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TitelseiteAugust 2010


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Debatte


Weltbühne
Ruandas Wunderheiler
Marc Engelhardt
Paul Kagame hat aus dem vom Völkermord gezeichneten Ruanda ein afrikanisches Musterländle gemacht. Viele feiern ihn dafür. Doch kurz vor der Präsidentenwahl wächst die Kritik, nicht zuletzt seit der Oppositionspolitiker Andre Kagwa Rwisereka tot aufgefunden wurde. - mehr lesen..
S. 14
Generell gehorsam
Jan Techau
Der tiefe Fall des Vier-Sterne-Generals Stanley McChrystal sorgte für Schlagzeilen und weckte alte Befürchtungen, der Primat der Politik sei in Gefahr. Doch die Angst vor der politischen Macht des US-Militärs ist unbegründet. Amerikas Feldherren wissen, wer ihre Herren sind. -
S. 16
Ikone der Tea Party
Jedediah Purdy
Sarah Palin ist typisch für eine neue kulturelle Synthese von Popkultur, Postfeminismus und absoluter Marktgläubigkeit. So wurde die ehemalige Gouverneurin von Alaska zur Symbolfigur der konservativen Bewegung der USA. -
S. 18
„Die Usbeken müssen weg
Stefan Scholl
Im Süden Kirgistans herrscht nur oberflächlich wieder Ruhe. Usbeken befürchten neue Ausschreitungen, Kirgisen machen Usbeken für Tod und Brandschatzung in Osch verantwortlich. Manche sehen bereits die Vorzeichen eines neuen Dreißigjährigen Krieges. -
S. 22
Schluss mit den Ausreden
Henry Kissinger
Wer die Ursache der afghanischen Misere allein in Hamid Karzais Unzulänglichkeiten sieht, macht es sich zu einfach. Die Herausforderungen in Afghanistan sind dafür zu komplex. Um ihnen gerecht zu werden, brauchen die USA dringend eine echte Strategie. - mehr lesen..
S. 26
Eine Wunde, die nicht heilen will
Gebhard Hielscher
Mit dem Atombombenabwurf über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki beendeten die USA vor 65 Jahren den Zweiten Weltkrieg. Hunderttausende Menschen mussten dabei qualvoll sterben. Bis heute wirkt das Trauma in Japan nach. -
S. 36
Stimmen des Schmerzes
Kaiko Nambo
Wie findet man eine Sprache für das einzigartige Grauen der Atombombenexplosion? Und wie hält man die Erinnerung wach, wenn die Überlebenden der Katastrophe immer weniger werden? Japanische Schriftsteller gehen eigene Wege. -
S. 38
Bilanz der Vernichtung
Paul H. Nitze, John K. Galbraith und anderen
Es sind Zahlen des Schreckens – dahinter steht unermessliches Leid von bis dahin ungekanntem Ausmaß. Nüchtern analysiert ein Pentagonbericht im Herbst 1945 die Auswirkungen der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki. Cicero dokumentiert Auszüge. -
S. 40
„Die Kontrolle Irans geht weiter“
Yukiya Amano
Auch 65 Jahre nach dem Abwurf der ersten Atombombe ist die nukleare Bedrohung größer denn je. Wie ist die iranische Gefahr einzuschätzen? Welche Rolle spielt Israel, und was ist von Burmas Atomplänen zu halten? Fragen an den Chef der Atomenergiebehörde. - mehr lesen..
S. 44
Im Innersten zerrissen
Andrzej Stasiuk
Immer noch ist Polen unser unbekannter Nachbar. Es ist das Land der Gewerkschaft Solidarnosc, und es gilt als ultrakatholisch. Was aber wissen wir wirklich über unser Nachbarland im Osten? Ein Erklärungsversuch der polnischen Seele. -
S. 46


