Jump to Navigation
Startseite

Magazin im Juni:
Das Demografie-Wunder: Deutschland auf dem Weg zum 100-Millionen-Volk

Hurra, wir wachsen!
  • Magazin
  • Mediathek
  • Literaturen
  • Service
  • Newsletter
  • Shop
  • Abo
  • Berliner Republik
  • Weltbühne
  • Kapital
  • Stil
  • Salon
  • Bücher
  • Themen der Zeit
  • Kolumnen
  • Blogs
  • Ressorts
  • Dossiers
  • Karikaturen
  • Suche

Suchformular


Mein Cicero


Sie sind hier: Startseite > Magazin
 > Das alte Machtsystem ist am Ende

Berliner Republik

CSUDas alte Machtsystem ist am Ende

Von Christoph Seils10. Oktober 2011
picture alliance
Seehofer, CSU, Parteitag, Bayern
Horst Seehofer auf dem Parteitag - Die CSU hat ihre Sonderstellung in Deutschlands Parteienlandschaft verloren
Schrift:

Fünf Jahrzehnte lang regierte die CSU in Bayern unangefochten. Sie war faktisch eine Staatpartei. Doch die CSU ist eine völlig normale Partei geworden – und das bedeutet, sie wird nicht mehr ewig regieren.

Seite 1 von 2

CSU-Parteitage sind Machtdemonstrationen. Auch der diesjährige Parteitag am vergangenen Wochenende in Nürnberg war da keine Ausnahme. Eine riesige Halle, 1.000 Delegierte und hinter der überdimensionierten Bühne ein Slogan, der Programm und Anspruch zugleich sein soll: „Auf Bayern kommt es an“. Die CSU demonstriert selbstbewusst ihre Sonderstellung im bundesdeutschen Parteiensystem. Dazu verkündete der CSU-Vorsitzende und Ministerpräsident Horst Seehofer, sein Land stünde „so gut da wie noch nie zuvor in seiner Geschichte“. In Deutschland sei Bayern „die Nummer eins“ und in Europa „unter den Top Ten“ und das natürlich dank ihm und dank der CSU. Die Delegierten feierten ihren Frontmann mit stehenden Ovationen. Trotzdem war schon eine Menge Autosuggestion nötig, um die Krisensymptome der CSU zu verdrängen.

Ein halbes Jahrhundert lang waren Bayern und die CSU eins. Ein halbes Jahrhundert regierte die selbsternannte bayerische Staatspartei das Land allein und selbstherrlich. Bayern war die CSU, die CSU war Bayern. Dass sie bei der Landtagswahl vor drei Jahren 17,3 Prozentpunkte und die absoluter Mehrheit verlor und seitdem gemeinsam mit der FDP regieren muss, gilt unter Christsozialen als Betriebsunfall. 2013, wenn in Bayern wieder gewählt wird, soll dieser behoben werden.

Verzweifelt und vergeblich versucht die CSU sich auf die alten Erfolgsrezepte zu besinnen und läuft in Wirklichkeit einer Illusion hinterher. Denn die alten Zeiten kommen nicht zurück; das überholte Machtsystem der CSU lässt sich nicht restaurieren.

Die Tage der regionalen Volkspartei CSU sind also gezählt, der stille Tod der Volksparteien macht um Bayern keinen Bogen. Es ist nicht einmal ausgeschlossen, dass die CSU nach der Landtagswahl in zwei Jahren erstmals seit den 1950er Jahren wieder in der Opposition landet.

Das liegt nicht in erster Linie an dem spröden, wankelmütigen und politisch sprunghaften bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Es liegt auch nicht daran, dass die SPD erstmals seit vielen Jahren mit dem Münchner Oberbürgermeister Christian Ude wieder einen aussichtsreichen Ministerpräsidentenkandidaten ins Rennen schickt. Es ist vielmehr umgekehrt. Der Sozialdemokrat Ude kann sich deshalb Hoffnung auf einen Wahlsieg machen, weil das alte Machtsystem der CSU am Ende ist.

Es waren sowohl interne als auch externe Faktoren, die das Erfolgsmodell CSU ausmachte und ihr in Bayern eine in ganz Europa beispiellose Vormachtstellung ermöglicht haben. Die Partei setzte zugleich auf Tradition und Moderne, auf Populismus und Reformen. „Konservativ sein heißt, an der Spitze des Fortschritts marschieren“, so lautete schon das Motto des langjährigen CSU-Vorsitzenden und Ministerpräsidenten Franz-Josef Strauß, sein Nach-Nachfolger Edmund Stoiber brachte es auf die einfache Formel „Laptop und Lederhose“. Zum Erfolgsmodell der CSU gehörten die regionale kulturelle Verankerung der Partei, die enge Bindung der katholischen Wähler an die Union sowie eine selbstbewusste Interessenvertretung im Gesamtstaat.

