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Berliner Republik

Joachim GauckDer Präsident der falschen Worte

Von Timo Stein1. Juni 2012
picture alliance
Gauck, Israel, Islam
Das Wort ist seine schärfste Waffe
Schrift:

Joachim Gauck ist ein Mann des Wortes. Mit Worten distanzierte er sich nun von seinem Amtsvorgänger Christian Wulff und in Israel von Angela Merkel. Dabei differenziert Gauck auf Kosten symbolisch wichtiger Begrifflichkeiten. Ein Kommentar

Seite 1 von 2

Den Satz „Der Islam ist Teil Deutschlands“ hätte Joachim Gauck also anders formuliert. Es war in der Tat ein schwieriger Satz. Warum muss ein Bundespräsident eine Religion zum Teil eines auf Trennung und Staat fußenden Gemeinwesens erklären? Gerade die größte Gruppe in Deutschland, die Konfessionslosen, hätten sich Sätze gewünscht, wie „der Islam (wie jede andere Religion) ist Privatsache“. Menschen, egal welcher Religionszugehörigkeit, seien bei uns willkommen. Aber gut. Wulff holte den Islam ins Boot, um in schwierigsten integrationspolitischen Zeiten, in denen Sarrazin über Kopftuchmädchen fabulierte und die Islamdebatte auszuufern drohte, ein deutliches Zeichen zu senden. Es gelang.

Gauck, der die Sprache wie kein anderer zu nutzen weiß, ist nun von dieser Formulierung abgerückt.  Er versucht zu differenzieren, wo Signale wichtiger sind als sprachliche Genauigkeit. Gauck müsste doch eigentlich wissen, um die Wichtigkeit von Begrifflichkeit, um die Bedeutung sprachlicher Deutungshoheiten bei sensiblen politischen Themen.

Bildergalerie: Joachim Gauck, der Bürgerpräsident

Doch nicht nur integrationspolitisch rudert Gauck sprachlich und damit politisch zurück, auch bei seinem Staatsbesuch in Israel mied der Bundespräsident jüngst einen wichtigen Begriff.

Natürlich. Auf seiner Nahostreise in dieser Woche wanderte Gauck auf rhetorisch schmalen Grat. Das diplomatische Korsett, gerade bei Israelbesuchen, ist eng geschnürt. Der Bundespräsident stand zwischen dem Dilemma eigene, Gauck‘sche Akzente zu setzen, das heißt, einerseits frei und mutig mahnend aufzutreten ohne dabei diplomatisches Glas zu zerbrechen und andererseits als oberster Repräsentant der Bundesrepublik in Erscheinung zu treten. Die Gratwanderung schien gelungen, die Presse war voll des Lobes, dennoch, in einem zentralen Punkt schoss Gauck übers Ziel hinaus.

Gauck wollte auch in Sachen Israel anders formulieren und mied deshalb ein einziges Wort: Staatsraison. Ein Begriff, der in der deutsch-israelischen Beziehung längst zum Schlüsselbegriff für ein auf Solidarität und Existenzanerkennung fußendes Verständnis geworden war. Alle Bundestagsparteien stehen dahinter. Sogar Gregor Gysi, dessen Partei ein ambivalentes Verhältnis zu Israel hat, hatte sich unlängst bekannt zu diesem Begriff. Warum nicht also auch Gauck?

Der Bundespräsident aber mied das Wort, das die Kanzlerin als rhetorisches Scharnier für das Verhältnis zwischen Israel und Deutschland auserkoren hatte: Angela Merkel hatte die Sicherheit und Existenz eng mit der deutschen Staatsraison verknüpft. Gauck lockert dieses Bündnis jetzt, wenn er von der Begrifflichkeit abrückt. Er betonte zwar, er sei inhaltlich bei der Kanzlerin, sein Abrücken von der Wortwahl Merkels lässt aber Interpretationen zu.

