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Berliner Republik

IntegrationBuschkowsky ist überall

Von Daniel Martienssen25. September 2012
picture ailliance
buschkowsky,neukoelln_ist_überall,buchtisch,buchhandel
Der zweigeteilte Buschkowsky
Schrift:

Neuköllns SPD-Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky hat ein Buch geschrieben, „Neukölln ist überall“. Dieses Buch zeichnet einen zwiegespaltenen Kommunalpolitiker zwischen Thilo Sarrazin und beherzter Integration. Eine Buchrezension

Seite 1 von 3

Berlin-Neukölln. Es ist zwanzig nach acht an einem der ersten herbstlichen Morgen im September. An einer Straßenecke des berühmt-berüchtigten Problemstadtteils im Norden Neuköllns unterhält sich auf dem Schulweg eine junge Mutter mit ihrer Tochter. Das Mädchen ist im Grundschulalter. Die Mutter hat einen Migrationshintergrund und erklärt im akzentfreien Deutsch: „Später musst du noch viel länger zur Schule gehen, um dann Astronautin werden zu können.“ Der Autor dieses Textes muss schmunzeln, wohl wissend, dass Heinz Buschkowskys fast 400 Seiten umfassendes Sachbuch „Neukölln ist überall“ auf seinem Schreibtisch liegt. Jenes neu erschienene Buch, dass sich diesem Ort und seinen Integrationsproblemen widmet. Eine solche Szene findet sich in diesem Buch indes nicht. Allerdings und das sei auch gleich vorab angemerkt, Heinz Buschkowsky ist keine reine Wiedergeburt von Thilo Sarrazin und sein Buch auch keine verkappte Neuauflage von „Deutschland schafft sich ab“, das vor zwei Jahren alle Rekorde auf der Sachbuchbestsellerliste gebrochen hat.

[gallery:Von Salman Rushdie bis zum Mohammed-Video – Der Zusammenprall der Kulturen]

„Neukölln ist überall“, heißt der Titel des Buchs, das klingt alarmistisch und auch programmatisch. Der Tenor von Buschkowsky ist trotz aller Ressentiments, die sich auch in diesem Buch wiederfinden, eindeutig: Die Integration aller Ausländer bleibt das Ziel. „Ohne Integration wird es nicht funktionieren. Ohne Bildung wird die Integration nicht funktionieren. Und ohne Bildung und Integration wird unsere Wirtschaft nicht funktionieren“, resümiert der Neuköllner Bezirksbürgermeister.

Etwas stiefmütterlich erwähnt Buschkowsky auf lediglich drei Seiten die neu entstandene Subkultur in Neukölln. Völlig unberücksichtigt bleibt etwa ein Reisejournal der New York Times im Jahre 2010, das die Weserstraße schlagartig zu einer international bekannten Party- und Kneipenstraße gemacht hat. Eine sich immer weiter ausbreitende Künstlerszene, die viel Ateliers geschaffen hat, vegane Cafés und vieles mehr, prägen seit ein paar Jahren ebenso das Stadtbild Nord-Neuköllns wie Moscheen und Kopftücher, Studenten, Künstler und Touristen. Buschkowsky blickt stattdessen auf die Immigranten und die gewaltigen Integrationsprobleme des Stadtteils. Sie sind seit vielen Jahren ein Schwerpunkt seiner Arbeit als Bezirksbürgermeister: Rütli-Schule, Jugendkriminalität, Islamisierung ganzer Straßenzüge und Auflösung von Recht und Gesetz auf Neuköllns Straßen. Sie ließen ihn aus dem engen und bürokratischen Korsett des Bezirksverwalters ausbrechen und zu einem Medienstar werden.

Auf der folgenden Seite: Buschkowsky an der Leine der Berliner Senatsverwaltung

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Rechtskonservative Argumentationsmuster

Das Zitat stammt m. W. von Ahmed Abou Taleb, dem marokkanischstämmigen OB von Rotterdam. Der ist bestimmt extrem rechtskonservativ.

  • Antworten
Eloman25.09.2012 | 19:02 Uhr

Mediale und reale Wirklichkeit

Auffällig beim Thema Integration ist die Diskrepanz zwischen medialer und realer Wirklichkeit. Welche Autoren wohnen in solchen Problem-Bezirken und sind mit der Situation tagaus, tagein konfrontiert, wer nutzt von denen größenteils öffentliche Verkehrsmittel?

