Jump to Navigation
Startseite

Magazin im Juni:
Deutschland auf dem Weg zum 100-Millionen-Volk

Hurra, wir wachsen!
  • Magazin
  • Mediathek
  • Literaturen
  • Service
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo
  • Berliner Republik
  • Weltbühne
  • Kapital
  • Stil
  • Salon
  • Bücher
  • Themen der Zeit
  • Kolumnen
  • Blogs
  • Ressorts
  • Dossiers
  • Karikaturen
  • Suche

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > Die kleinen Trickser von der Troika

Berliner Republik

SPD und die K-FrageDie kleinen Trickser von der Troika

Von Christoph Seils13. August 2012
picture alliance
SPD, Troika, Steibrück, Steinmeier, Gabriel, Merkel
So sehen Kanzlerkandidaten-Kandidaten aus
Schrift:

Die Sommerpause nutzen die drei möglichen Kanzlerkandidaten der SPD, um sich jeder auf seine Art wieder ins Gespräch zu bringen. Keiner will offenbar zurückstecken. Doch der größte Fehler der Genossen wäre es, jetzt die Geduld zu verlieren und den Kandidaten zu früh zu küren

Seite 1 von 2

Angela Merkel kommt an diesem Montag aus dem Urlaub zurück und nimmt in Berlin ihre Amtsgeschäfte wieder auf. Am Freitag bereits zierte ihr Konterfei das Magazin der Süddeutschen Zeitung. Sommerlich unterhaltsam und weitgehend politikfrei beantwortete sie dort die meist belanglosen Fragen von 37 Prominenten. Ein Jahr vor der Bundestagswahl ist Merkel unverkennbar bemüht, Selbstbewusstsein und Gelassenheit zu demonstrieren. Einmal mehr versuchte sie ihren innerparteilichen Kritikern zu signalisieren: Seht her, auf die Kanzlerin kommt es an. Kurz bevor es in Berlin wieder richtig ernst wird, versuchte sie zudem, die sich zuspitzende Eurokrise, die Probleme der Energiewende sowie den schwarz-gelben Dauerstreit wegzuplaudern.

Anders als CDU, CSU und FDP ist die SPD bislang erstaunlich ruhig durch das Sommerloch gekommen. Ein Sommertheater haben Sigmar Gabriel, Peer Steinbrück und Frank-Walter Steinmeier vermieden. Vor allem bei der wichtigen Euro-Frage präsentierte sich die sozialdemokratische Troika geschlossen. Gemeinsam gingen sie auf Distanz zu Merkel und plädierten für eine gemeinsame Haftung der Eurostaaten, für eine strenge Haushaltskontrolle sowie für eine Volksabstimmung. Der heiklen innerparteilichen Rentendiskussion und der Frage, wie weit sich die SPD von der Rente mit 67 wieder verabschiedet, gingen die Drei hingegen aus dem Weg.

[gallery:Die SPD sucht einen Kanzlerkandidaten – das Casting in Bildern]

Doch zugleich war das Bemühen von Gabriel, Steinbrück und Steinmeier unverkennbar, die Sommerpause für die jeweils eigenen Karrierepläne zu nutzen. Jeder versuchte, auf die ihm eigene Art Punkte zu sammeln. Auch auf kleine Tricks verzichten sie im innerparteilichen Ringen um die Kanzlerkandidatur nicht. Offenkundig ist keiner der drei Troikaner bereit, seine Ambitionen zurückstecken.

Allen voran Parteichef Sigmar Gabriel profiliert sich seit Wochen als sozialdemokratischer Stichwortgeber für die politischen Sommerdebatten. Erst setzt er familienpolitisch ein Signal und verabschiedet sich als junger Vater in die Elternzeit. Wenig später veröffentlicht er seine acht Thesen zur Verantwortung der Banken für die Finanzkrise und schließlich setzte er für die SPD in Sachen Euro neue Akzente. Dass in der SPD eigentlich der ehemalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück als Mr. Euro gilt, störte den Parteichef dabei wenig. Dass er seinem Parteifreund die Show stahl, geschah sicherlich nicht ohne Absicht.

Ohne Zweifel hat der als sprunghaft geltenden Gabriel in der Troika und in der SPD zuletzt an Autorität gewonnen. Niemand zweifelt mehr daran, dass dem Parteichef bei der K-Frage das erste Vorschlagsrecht gehört. Gabriel ist der Kandidatenmacher, von einer Urwahl hingegen ist in der SPD schon lange nicht mehr die Rede. Und wenn der Parteichef es selber machen will – und vieles spricht dafür, dass er will – dann wird ein Teil der Funktionäre und Mandatsträger murren, die große Mehrzahl der SPD-Mitglieder dies hingegen akzeptieren.

