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 > Die rätselhaften Winkelzüge der Angela Merkel

Berliner Republik

BerlinDie rätselhaften Winkelzüge der Angela Merkel

Von Michael Naumann23. August 2011
picture alliance
Merkel-Kanzlerin-Winkelzüge-CDU-Krise-Vertrauensverlust-Machterhalt
Die rätselhaften Winkelzüge der Angela Merkel
Schrift:

Angela Merkel gilt nicht mehr als die kühl kalkulierende Machtingenieurin. Mit ihrer wankelmütigen Politik stößt sie nicht nur ihren Koalitionspartner vor den Kopf. Eine neue Form der Kanzlerverdrossenheit befällt das Land.

Seite 1 von 2

Plagiat, Plagiat, sind alle gleich, lebendig und als Leich’? Nicht ganz. Wenn (schein)promovierte Abgeordnete und Minister in Dissertationen fremde Gedanken stehlen, geht es um mehr. Wer, wie geschehen, das Parlament belügt, belügt den Souverän, das Volk: „Selbst geschrieben“, so von Guttenberg, in einer Fragestunde des Bundestags. Sein Rückzug ins Privatleben war konsequent. Andere Pseudodoktoren wie die FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin setzen auf die Vergesslichkeit der Wähler und nehmen fatale Nebenwirkungen ihres geistigen Diebstahls in Kauf: eine leise Verachtung der politischen Klasse, die für ihr schäbiges Verhalten in Kollektivhaft genommen wird.

Tiefdunkel ist inzwischen der Schatten, den nicht nur die akademischen Schwindeleien auf die gesellschaftliche Akzeptanz von Politik schlechthin werfen. „Denen da oben“ weht ein Misstrauen entgegen, das es in diesem Ausmaß noch nicht gegeben hat. Es sei, so trösten sich die Parteien, Ausdruck der Bürgerangst vor den Unwägbarkeiten der Globalisierung.

Doch warum in die Ferne schweifen, wenn die Wahrheit vor der Haustür liegt? Das brachiale Tempo, mit dem die Regierung ihre unterfinanzierten Energiegesetze durch das Parlament gejagt hat, spiegelt eine unverzeihliche Missachtung der Legislative durch die Exekutive wider. Dass ein Bundespräsident diese Hast als höchst ungebührliche beim Namen nennt, hat es auch noch nicht gegeben. Merkel wird es ihm nicht danken.

Machterhalt im Kanzleramt gehört zur Natur der Sache und ist auch keine Schande. Rückt er aber in den Vordergrund opportunistischer politischer Entscheidungen, rangiert also Kanzler­wohl über Gemeinschaftswohl, stellt sich eine moralische Frage. Was ist schandbarer? Sich mit fadenscheinigen Ehrenworten (wie einst Strauß, Barschel und Kohl) durch den demokratischen Alltag zu schlängeln – oder den Erhalt der Schöpfung in einer ethisch-grün begründeten „Energiewende“ zu beschwören, um eine Landtagswahl für die Union zu retten?

Der doppelte Salto Angela Merkels – von der Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke im vorigen Herbst zum endgültigen Abschied aus dem deutschen AKW-Zeitalter – war nicht einem ökologischen Umdenken der nüchternen Naturwissenschaftlerin geschuldet, sondern einzig und allein der drohenden Wahlniederlage in Stuttgart (und einem schwarz-grünen Koalitionskalkül). Zu behaupten, dieser Umkehr läge ein ganz persönlicher Fukushima-Schock an höchster Stelle zugrunde, hieße, die prinzipielle Rationalität und Ernsthaftigkeit ihrer Physik-Dissertation (und es ist ihre eigene!) maßlos zu unterschätzen.

Nein, dieser Parforceritt über den stromabhängigen Industriestandort Deutschland hinweg in eine schwarz-grüne Regierungsoption führt geradewegs in eine weit offene Misstrauensfalle zumal im konservativen Bürgertum. Mit Abraham Lincoln gesprochen: „Einen Teil des Volkes kannst du die ganze Zeit täuschen und für eine kurze Zeit auch das ganze Volk. Aber das ganze Volk die ganze Zeit täuschen – das kannst du nicht.“ Auf alle Fälle sind die öffentlichen Klimakosten zu hoch: Auf der seelischen Wetterkarte der Bundesrepublik liegt die schwarz-gelbe Regierung unter einem Glaubwürdigkeitstief (siehe Seite 18 ff.). Die Kanzlerin hat es selbst zu verantworten.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zu Angela Merkels politischer Wankelmütigkeit 

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Die rätselhaften Winkelzüge der Angela Merkel

Und nun? 2013 kommt das Ende von Frau Merkel.Wahrscheinlich!! Rot-Grün ist bedingungslos für Euro-Bonds. Mit dem voraussehbaren Desaster-Ende. Rot-Grün ist für baldigen (sofortigen) Beitritt der Türkei als Voll- Mitglied zur EU. Mit desaströsen Auswirkungen auf die Finanzen Deutschlands.
Wird Rot-Grün die 100 000 Analphabeten (mit ausländischem Paß) in Berlin alphabetisieren bzw. die 7,5 Millionen "strukturelle" Analphabeten, Menschen die nicht mehr als drei Worte sinnvoll lesen bzw. schreiben können, alphabetisieren? Wird Rot-Grün dafür sorgen, dass nicht weiterhin ca. 80 000 Jugendliche jedes Jahr die Schulen ohne jeden Abschluß verlassen. Wird Rot-Grün dafür sorgen, dass nicht weiterhin ca. 20% der Jugendlichen wegen körperlicher, geistiger (lesen, schreiben rechnen) und sozialer Mängel (sog. Sekundärtugenden") praktisch nicht ausbildungfähig sind?
Wird Rot-Grün dafür sorgen, dass die Zahl der HARTZ-IV-Empfänger (zur Zeit ca. 6,4 Millionen, davon ca. 40% mit Migrations-Hintergrund)deutlich zurückgeht?
Wird Rot-Grün Subventions- und Steuer-Privilegien nachhaltig kürzen. Vielleicht so wie Grün-Rot es in Stuttgart praktiziert?). Tja hoffen darf man immer.
Also: CARPE DIEM und fröhlich bleiben. Die jungen, gut ausgebildeten Deutschen zwischen 20 und 40 Jahren können ja auswandern. Machen sie ja auch.