Zugegeben, „Staatsraison“ ist ein schwieriger Begriff. Eine auf Machiavelli zurückgehende Auffassung, nach der die oberste Staatsaufgabe, die Sicherung der Staatsgrundlage sei, und zwar ohne Rücksicht auf Recht und Moral. Auf heutige demokratische Staaten gemünzt bezeichnet die Staatsraison das übergeordnete Interesse eines Staates. Anders ausgedrückt: Staatsraison heißt die vordemokratische Bevormundung seiner Bürger durch den Staat in zentralen politischen Feldern. Eine Bevormundung, die in diesem Fall, da es um die Existenz und Anerkennung eines demokratischen Staates geht, gerechtfertigt ist.

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Israel ist nicht nur für uns

Israel ist nicht nur für uns Deutsche, die im Gebiet der BRD leben ein „kompliziertes Thema“.
Ist Israel ein privater Staat der so genannten Hochfinanz, wer herrscht dort eigentlich?
Betreibt der Staat Israel einen hinterhältigen Schattenkrieg – worum geht es da eigentlich?
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1639980/Schattenkrieg#/beitrag/video/1639980/Schattenkrieg
Hoffentlich siegt bald weltweit der „gesunde Menschenverstand“, die Mission von
BP Jo Gauck war nicht ganz einfach – immerhin erläuterte er sinngemäß: „Gegenwärtig plane
Israel keinen Erstschlag gegen den Iran….“, na da?
Demnächst sollen Jagdflieger aus Laage/ Mecklenburg nach Sizilien verlegt werden, wie das kürzlich in der örtlichen Presse zu lesen war….nur für Übungszwecke, da stimmt doch was nicht?!!

  • Antworten
Uwe E. Mertens02.06.2012 | 00:10 Uhr

Der Islam gehört erst dann zu Deutschland,

wenn der Vorsitzende von Mili Görüs, Kemal Ergun mit Frau Käsmann für eine Frauenquote im katholischen Klerus kämpft, aber dazu müsste er erstmal deutsch lernen. Oder jemand müsste endlich mal den Begriff Islam klären, damit man überhaupt weiß, worüber hier geredet wird. So wie ich das sehe, gibt es viele Formen des Islam und die halbautonome Parallelgesellschaft mit türkisch-nationalistischer Gesinnung ist jetzt nicht unbedingt das, was sich die Mehrheit der Deutschen unter Deutschland vorstellt. Auch fromme Lügen sind Lügen und das wollen wir von einem alten Pfarrer doch nicht verlangen. Oder halten wir das bisschen Ehrlichkeit nicht aus? Warum ist Differenzierung bei diesem Thema auf einmal schädlich? Genauso ist es mit der deutschen Staatsraison. Ganz abgesehen davon, dass Deutschland Israel im Verteidigungsfall nicht viel zu bieten hätte, ist diese Staatsraison bei einem Angriffskrieg Israels ja so eine Sache. Man soll auch keine leeren Versprechungen machen und lieber die U-Boote pünktlich liefern.

  • Antworten
Christoph Kuhlmann02.06.2012 | 00:25 Uhr

Überbewertung

Ich fand Gaucks Worte eher harmlos. Nach dem BP soll Deutschland ja immerhin das letzte Land sein, welches von Israel abrückt.

Ich habe -vielleicht weil ich einer anderen Generation angehöre- noch nie Israels herausragende Bedeutung für die BRD verstanden. Gerade die Medien machen solch einen Tohubawohu um das Thema.

Israel kann man jetzt nicht mehr von Landkarte fegen. Das Land ist einfach da. Am besten wäre es gewesen, wenn die Briten niemals auf diese Siedlungsidee gekommen wären. Am besten wäre es gewesen, wenn die benachbarten Araber toleranter gewesen wären und die heutigen Juden nicht versucht hätten zu vertreiben oder gar allesamt zu töten. Am besten wäre es jetzt, wenn sowohl die Israelis als auch die Palis nicht ein solches "Auge um Auge, Zahn um Thema"-Ding abziehen würden.

Ich frage mich: Was ist an diesem Thema gerade für Journalisten so heiß? Die wichtigsten Fragen sind doch schon vornherein geklärt:

-Israel gehört für seine Siedlungspolitik und seinen "Rachefeldzügen/Präventivschlage" sprich seiner Falken-Politik kritisiert.
-Die Palis am meisten die Hamas sollten akzeptieren, dass die Israelis da sind, wo sie sind und aufhören unschuldige Israelis zu töten.