  • Antworten
Rainer Zufall26.09.2012 | 09:13 Uhr

Stadtteil als Stammesterritorium

Herr Martienssen, Politiker in ganz Deutschland attestieren ihrer Stadt in Sonntagsreden gerne einen Zuwachs an Weltläufigkeit und Offenheit. Nun ist ja in vielen deutschen Großstädten das Zutrauen auf lokale politische Kompetenz gleichwohl gering entwickelt. Jugendliche in Berlin-Neukölln sagen doch auch, der Buschkowsky macht hier doch nix. Nun ist es allgemein in Metropolen ausgeprägt, dass dort verschiedene nebeneinander existierende Lebensformen existieren. Es gibt ja schon lange keine einheitliche Vorstellung von Stadt mehr. Bildvorstellungen von Städten erinnern heute eher an unterschiedliche Flicken, die verschiedenen Zielgruppen Lebensmöglichkeiten einräumen. Die Großstadt ist hetrogen. Die Gesellschaft allgemein hat sich aufgelöst in einzelne Gruppen mit verschiedenen Lebensstilen, die sich immer weiter ausdiffernzieren und auf die Städte durchschlagen. Ob multinationale oder multikulturelle Städte, damit tue ich mich jetzt schwer. Stadtvorstellungen sind heute dynamisch nicht statisch. Unsere Wohngebiete, repräsentieren sie nicht in erster Linie die Tendenzen zum „unverwechselbaren“ Eigen-Leben. Lifestyle als Brauchtum und Folklore, Stadtteil als Stammesterritorium? Herr Martienssen, Sie leben in dem Stadtteil Berlin-Neukölln, mit über 300.000 Einwohnern. Ist es so, wie man lesen konnte, dass z.B. die Hermanstraße türkisch, die Sonnenallee arabisch und die Hasenheide schwarzafrikanisch bestimmt wird? Ist die Gewalt-Situation in Neukölln so dramatisch, wie öffentlich dargestellt? Ist die Jugendkriminalität ein großes Problem? Gibt es No-Go-Areas aufgrund von Jugend-Gangs? Es wäre einmal interessant zu lesen, wie Sie persönlich „Ihren“ Stadtteil wahrnehmen. Grüße Bernhard Jasper

  • Antworten
bernhard jasper26.09.2012 | 10:23 Uhr

Tabus aufbrechen

Seit zwei Jahrzenhten hämmert man den Menschen ein, Deutschland sei ein Einwanderungsland. Wenn dann aber kompetente Politiker Bilanz ziehen, und darlegen wo es klappt und wo es nicht klappt, dann kann die Multikulti-Lobby anscheinend nur noch mit Diffamierung reagieren. So auch dieser Beitrag. Warum, eigentlich? Gibt es keine Sach-Argumente für Einwanderung?
Wenn Deutschland wirklich ein Einwanderungsland im klassischen Sinn wäre, gäbe es Reglungen, und damit Klarheit, wen man in’s Land holen möchte und wen nicht. Dies zu thematisieren, das ist die große Provokation der beiden Sozialdemokraten Sarrazin und Buschkowsky.
Ich persönlich bin für eine geregelte Zuwanderung, sodass Menschen, die wirtschaftlich und kulturell dazu geeignet sind, mit der angestammten Bevölkerung zusammenzuleben, sich in der EU dauerhaft niederlassen können. Das miefige Tabu mit dem diese Debatte belegt ist sowie die Umgehung jeglicher demokratischer Legitimierung der Zuwanderung nach Deutschland bzw. Europa muss m.E. schnellstmöglich beendet werden. Anders als der Autor dieses Beitrags offenbar suggerieren will, sind die damit zusammenhängenden Probleme nicht eingebildet sondern real.

