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Kopf ab im Namen Allahs

Von Udo Ulfkotte1. August 2004
Das koreanische Opfer Lim Sun-il mit seinen Mördern
Das koreanische Opfer Lim Sun-il mit seinen Mördern
Schrift:
Warum trennen islamistische Terroristen ihren Opfern den Kopf ab? Die jüngsten Fälle brutaler Hinrichtungen im Irak haben in der rund 1400-jährigen Geschichte des Islam zahlreiche Vorbilder.
Wer über die jüngsten Enthauptungen von Geiseln im Nahen Osten nachdenkt, wird unweigerlich an das rituelle Schächten von Tieren erinnert. Tatsächlich sprechen die Ritualmörder in ihren Video-Botschaften von „Schlachten“ (arabisch: „dhabh“). So wollen sie die Opfer herabwürdigen. Viele Muslime behaupten, das widerspreche dem Islam. Doch bei näherer Betrachtung ist das Köpfen in der islamischen Welt weder neu noch ungewöhnlich. Immerhin ist „Qata al-raas“ – das Abtrennen des Kopfes – unter islamischer Herrschaft seit rund 1400 Jahren ein gebräuchlicher Weg, Gegner ins Jenseits zu befördern. ISLAMISTEN können sich beim Köpfen vermeintlicher Feinde auf ein unangreifbares Vorbild berufen: Religionsstifter Mohammed, der beduinischer Tradition folgte. Sein Leben stellt für einen gläubigen Muslim das höchste Ideal und die Verwirklichung der Befehle Allahs dar. Ibn Ishaq, der bekannteste Biograf Mohammeds, hat uns eine viel sagende Szene überliefert: „Schließlich mussten sich die Quraiza ergeben, und der Prophet ließ sie im Gehöft (...) einsperren. Sodann begab er sich zum Markt von Medina (...) und befahl, einige Gräben auszuheben. Als dies geschehen war, wurden die Quraiza geholt und Gruppe um Gruppe in den Gräben enthauptet. (...) Insgesamt waren es sechs- oder siebenhundert Männer; einige behaupten sogar, es seien zwischen acht- und neunhundert gewesen.“ Diese oft verdrängten und von Mohammed befohlenen Massenenthauptungen des jüdischen Stammes der Banu Quraiza fanden im Jahre 627 in Yatrib statt, jenem Dorf, das später Medina („Madinat el nabi“ also „Stadt des Propheten“) genannt wurde. Mohammed wohnte dem Massaker bis zum Ende bei. Islamisten, auch die Schlächter unter ihnen, wollen sich möglichst genau am authentischen Leben Mohammeds („Sirat rasul Allah“), aufgezeichnet von Ibn Ishaq, orientieren. Vor diesem Hintergrund ist es nahe liegend, dass die Schlächter von Daniel Pearl, Nicholas Berg, Paul Johnson, Kim Sun-il und vielen anderen in der Auffassung handeln, dem Vorbild Mohammeds nachgeeifert zu haben – mithin in göttlichem Auftrag gehandelt zu haben. In der Koransure 47, Vers 4, heißt es: „4. Wenn ihr (in der Schlacht) auf die stoßet, die ungläubig sind, trefft (ihre) Nacken ...“ Die Dramaturgie dieser „Inspiration“ führte immer wieder zu Gräueltaten. Im maurischen Spanien etwa wurden die abgeschlagenen Köpfe von Christen zu so genannten „Schädel-Minaretten“ aufgestapelt. Und nach der Schlacht auf dem Amselfeld baten die Exekutoren vor dem Hintergrund der vielen tausend christlichen Delinquenten den türkischen Sultan, die aufwändige Methode des Enthauptens doch durch die Kraft sparendere des Kehledurchschneidens ersetzen zu dürfen. Selbst Barbur (1483 bis 1530), Gründer des Reiches der muslimischen Großmoguln auf dem Gebiet des heutigen Indien und angeblich Inbegriff muslimischer Toleranz, berichtet in seiner Autobiografie „Barburnama“ über den Krieg gegen Ungläubige: „Jene, die überlebt haben, wurden geköpft und dann ließ ich einen Turm mit ihren Schädeln in meinem Lager errichten.“
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Der Islam braucht einen inneren Dialog mit sich selbst, um einen Weg in die Moderne zu finden. Das heißt, daß sich die islamische Welt, die geistigen Führer und ihre Glaubensgenossen, einer geschichtsdiagnostischen Karthasis unterziehen müssen, um als Gesellschaft anerkannt zu werden. Die Akzeptanz der Andersdenkenden, sowie die universalen Menschenrechte und die Ächtung von Gewalt, sind die Grundvoraussetzungen für einen Dialog der Zusammenarbeit. Die Anfänge sind gemacht, und der Westen tut gut daran, sich mäßig und besonnen, auf Augenhöhe zu bewegen, und dort Unterstützung anzubieten, wo man es möchte. Ständige Erneuerung ist keine Verletzung der Traditionen, sondern trägt dazu bei, die Traditionen zu erhalten.

  • Antworten
R. Palme28.08.2009 | 00:00 Uhr

Kopf ab im Namen Allahs

Also so ein gequirrlten Mist habe ich selten zu Ohren bekommen. "Inneren Dialog"...."geschichtsdiagnostischen Karthasis"....

Das Problem zwischen Westen und Islam, lässt sich natürlich in epischer Breite darlegen. Allerdings will ich es hier einmal recht simpel zusammenfassen.