Doch jedesmal wenn nur eines dieser Punkte angesprochen wird, geht sprichwörtlich die Post ab. Fühlt sich einer beleidigt. Denkt die andere Seite wäre doch umso soviel schlimmer. Man sei doch nimmer auf auf derselben Stufe - was man so nie formuliert hat. Und so weiter und so fort.

Bananenrepublik.

  • Antworten
Lzh02.06.2012 | 02:14 Uhr

Nein

>"...wo Signale wichtiger sind als sprachliche Genauigkeit."<
Nein, sprachliche Genauigkeit ist DAS Signal.

  • Antworten
cb02.06.2012 | 09:58 Uhr

Sprachliche Genauigkeit

An der Stelle habe ich das auch gedacht. Allerdings war bei Wulff die sprachliche Ungenauigkeit das Signal. Vielleicht ist es eine Berufskrankheit in der politischen Klasse, die lieber "davon ausgeht", als zu befürchten, zu erwarten oder zu hoffen. Sowohl die, die Wulff zustimmten, wie die, die ihm widersprachen, erweckten den Eindruck, nicht bemerkt zu haben, daß er vom islam gesprochen hat, wie von beliebigen statistischen Fakten (Drogentote, multiresistente Keime, ALG2-Empfänger und Landesrundfunkanstalten gehören z.B. auch zu Deutschland - na und?).

Sicher kann man aus dem Zusammenhang vermuten, daß er sich pro Diversität aussprechen wollte, für "Ein Verständnis von Deutschland, das Zugehörigkeit nicht auf einen Pass, eine Familiengeschichte oder einen Glauben verengt, sondern breiter angelegt ist." Aber "gehört zu" war trotzdem eine schludrige Formulierung. Gauck gebraucht sie nun für "die Muslime". Präsident der falschen Worte ist er nicht, weil er das ändert, sondern weil er das Verb nicht ändert.

Außerdem: Wulff traue ich nicht. Wer als Ministerpräsident noch das auf Gleichbehandlung der Religionen zielende Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Kopftuchverbot zu umgehen versucht, und als "überparteilicher" Bundespräsident dann alle Religionen umarmt, will vielleicht nur täuschen, um gut anzukommen.

  • Antworten
Norbert Schnitzler07.06.2012 | 03:10 Uhr

Denke Herr Gauck war sich bewusst

dass er fuer seine Bemerkung zu der Frage ob Islam zu Deutschland gehoert ,Kritik einheimsen wird. Gut dass er es trotzdem so formuliert hat.

  • Antworten
Karin S.Bryant02.06.2012 | 15:42 Uhr

Man sollte viel öfter die Dinge beim Namen nennen

Die Tatsache, dass religiöse Überlegungen im öffentlichen Leben eine immer geringere Rolle spielt, bedeutet noch lange nicht, dass Deutschland heute ein laizistischer Staat ist. Die beiden christlichen Religionen sind bis heute in allen Bereichen des Staates und des gesellschaftlichen Lebens präsent. Die Frage der Integration des "Islams" - nicht etwa der Türken, Albaner, usw. - stellt sich ja nur, gerade weil es in Deutschland keine Trennung zwischen Kirche und Staat gibt. Nur ist das wiederum ein Thema, dass permanent umgangen wird. Konkretes Beispiel: Für viele CDU/CSU-Wähler spielt das 'C' sicher kaum mehr eine Rolle. In einem laizistischen Staat dürfte es aber gar keine konfessionelle Parteien (christlich genauso wenig, wie islamisch oder buddhitstisch) geben. Konservativen Atheisten, Moslems oder anderen bleibt gar nichts anders übrig als für die "Christliche" Union zu stimmen. Eine I(-slamisch) Demokratische Union würde aber wahrscheinlich halb Deutschland in Panik versetzen; aber einfach das 'C' abzuschaffen, ist bisher auch nicht vorstellbar. Kurz, Deutschland ist meilenweit von einer laizistischen Gesellschaft entfernt (und dafür gibt es zig andere Beispiele), und sich damit einmal auseinanderzusetzen, wäre zumindest einmal ein Ansatz.

