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| Ihre Meinung zu diesem Artikel |
| Leserkommentare |
| Ulf Morys (Düsseldorf) | 01.07.2005 |
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Danke ! Danke Herrn Malik dafür, daß er den Mut zur Ehrenrettung des echten Liberalismus hat. Die Reduktion des Liberalismus sowohl durch falsche Freunde wie durch Gegner auf die Anschuldigung der Geldfixierung bringt unsere Gesellschaft um die großartige Chance der Freiheit - den eigentlichen Kern des Liberalismus. Doch kann Freiheit ohne Werte nicht langfristig existieren - und die Anmaßung, mit der Neo-Liberale den "Werte"-Begriff besetzen und zugleich auf rein geldliche Dimensionen reduzieren wollen (...man erkläre mir bitte, wieso die Vorstände der Deutschen Bank "Werte" schaffen...) ruft nach einer angemessenen Gegenreaktion - und selten wurde diese Notwendigkeit so trefflich argumentiert. |
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| Paul Laudenberg (53925 Kall) | 09.06.2005 |
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Der Aussage: "Geld und nicht Kapital dominiert..." kann ich zustimmen. Den Schluss zu ziehen, dass Wohlstand mit Investitionen dann am besten zu erreichen ist, wenn Kundeninteressen Vorrang vor Aktionären und Arbeitnehmern erhalten und die Aufgabe zur Schaffung von Arbeitsplätzen irgendwie eine Sekundärrolle der Unternehmer darstellt, ist für mich zu kurz gegriffen. Es lässt sich an einfachen Beispielen aufzeigen, das Kundenzufriedenheit einerseits, mit Schäden von Mensch und Natur andererseits, eine durchaus nicht seltene Kombination darstellt. In der Konsequenz sind die Folgen für die Welt untragbar. Unternehmer haben die gesellschaftlichen Prämissen zu befolgen und diese müssen politisch vorgegeben werden. Natürlich kann und darf ein Unternehmen nicht am Verbraucher vorbei produzieren, aber auf Dauer brauchen wir eine Wirtschaft (Gesellschaft), die den Zusammenhang zwischen Geld und damit Erwerbsarbeit aufhebt, um die erreichten und zukünftigen Vorteile der industriellen Produktivität allen zu Gute kommen lässt. Konkurrenz ist eben nicht das Allheilmittel, um menschliches Zusammenleben positiv zu gestalten. In der Spieltheorie ist schon länger bekannt, dass sich Spieler nicht wohl fühlen, wenn der Spielpartner übervorteilt wird. |
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| Frank Muschalle (Berlin) | 31.05.2005 |
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Ich danke herzlich für diese Aufklärung! Ich möchte hinzufügen: Die gegenwärtige Kapitalismuskritik nährt sich auch aus dem Eindruck, man müsse dem Hyperwettbewerb Einhalt gebieten, um halbwegs soziale Verhältnisse zu bewahren. Ich bin inzwischen anderer Meinung: Bei all den Mißständen, wo wir zu viel Kapitalismus oder Wettbewerb wittern, sind in Wahrheit Monopole oder Kartelle in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen das eigentliche Problem, also zu wenig Wettbewerb. Das gilt für die Arbeitsangentur genauso wie für die Märkte für Strom, Telekommunikation und Bahn aber auch für einen Finanzmarkt, der so gut wie keine Mittel für Existenzgründer mehr anbietet. Ich halte wachsame Kartellbehörden deshalb für mindestens genauso wichtig für eine vitale Wirtschaft wie die Entlastung der Arbeit von Steuern und Bürokratieabbau. |
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| T.Weisshaupt (Frankfurt) | 29.05.2005 |
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Die Aussage Schumpeters, der Kapitalismus ginge an seinen eigenen Erfolgen zu Grunde, läßt sich in der von Malik angedeuteten "Posse" um die Deutsche Börse AG wunderbar nachvollziehen. Kurz nach der Wahl 1998 war es Dr. Werner Seifert der in einer Vorlesung zum Thema Kapital und Börse den (Kapital-)Markt zum Primat des Handelns für alle verantwortlich handelnden (Politik- und Unternehmens-Manager) erhob. Kundenzufriedenheit und Innovation sah er als Teilaufgaben der Mission, die Kapitalgeber zufrieden zu stellen. Die Forderungen zur Veränderung der politischen Rahmenbedingungen, die Seifert erhob, wurden, wohl auch zu seinem Erstaunen, von Rot-Grün umgesetzt (z.B. Steuerfreiheit für Unternehmens-Veräußerungen, Senkung der Spitzensteuersätze etc.). Im Ergebnis ist er das erste prominente "Opfer" seines eigenen Erfolgs - sein Handeln hat die Deutsche Börse AG zu dem gebracht was sie heute ist: ein äußerst erfolgreiches, innovatives Unternehmen mit zufriedenen Kunden - aber auch ein Beispiel, wie konsequent der "pekuniarismus" keine Rücksicht auf "Werte" und dauerhafte "Wertschaffung" nimmt. Man darf sehr gespannt sein, wie in längerer Frist der Markt für Wählerstimmen mit dieser Entwicklung (z.B. Grohe, Siemens VDO etc.) umgeht. Im Sinne Maliks kann er "effizienter" sein wenn es um die Durchsetzung freiheitlicher Gedanken und "Werte" geht. Wir müssen nur alle daran arbeiten und uns für unser Handeln verantwortlich zeigen - wie es auch Werner Seifert mit seinem Abgang getan hat. Der Artikel zeigt auf, dass es sich um eine gesellschaftspolitische und nicht parteipolitische Aufgabe handelt, den Kapitalismus nicht an seinen eigenen Erfolgen zu Grunde gehen zu lassen - wir haben schliesslich kein "besseres" System in petto. |
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| Christian Schenkel (Bern, Schweiz) | 28.05.2005 |
| Meine Meinung zu Herrn Maliks Beitrag finden Sie in meine Weblog unter "Der Kunde ist König!?": http://www.edemokratie.ch/schenkelc/index.asp?id=192 | |
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