Berliner Republik
Produktionsfaktor Kind
Michael Naumann
Cicero-Chefredakteur Michael Naumann wirft einen Blick auf die desolate Lage der deutschen Bildung. - mehr lesen..
S. 9
Die Frau hinter Mappus
Jörg Hafkemeyer
Vor 19 Jahren kam sie aus Kamerun nach Deutschland. Heute sitzt Sylvie Nantcha für die CDU im Stadtrat von Freiburg und im Landesvorstand ihrer Partei. Eine Migrationskarriere – wie aus dem Märchenbuch. - mehr lesen..
S. 50
Fürst des Waldes
Martina Fietz
Neue Töne aus dem Thomas-Dehler-Haus: Die Liberalen hätten sich zu lange darauf konzentriert, den Staat zurückzudrängen, es komme aber darauf an, ihn zu gestalten, sagt Generalsekretär Christian Lindner. Er will der FDP neue Perspektiven eröffnen. - mehr lesen..
S. 50
Kanzlerin ohne Kurz-Botschaft
Wulf Schmiese
Angela Merkel hat das Land bisher per SMS regiert, doch jetzt fällt dieser Kommunikationsstil auf sie zurück. Die Regierungschefin hat verstanden, dass sie die eigenen Reihen anders einbinden muss, um ihre Macht zu verteidigen. - mehr lesen..
S. 54
Sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin, liebe Angela,
Volker Schlöndorff
-
S. 56
Gesiegt, aber nichts gewonnen
Tissy Bruns
Die Wahl des neuen Bundespräsidenten geriet nicht zum erhofften Neustart der schwarz-gelben Koalition, sondern markierte den Höhepunkt einer ewig schwelenden Regierungskrise. Und diese hat eine lange Vorgeschichte. - mehr lesen..
S. 60
Was Köhler uns schuldig bleibt
Alexander Marguier
Der abrupte Rücktritt des neunten Bundespräsidenten zeigt überdeutlich, wie es um die politische Kultur bestellt ist. Anstatt Antworten zu liefern, wird dieses singuläre Ereignis in geradezu aufreizender Routinehaftigkeit abgewickelt. Das ist skandalös. - mehr lesen..
S. 64
Das Gegenteil von Harmonie
Frank A. Meyer
Mit einer pädagogischen Penetranz, vor allem durch den Auftritt der deutschen Nationalmannschaft, wird der Fußball als Vorbild für die Politik empfohlen. Doch Regeln eines Mannschaftssports taugen nicht für demokratische Politik. -
S. 68
Das Konservative ist heute progressiv
Volker Gerhardt
„Was ist heute konservativ?“, fragte Cicero im vorigen Heft und löste damit eine lebhafte Debatte aus. Ein Berliner Philosoph liefert dazu eine neue, scheinbar paradoxe Antwort. - mehr lesen..
S. 70


Kapital
Angst vor der eigenen Kraft
Bascha Mika
In Hamburg lebt in den sechziger Jahren ein Junge, der schwer stottert. Er hat Höhenangst, hängt am Rockzipfel seiner Mutter und wird beim Sport stets als Letzter in die Mannschaft gewählt. Was soll bloß aus so einem werden? Peter Krämer wird Millionär. -
S. 74
Die Mutter der IT-Kompanie
Evelyn Runge
Karin Dürmeyer arbeitet als „Distinguished Engineer“ bei IBM. Davon gibt es weltweit nur 400. Die Hamburgerin ist die erste Frau in Europa, die in diesen Kreis aufgenommen wurde. Ihre Mission: mit neuen Technologien die Welt lebenswerter machen. -
S. 76
Bankenretter wider Willen
Wolfgang Köhler
Nach der Krise ist vor der Krise: Hannes Rehm versucht als Chef des staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin, den Zusammenbruch des deutschen Bankensystems zu verhindern. Jetzt rollt aus Südeuropa die nächste Gefahr für die Kreditwirtschaft heran. - mehr lesen..
S. 78
Ohne Bares nichts Wahres
Ulrich Hottelet
Neue iPad-Anwendungen, Onlineabos, Verkauf einzelner Artikel – Zeitungsverlage suchen im Internet verzweifelt nach neuen Einnahmequellen, um die wegbrechenden Einnahmen aus dem Printgeschäft zu kompensieren. Die bisherigen Erfolgsmodelle im Onlinejournalismus belegen, dass man vor allem auf eins setzen muss: Qualität! - mehr lesen..
S. 80
Der Offline-Journalist
Alex Rühle
Er arbeitet als Feuilleton-Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung, bezeichnet sich selbst als Internetjunkie und zieht für ein halbes Jahr den Stecker – Bericht über einen Onlineentzug. -
S. 86
Ein Computer mit vier Rädern
Karl-Heinz Büschemann
General Electric oder General Motors. Bei der Entwicklung des Elektroautos erwachsen den Fahrzeugherstellern neue, ungewohnte Konkurrenten. Nur eine Branche scheint das nicht zu verstehen und droht, die Entwicklung zu verschlafen: die Autoindustrie. - mehr lesen..
S. 88
Eine Restlaufzeit für Solar-Subventionen
Nils aus dem Moore
Die Politik riskiert, dass nicht nur die Solarförderung, sondern die Unterstützung der erneuerbaren Energien insgesamt ihre Legitimation verliert. -
S. 90
Die Politik fördert die Altersarmut
Stefan Welzk
Private Altersvorsorge ist ökonomisch unsinnig und sozial ungerecht. Trotzdem belohnt der Staat sie mit Hinweis auf die demografische Entwicklung mit Milliardenbeträgen. Dabei kann eine alternde Gesellschaft durchaus produktiver werden und die Renten bezahlen. - mehr lesen..
S. 92