  • Antworten
Tuvia Deuczman26.09.2012 | 12:45 Uhr

Ein Land in dem sich der Staat das Gewaltmonopol von

Einwanderern entreissen laesst in Vierteln in denen muslimische Migranten in der Mehrheit sind,hat keine Zukunft.
Wenn unsere Politiker immer davon faseln dass D ein Einwanderungsland ist dann muessen sie auch die Grundlage dafuer etablieren.Naehmlich feste Regeln,keine ungeregelte Zuwanderung in die Sozial Systeme und Forderungen dass die Leute,die in D leben wollen sich den Gegebenheiten anpassen,die Sprache lernen und unsere Gesesetze ohne vorbehalt akzptieren. Wer das nicht will oder kann,dem Steht es frei
sich auf die Suche zu machen nach einem Land wo er/sie so leben kann wie gewuenscht. Aber es geht nicht an dass gewisse Migranten Gruppen sich die Ortsteile aufteilen wie unter Stammesfuersten,ihre eignen Gesetze machen und sich dem dt.Staat verweigern.
Dass eine Diskussion ueber die realen Problemen mit manchen Migranten
nicht beliebt sind ist kein Geheimnis,selbst unsere Politiker laufen rot an wenn sie drauf angesprochen werden und verweigern die Antwort.
Vielleicht sind sich auch bewusst wie ungesund diese Debatte auch ist wenn man bedenkt dass es der Frau Heisig ,die das Problem an die Oeffentlichkeit brachte,es schaffte sich zu erhaengen obwohl ihre Haende offenbar gefesselt waren.