  • Antworten
Wolfram Wiesel26.08.2011 | 08:31 Uhr

Merkels Winkelzüge

Diesem Kommentar schließe ich mich bedingungslos an.
Da die Deutschen, trotz Schule und "Bildung" durch jahrzehntelange Gehirnwäsche das dümmste Volk weltweit sind und immer wieder zwischen den etablierten Parteien wählen, wenn sie denn überhaupt noch wählen, kann und wird sich in Deutschland nichts ändern. Deshalb kann es hier nur noch schlimmer kommen. Aus diesem Grund haben die klugen Köpfe längst resigniert und verlassen das Land. Sie haben recht.

  • Antworten
Hans03.11.2012 | 08:40 Uhr

Wenn die Lösung zum Problem wird

„Tritt nur ein, wenn Du die Lösung des Problems kennst, wenn nicht, bist Du selber ein Teil des Problems“. Dieser Spruch soll an der Bürotür des legendären amerikanischen Ford-Managers Lee Iacocca gestanden haben. Offenbar nichtsahnend klopft auch Michael Naumann an eine solche Tür und prompt outet er sich durch seine vielen Behauptungen ohne Lösungsvorschlag als Teil des Problems.

Sich offenbar als unabhängiger Akteur des politischen Geschehens verstehend bringt er Dinge zusammen, die nicht zusammengehören. Er fügt nicht zusammen, sondern er divergiert scheinbar fröhlich drauf los zum Schaden der unvoreingenommenen politischen Beobachter. Statt aus der Mitte heraus nach einer Lösung zu suchen, die vielen nützt werden hier eine Unzahl von Behauptungen in Form von Überschriften geflutet, die schon von der Fülle her systemisch kaum zu ordnen sind, soweit liegen sie auseinander.

Und wie sollte es anders sein, darf dabei die unrühmliche Plagiatsaffäre als „Campingkocher“ nicht fehlen, auf dem auf kleiner Flamme alles versucht wird gar zu kochen was greifbar ist. In einem Eintopf werden hier nach welchem Kochrezept auch immer Plagiatsvorwürfe mit Gemeinwohlverletzungen verkocht, fadenscheinige Ehrenworte aller Barschel und Strauß aus der Mottenkiste geholt, frühzeitige AKW Abschaltung um den Grünen zu schaden zugesetzt, dazu wird mit angeblichen Verletzungen von grünen Monopolansprüchen die Schöpfung zu erhalten das Ganze gepfeffert, bis hin zur angeblichen Missachtung der Legislative. Zum Schluss wird alles schön miteinander zu einer Merkel-Suppe verrührt. Guten Appetit kann ich da dem unvoreingenommenen Leser nur wünschen.

Da sind mir die rätselhaften Winkelzüge von Angela Merkel fast lieber. Zumal Rätsel ähnlich wie mathematische Gleichungssysteme sich dadurch auszeichnen können, dass sie nicht nur eine Lösung haben, sondern je nach Matrix unendlich viele oder gar keine Lösung. Dieses Herauszufinden bevor man anfängt zu rechnen geschieht mit Hilfe von Algorithmen. In der Mathematik sind diese bekannt, in der Politik nicht.

Als promovierte Physikerin betrachtet sie die Welt anders als der mathematisch ungeschulte Beobachter. Vielleicht ist sie je nach politischer Großwetterlage immer erst auf der Suche nach den Algorithmen, die ihr anzeigen welche „politischen Gleichungssysteme“ lösbar sind und welche nicht. Diese Algorithmen sind nicht jedermann verständlich zu machen. Vielleicht hat Merkel sogar den Lösungsvektor schon gefunden – und genau das ist ihr Problem!!!

  • Antworten
Heinz Pelzer26.08.2011 | 12:27 Uhr

Wer Ihren Kommentar liest,

Wer Ihren Kommentar liest, muß unweigerlich feststellen, daß nicht Herr Naumann durch die Nennung der Probleme, sondern BLINDE wie SIE. Teil der Probleme sind.
Herr Naumann muß die Dinge für eine Lösung nicht zusammenfügen, denn das ist weder seine Aufgabe noch wurde er dafür von diesem verblödeten deutschen Volk in die Bundesregierung gewählt. Wofür werden dann eigentlich diese politischen loser so hoch bezahlt, wenn sie dem deutschen Volk außer Schäden, nichts hinterlassen und auch sonst nichts auf die Reihe kriegen. Wer kann, verläßt das Land. Diesen Leuten kann ich dazu nur gratulieren, denn hierverlieren die Menschen nur noch. Außerdem regieren in Deutschland ohnehin schon die Mullahs.

  • Antworten
Hans03.11.2012 | 08:55 Uhr

Merkels rätselhaften Winkelzüge

Ich halte diesen Beitrag Naumann für den besten, den er je für den CICERO geschrieben hat, sagt er doch glasklar, was Merkels Motiv für den Salto Mortale in der Energiepolitik des Landes sei!!

Und bemerkenswert finde ich auch den Lserbrief Wiesels - eigentlich gibt es nichts hinzuzufügen.

  • Antworten
Karl Baumgart26.08.2011 | 15:50 Uhr

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