Salon
Personalstil und Stilettos
Julia Fischer
Von wegen Geigen-Girlie: Julia Fischer ist eine der begabtesten Musikerinnen ihrer Generation und die jüngste Professorin des Landes. Dass die 27-Jährige mit reichlich Glamour auch noch die Klassik-Welt in Aufruhr versetzt, ist da fast schon Nebensache. -
S. 96
Leidenschaft, die bleibt
Wolfgang Herles
Berlusconi sei ein schlechter Liebhaber, Bismarck ein Verhängnis für Deutschland und die Natur der direkte Draht zu Gott? Christoph Graf Douglas ist ein Exzentriker, wie er im Buche steht. Aber für die Kunst, die er sammelt und mit der er handelt, ist das eine gute Nachricht. -
S. 98
Meschugge in Manhattan
Wolfram Eilenberger
Was können wir von der Vergangenheit wissen? Fünf Jahre lang forschte der New Yorker Publizist Daniel Mendelsohn nach dem Schicksal seines von den Nazis ermordeten Großonkels. Entstanden ist ein packendes Meisterwerk über den Kampf um verlorene Welten. - mehr lesen..
S. 100
Deutschlands Staatsmuseen
Kito Nedo
Undurchsichtige Finanzen und antiquierte Museumskonzepte: Was von Helmut Kohl als Flotte stolzer Flaggschiffe der Bundeskultur ins Leben gerufen wurde, befindet sich eigentlich schon seit der Entstehung in der Krise. Eine Reportage. - mehr lesen..
S. 102
Zauberer der Linien
Daniel Schreiber
Schon als er 1943 für die Vogue zu fotografieren begann, galt er als Klassiker. Seine Bilder waren so atemberaubend klar komponiert, dass sie sich in die Magazinseiten einzubrennen schienen. Obwohl sich Irving Penn zeitlebens nur wenig für Kleidung interessierte, hob er die Modefotografie in bis dahin ungeahnte Höhen. -
S. 108
Nie war Mode so langweilig!
Lilith Frey
Seit 27 Jahren regiert Karl Lagerfeld Chanel, einst Synonym für Stilsicherheit und Zeitgefühl. Doch mit seinem Kniefall vor dem Boulevard hat er den Namen des Hauses beschädigt. Über die Abstieg des Modeschöpfers zum unermüdlichen Unterhaltungszampano. -
S. 116
Marie Antoinettes Ibiza-Hip
Barbara Vinken
Schaut man sich in Deutschland um, tragen Männer nüchterne Anzüge, die Frauen hingegen wirken lässig. Uniform schwelgen sie im zusammengewürfelten Bricolage-Chic, über dem immer ein Hauch von Ferien weht. Gibt es überhaupt noch klassische Mode? -
S. 118
Simenon für den Sommer
Robin Detje
Robin Detje erklärt in seiner Bücher-Kolumne, warum man im Sommer unbedingt Georges Simenon lesen sollte. -
S. 120
Lesende Autoren, essende Köche
Birgit Lahann
Im August sorgte er mit seinem Theaterstück „Inselkomödie“ wieder für großes Drama am Berliner Ensemble. Für die Bibliotheks-Reihe von Cicero besuchteBirgit Lahann den Dramatiker und Dichter Rolf Hochhuth. - mehr lesen..
S. 122
Das „Volk“ nicht außer Acht lassen
Tilman Spengler
Zur Debatte um die Gesundheitsreform hat unser Korrespondent Lao She einen Bericht über ein ähnlich problematisches Experiment aus dem Reich der Mitte gesandt. -
S. 126
Trauer und Restitution
Lisa Zeitz
Caspar David Friedrich war nie in den Alpen, einen „Watzmann“ malte er trotzdem: Über ein Bild, das sich wie wenig andere in den Wirren deutscher Geschichte verfing. -
S. 127
„All deine Ängste ablegen“
Jeff Koons
Was würden Sie tun, wenn Sie wüssten, dass Ihr Leben in 24 Stunden endet? Cicero fragt Menschen nach ihren letzten Handlungen, Zielen und Wünschen. Der Starkünstler Jeff Koons ist mit seiner ironischen Kunst berühmt geworden, wenn es um den Tod geht wird er ernst. - mehr lesen..
S. 128
„But Darling, nothing has changed!“
Jutta Falke-Ischinger
Für Außenstehende sind die Hierarchien der englischen Aristokratie weitgehend undurchschaubar. Als Orientierungshilfe hat uns eine Autorin den Brief einer ihrer adeligen Bekannten überlassen. -
S. 130
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