  • Antworten
Lill-Karin Bryant26.09.2012 | 15:48 Uhr

Offener Brief an Buschkowsky

Herr Buschkowsky,
wer nach Neukölln gehört und wer nicht, das ist für Sie klar. Neukölln liegt ja schließlich in Deutschland. Obwohl das Zeitgenossen wie Sie manchmal gar nicht mehr so recht glauben mögen. Dann dort wo früher noch so manche Schultheiss-Kneipe oder eine Metzgerei stand, in der man auch Schweinebraten kaufen konnte, stehen heute Döner-Imbissbuden und türkische Supermärkte. Das kommt einem kritischen Deutschen natürlich komisch vor. Sicher, als deutsche Unternehmen ab den frühen 60ern so viele Arbeitskräfte zum Ausbeuten gebraucht haben, dass nicht mal die fleißigen Deutschen noch gereicht haben, kamen die billigen „Gastarbeiter“ aus der Türkei gerade recht. Sie haben die schlechtesten Jobs bekommen und bekamen noch weniger Gehalt als die deutschen Lohnarbeiter.
Staat und Kapital waren zufrieden. Scharen billiger Arbeitskräfte machen sich gut für den Standort. Die meisten Deutschen fanden es tolerierbar, dass auch Ausländer hier schuften dürfen, solange sie dabei nicht um die gleichen Arbeitsplätze konkurrieren. Wie es den Menschen aus dem Ausland ging, war nicht weiter von Belang. Was zählte, war, dass sie sich rentieren, und das taten sie in mehrfacher Hinsicht: Als besonders billige Arbeitskärfte verschönerten sie auf profitträchtige Art und Weise Unternehmensbilanzen, beseitigten den relativen Arbeitskräftemangel und sorgten dabei – ganz nach dem Willen der Unternehmen, die sie billig verheizten – auch für eine „Stabilisierung“ der Löhne der deutschen Kollegen. Gleichzeitig waren sie gern gesehene Kunden von Wohncontainern, Bruchbuden und Kellerlöchern, mit denen sich ein ordentliches Geschäft machen ließ. Auch dass die eine oder andere DM über die Hände der „Gastarbeiter“ als Devise in der Türkei wieder auftauchte und mittelbar dem türkischen Staat ermöglichte, in Deutschland das einzukaufen, was türkische und deutsche Proleten unterm Kommando des Kapitals herstellten, störte nicht weiter; im Gegenteil. Somit herrschte rundum Zufriedenheit in Politk und Wirtschaft. Doch irgendwann war der Traum leider vorbei: auf der Suche nach weiterer profitträchtiger Lohnkostensenkung setzten Unternehmen mehr und mehr auf „Rationalisierung“. Immer mehr Stellen wurden abgebaut bei gleichzeitiger Intensivierung der Arbeit für die verbliebenen Lohnarbeiter. Mitte der 1980er konnte Deutschland schon auf stolze 2,5 Millionen Arbeitslose verweisen.
Anstatt wieder dorthin abzuhauen, wo Sie Ihrer Meinung nach hingehören, blieben diese Ausländer einfach da. Das war Bestandteil des Vertrages mit der Türkei. Und damit nicht genug, sie wollten sogar Frau und Kinder mit nach Deutschland holen. Diese Menschen hatten sogar noch die Frechheit, sich völlig gegen die Rechnungen der bundesdeutschen Bevölkerungspolitik zu stellen. Die hat nämlich ein chronisches Misstrauen gegenüber Leuten, die zwar hier geboren sind, aber irgendwie eben doch noch zur Nation ihrer Eltern und Großeltern halten und sei es nur dadurch, dass sie immer noch dieselbe Sprache sprechen. Da nutzt es nicht mal viel, zur Fußball-WM die Deutschlandfahne auszupacken. Da sie sich also auch noch „vermehrten“ und nun bereits in der dritten Generation hier leben, können, Sie die natürlich nicht mehr abschieben. Das wäre ja rechtsradikal und nur „ewig gestrige“ wie die NPD würden auf solche Gedanken kommen. Aber etwas tun, gegen diese Menschen, die der deutschen Wirtschaft inzwischen nicht mehr soviel nutzen wie einst, das muss natürlich schon sein.
Da wird zum Beispiel Integration verlangt. Die „Fremden“ sollen sich an „unsere Werte“ anpassen (also fließig für den deutschen Standort arbeiten, bescheiden sein beim Lohn und allem anderen und sich natürlich an die Gesetze halten), sie sollen sich nicht in „Parallelgesellschaften“ zurückziehen, sondern deutsch lernen und sich nicht unkontrollierbar durch die Staatsorgane zusammenrotten. Klar, ganz so einfach ist das nicht. Besteht nämlich eine Schulklasse aus 60-% Nicht-Deutschen ist das problematisch. Wenn sie aber nicht in die Schule gehen, um auf der Straße herumzulungern und ihre Zeit hauptsächlich damit verbringen, uns Deutschen das Leben schwer zu machen, ist es natürlich auch verkehrt. Es ist gar nicht so leicht es Ihnen als Migrant recht zu machen, Herr Buschkowsky!
Ihnen fällt so einiges auf, was „diese Menschen“ (Deutsche machen sowas natürlich sowieso nicht, die klauen nicht und grüßen auch immer nett, sogar den Flur kehren die) in „Ihrem“ Viertel so treiben. Da werden ständig Supermärkte überfallen, es wird in der dritten Reihe geparkt und überhaupt werden Anstand und Respekt völlig ignoriert. Und was machen die guten Deutschen, die natürlich nicht die Verhaltensweise wie „diese Menschen“ an den Tag legen? Sie kuschen, schauen weg und haben Angst. Und sie ziehen, laut Ihnen, den Schluss: „Ich mag diese Menschen nicht.“ Ein bemerkenswerter Schluss und zwar ganz abgesehen davon, dass Ihre Schilderungen einfach maßlos übertrieben sind. Wenn ich beobachte, wenn beispielsweise ein Supermarkt überfallen wird (ja in Ihrem Beispiel nichtmal für Geld, sondern für Essen!) denke ich mir: Da hatte wohl jemand kein Geld um zu bezahlen. Oder er hat seinen Job verloren und weiß nicht anders an Nahrung zu kommen. Vielleicht reicht ihm die Hartz4-Diät aus Kartoffeln und Porree Ihres guten Freundes Sarrazin auch nicht aus, um satt zu werden?
Solche Fragen interessieren Sie nicht. Sie verhandeln die Menschen die hier leben und versuchen irgendwie durchzukommen als Ordnungsproblem. Sie scheren sich nicht um die Probleme, die arme Menschen haben, sondern um die Probleme, die sie dem Staat und den guten Deutschen vielleicht machen. Und ich will nichtmal bestreiten, dass viele arme Menschen in Neukölln einen Migrationshintergrund haben und damit für sie Kriminalität oft nahe liegt. Es gibt auch Orte in Neukölln in denen ich nachts nicht gern alleine unterwegs bin. Aber im Gegensatz zu Ihnen weiß ich, woher Kriminalität kommt. Sie kommt aus einer Gesellschaft, in der das Privateigentum gilt und in der nicht mal das elementarste Bedürfnis nach Nahrung befriedigt werden kann, ohne dafür Geld zu bezahlen. Und nicht weil sie Ausländer mit anderen Sitten sind. Vielleicht ist Ihnen ja bekannt, dass Diebstahl auch in der Türkei oder im Libanon verboten ist.
Womit wir beim nächsten Problem wären: die Instanz, die diese Eigentumsgarantie durchsetzen soll, hat Ihnen zufolge in Neukölln nichts mehr zu sagen. Genau die Polizei, die in der Silvesternacht auf das Jahr 2009 den unbewaffneten Kleinkriminellen Dennis J. mit acht Schüssen aus nächster Nähe erschossen hat. Das nenne ich mal „Aggressionen bei der Ahndungspflicht.“ Und da ist Ihr Problem, dass einem Polizisten die Mütze geklaut wird?
Das ist natürlich nicht die Gewalt, die Sie meinen. Sie predigen die Gewaltlosigkeit, zu der Deutsche angeblich besser erzogen werden als Ausländer. Dabei ist es völlig klar zu welcher Gewalt Sie als Berufspolitiker und Bürgermeister die Treue halten: zur Staatsgewalt. Die soll mal richtig hart durchgreifen und gegen Menschen vorgehen, die sich einbilden, sie könnten ihren Hunger befriedigen ohne zu bezahlen. Dafür hetzen Sie mit Ihrem Buch die Leute auf. Die sollen nicht nur hinnehmen, was von Ihnen über sie verhängt wird, sie sollen auch noch dafür sein und sich als Teil der deutschen Gemeinschaft fühlen. Dass dabei vielleicht mal jemand zu weit gehen könnte und die ein oder andere Dönerbude in Flammen steht, das nehmen Menschen wie Sie locker in Kauf.
Revolutionäre Grüße
Die alltägliche Ohnmacht Neukölln