Lesen Sie auch, warum sich Ostdeutsche und Katholiken mit der CSU schwer tun.

  • 1
  • 2
  • nächste Seite »
Twitter
drucken
merken
in mein Dossier
versenden

zum Ressort

zurück zum Dossier
Zu diesem Artikel gibt es
2 Kommentare

Weiterführende Links

Christian Ude, ein Putsch und zwei Revolutionen

Peter Gauweiler, Der Euro-Zweifler in den Reihen der Union

Zum Frühstück einen Kommunisten

Diese Artikel könnten
Sie auch interessieren:

Familienklüngel
Welche Privilegien genießen bayerische Politiker?
von
04.05.2013
Wahl 2013
Merkel droht Gefahr von allen Seiten
von
25.04.2013
Sündenbock Hoeneß
Tribunalisierung einer fremden Schuld
von
23.04.2013
Steuerhinterziehung
Muss Hoeneß ins Gefängnis?
von
22.04.2013
Hörbuch: „Die Grandauers”
Eine schrecklich nette Familie
von
17.04.2013

Zu den Kolumnisten von CICERO ONLINE
zum Dossier Es war einmal die Christdemokratie
Twitter
zum Ressort

zurück zum Dossier

Weiterführende Links

Christian Ude, ein Putsch und zwei Revolutionen

Peter Gauweiler, Der Euro-Zweifler in den Reihen der Union

Zum Frühstück einen Kommunisten

Diese Artikeln könnten Sie auch interessieren:

Familienklüngel
Welche Privilegien genießen bayerische Politiker?
von
04.05.2013
Wahl 2013
Merkel droht Gefahr von allen Seiten
von
25.04.2013
Sündenbock Hoeneß
Tribunalisierung einer fremden Schuld
von
23.04.2013
Steuerhinterziehung
Muss Hoeneß ins Gefängnis?
von
22.04.2013
Hörbuch: „Die Grandauers”
Eine schrecklich nette Familie
von
17.04.2013

 
Zu Dossier hinzufügen:
  • Europa
  • Kommentare
  • Detuschland
  • Jochen Thies, Was Hitler wirklich wollte
  • Goetz
  • Goetz
  • afrika
  • afrika
  • Syrien
  • Euro krise
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • familienpolitik
  • filosofia
  • Offenen Demokratie
  • LINKE
  • Vorbereitung_Wahlen
  • Cicero
  • Politik
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Grüne
  • Wahlen in D
  • Atomenergie
  • Terror
  • Lesenswert
  • Serina
  • _Wj
  • Papstreise 2011 Deutschland
  • Kapitalismus
  • Kapitalismus
  • Piraten
  • Grüne
  • Grüne
  • Grüne
  • Leben
  • haha
  • Migration
  • Generation 2.0
  • Kunst
  • Kunst aA
  • Kunst
  • EURO
  • Russland
  • Steuerpolitik
  • Internet-Kultur
  • Wulf
  • Wulf
  • Parteien
  • Parteien
  • Parteien
  • Finanzkrise und Staatsschulden
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • Gesellschaftspolitik
  • kindle
  • kindle
  • Rechtsradikalismus
  • USA
  • Religion und Tradition
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Architektur & Bauen
  • Parteien
  • Kirche
  • Grass
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Linke
  • Netz
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • Politik, Gesellschaft ...
  • politik
  • Tourismus
  • Moral
  • Urheberrecht
  • favs
  • Digitalisierung
  • A Nachlesen
  • A Nachlesen
  • internet
  • Film
  • Literatur
  • Literatur
  • NH
  • Polemik
  • Praktische Philosophie
  • diethart
  • Steinbrück
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Bildung & Schule
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • Mark Twain
  • MILANKO
  • Entwicklungspolitik
  • Gunter Hofmann
  • dudelfunk
  • pit
  • Material-SK
  • Steuern
  • Antisemitismus
  • Intellektuelle
  • Türkei
  • Jan von Alen
  • Autoren
  • Autoren
  • Autoren
  • Doppelte Staatsbürgerschaft
  • Test
  • Hyperkorrekte
  • Stasi
  • Fernsehen Qualität
  • Kretschmer
  • Kretschmann
  • Politik
  • Pressegleichschaltung
  • NSU
  • gender
  • gender
Neues Dossier anlegen:

CSU Mann im Harz

Jetzt ist es offiziell: Ein CSU-Mann aus Bayern übernimmt eine Stadt im Harz!! http://www.videozeugen.de/?p=2794

  • Antworten
videozeuge12.10.2011 | 12:14 Uhr

Autosuggestion und Verdrängung sind zwei Paar Stiefel.

