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Pakistan: Mit Kreuzen ziehen christliche Demonstranten durch Karachi, die gegen Terror protestieren Foto: dpa/picture-alliance |
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von Vanessa de l'Or
Sudan, Nigeria, Pakistan, Nord-Korea: In vielen Ländern der Welt werden Christen diskriminiert und verfolgt, im vergangenen Jahr wurden 167.000 Menschen wegen ihres Glaubens getötet. Ein Überblick von Vanessa Liertz.
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ordneten viele das Thema Christenverfolgung den schaurig-düsteren Kapiteln der Christengeschichte zu, die - bis auf wenige Ausnahmen vielleicht - niemals wieder aktuell würden. Die katholische Kirche in Deutschland schaffte Mitte der neunziger Jahre ihren letzten traditionellen "Gebetstag für die verfolgte Kirche" ab. Zu früh, das machte spätestens der 11. September des Jahres 2001 deutlich.
Ein Jahr nach dem Anschlag auf das World Trade Center in New York hat die Deutsche Bischofskonferenz das Thema Christenverfolgungen offiziell wieder belebt mit der Veranstaltung "Solidarität mit verfolgten Christen". Auch die Evangelische Kirche Deutschlands ist inzwischen wachgerüttelt. Heute appelliert Kardinal Karl Lehmann an die Weltöffentlichkeit, das Problem endlich ernst zu nehmen. Er beschwört eine "Rückkehr von massenhaften Christenverfolgungen", dabei "wird die Lage in einigen Regionen Afrikas und Asiens dramatisch." |