  • Antworten
diealltaeglicheohnmacht27.09.2012 | 16:31 Uhr

Neukölln

Letzte Woche habe ich irgendwo im Fernsehen einen Bericht über dieses Buch gesehen. Dort wurde es ein wenig verglichen mit dem Buch, dass Thilo Sarrazin geschrieben hatte. Wenn man sich aber nur den Klappentext durchliest, merkt man schnell, was hier suggeriert werden soll. Die Medien sind eher darauf bedacht wieder eine Figur zu haben die polarisiert, stattdessen merkt kaum einer, wie richtig doch die Aussagen von Herrn Buchkowsky sind, weil die meiste wohl entsprechende Berichte sehen und sich das Buch dann gar nicht mehr zur Hand nehmen. Wir bei nachgebloggt sind da anders, wir interessieren uns und sind immer der Meinung, dass man selbige erst haben darf, wenn man auch die entsprechende Ahnung hat.

  • Antworten
nachgebloggt30.09.2012 | 16:14 Uhr

Neukölln ist nicht überall

Die Integrationspolitik in Deutschland ist gescheitert, sagt der Berliner Politiker Heinz Buschkowsky. Er sollte mal nach Offenbach fahren, wo es klappt – in die Stadt mit dem höchsten Ausländeranteil unter allen deutschen Großstädten.

„Neukölln ist überall“, das behauptet Heinz Buschkowsky, der Bürgermeister von Berlin-Neukölln, und hat ein Buch darüber geschrieben, über seinen Bezirk, der spätestens seit den Vorkommnissen an der Rütlischule deutschlandweit in die Schlagzeilen geraten war. Mit Gewalt und Drogen, Hartz-IV-Empfang als Lebensziel, Eltern, die sich nicht um ihre Kinder kümmern, Parallelgesellschaften, in denen die Integration verweigert wird.

„Neukölln ist überall“, also müsste Neukölln auch in Offenbach liegen, einer hessischen Stadt mit 123.000 Einwohnern und dem höchsten Migrantenanteil Deutschlands: Fast jeder zweite Offenbacher hat Migrationshintergrund.

Weiter auf:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1876773/

  • Antworten
Kinnal22.10.2012 | 23:46 Uhr

Aber klappt es auch

Aber klappt es auch tatsächlich. In der Pisastudie beträgt der Unterschied zwischen Migranten und Einheimischen rund 100 Punkte.

  • Antworten
Sarrazn-Bewunderer14.12.2012 | 12:58 Uhr

Schlaraffia?

Wir leben in einem Land, in dem jeder für sich selber zuständig sein sollte. Diejenigen, die auf den Staat angewiesen sind oder meinen, dass sie seiner Hilfe bedürfen sollten keine überzogenen Ansprüche stellen. Das gilt auch für Migranten und Ausländer. Niemand ist ein Rassist, der etwas dagegen hat, wenn ein Migrant 2100 Euro verdient, aber 1200 Wohnungsgeld bekommt. Wo leben wir denn? In Schlaraffia? Wie wollen wir jungen deutschen Studenten vermitteln, dass ein Migrant im Extremfall in einem Jahr eine Summe verschlingt, mit der man 160 Studenten die Studiengebühren finanzieren kann. Ist das Demokratie? Wollten das die Väter des Grundgesetzes?

  • Antworten
Sarrazn-Bewunderer14.12.2012 | 12:56 Uhr

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