergebnis vom Sonntag (2003 wählten 16 von 100 Wahlberechtigten die SPD).
Wie schwach die Bindekraft von CDU und SPD bei den Wählern geworden ist, zeigt auch ein Blick auf die große Zahl derer, die sich nicht an der Wahl beteiligten. Mit 40 Prozent ist die Zahl der Nichtwähler größer als die Zahl der CDU- und SPD-Wähler zusammen (36 %).
Vergleicht man die bei der Landtagswahl am Sonntag erhaltenen Stimmen mit denen der letzten Bundestagswahl 2009 (die allerdings mit der Landtagswahl gekoppelt war), dann haben alle etablierten, im Bundestag vertretenen Parteien weniger Stimmen erhalten. Die FDP erhielt 153.000, die CDU 110.000, die Linke 97.000 , die Grünen 29.000 und die SPD 27.000 Stimmen weniger als 2009.
Der Wählerschwund des „bürgerlichen“ Lagers fiel mit einem Verlust von zusammen 263.000 Stimmen zwar drastisch aus. Doch die rot/grüne Opposition profitierte von diesem Wählerschwund nicht und büßte zusammen ebenfalls 56.000 Stimmen ein. Von einer „Wechselstimmung“ kann somit keine Rede sein.
Lesen Sie im zweiten Teil, warum Angela Merkel nicht als Verliererin aus dieser Wahl geht











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