Dass sich Gabriel eine strategisch günstige Position erarbeitet hat, hat offenkundig auch Fraktionschef Steinmeiern erkannt. Dieser schickte nun seine innerparteilichen Fürsprecher vor. Die sind gewichtig. Zu ihnen gehören zum Beispiel die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen Hannelore Kraft sowie ihr schleswig-holsteinischer Amtskollege Torsten Albig. Der Spiegel verkündete deshalb bereits, Steinmeier gelte mittlerweile als klarer Favorit auf die Kanzlerkandidatur, weil er in der Partei die meisten Unterstützer habe. Einen objektivierbaren Beleg für diese These gibt es allerdings nicht, vielmehr haben die Einflüsterer aus dem Steinmeier-Lager gute Arbeit geleistet.

Auch Peer Steinbrück sieht dies selbstredend anders. Zwar war es um den Dritten im Bunde der möglichen sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten zuletzt ziemlich ruhig geworden. Doch nun ließ sich Steinbrück von einem Reporterteam des „Stern“ beim Basisbesuch in Nordrhein-Westfalen begleiten, um seine Ambitionen zu unterstreichen. In wohlwollenden Worten und weichgezeichneten Bildern wird dabei vor allem eine Botschaft verkündet, ich bin noch dabei. Im September will Steinbrück seine Thesen zur Regulierung der Finanzmärkte präsentieren.

Und weil sich mittlerweile prominente die Anhänger von Steinmeier aus der Deckung wagten, meldete sich mit dem baden-württembergischen SPD-Vorsitzenden Nils Schmid auch ein prominenter Steinbrück-Fan zu Wort. Der Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Bartels nannte diesen in der Bild-Zeitung eine „echte Alternative zu Merkel“. Der Seitenhieb gegen Steinmeier, dem innerparteiliche Kritiker sein gutes Verhältnis zur Kanzlerin vorwerfen, saß.

Seite 2: Warum sich die SPD nun bei ihrer Kandidatenkür in Geduld üben muss

  • 1
  • 2
  • nächste Seite »
Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort

zurück zum Dossier
Zu diesem Artikel gibt es
4 Kommentare
Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

150 Jahre SPD
Von der Volks- zur 20-Prozent-Partei
von
22.05.2013
Fracking
Öko-Horror oder Energie-Hoffnung?
von
22.05.2013
Peer Steinbrück
Warum der Abwärtsstrudel nicht mehr zu stoppen ist
von
16.05.2013
Euro-Krise
Zurück nach Maastricht!
von
10.05.2013
Gabriels Vorschlag
Ausgebremst beim Tempolimit
von
10.05.2013

Zu den Kolumnisten von CICERO ONLINE
zum Dossier Vom Fürstenfeind zur Kaviarlinken: 150 Jahre SPD
Twitter
zum Ressort

zurück zum Dossier
Diese Artikeln könnten Sie auch interessieren:

150 Jahre SPD
Von der Volks- zur 20-Prozent-Partei
von
22.05.2013
Fracking
Öko-Horror oder Energie-Hoffnung?
von
22.05.2013
Peer Steinbrück
Warum der Abwärtsstrudel nicht mehr zu stoppen ist
von
16.05.2013
Euro-Krise
Zurück nach Maastricht!
von
10.05.2013
Gabriels Vorschlag
Ausgebremst beim Tempolimit
von
10.05.2013

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • politik
  • Tourismus
  • Moral
  • Urheberrecht
  • favs
  • Digitalisierung
  • A Nachlesen
  • A Nachlesen
  • internet
  • Film
  • Literatur
  • Literatur
  • NH
  • Polemik
  • Praktische Philosophie
  • diethart
  • Steinbrück
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • MILANKO
  • Entwicklungspolitik
  • Gunter Hofmann
  • dudelfunk
  • pit
  • Material-SK
  • Steuern
  • Antisemitismus
  • Intellektuelle
  • Türkei
  • Jan von Alen
  • Autoren
  • Autoren
  • Autoren
  • Doppelte Staatsbürgerschaft
  • Test
  • Hyperkorrekte
  • Stasi
  • Fernsehen Qualität
  • Kretschmer
  • Kretschmann
  • Politik
  • Pressegleichschaltung
  • NSU
  • gender
  • gender
Neues Dossier anlegen:

SPD-Troika, Troika und nochmals Troika ...

SPD-Troika, Troika und nochmals Troika ...
Auch an eine Kanzlerin-Kandidatur von Hannelore Kraft sollte laut nachgedacht werden ?
Denn sie ist ein Wähler-Magnet.

  • Antworten
Slowmotion13.08.2012 | 13:43 Uhr

Im Prinzip müsste einer der

Im Prinzip müsste einer der Drei Troika- Männer, vom Format eines Dr. Gregor Gysi sein,
einer der mit Herzblut kämpft und nicht vom Ur-Alt Kanzler H.S. Steigbügelhilfestellung benötigt.