Mit AUTOSUGGESTION lassen sich Symptome nicht verdrängen. Auch die Journaille sollte langsam ihr Verständnis von Autosuggestion aus den Anfangszeiten des Hypnotismus um 1880 in die Neuzeit heben.
Dass AUTOSUGGESTION Verdrängunsdenken sei, entspricht dem Stand von etwa 1890. In der Zeit entwickelte sich - vor allem durch die 1.Nancyer Schule mit Bernheim und Liébault - die SUGGESTION als Heilfaktor.
Zwanzig Jahre drauf machte É.Coué mit seiner 2.Nancyer Schule durch seine enormen praktischen Erfolge die AUTOSUGGESTION in wenigen Jahren zu einer weltberühmten Selbsthilfe-Methode.
Vor 5 Wochen hat der Nancyer Bürgermeister Rossinot bei der Eröffnung des 1.Int.Coué-Kongresses an der Universität Nancy gezeigt, dass es Zeit wird, aus dem 19.Jahrhundert ins 21. zu finden. Es wird Zeit für ein wenig Selbsterkenntnis, dass wir immer noch über 100 Jahre alte, längst überholte Schablonen hin und herschieben und damit unseren GEIST in seiner intelligenten Entfaltung behindern.
Freundlich grüßt
Franz Josef Neffe

  • Antworten
Franz Josef Neffe13.10.2011 | 01:29 Uhr

Ihr Kommentar zu diesem Artikel

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
Bildergalerie

Erste Figuren, letzte Ideen – die Karikaturen der Woche

zur Bildergalerie
Anzeige

Wulf Schmiese

Leicht gesagt. Die Mittwochskolumne von Wulf Schmiese

Von der Volks- zur 20-Prozent-Partei

SPD-Chef Gabriel auf der Pressekonferenz zum Parteijubiläum

Ist alt, sieht auch so aus: Cicero-Kolumnist Wulf Schmiese über den 150. Geburtstag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands


DAS NEUESTE AUS DEN BLOGS VON CICERO ONLINE

Bild des Benutzers Göttinger Demokratie-Forschung
Parlamentswahlen in Norwegen: „Menschen, nicht Milliarden“

Im September wird in Norwegen ein neues Parlament gewählt. Fünf Monate vor der Wahl stehen die…

zum Blogeintrag

Frage des Tages

De Maizières harte Landung
In Kooperation mit dem Tagesspiegel
zur Frage

Thema der Woche

150 Jahre SPD: Vom Fürstenfeind zur Kaviarlinken
zum Dossier
Sollte die Bundeswehr Drohnen kaufen?
Das Cicero-Meinungsbild

Das Verteidigungsministerium will unbemannte Flugkörper kaufen. Ist das ethisch zu vertreten?

Umfrage
Die Türkei muss in die EU, fordert Gerhard Schröder im Cicero. Hat er Recht?
Ja, ein Beitritt ist dringend nötig, um die Region zu stabilisieren
15%
Nein, die EU wäre heillos überfordert
85%
Gesamtstimmen: 760
zur Umfrage
Medizin, Gesundheitssystem, krank
Dossier

Wie krank ist unser Gesundheitssystem?

zum Dossier

Dossier

Nordkorea zündelt

zum Dossier

Mittelstand,Mittelschickt,Bürgertum,Internetstore AG
Dossier

Mythos Mittelstand

zum Dossier

Anzeige
Anzeige

Video

„Deutschland wird nicht mehr zu den G8 gehören“

Video
alle Videos
Anzeige

Jetzt den Newsletter von Cicero Online abonnieren

Liebe Leserinnen und Leser. Gerne informieren wir Sie regelmäßig über das aktuelle Angebot von Cicero Online. Bitte tragen Sie ihre E-Mail-Adresse ein und wir schicken ihnen montags bis freitags unseren täglichen Newsletter.

E-Mail*
Anrede
Vorname
Nachname

Anzeige

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
  • Impressum
  • Nutzungsbedingungen
  • AGB
  • Stellenangebote

Weitere Angebote des Ringier Verlags: Monopol – Magazin für Kunst und Leben | Geschenkidee.de – Der Shop für ausgefallene Geschenkideen
© Cicero 2013
 
RESSORTS
Startseite
Berliner Republik
Weltbühne
Kapital
Stil
Salon
Bücher
Karikaturen
Bildergalerien
Videos
Blogs
Dossiers
Newsletter
 
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Redaktion
© Cicero Online 2013zum Seitenanfang