
| Juni 2004 |
| Ruza Spak "Beim Anblick des Soldaten bekam ich Gänsehaut - ich musste ihn festhalten" |
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Umwege der Freiheit von Ruza Spak, Acryl auf Nessel, April 2004 |
Die Malerin Ruza Spak ist eine Grenzgängerin: in Polen geboren, nach Deutschland emigriert, in den USA erfolgreich geworden. Mit ihren Werken “Take me to the River” erreichte sie die Menschen in der islamischen Welt und im Westen gleichermaßen: zuerst in Kairo, danach in den USA. Zurzeit sind sie im Mellenium Arts Center in Washington D. C. zu sehen, bevor sie im nächsten Jahr ins Museum of Modern Art im südafrikanischen Pretoria wandern. Für das Titelbild von Cicero malte die jetzt in Berlin lebende Ruza Spak das Gesicht eines Soldaten, das sie in einer Zeitung entdeckte. “Das Bild übte eine besondere Kraft auf mich aus. Plötzlich sah ich darin alles, worüber wir heute diskutieren. Der Blick des Mannes transportiert Gewaltbereitschaft, Macht und zugleich Kraft - das ist durchaus gegensätzlich. Er bestärkt mich in meiner Sorge um unsere Zivilisation, aber auch in der Gewissheit, das Vertrauen in die Menschen nie zu verlieren.” |
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