Ich kenne einen, der Frau Dr. Merkel echt mal Grenzen hätte aufzeigen können.
Ein Ingenieur mit aufrechten Gang – voll nach dem Geschmack des aktuellen Bürgerpräsidenten Dr. hc. Jo Gauck.
Der Mann heißt Dr. Gerd Zielenkiewitz kommt aus Wismar, war dort lange Stadtpräsident,
nur hat dieser nach 21 Jahren SPD-Mitgliedschaft leider die SPD - Partei verlassen.

  • Antworten
Uwe E. Mertens13.08.2012 | 17:21 Uhr

Gysi

"Im Prinzip müsste einer der Drei Troika- Männer, vom Format eines Dr. Gregor Gysi sein,
einer der mit Herzblut kämpft und nicht vom Ur-Alt Kanzler H.S. Steigbügelhilfestellung benötigt."

So ist es!

  • Antworten
M. Flöger14.08.2012 | 11:39 Uhr

Alle

Kandidaten haben Wahlen verloren. Ist das eine Empfehlung für einen Spitzenkandidaten?

Steinbrück und Steinmeier vertreten den rechten Flügel der SPD; Herr Gabriel gehört meines Wissens zu den Netzwerkern, also einer Gruppe, die überall und nirgends ist.

Steinbrück ist sicher ein kompetenter Wirtschafts- und Finanzfachmann, aber er hat in der Partei wenig Rückhalt.

Steinmeier ist ein tüchtiger Politiker, aber ihm steht die Rolle des Vizekanzlers schon auf der Stirn geschrieben.

Und Gabriel? Sehr wendig und behendig, aber trotz seiner Körperfülle ein politisches Leichtgewicht.

Frau Krafft würde ihre Glaubwürdigkeit verlieren, wenn sie anträte.

Vielleicht besteht das Problem der SPD darin, dass sie kein eigenständiges Programm mehr hat. Ist sie mittlerweile eine sozialliberale Partei oder immer noch eine Partei des demokratischen Sozialismus? Welche Vorstellungen von einer gerechten Gesellschaft haben die Sozialdemokraten? Und wie genau möchten sie dieses Programm umsetzen?

  • Antworten
Katharina K.16.08.2012 | 14:52 Uhr

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Bildergalerie

„Die nackte Wahrheit und anderes“ − Aktfotografie um 1900

zur Bildergalerie
Anzeige

Wulf Schmiese

Leicht gesagt. Die Mittwochskolumne von Wulf Schmiese

Von der Volks- zur 20-Prozent-Partei

SPD-Chef Gabriel auf der Pressekonferenz zum Parteijubiläum

Ist alt, sieht auch so aus: Cicero-Kolumnist Wulf Schmiese über den 150. Geburtstag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands


DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Göttinger Demokratie-Forschung
Parlamentswahlen in Norwegen: „Menschen, nicht Milliarden“

Im September wird in Norwegen ein neues Parlament gewählt. Fünf Monate vor der Wahl stehen die…

zum Blogeintrag

Frage des Tages

De Maizières harte Landung
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage

Thema der Woche

150 Jahre SPD: Vom Fürstenfeind zur Kaviarlinken
zum Dossier
Sollte die Bundeswehr Drohnen kaufen?
Das Cicero-Meinungsbild

Das Verteidigungsministerium will unbemannte Flugkörper kaufen. Ist das ethisch zu vertreten?

Umfrage
150 Jahre SPD: Ist die SPD noch eine Volkspartei?
Ja, die SPD wird wieder deutlich zulegen
30%
Nein, die SPD ist nicht mehr zeitgemäß
70%
Gesamtstimmen: 64
zur Umfrage
Medizin, Gesundheitssystem, krank
Dossier

Wie krank ist unser Gesundheitssystem?

zum Dossier

Dossier

Nordkorea zündelt

zum Dossier

Mittelstand,Mittelschickt,Bürgertum,Internetstore AG
Dossier

Mythos Mittelstand

zum Dossier

Anzeige
Anzeige

Video

„Deutschland wird nicht mehr zu den G8 gehören“

Video
alle Videos
Anzeige

Jetzt den Newsletter von Cicero Online abonnieren

Liebe Leserinnen und Leser. Gerne informieren wir Sie regelmäßig über das aktuelle Angebot von Cicero Online. Bitte tragen Sie ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken ihnen montags bis freitags unseren täglichen Newsletter.

E-Mail*
Anrede
Vorname
Nachname

Anzeige

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • AGB
  • Stellenangebote

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
 
RESSORTS
Startseite
Berliner Republik
Weltbühne
Kapital
Stil
Salon
Bücher
Karikaturen
Bildergalerien
Videos
Blogs
Dossiers
Newsletter
 
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Redaktion
© Cicero Online 2013zum Seitenanfang