Ähnlich seltsam verhält sich Deutschland auch in der Beziehung zu Israel. Dass Deutschland historisch bedingt eine besondere Verantwortung für die Sicherheit, und schlicht die Existenz Israels trägt, ist gar keine Frage. Dass das konkret nicht viel bedeutet, ist aber auch klar. Erstens hätte Deutschland im Zweifelsfall gar nicht die logistischen und militärischen Mittel. Und außerdem müsste man erst einmal auf die Politik Israels zu sprechen kommen, und auf die Frage, wie sie sich in Zukunft die Koexistenz Israels und Palestinas überhaupt vorstellen.
Die NATO war die Antwort auf eine geschichtlich spezifische Situation, und ist mit der Situation im Nahen Osten absolut überfordert. Genauso wie es Deutschland in diesem Fall eben auch ist. Und das sollte einfach auch gesagt werden dürfen.

  • Antworten
athe03.06.2012 | 10:43 Uhr

Gauck richtig. Stein falsch

Die Medien gerieren sich gerne als "Vierte Gewalt" und bei Timo Stein liegt die Betonung auf "Gewalt". Er liegt mit seinem Propagandaartikel der political-correctness Zeloten gewaltig neben der Spur. Nicht ein gedanklicher Stein passt auf den anderen. Herr Stein gehört zu der überwiegenden Journalistenschar die sich mittlerweile für die gebenedeiten Erziehungsberechtigten der Rezipienten halten. In der Klimadiskussion wird jetzt von medialen Klimaphobikern dagegen gewettert, dass es Klimarealisten gibt die darauf bestehen, dass 2 x 2 = 4 ist. Im Euro-Debakel werden Kritiker denunziert, die nur die "nackten Zahlen" sprechen lassen. Da sei doch viel mehr dahinter vom erhabenen Europa Gedanken. Benennt man diese Hintergrundgedanken allerdings öffentlich wie Thilo Sarrazin mit seiner Binse " Der Euro und die EU sind was Deutschland betrifft auch eine Wiedergutmachung für den Holocaust", dann ist man rechtsradikal. Jetzt möchte Schriftleiter Timo Stein bei Statements der Bundespräsidenten nichts sachlich Richtiges hören, polemische, faktenfreie Oberflächenveredlung a la Wulff ist für unseren gewaltigen Ideologen angesagt. Es ist für political correctness Gutmenschen völlig egal was sachlich geboten ist, man muß das "Volk den großen Lümmel" in der ideologischen Spur halten, sonst nichts.Ein in Deutschland verbreiteter Glaube besagt, dass Worte mehr sind als das, was sie bezeichnen. Werden Worte von den "Ideologisch Falschen" benutzt, dann werden sie besudelt, unrein, für die " Richtigen" nicht mehr benutzbar. Diese Form des deutschen Schwulsts, die quasi-religiöse Vebrämung unschuldiger Worte hat Timo Stein hier praktiziert. Diese arrogante Leserverachtung wird genügend in den Mainstreammedien Deutschlands jeden Tag produziert. CICERO sollte sich nicht völlig davon vereinnahmen lassen.

  • Antworten
Blind Eye04.06.2012 | 09:35 Uhr

Literatur und Politik

Offensichtlich reicht es nicht, Literatur und Politik studiert zu haben, um die Dinge auf den Punkt zu bringen. Wie erklärt sich der Autor sonst soviel Gegenwind auf seine seicht-korrekten Phrasen? Und Cicero wird nicht am Stammtisch gelesen, um dem nächsten "korrekten" Argument entgegen zu kommen.
Inhaltlich nur 2 Punkte: Wenn ethnische Gruppen durchaus ihr Gemeinwesen am Mittelalter orientieren wollen, dann sollen sie das in ihrer Heimat tun (um H. Broder etwas abzuwandeln). Ich möchte damit in meinem Land nicht belästigt werden.
Und wenn Israel in Deutschland hergestellte U-Boote mit Atomraketen ausrüstet, so ist das sicher sinnvoll und richtig. Wir haben ja auf das Privileg, zu den Atommächten dazu zu gehören, vorschnell verzichtet. Aber gehört es im Jahre 67 nach 1945 immer noch zur deutschen Staatsräson, Israel (nicht nur) U-Boote zu schenken? Jeder muß für eine Ware bezahlen.