Der Westen und der Orient unterscheiden sich neben der Mentalität Ihrer jeweiligen Bewohner, auch und vor allem vor dem Hintergrund, dass Sie mit verschiedenen Wertevorstellungen, bedingt durch die religiösen Ansichten (Vorgaben) Ihrer beiden Bücher/Lehren verbunden sind.

Da vor allem der Koran das Leben eines gläubigen Muslims von der "Wiege bis zur Bahre" in allen Bereichen des Lebens auch bei juristischen Angelegenheiten (siehe Sunna) regelt, bedeutet das, dass eine Säkularisierung hier -anders als R.Palme- bedeutet NICHT möglich ist.

Im Übrigen bedeutet das auch, dass ein gläubiger Muslim nur schwer nach westlichen Bräuchen, Werten, Vorstellungen Gesetzen etc. Leben kann, da diese maßgeblich vom Christentum beeinflusst wurden ( also im Duktus natürlich). Nebenbei bemerkt, ist eine sog. "gelungene Integration" von Muslimen, in unsere Systeme, nur schwer bis gar nicht( bildungsferne Schichten) möglich und vermutlich auch überhaupt nicht erwünscht.

Man sollte hier MEINER MEINUNG nach dahingehend intervenieren und schnellstmöglich anpassungsunwillige oder gar kriminelle Muslime rückführen, damit sollte es in Europa einmal krachen, gut integrierte Mitbürger mit Migrationshintergrund nicht zum Ventil des "Volkszorns" werden. So wie einst unsere "jüdischen Freunde" nach der Wirtschaftskrise in den 30ern viele Menschen erbosten und den Nationalsozialisten somit Tür und Tor öffneten, um an die Macht zu gelangen.

  • Antworten
Bishibosh30.04.2012 | 12:45 Uhr

Das Morden im Namen Allahs geht weiter

Es begann mit dem Massenmord an den Bani Quraiza, jüdischen Beduinen. Dann folgten die Pogrome der Muslims in Spanien, hauptsächlich an Juden. Im Jahr 1936 wurden in Hebron sämtliche jüdischen Einwohner, die dort teils seit Jahrhunderten lebten, massakriert. In Bagdad wurden 1948 von der irakischen Armee hunderte Juden massakriert. All dies im Namen Allahs, weil der Judenhass zum Islam gehört.

  • Antworten
Susya Bar Dror02.05.2012 | 16:38 Uhr

das ist alles gut nachvollziehbar, aber ...

beim genaueren Hinschauen sollte man nicht mit zweierlei Mass messen.
Richtig ist, dass der historische Mohammed nicht dasselbe lehrt wie
Jesus von Nazareth. Wer für sich in Anspruch nimmt, nach seinem Glauben Mohammed nachzueifern wird unweigerlich mit dem Gesetz der "modernen" westlichen Staaten in Konflikt geraten. Es gibt sehr viele Muslime in den unterschiedlichsten Glaubenrichtungen mit vielfältigen Traditionen. Ob ein Muslim das Vorbild Mohammeds wichtiger nimmt als
den Willen friedlich (und gerecht) mit anderen Menschen zusammenzuleben hängt vermutlich von vielen Faktoren ab, ebenso wie
es bei den sog. "Christen" und "Juden" der Fall ist. Niemand wird
ernsthaft behaupten, dass die 2 Weltkriege, die im Wesentlichen zwischen Menschen mit sog. christlichem Bekenntnis geführt wurden,
irgend etwas mit dem Vorbild und der Lehre von Jesus zu tun hatten !
Da ist es ganz praktisch, dass eine grosse Kirche lehrt, dass die
Tradition und Überlieferungen (aus dem Mittelalter) gleichwertig zur
"christlichen" Lehre hinzugefügt werden. Die Juden haben es mit der
Thora etwas einfacher, und trotzdem das gleiche Problem der Glaubwürdigkeit. Das "Gesetz" schreibt zwar, Du sollst nicht töten,
zugleich haben die Israeliten im Namen Gottes das Recht und die Pflicht gehabt, das heilige Land zu erobern und die Feinde zu töten.
Insofern kann man bei Juden und Muslimen eher das bekämpfen und Töten
der Feinde rechtfertigen als bei den "Christen". Die können sich auch
nicht herausreden, wenn sie töten lassen, wie in den zahlreichen
Stellvertreter-Kriegen des "Westens". Und der Namensgeber des christl.
Glaubens hat am allerdeutlichsten vor den Heuchlern und Lügnern
gewarnt, die mit frommen Sprüchen und im Ansehen vor den Menschen
ihre Verbrechen begehen. Da ist es schwer erträglich nicht selbst
aktiv gegen die Verbrecher vorgehen zu dürfen, aber genau das macht
den wahren christlichen Glauben aus - Gerechtigkeit nicht aus menschlichen Fähigkeiten oder Willen !! Insofern ist die muslimische
oder jüdische Religion deutlich näher an der Realität dieser Welt !!
Ob Menschen jedoch ihren Glauben "modern" leben oder sich eher "mittelalterlich" zurückorientieren und die Härten überbetonen hängt
vermutlich von den Lebensumständen ab. Hunger, Gewalt, Ungerechtigkeit
und Ohnmacht werden immer wieder die radikal-gewalttätigen Seiten der
Religionen hervorbringen, was man ja auch im Hinduismus (in Indien)
erkennen kann.

  • Antworten
kamich12.11.2012 | 13:44 Uhr

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