Ägypten: ?Das Volk hat das Zepter in die Hand genommen?
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Ich sehe die Demonstrationen live im Fernsehen. Mir stockt der Atem. Wie mutig und beeindruckend das alles ist. Die ganzen anderen Despoten in den arabischen Ländern werden sich noch wundern.
Der Frager weist zu recht darauf hin, dass Ägypten von den USA seit langem finanziell unterstützt wird. Mit Milliardenbeträgen, jährlich. Was, wenn dieser Kapitalzufluss wegfällt?! Die USA werden gebraucht, Ägypten steht wirtschaftlich nicht auf eigenen Beinen - darüber müssen sich die Demonstrierer im klaren sein. Anders gesagt: die Oppostionensbewegungen müssen zügig zu verlässlichen Instanzen wachsen, sonst wird man Mubarak nicht abschütteln können.
einen ausgezeichnet Artikel!man kann nur hoffen daß Ägypten bald ohne Mubarak frei wird und auf eine echte Demokratie für die Zükunft der Ägypter!!
Hamed Abdel-Samad, Sie haben leider Recht: der Westen betreibt eine heuchlerische Politik. Jetzt kann man Demokratie und Menschenrechte unterstützen, in Ägypten wird Demokratie auf der Straße lebendig, man muss sie nicht wie in Irak und Afghanistan herbeibomben. Ich hoffe, dass endlich mehr Menschen im Westen das eiskalte politische Kalkül einer sterbenden Diktatur begreifen. Und Ihr Tipp an Israel ist klasse: Israel bezeichnet sich gern als einzige Demokratie im Nahen Osten, hat man dort Angst vor einer Demokratie und will lieber eine Diktatur? Alle Kraft der Welt für Sie und Ihre Mitdemonstranten!
ein beeindruckenes Interview und eine Haltung, die weltweit unterstützt werden soll..Besonders der letzte Absatz hat mich sehr berührt, Diktaren dürfen vom Westen nicht unterstützt werden und die Anregung betreffend Israel - ja !
Diese heuchlerische Politik, die es den Diktaroren ermöglich jahrzehntelang zu regieren, muss ein Ende haben ! Die Zukunft gehört der Jugend , dem Gemeinsamen und nicht der Korruption und der Unterdrückung !
Ein gutes, ein bewegendes Interview!!! Es wäre so schön, wenn die Proteste in Arabien den Menschen in Weißrussland, Zentralasien und auch in Iran Kraft geben würde, ein Vorbild wäre und ihnen zeigen würde, dass ein Aufstehen gegen ihre diktatorischen Unterdrücker möglich ist.
Frieden gibt es nicht auf Kosten der Zivilbevölkerung. Diese aufklärerische Erkenntnis darf in den arabischen Frühlingswochen nicht vergessen werden! Bei einem Filmgespräch bei uns in der Gemeinde zu "Königreich der Himmel" war die Frage, wie tief die Gewalt in der islamischen Welt verankert sei. Da meinte Hamed Abdel-Samad, dass sich zeigen läßt, Islam und Gewalt gehören nicht stringent zusammen. Nun wird sich zeigen, ob es einen ägyptischen Staat geben kann, in dem Kopten und Juden in Würde und mit eigenen Rechten leben können. Ich bin beeindruckt von der offenen, ehrlichen und mutigen Auseinandersetzung vieler Muslime mit ihren Traditionen.
Einen besonderen Dank gilt dabei Hamed Abdel-Samad, der sich öffentlich auf die Seite von Kurt Westergaard stellte.
Ich hoffe doch sehr, dass Abdel-Samad bezüglich seines Optimismus, dass die Moslem-Brüderschaft keineswegs die Mehrheit der Ägypter represäntiert, Recht behalten wird. Nur fürchte ich, dass die Islamisten früher oder später die Macht an sich reissen werden und genauso wie Mubarak es tat, jedwede Opposition unterdrücken wird. Das Dilemma ist doch, dass bisher noch fast jede friedliche, vom Volk ausgehende Revolution mit redlichen Motiven von unlauteren Kräften genutzt und missbraucht wurde. Siehe Iran, siehe Russland, siehe, siehe, siehe.
Aber wie gesagt, es wäre schön, eines besseren belehrt zu werden.
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