  • Antworten
Otto Meyer04.06.2012 | 13:54 Uhr

richtig, Blind Eye!

Die meisten Menschen, die sich um die Verbreitung der veröffentlichten Meinung verdient zu machen versuchen, betreiben "Informationskonsumentenverachtung" auf der Basis der political correctness. Das liegt wohl in erster Linie daran, dass sich viele Journalisten per se für Universalgenies halten, die alles viel besser wissen. Das führt leider häufig zu politischer Desinformation, d. h., es ist nicht wichtig, was der Politiker gesagt hat, sondern nur das, was der allwissende Kommentator hineininterpretiert. Im Detail kann diese Bevormundung auch mal peinlich werden, und zwar nicht nur in der Politik; denn neulich gab es einen "Kulturjournalisten", der sich in einem Artikel über die 9. Sinfonie dazu verstieg, Beethoven und Schiller gleichzeitig anzupissen.

  • Antworten
Willy Ehrlich04.06.2012 | 14:58 Uhr

Apoptose

Die den offensichtlich anbiedernden Satz des ehemaligen BP Wulff bewusst relativierende Formulierung des Nachfolgers kann man nur begrüßen, zeigt es doch, dass sich noch nicht alle politisch Verantwortlichen über die tief verwurzelte Meinung der sie tragenden Basis hochnäsig erheben. Wulff wollte politisch punkten, wollte sich schleimend Anerkennung holen bei spinnerten „Gutmenschgruppen“, denen die historisch schwer errungenen Werte ihrer Vorfahren und Eltern total schnuppe sind und die ihre eigene Nation unter dem Deckmantel einer völlig verbogenen Humanität und selbst zerstörerischen Solidarität verraten, um sie zu einer sogenannten „bunten Republik“ umzugestalten.
Was aus dem Streben dieser Gutmenschen inzwischen in unguter Folge erwachsen ist, zeigt sich in eklatanter Weise längst in den bereits fest etablierten Parallelgesellschaften derer, die wie sich tausendfach und rasend schnell vermehrende Parasiten ihren bislang wohlwollenden Wirt so krank machen, dass dieser – so er unbehandelt bleibt – als conditio sine qua non die Apoptose erleiden wird.
Gauck hat lediglich bestätigt, dass einige dem Islam zugehörige Menschen in Deutschland leben, was aber eben nicht gleichbedeutend damit ist, dass deren Ideologie – oder wie sie es in ihrer absolutistischen und nichts anderes duldenden Überzeugung nennen: Religion – zu Deutschland gehört. Gott schütze uns vor diesem absolutistischen mittelalterlichen Ansinnen, denn das hieße in der dann unabwendbaren Konsequenz: Deutschland schafft sich ab!

  • Antworten
Rocora05.06.2012 | 01:36 Uhr

Es gibt kein echtes Denken im falschen.

Ideologien waren nie auf der Seite der Aufklärung. Das endlose Abwandeln und Adaptieren von Worthülsen ist das Gegenteil wissenschaftlichen Denkens.
Warum gerade Cicero eine Plattform für Ideologien liefert? Sind es alters-kurzsichtige Herausgeber? Auch dieses Geheimnis wird bald keines mehr sein. Mit dieser Überschrift hat sich Cicero unsäglich blamiert, geschadet, disqualifiziert, denn es ist ein - fast zeitloses - Verdikt über den Bundespräsidenten Gauck.
"Der Präsident der falschen Worte" war fast wörtlich ein Verdikt der Bildzeitung über Wulff. - Mein Gott, merkt ihr nichts? Nehmt endlich Abschied von der Ideologie der Gutmenschen und ihres damaligen Präsidenten und der affinen Scheiberlinge.
Die Aufklärung ist tot als Kampagne. Die Aufklärung muß sich immer neu erfinden. Anlaß gibt es genug, Ideolog(i)en sind hoch willkommen.

  • Antworten
otto meyer05.06.2012 | 11:11 Uhr

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