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Bernd Rojahn (Holzminden) 12.03.2010
Betrifft: Maischschreier von David Harnasch, Cicero-Ausgabe Februar 2010
Es ist schon ein starkes Stück, was in solchen(Diskussions-)Runden geboten wird. Tatsächlich ist das Thema „Hartz IV“ in vielen Aufhängerschlagzeilen von links nach rechts und umgekehrt gewälzt worden. Den Kern des Problems hat man allerdings total vernachlässigt. Auf das eigentliche Problem wird, wenn überhaupt, in einem kurzen Nebensatz hingewiesen: „Wir brauchen auch Arbeitsplätze“.
Das ist die zentrale Herausforderung an Politik, Wirtschaft, Gewerkschaften, an uns alle, insbesondere an die Hilfebedürftigen selbst. Die Frage muss doch lauten: „Wie kann es uns gelingen so viele Jobs zu schaffen, dass alle arbeitsfähigen/-willigen Menschen einen Job haben; ausgestattet mit einem Lohn, der ein menschwürdiges Leben ermöglicht?“ Wie machen wir aus Arbeit Arbeitsplätze? Wie erhöhen wir die volkswirtschaftliche Wertschöpfung? Wie lauten die differenzierten Angebote auf die unterschiedlichen Lebenssituationen der betroffenen Menschen.
Meine Antwort: Es muss ein anderer Ansatz – ein Zwei-Wege-Prozess - her! Im Zwei-Wege-Prozess wird ein innovativer Erster Arbeitsmarkt durch umfassende Bürgerarbeit – für alle - ergänzt. Dabei sollen sich die beiden Arbeitsmärkte bewusst verbinden. Vollbeschäftigung durch Teilhabe! Begleitet wird dies durch eine intensive Weiterbildung ( siehe www.aufbruch-zukunftsbausteine.de).
Angesichts von millionenfacher Arbeitslosigkeit und gleichzeitigen Fachkräftemangel gibt es darauf keine leichte Antwort. Es stellt sich die Frage, welche Handycaps bringen einerseits die arbeitsfähigen Hilfebedürftigen mit und welche Hemmnisse hat die Politik bewusst oder unbewusst in der Vergangenheit aufgebaut? Ich habe mir in den letzten Tagen einige IAB-Forschungsberichte angeschaut. Ergebnis. Bei den Hilfebedürftigen handelt es sich um einen sehr inhomogen Personenkreis. D.h., unterstellt es gäbe keine Hemmnisse bei den Kommunen, es müsste ein sehr differenziertes Arbeitsplatzangebot geben. Sicherlich eine große Herausforderung. In meinem Buch „Vollbeschäftigung durch Teilhabe“ habe ich im Teil B für 10 Lebensbereiche Hinweise für eine „Ausdehnung“ des Arbeitsplatzangebotes gemacht.
Ob der Modellansatz eines Gemeinwohl-orientierten Arbeitsmarktes, eines Sozialen Arbeitsmarktes, eines demokratischen öffentlichen Sektors (Gruppe Alternative Wirtschaftspolitik), umfassende Bürgerarbeit oder andere – sämtliche Ansätze gehören an den runden Tisch - als Grundlage für eine ausführliche gesellschaftliche Diskussion.

() 12.03.2010
Betrifft: Psychogramm einer Familie von Martin Ernst, Cicero-Ausgabe März 2010
ausgezeichnete Rezension

Stella (Saarbrücken) 12.03.2010
Betrifft: Maischschreier von David Harnasch, Cicero-Ausgabe Februar 2010
Hat der FDP Mensch gerade von Sozialer Gerechtigkeit gesprochen? Da hat doch jemand das Parteiprogramm der Linken gelesen!

Martin () 11.03.2010
Betrifft: Maischschreier von David Harnasch, Cicero-Ausgabe Februar 2010
Was man alles Ertragen muss wofür man noch gezwungen wird zu zahlen.
Sehr schön finde ich das auch einer der sich oft liberal äußert den gleichen Frust hat, (wie ich) über den Mist der im öffentlich rechtlichen gesendet wird.
Der Kabarettist Georg Schramm hat das überzeichnet so formuliert -> http://www.youtube.com/watch?v=Bg5PDq2uz1Y
Man ersetze Christiansen, Illner, Beckmann und Kerner mit den aktuellen Sendungen.

Gruß

Martin


t.h.wolff (St. Peter-Ording) 11.03.2010
Betrifft: Obama-Kitsch und mitgroovende Zuschauer von David Harnasch, Cicero-Ausgabe Dezember 2009
Daß dieser Broderliner mit einem Obama-Musical nichts anfangen kann, ist doch klar wie Kloßbrühe.

Luis Ribeiro (Hamburg) 11.03.2010
Betrifft: Mensch, Guido von Constantin Magnis, Cicero-Ausgabe März 2009
wie schreibt man "rhetorisch"?

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